Praktische Theologie

Come Behold the Wondrous Mystery

Come Behold the Wondrous Mystery, a capella. Das gefällt mir:

Hier der Text:

Come behold the wondrous mystery

In the dawning of the King
He the theme of heaven’s praises
Robed in frail humanity

In our longing, in our darkness
Now the light of life has come
Look to Christ, who condescended
Took on flesh to ransom us

Come behold the wondrous mystery
He the perfect Son of Man
In His living, in His suffering
Never trace nor stain of sin

See the true and better Adam
Come to save the hell-bound man
Christ the great and sure fulfillment
Of the law; in Him we stand

Come behold the wondrous mystery
Christ the Lord upon the tree
In the stead of ruined sinners
Hangs the Lamb in victory

See the price of our redemption
See the Father’s plan unfold
Bringing many sons to glory
Grace unmeasured, love untold

Come behold the wondrous mystery
Slain by death the God of life
But no grave could e’er restrain Him
Praise the Lord; He is alive!

What a foretaste of deliverance
How unwavering our hope
Christ in power resurrected
As we will be when he comes

What a foretaste of deliverance
How unwavering our hope
Christ in power resurrected
As we will be when he comes

– Matt Boswell, Michael Bleecker, Matt Papa 2013

Schafft in Deutschland die Kirchensteuer ab!

Da kann ich Martin Reakes-Williams nur zustimmen. Die Ev. Kirche würde zwar massiv schrumpfen, aber zugleich (vielleicht) gesunden.

Eine Abschaffung der Kirchensteuer wäre das Beste, was dem Evangelium in Deutschland passieren könnte. Diese Ansicht vertritt der Pfarrer der anglikanischen Kirche von England, Martin Reakes-Williams (Leipzig), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Reakes-Williams wurde 1995 von seiner Kirche nach Deutschland ausgesandt und gründete die „Leipzig English Church“. Ihm zufolge kommt die Kirche von England gut ohne Kirchensteuer aus. Die Gemeinden lebten von Spenden und von den Menschen, deren Herzen vom Evangelium berührt seien. In Deutschland würden viele Gemeinden nur von der Kirchensteuer am Leben gehalten. Wenn sie wegfiele, würde man merken, dass viele Gemeinden geistlich längst tot seien. Reakes-Williams: „Manchmal scheint es mir, dass die Kirchen in Deutschland wie ein Patient auf der Intensivstation sind.“ Es bestehe ein großer Unterschied zwischen dem noch volkskirchlich geprägten Westen und dem weitgehend atheistisch geprägten Osten. Die Kirchen in der ehemaligen DDR hätten die große Chance, für den Westen Pionierarbeit zu leisten. Dort „müssen die Kirchen gezwungenermaßen darüber nachdenken, wie sie das Evangelium wieder unter die Menschen bringen können“.

Mehr: www.idea.de.

Spurgeon-Konferenz 2017

Auch in diesem Jahr wird es in München wieder eine Spurgeon-Konferenz geben. Die Konferenz, benannt nach Charles Haddon Spurgeon – „the Prince of Preachers“, möchte Christen aufzeigen, wie sie Gottes Wort verstehen, auslegen und predigen können. Die Konferenzvorträge von Andrew Page und anderen sollen ermutigen und herausfordern, biblische Texte zu verkündigen. In Gruppenarbeiten soll das Erlernte dann weiter vertieft und praktisch angewandt werden.

Das Thema der Konferenz, die vom 7. bis 10. Juni in Kooperation mit dem Martin Bucer Seminar veranstaltet wird, heißt:

Hosea: Das Gericht und die Gnade Gottes: Wie man einen alttestamentlichen Propheten verstehen und predigen kann, damit Menschen Gott begegnen

Den Konferenz-Flyer gibt es hier: Spurgeon-Konferenz-2017.pdf.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Das Formular zur Anmeldung kann hier erreicht werden: www.evangelium21.net.

„Da traf es mich wie ein Schlag“

Das Timotheus-Magazin hat mit Benjamin Schmidt, dem Leiter der Herold-Schriftenmission gesprochen. Er beschreibt dort, wie Gott ihn in seiner Liebe zu sich gezogen hat:

Meine Eltern sind Christen und haben uns Kindern schon von klein auf das Evangelium erzählt und Nachfolge vorgelebt. Mein Vater, ein Prediger, war und ist für mich ein großes Vorbild. Er hat Christus sehr lieb und hatte viel Kenntnis über Gottes Wort. Und obwohl meine Eltern ein ganz klares Verständnis von Rechtfertigung aus Glauben allein besaßen und uns vermittelten, war meine Sicht sehr moralisch. Ich war der Meinung, Gott ist mit mir zufrieden, wenn ich seine Gebote halte. Als Teenager habe ich krampfhaft versucht danach zu leben, doch natürlich immer wieder versagt. Also sagte ich mit 15 Jahren, dass Gott mich in Ruhe lassen soll. Seine Ansprüche waren für mich zu hoch und mein Leben mir zu wertvoll, um mir ständig etwas von Ihm vorschreiben zu lassen. Damit begann ein sechsjähriger Weg in Alkohol, Sex und Drogen. Ich war immer auf der Suche nach Erfüllung, aber fand sie nicht. Mit 21 Jahren, als ich körperlich und seelisch völlig am Boden war, fiel mir eine Karte mit einem Bibelvers in die Hände, die mein Vater mir Jahre zuvor gegeben hatte. Es war Sacharja 4,6: »Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.« Da traf es mich wie ein Schlag und ich verstand, dass Gott genau weiß, wie unfähig ich bin und dass Er alles getan hatte, damit ich von meiner Schuld frei komme. Heute weiß ich, dass Gott zu Seiner Zeit das in mir getan hat, wovon Paulus im 1. Korinther 2,14 und 2. Korinther 4,6 spricht. Sein Heiliger Geist hat mir die Augen geöffnet, damit ich das Evangelium verstehe, Er hat mir die Herrlichkeit Christi, meines Erlösers, gezeigt. Und das zog mich zu Ihm.

