Autorenname: Ron

C.S. Lewis: Lass sie ständig auf der Jagd sein

In seinen 31 Briefen gibt Onkel Screwtape seinem unerfahrenen Neffen hilfreiche Dienstanweisungen, wie man die Seele eines Patienten nicht durch große, spektakuläre Sünden, sondern durch Ausnutzung alltäglicher menschlicher Schwächen zur Beute der Hölle machen kann. C.S. Lewis’ Dienstanweisungen für einen Unterteufel sollte man in seinem Leben mehrmals lesen (vgl. auch hier).

Im 15. Brief erklärt der Unterteufel, weshalb es für ihn so hilfreich ist, Christen nicht in der Gegenwart leben zu lassen. Die Zukunft ist nämlich „der Ewigkeit am wenigsten ähnlich“. Wenn die Menschen ihre Gedanken ganz auf die Zukunft richten, dann können sie in der Gegenwart nicht viel anstellen (Dienstanweisungen für einen Unterteufel, 1995, S. 74):

Wir wollen eine ganze Rasse, die ständig auf der Jagd
nach dem Ende des Regenbogens ist, die niemals jetzt
ehrlich oder freundlich oder glücklich ist, sondern stets
jede wirkliche Gabe, die ihr in der Gegenwart zuteil
wird, nur als Brennstoff benutzt, den sie auf den Altar
der Zukunft häuft.

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Bibel-Software Logos: Exegese Webinar

Die Mitarbeiter des deutschsprachigen Logos-Teams werden am 30. April 2021 in einem Webinar eine Exegese zur „Versuchung Jesu in der Wüste“ (Mt 4,1–11) präsentieren. Bei der Exegese werden Wortstudien zu interessanten Begriffen vorgestellt und kulturelle Hintergrundinformationen erkundet. Gezeigt wird auch, wie wichtig es ist, die Rolle des Abschnitts im Matthäusevangelium und in der großen Geschichte der Bibel zu finden (Parallelstellen). 

Ebenfalls gezeigt wird, wie interessante Zitate aus Kommentaren gespeichert werden können, um sie später in eine Predigt einzufügen. Erklärt wird außerdem, wie passende Predigt-Illustration gefunden werden können. Auch Predigteditor und Predigtkalender werden praxisorientiert vorgestellt.

Zeitpunkt: Freitag, 30. April, 20.00 bis ca. 21.30 Uhr. Hier gehts zur Anmeldung. 

Michael Reeves: Die Furcht des Herrn

Hier der zweite Vortrag von Michael Reeves zum Thema: „Die Furcht des Herrn: Das Herz der Heiligkeit (2Kor 7,1)“. Er beginnt ab Minute 72 (01:12h), da es einige technische Probleme gegeben hat.

Eine idea-Meldung zur Konferenz ist hier zu finden: www.idea.de. Meine Auslegung zu 2Petr 3,14–18 gibt es hier ab Minute 13: www.youtube.com.

Michael Reeves: Gerechter und Sünder zugleich

Derzeit bin ich in Hamburg auf der E21-Konferenz. Die Halle ist aufgrund der Auflagen, die mit der Corona-Pandemie verbunden sind, so gut wie leer. Nur einige fleißige Mitarbeiter sind zu sehen. Aber wir hören aufrüttelnde Vorträge, die online mitverfolgt werden können. Gerade sprach Michael Reeves zu uns über die protestantische Rechtfertigungslehre.

Hier kann der Vortrag gehört werden (ab Minute 35):

Der Livestream kann derzeit hier verfolgt werden: www.evangelium21.net.

Evangelium21-Konferenz zum Thema „heilig“ beginnt am Donnerstag

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In wenigen Tagen startet die Evangelium21-Konferenz zum Thema „heilig“. Wir freuen uns auf die vielen Vorträge, darunter auf die von Michael Reeves und Stephen Nichols, auch wenn diese beiden Redner nicht persönlich nach Hamburg reisen können. Aufgrund der starken Einschränkungen rund um COVID-19 mussten wir die Veranstaltung im Gemeinde- und Missionswerk Arche nun als reine Online-Konferenz konzipieren. Wir als Veranstalter bedauern, dass ein Zusammentreffen vor Ort derzeit nicht möglich ist, haben wir doch die Begegnung und das Gespräch immer sehr geschätzt.

