2012

Judith Butler – die Genderkönigin

Am 11. September bekommt die Amerikanerin Judith Butler den Theodor W. Adorno-Preis verliehen. Butler ist die bedeutendste Ikone der weltweiten Gender-Ideologie. Sie zählt fernerhin zu den Intellektuellen, die für den radikalen Abschied vom abendländischen Familienbegriff plädieren. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich klar gegen die Preisverleihung ausgesprochen, weil sie israelfeindliches Gedankengut propagierte. Butler hat diese Vorwürfe als verleumderisch und haltlos bezeichnet. Wer erfahren möchte, was die Jüdin Butler über Israel, Hamas und Hisbollah denkt, kann sich z.B. die Aufzeichnung dieser Berkeley-Vorlesung und –Diskussionsrunde anschauen.

Ich habe in den vergangenen Tagen schon einige Lobtexte gelesen und Lobreden gehört. Der Beitrag, den Bettina Röhl für die Wirtschaftswoche verfasst hat, ist – wie zu erwarten – sehr scharf, hebt sich dafür aber wohltuend vom systemkonformen Geschwafel ab.

Butler ist eine genialische Propagandistin und Aktionistin. In diesen Fächern hätte sie Nobelpreisniveau. Wo sie auftritt macht sie alles mundtot und was nicht ihrer Meinung ist, echauffiert sich zumindest fürchterlich über den Unsinn, den sie als die reine und nichts als die reine Wirklichkeit verkauft. Sie sei ein schreckliches „Problemkind“ gewesen, aber ein besonders „kluges“, so Butler über Butler. So gesehen kann man sagen, Butler polarisiert. Nur eines kann man nicht sagen, dass sie bei all den Themen, die sie mit einer furchtbaren Schärfe seziert, irgendwelche Ideen anböte, die gesellschaftsnützlich wären. Man muss sich im Angesichte von Butler wohl damit begnügen festzustellen, dass sie immer wieder mit großtuerischem Alarmismus und extremistischen Argumentationen Sand ins Getriebe wirft, was ihre Jünger dann gerne so beschreiben, dass Butler wieder mal Debatten oder Denkprozesse angestoßen hätte.

Auch zur Vorbereitung ihres Auftritts in Frankfurt setzt sich Butler in deutschen Medien schon einmal vor ab in Szene und stellt die Hierarchien klar: Butler-Kritiker, die von ihr noch etwas lernen können, ganz unten und Butler selber ganz oben.

Mehr: www.wiwo.de .

Der kulturelle Placebo-Effekt von „bio“

Auch die neuesten ernüchternden Fakten zu Bio-Lebensmitteln werden den Glauben an die heilsbringende Wirkung von „bio“ nicht erschüttern. Wir unterliegen längst kulturellen Placebo-Effekten, meint Richard Herzinger. Auch wenn ich die Natur deutlich förderlicher bewerte als er, stimme ich zu, wenn Herzinger von der Quasireligion Gesundheit spricht. Gesundheit ist sicher wichtig, macht aber nicht „heil“.

Den Glauben der Deutschen an die heilsbringende Wirkung der Biokost werden aber wohl auch diese ernüchternden Fakten kaum erschüttern können. Denn „bio“ ist längst zu einem Zauberwort geworden, das für einen neuen, quasireligiösen Kult steht: den um die Gesundheit. Diese nicht nur zu erhalten, sondern immer weiter zu steigern ist die Maxime. So entsteht die ebenso überfrachtete wie fälschliche Vorstellung, Nahrungsmittel hätten uns nicht nur satt und leistungsfähig zu machen, sondern könnten auch unsere Gesundheit optimieren. Und uns so dazu verhelfen, unser Leben zu verlängern.

Mehr: www.welt.de.

Rezension: Durch Leiden geprägt

Nachfolgend eine Rezension zum Buch:

  • Ekkehard Graf: Durch Leiden geprägt: Die gegenwärtigen Leidenserfahrungen der indischen Nethanja-Kirche mit einem Blick auf die paulinischen Gemeinden, Dortmunder Beiträge zu Theologie und Religionspädagogik 10, Lit Verlag, 344 S., ISBN 364-3-643-11595-9, Euro 29,90.

