Wie werden wir abschneiden?

Francis Schaeffer (Die große Anpassung, 1988, S. 87):

Gottes Wort wird nie vergehen, aber wenn wir auf die Zeiten des Alten Testaments und auf die Zeit nach Christus zurückblicken, dann müssen wir unter Tränen sagen, daß Gottes Wort aufgrund fehlender Standhaftigkeit und Treue des Volkes Gottes vielfach herabgewürdigt wurde, um es der gerade aktuellen, aber vergänglichen und sich verändernden Kultur der jeweiligen Zeit anzupassen, statt die Bibel als das unfehlbare Wort Gottes fest gegründet stehenzulassen, um den Zeitgeist und die kulturelle Umwelt der jeweiligen Epoche zu beurteilen. Im Namen des Herrn Jesus Christus: mögen unsere Kinder und Enkelkinder nicht sagen, daß man dies auch von uns behaupten kann.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Für mich klingt das, als sei die Bibel ein Statuenbuch.
    Es geht doch darum, den Geist der Bibel wahrzunehmen, nicht statutarisch alles in jede Kultur nachzutragen.
    Auch diese Aussage bleibt abstrakt und vage und benennt nichts.
    Eine solche Aussage ist prinzipiell unwiderlegbar, nicht weil sie nicht wahr wäre (das ist sie zweifellos), sondern weil man nicht wüsste, was man widerlegen soll.
    So kann jeder in einer Abwandlung eines Sartreschen Spruches sagen: Die Herabwürdiger, das sind die anderen.

  2. Stephan meint:

    Na denn:
    Abtreibung: sagt die Bibel etwas dazu und wie bewerte ich dann die diesbezüglichen heutigen Lebensrealitäten?
    Sexualethik: was sagt die Bibel zu Ehe, Scheidung, drölfhundert Gendern, sexuelle „Abirrungen“ und wie bewerte ich die heutigen Lebensrealitäten im Licht der Bibel? Und auch die Aussagen von Funktionsträgern der Kirchen dazu?
    Frauenordination: was sagt die Bibel zum Verhältnis (Jesus-)Mann-Frau und …

    Also, mir fallen spontan ein paar Schlagworte ein, bei denen Gottes Wille und Plan für uns mehr oder minder nicht mit den in der Gesellschaft gelebten Realitäten übereinstimmen, gleichermaßen am Wort so herumverdreht wird, das die breite Masse der Namenschristen in keinerlei Gewissenskonflikt gerät.

  3. Schandor meint:

    – Vereinfachung ein –
    Abtreibung kurze Version:

    … Wenn die Frau oder das Kind aber einen Schaden davontragen, dann wird die Strafe nach dem Grundsatz festgelegt: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß …

    Da geht’s nun nicht um die Konsequenzen, die heute zu ziehen sind, sondern um den Standpunkt, den Gott dazu einnimmt.

    Da Gott die Sexualität in der Bibel überaus ernst und wichtig nimmt und genau vorgibt, was zusammenpasst und zusammengehört (Männchen und Weibchen) und da nie eine Ausnahme kennt … ja, was soll man dazu sagen. Warum sollte sich da bis heute etwas geändert haben?

    Frauenordination: Wenn Herr Saulus von Tarsus die ganze Sache nicht mit der Schöpfungsordnung begründet hätte, wäre die Argumentation zugunsten der Frauenordination sicher einfacher. Hochgelahrte Theologen können mit einigem Begriffszauber natürlich alles erklären. Punkt.

    – Vereinfachung aus –

    Ich glaube, wir segeln unter demselben Segel.

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