Mehr: timotheusmagazin.de.

Neue Gemeinden braucht das Land

Ich stimme Stefan (und Tim Keller) zu:

Deshalb stimme ich Timothy Kellers These im Prinzip und auch aus eigener Erfahrung zu. Man muß erstmal eine gesunde, auf das Evangelium ausgerichtete, Gemeinde gründen, die dann als Anschauungsobjekt für andere Gemeinden in der Region dienen kann. Dadurch werden bestehenden Gemeinde herausgefordert aber auch ermutigt, biblische Prinzipien in ihrem eigenen Gemeindekontext einzubauen.

Wenn wir uns eine Rückkehr zum Evangelium in Deutschland wünschen und Gemeinden, die aus der Kraft dieses Evangeliums leben, dann kann es durchaus sinnvoll sein, zu versuchen bestehende Gemeinden zu verändern. Es wird aber darüber hinaus nötig sein, auch an Orten wo es schon protestantische Gemeinden gibt, neue Gemeinden zu gründen, die sowohl eine Außenwirkung auf Menschen haben, die noch keine Christen sind, die aber auch ein Ansporn und ein Vorbild für bestehende Gemeinde am Ort sein können.

Mehr: inara.tv.

Zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein

Das Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche hat zwölf Gründe, in der Kirche zu sein, zusammengetragen. Nur auf den ersten Blick überraschend: Jesus Christus kommt gar nicht vor. Vom Evangelium und der Sündenvergebung ist nichts zu lesen. Immerhin steht da: „In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.“

Hier die zwölf guten Gründe: www.ekd.de.

Die Predigtweise

Adolph Zahn schreibt über die Art, zu predigen:

Für jeden jungen Prediger liegt die Aufgabe vor, sich eine bestimmte Predigtweise anzueignen. Zunächst muß er die Schwierigkeit erfahren, öffentlich einen Vortrag zu halten. Vor andern laut und deutlich, angenehm und bequem anhörbar zu sprechen, ist in Wahrheit nicht leicht. Ein Redner soll alles sein: eine würdige Erscheinung, ein guter Sprecher, dem Weisheit und Wort zu seiner Rechten steht. Als Prediger des Wortes Gottes soll er dann vor allem noch von der Weihe und Kraft des Heiligen Geistes getragen sein.

Gewöhnlich schadet sich der junge Prediger dadurch für sein ganzes späteres Leben, daß er sich im Anfang seiner Tätigkeit eine schlechte Redeweise auswählt. Er kommt in eine Art des Vortrags hinein, die er nicht wieder los wird und die ihm gleich beim ersten Wort, was er spricht, nachteilig ist und mehr oder weniger die Herzen verschließt. Er schreit entweder, oder deklamiert verkehrt, oder ist bald in der höchsten Höhe, bald in großer Tiefe, redet zu leise oder in falschem Pathos – nun jedermann weiß, was es hier für eine Menge von Fehlern gibt. Auf den Universitäten haben wir ja keine genügende Anleitung für den öffentlichen Vortrag. Diese wichtige Sache ist hier sehr vernachlässigt. Man ist sich und seiner Selbsthilfe überlassen. Anfangs war ich auch in eine ganz wunderliche Redeweise hineingeraten, aber die Notwendigkeit, mit nur kurzer Vorbereitung und sehr oft hintereinander sprechen zu müssen, machte mich natürlich und frei, und das blieb mir für immer. Es wurden mir folgende Sätze wichtig: 1) Der Prediger soll so sprechen, wie er im gewöhnlichen Verkehr redet: einfach, natürlich, ungesucht; 2) er soll nicht meinen, auf der Kanzel einen besondern Ton und Klang suchen zu müssen; nichts ist dem Zuhörer unerträglicher, als Unnatur und Unwahrheit; 3) er meide alles Pathos, wenn er nicht durch die Bedeutung des Gegenstandes und die Wärme seiner Empfindung zu einem Pathos ganz von selbst fortgetrieben wird; Pathos ermüdet den Hörer; 4) er sei in seinen Gestikulationen sparsam und fahre weder über die Höhe des Kopfes hinaus noch greife er allzusehr in die Tiefe; besser wenig oder gar nicht zu gestikulieren, als oben ein bewegliches Zerrbild zu sein. Die tollste Gestikulation, die ich einmal sah, war die, daß der Prediger ganz bis an den Rand der Kanzel hinabtauchte und dann wieder hinaufschnellte. Auch bei den Gestikulationen gibt die natürliche Einfachheit und Wahrheit das rechte Maß und braucht der Prediger nicht vor dem Spiegel seine Studien zu machen.

Bei Licht und Recht (siehe hier) gibt es den empfehlenswerten Beitrag „Aus dem Leben eines reformierten Pastors“ von Adolph Zahn: Aus_dem_Leben_eines_reformierten_Pastors.pdf.

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