 

Durch Leiden geprägt

Die Christen der noch jungen Nethanja-Kirche in Ostindien erdulden seit Jahren Bedrängnisse und Verfolgungen wegen ihres Glaubens. Trotz dieser Widerstände wächst die Kirche unablässig. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der erfahrenen Repression und dem Gemeindewachstum?

Ekkehard Graf, Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Mitarbeiter beim „Arbeitskreis für Religionsfreiheit, Menschenrechte u. Verfolgte Christen“ der Evangelischen Allianz hat in seiner Promotion die Situation der indischen Kirche eingehend untersucht und sie mit der Verhältnissen der durch Paulus gegründeten urchristlichen Gemeinden verglichen.

Die von Professor Rainer Riesner betreute Arbeit enstand in den Jahren zwischen 2006 und 2011 und wurde 2012 von der Fakultät Humanwissenschaften und Theologie der TU Dortmund angenommen. Ekkehard Graf setzt drei Schwerpunkte. In einem ersten Teil wird die gegenwärtige Lage der indischen Nethanja-Kirche erfasst. Der Autor beleuchtet den gesellschaftlichen Hintergrund, auf dem die Kirche erwachsen ist, ihre Enstehung sowie Entwicklung und erfasst schließlich systematisch ihre Leidenserfahrungen. Da bisher nur spärlich über die Kirche publiziert wurde, musste die Lage der Christen aufwendig erschlossen werden. Graf konnte auf wenige schriflliche Quellen zurückgreifen, überwiegend auf das Mitteilungsblatt „Nethanja Post“ des deutschen Missionsvereins „Kinderheim Nethanka Narsapurt – Christliche Mission Indien“ e.V. und auf Liedgut, das 2007 erstmalig in einem Nethanja-Liederbuch gesammelt wurde. Das Buch enthält 489 Lieder, ungefähr 100 davon stammen von Pastoren und Musikern der Nethanja-Kirche. 12 dieser Lieder stehen in einem besonderen Zusammenhang mit aktuellen Leidenserfahrungen und wurden eingehend durchleuchtet. Darüber hinaus hat Graf Christen der Nethanja-Kirche aufwendig interviewt, Konversionsberichte ausgewertet und Gottesdienste beobachtet. Die narrativen Interviews sind im Anschluss an die Transkription statistisch verwertet und systematisch kategorisiert worden. Die Lektüre ist spannend und zugleich bedrückend. Geschildert werden unglaubliche Unterdrückungs- und Gewalterfahrungen, angefangen von sanfter Diskriminierung bis hin zu Familienausschlüssen, Massenvergewaltigungen und Mordanschlägen. Die dafür Verantwortlichen sind Familienangehörige, Hindus, Animisten, maoistische Naxaliten sowie staatliche Behörden.

Im zweiten Teil untersucht Graf die von dem Heidenapostel Paulus gegründeten Gemeinden. Die Leidenserfahrungen dieser Urgemeinden werden beschrieben und systematisch-theologisch betrachtet, um sie dann in ein Verhältnis zu den Erfahrungen der indischen Christen zu setzen. Graf zeigt einerseits, dass sich aufgrund der Lage der Nethanja-Kirche die paulinische Texte besser verstehen lassen (da vergleichbare Phänomene zugrunde liegen), sich andererseits auch zeigen lässt, wie „in Bedrängnis Glaube gelebt und Kirche gestaltet werden kann“ (S. 15). Es werden besondere Hilfe im Leiden herausgestellt. Dazu gehören die Hilfe durch die Gemeinde (S. 241–245), Hilfe durch das Gebet (S. 246–249), Hilfe durch Bibeltexte (S. 251–253), Hilfe durch die Christusbeziehung (S. 254–256) und sonstigen Beistand wie beispielsweise Wundererfahrungen (S. 258–260).

