Küstenmacher: Gottesbilder integrieren

Der evangelische Pfarrer und Autor „Tiki“ Küstenmacher fordert den Abschied von vertrauten Gottesbildern. „Ich habe keine persönliche Gottesvorstellung mehr“, sagte Küstenmacher, der auch zu den Autoren des Buches Gott 9.0 gehört (vgl. Gott 9.0 im O-Ton).

Verschiedene Gottesbilder, auch aus anderen Religionen, gelte es zu integrieren, sagte Küstenmacher. Alte Gottesvorstellungen müsse man loslassen, auch wenn Menschen dafür mit dem Tod drohen, sagte Küstenmacher. „Man muss Mohammed zeichnen!“ Die Zeit einer Sonderstellung der Kirchen sei vorbei. „Ich denke, wenn man den Geschmack der Freiheit gekostet hat, will man nicht wieder zurück“, sagte er.

Ich gehe mal davon aus, dass er Pfarrer bleiben wird.

Mehr: aktuell.evangelisch.de.

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32 Comments
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Johannes
Johannes
7 Jahre zuvor

Freiheit beginnt mit der Aussage: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus … der Knechtschaft geführt habe …“. Dieser Gott untersagt gleich im Anschluss, ihn in ein mit Händen oder mit Worten gemachtes Bild zu pressen. Daher finde ich den Abschied von Gottesbildern ganz gut. Gegen alle Bilder, die wir uns von Gott machen können, setzt Gott allerdings nicht ein großes buntes Allerlei, sondern sein Wort. Wer dieses Wort (in dem sich Gott durchaus als unser persönlicher Vater vorstellt und nicht nur sagt, dass er wie ein Vater sei) aufnimmt, erkennt Gott und erfährt wahre Freiheit.

Jürgen
Jürgen
7 Jahre zuvor

Gott, der Schöpfer, ist nur eine Metapher? Ist sich der Mann sich der Tragweite seiner Worte überhaupt bewusst?

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

Treffender als Johannes kann man es wohl kaum ausdrücken. Das bunte Allerlei des Tiki Küstenmacher betrachte ich mit großer Skepsis. Allerding halte ich es für längst überfällig, dass wir uns von dem unsichtbaren alten Mann verabschieden, der da irgendwo im Universum rumlungert und eine Strichliste über unsere Gottesdienstbesuche führt, oder von uns erwartet, dass wir mit der buchstabengetreuen Auslegung seines Wortes kleinen Kindern und unmündigen Erwachsenen Angst machen.

Lars
Lars
7 Jahre zuvor

Lieber Thomas,

was meinst du mit „dem alten Mann der irgendwo im Universum rumlungert“?

Eine buchstabengetreue Auslegung hat mir bisher noch nie Angst gemacht!

Gruß Lars

Peter
Peter
7 Jahre zuvor

Lieber Johannes,
dein Kommentar ausgedruckt und aufgehängt. Das mache ich nur mit wenigen Texten aus dem Internet – deiner ist einfach super!
Vielen Dank dafür!
Peter

Peter
Peter
7 Jahre zuvor

Ohne beleidigend werden zu wollen:
Kann es sein, dass es Herrn Küstenmacher nicht mehr genügt, Karikaturen zu malen? Will er sich selbst zu einer „Pfarrer-Karikatur“ machen?

Peter

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Lars,
Mit der Metapher vom unsichtbaren, alten Mann karikiere ich die Vorstellung, dass Gottes Größe sich auf menschliche Vaterbilder reduzieren ließe. Gott, der unendlich größer ist als alles menschliche Vorstellungsvermögen, macht uns in der jüdisch-christlichen Tradition das Angebot, ihn als Vater anzubeten. Er kommt damit unserem begrenzten menschlichen Horizont entgegen. Die Vorstellung, dass Gott durch sein Vater-Sein vollständig beschrieben und damit menschlicher Verfügbarkeit unterworfen wäre, halte ich für Blasphemie. Wenn du in der buchstabengetreuen Auslegung der Bibel den dir angemessenen Glauben gefunden hast, so freut mich das für dich. Ich habe Menschen, die den Buchstaben der Bibel mehr achten als ihren Geist, bisher nur als rechthaberisch und gewalttätig erfahren.

Lars
Lars
7 Jahre zuvor

@Thomas

Danke für die Antwort.
Die erste Frage die ich mir in Bezug auf die Auslegung der heiligen Schrift stelle ist nicht, welche Version mir persönlich angemessener ist, sondern was das Selbstverständnis der Schrift ist. Ich sehe aufgrund des innerbiblischen Zeugnisses keine Trennung zwischen Wort und Geist, es ist viel mehr eine Bindung des Geistes an das Wort (2.Tim.3,16. Joh.17,17).
Dieses Schriftverständnis führt den Gläubigen in die Demut, wobei Demut nicht mit einer epistemologischen Unsicherheit zu verwechseln ist.