Trotzdem freuen wir uns auf die Tage und hoffen, dass die Technik gute Dienste leistet und all jenen, die zuhören, die Heiligkeit und Schönheit Gottes neu wichtig wird und sie dazu anspornt, ein Leben zur Ehre Gottes zu führen.

Hier geht es zur Anmeldung: www.eventbrite.de.

Südaustralien: Nicht mehr „Mama“ und „Papa“

Im Süden Australiens setzt sich eine Gesundheitsinitiative für mehr Diversität und Geschlechtergerechtigkeit in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Sportvereinen ein. Ihre Ideen sind sehr weitreichend. Die Initiative möchte dafür sorgen, dass keine geschlechtsspezifischen Begriffe wie „Mama“,„Papa“, boyfriend oder girlfriend (Freund, Freundin) benutzt werden. Der Stern meldet: 

Lieber „Elternteil“ als „Mutter“ oder „Vater“ benutzen, lieber „Partner“ als „Freund“ oder „Freundin“. Die Schüler sollen außerdem gefragt werden, mit welchen Pronomen (also „sie“, „er“, „they“) sie angesprochen werden möchten, unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht. Diese Forderungen stoßen in ihrer Direktheit nicht bei allen Beteiligten auf Begeisterung. Allerdings handelt es sich bei der Kampagne für mehr Diversität nicht um strikte Vorgaben, sondern lediglich um Anregungen und Vorschläge. Ob diese zu hundert Prozent umgesetzt werden, liegt weiterhin bei den Schulen und Vereinen.

Da kann man ja nur hoffen, dass sich die Schulen und Vereine diesem totalitären Gehabe nicht unterwerfen. 

Mehr: www.stern.de.

Das Kino im Herzen

Was passieren kann, wenn Filme oder Serien unsere Herzen „formatieren“, beschreibe ich in dem Artikel „Das Kino im Herzen“. 

Manche Jugendliche lassen sich von Filmen zeigen, wer sie sind und was ihnen wichtig ist. Diese Beobachtung ist erst einmal neutral gemeint. Es gibt Filme, die pädagogisch wertvoll sind, etwa indem sie die Liebe zu Tieren fördern oder dabei helfen, mit Konflikten konstruktiv umzugehen. Filme werden genau wegen ihrer intensiven Wirkung dafür eingesetzt, bestimmte Vorstellungen über Religion, Familie, Gerechtigkeit, Lebenssinn oder Sexualität zu verstetigen. Sie transportieren gezielte Botschaften, häufig auf fast unmerkliche Weise (manchmal als „Subtexte“ bezeichnet). So nehmen sie Einfluss auf die Art und Weise, wie wir denken, fühlen und handeln. Sie stoßen quasi Verinnerlichungsprozesse an, bei denen die Haltungen filmischer Vorbilder von den Betrachtern übernommen werden.

Mehr dazu hier: www.evangelium21.net.

Mischwesen aus Mensch und Affe

An die Nachrichten von lebenden Chimären aus Mensch und Tier werden wir uns nach dem „Tod Gottes“ und den „Ewigkeitsphantasien des Menschen“ gewöhnen müssen. Der Mensch greift in die Keimbahn ein und argumentiert ausschließlich vom Nutzen her. Das klingt dann so: 

Doch solange derartige Mischwesen nur zwei bis drei Wochen in der Petrischale existieren und nicht von einer Leihmutter ausgetragen werden, besteht die Gefahr ja nicht, dass lebensfähige Chimären unseren Planeten bevölkern.