Die Bedrängnisse haben eminente Auswirkungen für das Leben der Christen. Graf untersucht diese zunächst im Bereich des Gemeindelebens (S. 263–278): „Die paulinische Aussage, dass Glaube, Liebe und Hoffnung Kennzeichen der bedrängten Gemeinde sind (lThess 1,3), lässt sich an der Nethanja-Kirche verifizieren, denn die Leidenserfahrungen prägen den von den indischen Christen praktizierten Glauben in hohem Maße. Die Bedrängnis führt zu stark frequentierten Gottesdiensten, in denen die Christen Gemeinschaft, Trost und Angenommensein erfahren. Im Gebet werden die Leiden vor Gott gebracht und [wird] gemeinsam für Erhörung gedankt. Die in der Nethanja-Kirche entstandenen Lieder helfen den Christen Gefühle und Überzeugungen in der ihnen eigenen Sprache und Melodik zum Ausdruck zu bringen. Im Singen von Lobliedern werden die Leiden in einem gewissen Maß relativiert und der Leidende wird zum Ertragen ermutigt. In Verkündigung und Lehre der Nethanja-Kirche spielen die Leiden Christi wie auch die Kreuzestheologie des Paulus eine große Rolle. Zudem sind alttestamentliche Personen von Bedeutung, die ein hohes Maß an Identifikation ermöglichen“ (S. 301). Die Leidenserfahrungen haben massive Konsequenzen für die Lebensführung der Christen (S. 281–292): „Das Leben in einer feindlich gesinnten Umwelt bringt die Christen zu einer Ethik, die orientiert an der christlichen Überlieferung, die richtige Balance von Abgrenzung und Zuwendung zur Gesellschaft sucht. Besonders in praktizierter Nächstenliebe tun sich die Christen der Nethanja-Kirche hervor und erfüllen damit die Weisung Jesu Christi. Für ihr Umfeld anstößig, aber motiviert vom Evangelium, überschreitet die Nethanja-Kirche bewusst die Grenzen der Kastenordnung, zudem wertet sie die Frauen in der Gemeinde auf. Trotz teils massiver Angriffe verzichten die Christen der Nethanja-Kirche konsequent auf Gewaltanwendung, selbst ehemalige Naxaliten in ihren Reihen entsagen einer Gegenwehr. Vielmehr beten sie für ihre Feinde und handeln an ihnen mit Taten der Barmherzigkeit. Gegenüber dem Staat verhält sich die Nethanja-Kirche in Distanz und Loyalität unterschiedlicher Nuancierung“ (S. 302). Schlussendlich schöpfen die Christen Hoffnung, indem sie inniglich die Wiederkunft ihres Herrn erwarten (S. 294–299): „Die Leidenserfahrungen prägen die Hoffnung der Christen, indem sie in Bedrängnis eine ermutigende Eschatologie entwickeln. Eine unmittelbare Erwartung der baldigen Wiederkunft Jesus Christi zeigt sich in der Nethanja-Kirche ähnlich wie schon bei Paulus. Diese Parusie-Erwartung prägt die Christen und wird zur Ermutigung inmitten der Bedrängnis. Geduldig werden Anfeindungen ertragen in der Gewissheit, dass die Leiden dieser Zeit begrenzt sind im Gegensatz zu dem zu erwartenden Reichtum des Himmels. So prägt und motiviert das Ziel, mit Christus aufzuerstehen (Rom 6,3–5) und im „Buch des Lebens“ eingetragen zu sein (Phil 4,3), die Christen in den paulinischen Gemeinden wie auch in der Nethanja-Kirche: Die Tränen des Leides werden in der Ewigkeit abgewischt werden, aber auch schon in der Gegenwart in Freudentränen verwandelt angesichts der zu erwartenden Herrlichkeit. Diese Freude findet im gottesdienstlichen Gesang der Nethanja-Kirche ihren Niederschlag und richtet sich auf die Person Jesu, mit der der Glaubende im Leiden wie auch in der zu erwartenden Herrlichkeit persönlich verbunden ist“ (S. 302).

