Syst. Theologie

Embryonenselektion: Gezielte Abtreibung von Mädchen

Der DLF informiert über eine bedrückende Entwicklung mitten in Europa. Es zeigt sich, dass moderne Diagnoseverfahren bereits als Instrument für die geschlechterspezifische Selektion von Embryonen benutzt werden.

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Am falschen Datentropf

Die neue »Gesundheitskarte« (klingt doch viel besser als »Krankheitsgeschichten-Speicherchip«) kündigt an, wie bald sich die Ideale einer analogen Privatsphäre in der Digitalsphäre in Luft auflösen. Auf in die Ära der Cybermedizin – natürlich allein zum Wohle des Bürgers. Wieder soll uns ein Euphemismus unsere Mündigkeit vorgaukeln, denn der »Gesundheitsmanager« steht für »Gib mir Deine Krankendaten«.

Eine bissige Kritik an der Cybermedizin von Joachim Müller-Jung:

Noch ist die Vernetzung in keinem Land geschafft, aber überall findet man Keimzellen dafür: In Europa sind 850 Cybermedizin-Firmen bekannt, 25 volldigitalisierte Kliniken wie das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf arbeiten an der Totalvernetzung mit Patienten und umliegenden Arztpraxen, mehr als einhundert Unternehmen bieten schon mobile Telemedizindienste an – etwa ein fernkontrolliertes Schwangeren-CTG zur Überwachung von Kinderherztönen. Die Weltgesundheitsorganisation hat ermittelt, dass schon vier von fünf unter den wohlhabendsten 112 Ländern mindestens einen mobilen Online-Gesundheitsdienst anbieten. Deutschland liegt auf Platz achtzehn, gleichauf mit Bulgarien. Der Datenhunger der Online-Gesundheitsdienste wächst enorm. Und er wächst mit der Individualisierung der Medizin immer schneller. Wer maßgeschneidert gesund bleiben will, der muss, so lautet das neue Paradigma, bereit sein, auch sensible persönliche Daten – wenn nötig in Echtzeit – austauschen, auswerten und speichern zu lassen.

Wenn aber, wie Roland Trill fordert, jeder sein »eigener Gesundheitsmanager« werden darf, wer schützt uns dann vor dem Missbrauch? In Estland gibt es ein Gesetz, das jeden Bürger zum Herrn über seine eigenen Daten erklärt. In Deutschland ist dagegen auch nach acht Jahren Entwicklungsstreit um eine vergleichsweise primitive Gesundheitskarte noch niemandem klar, wo und welche Daten gespeichert werden, wohin sie transferiert und wie sie genutzt werden. Genügt es nicht, dass wir krank werden? Müssen wir in solchen Zwangslagen auch noch der Hoheit unserer eigenen Gesundheitsdaten beraubt werden?

Mehr: www.faz.net.

Douglas Groothuis: Christliche Apologetik

Grothius.jpgCT hat mit Douglas Groothuis über sein umfangreiches Apologetik-Handbuch Christian Apologetics: A Comprehensive Case for Biblical Faith gesprochen. Groothius:

Often, for various reasons, apologetics doesn’t get into the pulpit. Part of it is fideism, the idea that faith requires no evidence. In fact, some people even pit faith against reason. That’s simply bad theology, and bad anthropology. Many Christian colleges do not require apologetics courses. Many seminaries do not require their divinity students to study apologetics. I think that’s deeply wrong. But it is not merely for the professors, the philosophers, and the writers. We are called to love God with all our hearts, souls, strength, and minds; to love our neighbors as ourselves, have a reason for the hope within us, and contend earnestly for the faith. Apologetics is not a peripheral discipline for Christian eggheads. It’s right at the center of the kingdom of God.

Mehr: www.christianitytoday.com.

Das Kreuz Jesu Christi – Die Mitte des Heils

IKGB_Flyer.jpgInternationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften IKBG/ICN wird vom 3.-5. Oktober in Goslar eine Konferenz zum Thema »Das Kreuz Jesu Christi – Die Mitte des Heils« veranstalten. Zum Kongressthema heißt es:

Jesus Christus ist für die Sünden der Welt den Sühnetod gestorben und hat damit Erlösung bewirkt und den Himmel erschlossen. Dieses Wort vom Kreuz ist zentrales Fundament christlichen Bekennens. In unserer Zeit erleben wir, dass nicht nur der Islam und kirchlich Distanzierte diese Botschaft des Evangeliums ablehnen. Auch innerkirchlich wird zunehmend die Heilsbedeutung des Kreuzes in Lehre und Verkündigung ausgeblendet und missdeutet. Beim IV. Ökumenischen Bekenntniskongress der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG/ICN) soll der Kreuzestod Christi in seiner Heilsbedeutung mit Vorträgen von bedeutenden Theologen aus dem In- und Ausland und aus der Ökumene betrachtet und vertieft werden. Alle an dem Thema Interessierten sind herzlich eingeladen.

Zu den honorigen Referenten gehört auch Bischof i.R., Prof. Dr. Ulrich Wilckens, der über das Thema »Das Kreuz Christi aus biblischer Sicht« sprechen wird.

Hier der Konferenz-Flyer: IKGB_Flyer_Kongress-2011-RZ.pdf.

Auch Baptisten brauchen Sexualkunde

Deutsche Baptisten-Familien, die ihre Kinder vom Sexualkundeunterricht fernhalten wollten, sind vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert. Die Richter wiesen ihre Beschwerde gegen die Unterrichtsteilnahme als offensichtlich unbegründet ab.