Ohne hin ist das nicht die Intention der Experimente. Die Forschungsarbeiten mit Mischwesen sollen nach den Vorstellungen der Forscher die Grundlage für eine medizinische Revolution legen. Das Fernziel ist die Gewinnung von menschlichen Organen für die Transplantation. Angesichts des großen Mangels an Spenderorganen ist die Möglichkeit verlockend, dass Organe aus menschlichen Zellen zunächst in Tieren heranreifen, bevor sie dann einem Menschen das Leben retten können.

Schöne neue Welt. Hier mehr: www.welt.de.

Enough about Me

Bianca Hopcraft hat das sehr lesenswerte Buch Enough About Me – Find Lasting Joy In The Age Of Self (dt. „Genug über mich – Vom Finden bleibender Freude in einer Zeit der Selbstzentriertheit“) von Jen Oshman rezensiert. Sie schreibt:

Jeder hat diese Schlagworte sicher schon einmal gehört, gelesen, gedacht und vielleicht auch selbst ausgesprochen: „Glaub an dich selbst! Du packst das! Selbst ist die Frau!“

Das Interessante ist, dass diese Worte normalerweise durchaus positiv und ermutigend gemeint sind und Frauen darin stärken möchten, ihre Träume, Ziele und ihr Lebensglück zu erreichen. Doch die Autorin Jen Oshman konfrontiert in ihrem ersten Buch Enough About Me – Find Lasting Joy In The Age Of Self (dt. „Genug über mich – Vom Finden bleibender Freude in einer Zeit der Selbstzentriertheit“) diese Hoffnung mit der harten Realität: Wir finden nicht das ersehnte Glück, sondern eher das Gegenteil. Sie stellt fest, dass obwohl uns Frauen in der westlichen Kultur heutzutage mehr Möglichkeiten zur Selbstentfaltung offenstehen als vielen Generationen vor uns, wir nicht glücklicher, sondern sogar deprimierter und dem Burnout näher sind als je zuvor.

Warum ist das so? Jen Oshman geht diesem Phänomen nach. In sieben Kapiteln zeigt sie zum einen auf, worin der Trugschluss dieser selbstzentrierten Lebenseinstellung besteht und wie wir in diese Krise hineingekommen sind. Zum anderen erklärt sie, wie das Evangelium der Bibel, das paradoxerweise genau das Gegenteil von Selbstglorifizierung predigt, unsere Rettung ist und uns wirklich bleibende Freude und tiefstes Lebensglück schenkt, die unzerbrechlich sind.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Für die freie Wissenschaft

An vielen Universitäten ist eine Atmosphäre der Konformität und Intoleranz entstanden – mit Vorschriften zu korrekter Sprache und Auftrittsverboten. Jünger von Genderwissenschaftlerinnen wie der US-Forscherin Judith Butler haben Theorien von struktureller Diskriminierung auch an etlichen deutschen Hochschulen platziert. Nun regt sich langsam Widerspruch.

Die Welt schreibt: 

Lange trauten sich nur wenige, etwas gegen die neuen Vorgaben zu sagen. Viele Lehrende wollten nicht als unmodern, Sexist oder Rassist gelten. Doch es formiert sich eine Gegenbewegung. Ihr gehe es nicht darum, in alte Sprachformen, Denkmuster und Handlungsweisen zurückzufallen, sondern darum, den Diskurs am Leben zu halten. Der Austausch gehöre zum Wesen der Universität – und mache eine Weiterentwicklung der Forschung erst möglich, wird argumentiert.

„Wir wollen, dass alle Fragen wissenschaftlich offen diskutiert werden“, sagt Historiker Rödder. Mit 70 Forscherkollegen hat er im Februar das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gegründet, das sich „für ein freiheitliches Wissenschaftsklima“ einsetzt. Rund 380 Personen gehören ihm inzwischen an, darunter viele Professoren. „Wir tauschen uns untereinander aus und veranstalten auch öffentliche Seminare“, berichtet Rödder. „Der größte Wert des Netzwerks ist, dass wir überhaupt da sind. Personen, die anderen den Mund verbieten wollen, können mit einer Gegenhaltung rechnen.“

Mehr hinter einer Bezahlschranke: www.welt.de.

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