Die Untersuchung von Ekkehard Graf liefert eine erste zusammenhängende Dokumentation zur Kirchen- und Leidensgeschichte der Christen in Andhra Pradesch. Sie erweitert darüber hinaus allgemein das Verständnis für die Nöte und Segnungen einer bedrängten Kirche. Die Tragweite der Gemeinschaft, der Verkündigung, der Paraklese und der daraus resultierenden Ethik werden eindringlich zur Geltung gebracht. Die Geschichte der Nethanja-Kirche zeigt, dass in geradezu paradox anmutender Weise „in der Schwachheit des Leidens die Kraft der Verkündigung zunimmt“ (S. 305). Mögen die vom Autor am Schluss entwickelten Anregungen für die Christen der westlichen Kirchen Gehör finden.

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PDF-Version der Rezension: EkkehardGraf.pdf.



Unsere neuen Kinder

Michael Winterhoff gehört zu den gern konsultierten Erziehungsratgebern der Republik (Warum unsere Kinder Tyrannen werden). In einem Interview mit der WELT malt er ein düsteres Zukunftsszenario.

Das sind die Kinder, die jetzt auf uns zukommen, die nur lustorientiert sind, sie haben keine Frustrationstoleranz, keine Gewissensinstanz, keine Arbeitshaltung, keine soziale Kompetenz. Sie sind im Freizeitpark „Phantasialand“ hochleistungsfähig, weil es um Lust geht, und in der Schule eben überhaupt nicht. Sie können sich auch auf nichts freuen, sie leben nur im Moment, suchen unmittelbare Bedürfnisbefriedigung – sie haben das Weltbild, dass sie allein auf der Welt sind und alles steuern und bestimmen können. Wenn ich vor Lehrern spreche, geben sie mir die Prozentsätze solcher Kinder an, im Grundschulbereich sind das schon siebzig Prozent.

Mehr: www.welt.de.

Das erste Paar und die Postmoderne

41UnW+fnr-L._SL500_AA300_.jpgKaum ein Thema wird in Gesellschaft und Gemeinde heute kontroverser diskutiert als die Frage nach der Rolle von Mann und Frau. Jacqueline Bee hat ihre bemerkenswerte Arbeit zur Geschlechteridentität 2009 als Buch veröffentlicht.

Der Verlag schreibt über den Inhalt:

Der biblische Schöpfungsbericht schildert Mann und Frau als Geschöpfe und Ebenbilder Gottes. Durch ihre Kreatürlichkeit sind sie unaufhebbar an ihren Schöpfer gebunden und relational auf ihn verwiesen. Die Gottebenbildlichkeit von Mann und Frau ist auch für die Beziehung und Abhängigkeit der Geschlechter von konstitutiver Bedeutung. Basierend auf einer absoluten Gleichwertigkeit umfasst die ursprüngliche Schöpfungsintention eine ontologische und funktionale Komplementarität. Mann und Frau sind aufeinander hin erschaffen, sie bedürfen und ergänzen einander. All dies steht in krassem Gegensatz zum postmodernen Verständnis, wonach die Geschlechteridentität des evolvierten, aufgeklärten und nach absoluter Freiheit und Unabhängigkeit strebenden Individuums nur noch biologisch verankert ist. Die Identität als Mann oder Frau vollzieht sich ausschliesslich in Erfüllung spezifischer Rollenerwartungen und wird damit als rein soziokulturelle Konstruktion verstanden, die beliebig modellier- und veränderbar ist. Ein sehr interessantes und entscheidendes Forschungsergebnis der vorliegenden Studie ist das Vorhandensein eines schöpfungsbedingt angelegten anthropologischen Grundskriptes, welches die Beziehung und Abhängigkeit der Geschlechter existentiell prägt. Die Autorin plädiert deshalb aufgrund der zunehmend problembelasteten Paarbeziehungen dafür, ein erneutes Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass – entgegen dem postmodernen Verständnis – eben nicht alles unter der Sonne wandelbar ist.

