Einsamkeit, mein treuer Begleiter

„Sünde hat Einsamkeit hervorgerufen, aber wir müssen erkennen, dass Einsamkeit an sich keine Sünde ist“, meint Steve DeWitt. Er schreibt:

Wir müssen Einsamkeit spiegelverkehrt betrachten und richtig auf sie reagieren, wenn wir weise werden wollen. In den paar Jahrzehnten, in denen ich alleine lebte, war mir meine Einsamkeit nicht wie ein Freund, sondern wie ein Feind. Sie diente dazu, mich an meine früheren Beziehungsversagen zu erinnern – Beziehungen, von denen ich mir erhofft hatte, dass sie mir dieses schmerzliche Gefühl wegnehmen würden. Hierin liegt die lauernde Gefahr von Einsamkeit: wenn sie nicht dein Freund ist, ist sie aller Wahrscheinlichkeit nach ein vernichtender Gegner in deinem Leben. Wir alle kennen Menschen, deren Bewältigungsmechanismus Selbstisolation ist, welche entweder auf ein Fehlen von Beziehungen oder auf Kummer bezüglich Beziehungen zurückzuführen ist (Spr 18,1). Für diese Menschen wird Einsamkeit eher zu einer Schlucht, in der sie leben, anstatt zu einem Tal, das sie durchqueren.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Jutta

Ich fand diesen Artikel sehr spannend und er hat auch etwas in meinem Denken bewirkt.
Ich kann da wirklich mitreden .. und unsichtbar bin ich auch – auch Geschwister kümmern sich eben eher kaum.
So ist auch Corona für mich kein Problem .. ich kenne nichts anderes.

Ich versuche zu lernen, mich noch viel enger an den anzuschliessen, der mich von Sünde und Tod und Teufel befreit und mir Leben gegeben hat.

Und damit gelingt, was oben im Text angesprochen wird: die Einsamkeit sich zum Freund zu machen.
Und dass Einsamkeit nicht nur etwas mit Versagen und Unfähigkeit zu tun hat.

Last edited 4 Monate zuvor by Jutta
Chrissen

Liebe Jutta, das macht mich ja ganz betroffen, wenn Du so etwas schreibst! Es macht mich traurig, denn ich weiß, daß es auch anders sein kann!

In meiner letzten Gemeinde, eine geschlossene Brüdergemeinde, kümmern sich die Geschwister liebevoll und aufmerksam umeinander. Man interessiert sich für das Leben des jeweiligen Bruders oder der jeweiligen Schwester, Man trifft sich in der Gemeinde, man hat auch außerhalb der Gemeinde Gemeinschaft miteinander, schließt gute christliche Freundschaften, erbaut einander, lehrt einander, lernt voneinander, sorgt sich umeinander, betet füreinander. So ist es auch in meiner jetzigen Gemeinde, eine offene Brüdergemeinde in Frankfurt am Main. Übrigens hat man in beiden Gemeinden den schönen Brauch, daß Alleinstehende von Familien sonntags zum Essen eingeladen werden, weil man weiß, daß ein „einsames Christsein“ auch sehr ungesund sein kann.

Ich wünsche Dir von Herzen christliche Freunde, mit denen Du Dein Leben teilen kannst! Ich denke an Dich! G’tt segne Dich!

Chrissen

Danke, lieber Ron! Grüß Dich! 🙂

Jutta

Lieber Chrissen, und auch an Ron:
danke dafür.
Und ich freue mich riesig für dich, dass du es anders erfährst.