DER SPIEGEL schreibt:

In Straßburg machten die Baptisten-Familien vor allem Verstöße gegen die Grundrechte auf Religionsfreiheit und den Schutz des Familienlebens geltend. Der Straßburger Gerichtshof stellte jedoch fest, die Menschenrechtskonvention gewähre keinen Schutz vor der Konfrontation mit Meinungen, die der eigenen Überzeugung widersprechen. Zudem habe es den Eltern freigestanden, ihre Kinder zu Hause nach ihren eigenen religiösen Überzeugungen zu erziehen.

Weiter hieß es, das deutsche Recht sehe für Grundschüler eine Schulpflicht vor und schließe Heimunterricht aus, um die Integration von Kindern in die Gesellschaft zu fördern. Diese Überlegungen stimmten mit der Rechtssprechung des EGMR in Sachen Meinungsvielfalt in einer Demokratie überein, heißt es in der Pressemitteilung des Gerichts.

Der Sexualkundeunterricht habe auf eine neutrale Wissensvermittlung zu den Themen Zeugung, Empfängnisverhütung, Schwangerschaft und Geburt nach aktuellen wissenschaftlichen und schulischen Standards abgezielt. Einem solchen Unterricht dürften Schüler nicht wegen religiöser Bedenken fernbleiben.

Hier die Pressemitteilung des Gerichts.

Ligon Duncan: Glaubensgerechtigkeit

AP0906.jpgIm Jahr 2005 erschien in der Zeitschrift Australian Presbyterian ein Interview mit Ligon Duncan über die Rechtfertigungslehre. Duncan betont den Aspekt der Anrechnung einer fremden Gerechtigkeit. Wer glaubt, wird nicht durch etwas in ihm oder seine Taten gerechtfertigt, sondern durch die Anrechnung dessen, was Christus für uns getan hat.

Now Paul takes this word »justify«, which means to »declare someone righteons«, and he goes on to say that we have been justified, that is, declared to be »not guilty« as a gift by God’s grace through the redemption which is in Jesus Christ. And so Paul, in Romans 3:24, makes it clear that the basis of our being declared not guilty is not to be found in us; instead, we are »justified« because of the redemption that is in Christ Jesus. The gift of being declared accepted by God is not based on something in us or in something that we do; rather, it is based on something which God has done in Jesus Christ. And that’s good news! We have someone else who has accomplished our salvation.

Der Beitrag:

  • J. Ligon Duncan: »Paul in Perspective«, Australian Presbyterian, September 2006,

indem Duncan sich auch über die Neue Paulusperspektive (und N.T. Wright) äußert, ist immer noch sehr lesenswert: AP0906.pdf.

Die Mächte des Bösen im Neuen Testament

Wir denken oft, dass die Überwindung des Bösen eine exklusive Angelegenheit zwischen dem frommen »Ich« und meinem Gott ist. Tatsächlich sieht das Neue Testament den Sieg über das Böse in der Gemeinschaft der Gläubigen verwirklicht, nicht im Leben des Einzelnen.

Rob Bradshaw hat freundlicherweise den Artikel:

  • Roy Yates: »The Powers of Evil in the New Testament», The Evangelical Quarterly 52.2 (April–June, 1980), S. 97–111

digitalisiert. Yates zeigt darin, dass nach dem Zeugnis der Bibel das Böse in unserer Welt real ist, Jesus Christus es überwunden hat, der endgültige eschatologische Triumph jedoch noch aussteht.

Hier: 1980-2_097.pdf.

Chimären: Mischwesen aus Mensch und Tier

Chimäre oder Hybride nennt man in Medizin und Biologie einen Organismus, der aus genetisch von verschiedenen Lebewesen stammenden Zellen bzw. Geweben aufgebaut ist und trotzdem ein Individuum darstellt. In der Forschung werden inzwischen nicht nur Tier-Tier-Chimären, sondern bereits Zellkombinationen aus Mensch und Tier hergestellt. Wie weit ist die Forschung? Was sagen die Ethiker dazu?

Der DLF hat zu diesem Thema eine Sendung (für Leute mit starken Nerven) produziert:

Teil 1: Stand der Forschung
[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/09/07/dlf_20110907_0937_237414e4.mp3[/podcast]

Teil 2: Stand der ethischen Diskussion
[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/09/07/dlf_20110907_0942_477f0630.mp3[/podcast]

Ein passendes Bild gibt es bei STERN Online: www.stern.de.

John Frame und Francis Schaeffer

Steve Scrivener hat Kommentare von John Frame über Francis Schaeffer zusammengestellt. Frame sagte über Schaeffers Einfluss auf sein Leben:

I only met Schaeffer maybe three or four times in my life. I spent a night at his Chalet in Switzerland in 1960, but he was away in the states at the time. I hoped to spend more time there, but God never opened the door. Nevertheless, reports of God’s work at L’Abri stirred my soul, and I sought any opportunity to read his letters and, when later available, his books.

Early in my study at Westminster [Theological Seminary ( Philadelphia ) in 1961–64], I read Schaeffer’s article »A Review of a Review,« published in The Bible Today. Schaeffer had studied both with Van Til and with the editor of The Bible Today, J. Oliver Buswell. Buswell had been very critical of Van Til. Schaeffer’s article sought to bring them closer together. Much of Schaeffer’s argument made sense to me, and from then on I believed that the differences between Van Til’s and the »traditional« apologetic were somewhat less than Van Til understood them to be.

Even more impressive to me, however, was Schaeffer’s example as an evangelist. L’Abri sought both to give »honest answers to honest questions« to the people who visited, and to show them an example of radical Christian love and hospitality, a »demonstration that God is real.« I came to know many who had been converted through L’Abri, or had been deeply influenced by the ministry. Almost without exception, these believers were spiritually mature, balanced, passionate about both truth and holiness. Though I watched L’Abri from afar off, it influenced my own ministry more than many who were closer by …

Hier mehr: www.frame-poythress.org.

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