Die folgsame Schar der Moralisten

Milosz Matuschek hat für die NZZ eine starke Kolumne über die Tugendwächter in Politik und Medienwelt verfasst. Die große Frage steht im Raum: Wie werden wir diese den Ungeist der politischen Korrektheit wieder los?

Praktisch umgekehrt ist der Prozess aus Sicht der Political- Correctness-Bewegung. Hier steht die Wahrheit in Form der Doktrin bereits fest, weshalb sich Debatten im Grunde erübrigen. Der Debattenraum wird im Namen einer Ideologie somit erst teilprivatisiert und dann schrittweise universalisiert, bis der Privatstandard der Doktrin als einzig neuer zulässiger Meinungskorridor erscheint. Nietzsche hat in seiner «Genealogie der Moral» von der «creatio ex nihilo» der moralischen Begriffe gesprochen. Der Moralist trägt seine Vorurteile in den Eingeweiden. In einer anmassenden Deutungsmacht über korrekte Begriffe wird eine Einteilung in gute Kollektive (LGBT, Frauen, marginalisierte Gruppen) und schlechte Kollektive (alte weisse Männer, Personen rechts der Mitte) vorgenommen, welche mancherorts über Zulassung zu öffentlichen Debatten entscheidet. Die latente Androhung von Shitstorms oder Karrierenachteilen resultiert in einer Narkotisierung des Debattenraums und einer Omertà der Intellektuellen.

Mehr: www.nzz.ch.

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Markus Jesgarz

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage aus dem Beitrag: Die folgsame Schar der Moralisten https://www.nzz.ch/meinung/der-ungeist-der-politischen-korrektheit-ld.1473914 am 29.4.2019 von Milosz Matuschek unter „Wer nicht denken will“ im 1. Absatz am Ende: Ziel muss es sein, den Debattenraum wieder von der Sektiererei durch falsche Propheten zu befreien und die eigene Geschäftsgrundlage zu verteidigen. Meine Meinung ist: 1. Leider beeinflusst der Antisemitismus der falschen Propheten den politischen Debattenraum. 1. Im Beitrag: Confronting Philosophy’s Anti-Semitism https://www.nytimes.com/2019/03/18/opinion/philosophy-anti-semitism.html am 18.3.2019 von Laurie Shrage steht 1. im 2. Absatz: In “The Philosophical Bases of Modern Racism,” the historian of philosophy Richard H. Popkin https://www.nytimes.com/2005/04/19/obituaries/richard-popkin-historian-of-philosophy-and-skepticism-dies-at-81.html wrote: “David Hume apparently accepted a polygenetic view of man’s origin, since in his ‘Natural History of Religion’ he made no effort to trace a linear development of man from the ancient Jews to the modern world, and presented practically no historical connection between Judaism and Christianity (which he saw more as emerging from pagan polytheism).” Popkin wrote that Voltaire challenged the… Weiterlesen »

Johannes
Schandor

@Martin

Geht das auch auf deutsch? Bitte. Man will und soll ja verstehen, oder?

Markus Jesgarz

@Schandor Der Kommentar von Markus Jesgarz wurde mit „Google Übersetzer“ (translate.google.de) übersetzt und von mir bearbeitet: Dies ist ein Kommentar zu der Aussage aus dem Beitrag: Die folgsame Schar der Moralisten https://www.nzz.ch/meinung/der-ungeist-der-politischen-korrektheit-ld.1473914 am 29.4.2019 von Milosz Matuschek unter „Wer nicht denken will“ im 1. Absatz am Ende: Ziel muss es sein, den Debattenraum wieder von der Sektiererei durch falsche Propheten zu befreien und die eigene Geschäftsgrundlage zu verteidigen. Meine Meinung ist: 1. Leider beeinflusst der Antisemitismus der falschen Propheten den politischen Debattenraum. 1. Im Beitrag: Sich gegen den Antisemitismus in der Philosophie stellen https://www.nytimes.com/2019/03/18/opinion/philosophy-anti-semitism.html am 18.3.2019 von Laurie Shrage steht 1. im 2. Absatz: In „Die philosophischen Grundlagen des modernen Rassismus“ schrieb der Philosophiehistoriker Richard H. Popkin: https://www.nytimes.com/2005/04/19/obituaries/richard-popkin-historian-of-philosophy-and-skepticism-dies-at-81.html „David Hume akzeptierte offenbar eine polygenetische Sicht auf den Ursprung des Menschen, da er sich in seiner ‘Natural History of Religion’ nicht bemühte, eine lineare Entwicklung des Menschen von den alten Juden bis zur modernen Welt zu verfolgen und er stellte praktisch… Weiterlesen »

Helge Beck

Nichts falsch an einer Moral, die Rassismus, Sexismus, Homophobie, Ausbeutung und Ausgrenzung ächtet.

Schandor

@Martin Jesgarz

danke für die Mühe! Leider verstehe ich den Zusammenhang von Artikel und Kommentar nicht. Aber trotzdem danke!

Allein die Formel „die Juden“ ist mir suspekt. Genauso wie die Formel „die Deutschen“. Als obs nicht überall Idioten, Verschwörer, Hassprediger, Künstler, Linke, Linksradikale, Volltrottel, Meinungsmacher, Gatekeeper, Pfeifenbläser, Schaumschläger und was dergleichen noch dem gesunden Menschenverstand widerspricht gäbe.


Starker Artikel, den Du verlinkt hast. Hab ihn mit großem Interesse gelesen.