Praktische Theologie

„Halloween war mein Lieblingsfest“

„Viele glauben, dass Halloween ein harmloses Gruselfest ist. Aber damit wäre ich vorsichtig. Ich selbst war jahrelang in Satanismus verstrickt und für mich war Halloween ein religiöses Highlight …“, erzählt Gina Marisa Sarlin. Sie schreibt:

Es erstaunt mich schon, dass viele Schulen Kreuze abhängen und Weihnachten plötzlich «Winterfest» nennen. Aber Halloween feiern sie, obwohl man weiss, dass dieses Fest einen okkulten Ursprung hat. Doch ich warne davor, die dunklen Mächte zu verniedlichen. Denn ich habe Erfahrungen gemacht, vor denen ich gerne jeden bewahren würde.

Ich kaufte mir eine Satans-Bibel und betete Tag und Nacht zu Satan. Immer wieder bekam ich jetzt krampfartige Anfälle, aber irgendwie stand ich drauf. Es gab mir das Gefühl, von der dunklen Macht beachtet und geliebt zu werden. Immer wenn ich mich nach Liebe sehnte, flehte ich den Teufel um einen Anfall an.

Ich verstrickte mich tiefer in Zauberei, nahm Drogen, fing an zu ritzen und bekam tiefe Depressionen. Aber ich genoss jeden Moment davon, weil mir bewusst war, dass Satan Macht über mich hatte. Er interessierte sich für mich!

Dabei realisierte ich gar nicht, wie kaputt ich war und wie verlogen und zerstörerisch diese dunkle Macht wirkte.

Mehr: www.jesus.ch.

Pfarrer werden oder nicht werden – das ist die Frage

Während die meisten jungen Menschen heute mit der Kirche nicht mehr viel anfangen können, binden angehende Pfarrer ihre gesamte berufliche Existenz an die Kirche. Der Dokumentarfilm Pfarrer werden begleitet junge Männer und Frauen aus dem Osten Deutschlands durch das einjährige Vikariat, eine Art „Probezeit“ nach dem Studium.

Der Film eröffnet Einblicke in die Seelenzustände der Vikare und in den Aufbau der Ausbildung. Was den Film besonders macht, ist – neben der ästhetische Kameraführung und dem grandiosen Schnitt – die Tatsache, dass die Filmemacher Atheisten sind und den angehenden Pastoren einige kritische Fragen stellen.

Nun ist das so eine Sache mit den Dokumentationen. Die Macher haben bekanntermaßen ein journalistisches Erkenntnisinteresse, wollen oft eine herbeigewünschte Welt abbilden. Die Macher dieses Films versuchen – so jedenfalls mein Eindruck – sich offen auf die Welt der Studenten einzulassen. So ergeben sich helle, bewegende und wundervoll ehrliche Momente (z.B. ab 01:05), freilich eben (möglicherweise unfreiwillig) auch Skizzen einer geistlichen und geistigen Krise innerhalb der Kirche.

Besonders bitter fand ich die Versuche, das Evangelium in bestimmte Situationen hineinzusprechen (ca. ab 00:50). Die Antworten auf die Fragen des Journalisten waren – das muss ich leider so sagen –, gänzlich frei vom Evangelium. Ehrlich, aber tief traurig ebenfalls der Moment, indem einer der Studierenden seine Zweifel an der Allmacht Gottes ausspricht.

Naja – so denkt jetzt vielleicht jemand: das sind die Landeskirchler in Sachsen oder Thüringen! Nicht so vorlaut, mein Freund! Bestellt euch doch mal findige Atheisten in eure Gemeinde oder in euren Studentenkreis. Nur zu!

Zurück zum Film. In der Beschreibung der Dokumentation heißt es:

… Warum entscheidet sich ein junger Mensch für ein langwieriges, anspruchsvolles Studium, um schließlich für eine kleine Gemeinde in der Provinz rund um die Uhr erreichbar zu sein? Was sind das für Männer und Frauen, die in einem Talar auf der Kanzel stehen werden, von denen Trost und Zuversicht erwartet wird und deren persönlicher Lebenswandel Vorbildfunktion haben soll?

Die Macher der Dokumentation sind selbst nicht gläubig. Gerade deshalb waren sie von den angehenden Pfarrern und Pfarrerinnen fasziniert. Sie haben einekleine Gruppe während der letzten und entscheidenden Phase ihrer Ausbildung begleitet: durch das Vikariat. Bisher haben sie auf der Universität theoretisches Wissen gesammelt – tote Sprachen, Dogmatik. Jetzt werden sie das erste Mal in real existierenden Kirchengemeinden mit der Arbeitswelt eines Pfarrers konfrontiert, müssen ihren Glauben mit Worten und Gesten zu vermitteln lernen.

In regelmäßigen Abständen kommen sie im Predigerseminar in Wittenberg zusammen, um ihr Wissen zu vertiefen und diese Erfahrungen zu verarbeiten. Die Filmemacher sind dabei: Wenn der Segen geübt, eine Predigt erarbeitet wird, aber auch bei gemeinsamen Festen und privaten Momenten. Ein intensiver Einblick in eine von Traditionen geprägte Welt. Die filmische Begleitung über mehr als ein Jahr beschreibt den Enthusiasmus und die Begeisterung der zukünftigen Pfarrer und Pfarrerinnen, aber auch die Irritationen und Krisen, die sie zu meistern haben.

Hier gibt es den Trailer:

Für ein paar Tage kann der gesamte Film noch bei arte abgerufen werden: www.arte.tv.

