USA: Abkehr von Gott verunsichert
In den USA wird über eine Umfrage diskutiert, aus der hervorgeht, dass sich die Amerikaner im Eiltempo von den traditionellen Werten abkehren. Das Design der Umfrage ist umstritten. Dennoch erhitzt das Ergebnis die Gemüter. Die NZZ schreibt:
Vor allem in konservativen Kreisen erhitzte die Umfrage die Gemüter. Viele Politiker sahen sich in ihren Warnungen vor einer gesellschaftlichen Zersetzung durch linke Ideologien bestätigt: «Der Selbsthass, den wir im ganzen Land sehen, ist schlimmer als jede Pandemie», twitterte die republikanische Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley. «Amerika ist die grossartigste Nation der Welt, und wir müssen das unseren Kindern weiterhin vermitteln.»
Das Land befinde sich in einer Identitätskrise, schrieb auch der konservative Unternehmer und Präsidentschaftsbewerber Vivek Ramaswamy: «Glaube, Patriotismus, Familie und harte Arbeit sind verschwunden. Wokeness, Gender-Ideologie und der Klimakult haben ihren Platz eingenommen.» Der republikanische Kongressführer Kevin McCarthy versprach seinerseits: «Deshalb werde ich nie aufgeben. Wir können diese Entwicklung rückgängig machen.»
Der konservative Meinungsforscher Patrick Ruffini hingegen zog die Ergebnisse der Umfrage auf seinem Blog in Zweifel. Zwar habe das «Wall Street Journal» die Umfrage von Norc, dem führenden Unternehmen für Datenerhebungen in den USA, durchführen lassen. Meinungen in der Gesellschaft würden sich gewöhnlich aber nicht so abrupt verändern. «Wenn diese Zahlen von meiner Firma produziert worden wären, hätte ich sofort einen Fehler vermutet.»
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