 

 

Seelsorge: Vertiefungskurs III

Beim „Seelsorge: Vertiefungskurs III“ (04.–09. November 2012) sind folgende Themen geplant:

  1. Seelsorge als Verkündigung (Heiko Barthelmess)
  2. Seelsorge und Recht (Ron Kubsch)
  3. Konfliktmanagement (Eric Sollberger)
  4. Motivationen und Affekte (Beat Tanner)
  5. Bund und Bindung: Funktion der Beziehungen (Beat Tanner)

Obwohl diese Studienwoche vorrangig für Studierende mit dem Schwerpunkt „Seelsorgelehre“ organisiert wird, sind auch andere Christen eingeladen, die sich für Seelsorge interessieren. Noch sind einige Platze frei!

Interessenten finden weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit im Flyer: seminar_woltersdorf_nov2012.pdf.

„Mama? Bist du da?“

Denise Bucher beschreibt in der ZEIT, wie sie als Atheistin den frühen Tod ihrer Mutter verarbeitet. Sie brauche Gott nicht, ist da zu lesen. Was sie schreibt, bewegt und zeigt zugleich, wie trostlos eine Welt ohne Gott sein muss.

Angeblich hat Moses mal gesagt: „Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen.“ Zum Glück muss ich das nicht glauben und kann mich ruhigen Gewissens den Händen und Werkzeugen des Tätowierers anvertrauen. Es tut weh. Aber es ist ein guter Schmerz, der zum Glück noch ein paar Tage anhält. Es hat also doch etwas auf sich mit dem Klischee, man lasse sich tätowieren, um seelischen in körperlichen Schmerz zu verwandeln. „Hast du das gesehen, Mama? Für dich.“ Sie bleibt stumm. Natürlich. Aber das macht mir jetzt nichts mehr aus. Ich hab sie wieder bei mir. Irgendwie.

Hier: CH-Mutter-Tod-Trauer.pdf.

Aus für Genderforschung

„Man kauft keine Gelehrten, Techniker und Apparate, um die Wahrheit zu erfahren, sondern um die Macht zu erweitern“ konstatierte Jean François Lyotard im Postmodernen Wissen zynisch (S. 135, siehe auch hier). Das trifft ganz besonders auf die Genderforschung zu. Die Genderforschung in Norwegen wurde jährlich mit 56 Mio. Euro durch den Staat gefördert. Nachdem ein Komiker einigen Genderexperten kritische Fragen stellte, gab es für die Genderstudies einen Förderstopp.

Er organisierte ein Kamerateam und stellte bekannten norwegischen Wissenschaftlern kritische Fragen zur Gendertheorie und stellte deren Antworten jene von international anerkannten Wissenschaftlern anderer Disziplinen gegenüber. Es waren Fragen über sexuelle Orientierung, Geschlechtsrollen, Gewalt, Rasse und Erziehung. Er tat dies mit fundierten Wissen und einer naiven, aber humorvollen Fragetechnik. Solche Fragen waren die Genderwissenschaftler nicht gewohnt. Schon gar nicht kritische Fragen zur Gendertheorie. Viele Interviewte merkten erst danach, was da eigentlich abgelaufen war. Ehe sie sich beschweren konnten, was sie später nachholten, gingen seine Interviews im Frühjahr 2011 beim staatlichen TV-Sender NRK in der Sendereihe „Gehirnwäsche“ auf Sendung. Die Öffentlichkeit war schockiert und die Wissenschaft entsetzt.

Eine unglaubliche Geschichte. Mehr hier: agensev.de.

VD: MG

„Wir raten ab, auf der Straße Kippa zu tragen“

Nach dem Überfall auf einen Berliner Rabbiner rät der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam seinen jüdischen Studierenden, auf Zeichen des Judentums in der Öffentlichkeit zu verzichten.

Gudrun Gallwitz hat mit Professor Walter Homolka gesprochen:

Bislang hatte ich die Illusion, dass es in Berlin und Brandenburg möglich sein müsste, sich zu seinem jüdischen Glauben zu bekennen. In Frankreich sind die Übergriffe arabischer Migranten gegenüber Juden und jüdischen Einrichtungen schon an der Tagesordnung. In Deutschland war dies bislang nur vereinzelt der Fall.

Wehret den Anfängen! Mehr: www.welt.de.

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