VD: CH

Was Lobpreisleiter wissen sollten …

Der erfahrene Musiker Bob Kauflin hat ein paar Tipps für die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten:

Gottes Wort an uns ist wichtiger als unsere Worte an Gott (Jes 66, 2; Ps 19, 7-11).

Der Musikdienst in der Gemeinde ist ein Wort-Dienst. Wir dürfen den Wert einer leidenschaftlichen Wortverkündigung nicht unterschätzen. Versuchen Sie deshalb, die Bibel besser zu kennen als ihr Instrument. Suchen Sie Lieder so aus, dass die Gemeinde das Wort Gottes singt, hört, sieht und betet.

Wir sind, was wir singen. Treffen Sie deshalb weise Entscheidungen bei der Auswahl der Lieder (Kol 3, 16).

Wir führen die Gemeinde durch die Auswahl der Lieder und Worte geistlich. Es kann sogar dazu kommen, dass unsere Gemeinden sich mehr Worte aus den gesungenen Liedern merken als aus den gehörten Predigten. Bauen Sie ein Repertoire an Liedern auf, die es ermöglichen, die verschiedenen Aspekte der Herrlichkeit Gottes hervorzuheben und als angemessene Antwort darauf dienen können.

Gebete im Gottesdienst sind gemeinschaftliche Gespräche mit Gott und keine Lückenfüller.

Beten Sie nicht einfach, weil Ihnen danach ist oder weil Sie nicht wissen, was Sie sonst tun sollen. Nutzen Sie diese Gebete, um für die Gemeinde zu sprechen und nicht nur für Sie selbst. Versuchen Sie, der Gemeinde zu zeigen, wie theologisch tiefgehende, Christus-verherrlichende Gebete aussehen können. Bringen Sie nicht die Personen der Dreieinigkeiten durcheinander und beten Sie nicht so als habe Gott seinen Namen vergessen.

Ihre Aufgabe ist es, den gemeinsamen Gesang zu unterstützen, und nicht, ihn zu ersetzen (Eph 5, 18-19; Offb 5, 9-10).

Stellen Sie sicher, dass der Verantwortliche für die Technik den Wert des gemeinsamen Gesangs kennt. Wenn das Lobpreisteam durchgängig vierstimmig singt, wird es schwer für die Gemeinde, die Melodie kennenzulernen. Glauben Sie auch nicht, die Instrumentalisten müssten die ganze Zeit spielen. Legen Sie zwischendurch die Mikrophone zur Seite, hören Sie auf zu spielen und lassen Sie die Gemeinde a Capella singen.

Mehr bei Evangelium21: www.evangelium21.net.

Francis Schaeffer: Großevangelisationen

Kurz vor seinem Heimgang sprach Francis Schaeffer noch einmal bei einer Fragen & Antworten-Runde zu dem Thema „Evangelisation“. Kurz: Schaeffer war nicht grundsätzlich gegen Großevangelisationen. Aber er legte sehr viel Wert darauf, dass der Inhalt des Evangeliums klar verkündigt wird (also keine emotionsgeladene Verkündigung ohne Inhalt). In unserer Zeit brauchen wir – so Schaeffer – viele persönliche Gespräche, da wir die die Botschaft des Evangeliums gründlich erklären müssen. Er legte viel Wert auf die „wahre Wahrheit“ des Glaubens. Eine typische Formulierung von ihm lautet: Es gibt nur einen Grund, Christ zu sein: die Botschaft des christlichen Glaubens ist wahr.

David Platt: Mission

Was denkst Du über Mission? Hier ist zu hören, was David Platt darüber zu sagen hat, leidenschaftlich, provokant, ernüchternd, persönlich:

Karl Barth über die Zukunft der Volkskirche

Zitiert aus: Georg Huntemann: Diese Kirche muss anders werden, Bad Liebenzell: VLM, 1979, S. 118:

Karl Barth bekannte sich 1956 in seinem „Brief an einen Pfarrer in der Deutschen Demokratischen Republik“ zum Ende der Volkskirche „mit Kindertaufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung als die christliche Markierung des Rahmens und der Existenz des Herrn Jedermann, in deren Vollzug die Kirche sich in ihrer offenkundigen Unentbehrlichkeit immer wieder trösten möchte!“… „Ja, die Stunde könnte kommen oder schon anbrechen, wo Gott dieser ihrer Gestalt wegen ihrer immanenten greifbaren Unwahrhaftigkeit und Unfruchtbarkeit zu unserem Leidwesen, aber zu seiner Ehre und zum Heil der Menschen ein Ende machen will!“

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Greg Gilbert: Das Streben nach Shalom

Auf der Evangelium21-Konferenz 2015 sprach Pastor Greg Gilbert in einer Vortragsreihe über das Thema „Was ist der Missionsauftrag der Kirche?“ Hier der letzte Vortrag der Reihe mit dem Titel „Das Streben nach Shalom: Den neuen Himmel und die neue Erde verstehen“. Übersetzt wird Greg von Pastor Christian Wegert.

Rechtfertigungsgründe für den eigenen Weg

Der Philosoph J. Budziszewski, Autor des Buches How to Stay Christian in College, sagte kürzlich in einem Interview:

Teens brauchen gründlicheren Unterricht und ehrliche Gespräche. Nur sehr wenige Menschen fallen von Gott ab, weil die intellektuellen Argumente gegen Gott sie überzeugen. Häufiger fällt ein ahnungsloser junger Christ in eine Art von Sünde, will nicht umkehren, und beginnt mit der Suche nach Gründen, zu glauben, dass Gott nicht existiert.

Hier mehr: www.worldmag.com.

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