„Den Schatz bewahren“

Der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz warnt die Kirchen vor einer Anpassung an die Erwartungen der Medien. „Nichts wäre schlimmer, als wenn die katholische Kirche den Weg vieler protestantischer Kirchen einschlagen und sich immer gnadenloser der Medienwirklichkeit anpassen würde“, sagte Bolz am Donnerstag in Berlin. Katholisch.de berichtet:

„Sie sollte den Schatz ihrer zweitausendjährigen Lebenserfahrung und Spiritualität wahren und nicht gegen Talkshowtauglichkeit eintauschen“, so Bolz, der übrigens selbst evangelisch ist. In der Logik der Medien führe jede Anpassung schließlich zur „Nichtbeachtung und Gleichgültigkeit.“ „Nur das Widerständige bleibt interessant und eine News“, sagte der Wissenschaftler. Deshalb sei die Frage entscheidend, „ob die Kirche den Mut zur Authentizität aufbringt“. Die Medien böten der Kirche und dem Papst immer wieder an: „Wir finden dich gut, wenn du unseren Erwartungen entsprichst“. Als sich Papst Benedikt XVI. „nicht darauf einließ, stempelte man ihn als Reaktionär ab“.

Mehr: www.katholisch.de.

VD: RS

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Die Medien sehen die Dinge, und die Religionen sind für sie auch ein Ding, unter dem Blickwinkel des Utilitarismus. Richtig ist, dass „der Mensch des 21. Jhdts.“, weil er im Alltag beruflich immer mehr unter Druck steht und deshalb spirituell verarmt, offensichtlich nach seelischer „Unterstützung“ sucht bei seiner emotional/geistigen Heimatlosigkeit. Die Hilfe kann die Religion geben. Aber die Kirchen sind leer. Der säkularisierte Zeitgeist läßt eine spirituelle Lebensweise heute kaum noch zu. Benutzen viele Menschen ihre Religion nur noch als Alibi zur Geburt, Hochzeit und Beerdigung und ist die Verbindung von Liebe und Glaube und das Walten eines Himmels über… Weiterlesen »