Der ÖRR als Propagandamaschine

Die NZZ macht in einem aktuellen Beitrag darauf aufmerksam, dass die vom Öffentlichen Rundfunk betriebenen Jungendkanäle junge Menschen indoktrinieren und dabei einfachste journalistische Standards, wie z.B. die Unterscheidung zwischen Fakten und Gefühlen, ignoriert. Ich habe hier im Blog schon mehrfach über die Botschaften, die über diese Formate ausgesendet werden, berichtet (siehe dazu hier, hier und hier).

Die NZZ schreibt: 

Überhaupt ist Männlichkeit auf den Jugend-Kanälen des öffentlichrechtlichen Rundfunks nicht wohlgelitten. Wenn sie ausnahmsweise nicht in Verbindung mit dem Wort «toxisch» vorkommt, wird bei Funk schon mal gegen «Hetero-Männer mit zu viel Geld» geschossen. An anderer Stelle werden im Rahmen einer Themenwoche zu Männlichkeit ein Balletttänzer, ein Mann mit Erektionsstörungen, zwei Männer in Röcken und ein männliches Opfer von häuslicher Gewalt aufgeboten. Männlichkeit, so scheint man jungen Menschen vermitteln zu wollen, lässt sich nur in ihrer Negation zeitgemäss ausleben.

Auch viele der Funk-Beiträge über Sexualität lassen Zweifel aufkommen, ob man sich wirklich, wie im Medienstaatsvertrag vorgegeben, an der Lebenswirklichkeit und den Interessen 14- bis 29-Jähriger orientiert. Mal sollen Sexspielzeuge erraten werden, mal bekennt ein Pärchen: «Wir sind ein Paar und pädophil.» Eine Themenwoche zu sexuellen Vorlieben regt dazu an, eigene Wünsche zu äussern, ohne sich dafür zu schämen; im Folgenden geht es um Amputationsfetische, um «Peitschen, Nippelklemmen und Analplugs», um «Sex zu dritt oder zu viert», so dass es schliesslich scheint, als sei einzig Sex zu zweit eine Absonderlichkeit. Dass die Rundfunkbeiträge eigentlich die Unabhängigkeit von Zuschauerquoten garantieren sollen, muss man sich bei einem solchen Angebot erst wieder in Erinnerung rufen.

Mehr hier: www.nzz.ch.

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