Viele Grüße,
Lars

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Lars, Das Selbstverständnis der Schrift unterscheidet tatsächlich nicht zwischen Wort und Geist. Aber die Bibel ist in menschlicher Sprache geschrieben. Menschliche Sprache ist kein analoges Abbild der Wirklichkeit. Auch bei der Lektüre heiliger Texte sind wir den Grenzen und Mehrdeutigkeiten menschlichen Sprachverständnisses unterworfen. Nur dann spricht Gott durch die Bibel zu uns, wenn er uns bei der Lektüre Heiligen Geist zur Seite stellt. Das können wir im Gebet von ihm erbitten. Erzwingen durch Rechtgläubigkeit oder rechtes Bekenntnis können wir es nicht. Ohne Gottes Gnade könnten wir die Bibel vorwärts und rückwärts auswendig aufsagen und es würde uns nichts nützen. Wenn jemand in der buchstabengetreuen Befolgung von Bibelworten seinen Seelenfrieden findet, wäre ich der letzte der ihn dafür kritisiert. Wenn jemand jedoch glaubt, aus der Bibel ein Werturteil über anders Glaubende herauslesen zu dürfen, versündigt er sich gegen das Evangelium. Und das ist eben meine bisherige Erfahrung mit den Menschen, die sich selbst stolz das Attribut „Bibeltreue Christen“ an die Brust… Weiterlesen »

Lars
Lars
7 Jahre zuvor

@Thomas
Das begrenzte menschliche Verständnis beim Lesen der Schrift ist wohl weniger ein Problem der Sprache, als ein Problem der noetischen Konsequenzen des Falles.

„Wenn jemand jedoch glaubt, aus der Bibel ein Werturteil über anders Glaubende herauslesen zu dürfen, versündigt er sich gegen das Evangelium.“

Diese Aussage trifft so nicht zu. Die Bibel ruft an vielen Stellen zum Urteil (auch zum Selbsturteil) über viele Dinge auf (Bsp. Gemeindedisziplin in Matt.18 und 1.Kor.5).

Es ist schade, dass du schlechte Erfahrungen mit bibeltreuen Christen gemacht hast.
Ich mache täglich eine andere Erfahrung.

Gruß Lars

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Lars, Ob das begrenzte menschliche Schriftverständnis sprachlicher oder noetischer Natur ist, ist unerheblich. Wenn menschliches Verstehen begrenzt ist, dann kann kein Mensch einen Absolutheitsanspruch seiner Religion gegenüber der seines Nächsten behaupten. Absolut ist allein Gott, nicht der religiöse Mensch. Der ist Sünder, wie jeder andere auch. „Bibeltreue Christen“ bestreiten die Souveränität Gottes: „Gott ist allmächtig. Sein Wille geschehe. Aber er hat sich gefälligst an die Bibel zu halten. Und zwar genau in der Überstetzung, die meine Glaubensrichtung gerade für verbindlich erklärt“. Geht´s noch? Schlage mal eine hebräische Bibel auf. Nimm ein beliebiges Substantiv und schlage im Strongs Dictionary die deutsche oder englische Bedeutung nach. Da findest du teilweise bis zu 10 verschiedene Bedeutungen für ein Wort, mit völlig anderen Sinngehalten. Wir können die Bibel gar nicht wörtlich nehmen. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott bzw. Heiliger Geist uns bei der Lektüre das Schriftverständnis schenkt, das für diesen Tag, die aktuelle Lebenssituation oder für die Gemeinde, entscheidend ist. Alles andere ist,… Weiterlesen »

Roderich
Roderich
7 Jahre zuvor

@Thomas König,

Solange es Gott nicht gefallen sollte, dass glaubwürdigere Vertreter eines “Bibeltreuen Christentums” meinen Lebensweg kreuzen, wird mein Ressentiment wohl Bestand haben.

Das ist wohl die Höhe. Sie benehmen sich hier absolut unerträglich (Vorwürfe aufstellen, dann auf bessere Argumente – aus Feigheit, oder Stolz (weil Sie nicht zugeben wollen, dass Sie in dem Bereich kein Argument haben) – gar nicht eingehen), und sich dann noch bei Gott beschweren, er müsse Ihnen andere Leute über den Weg schicken.
Im Prinzip provozieren Sie bewußt bestimmte Reaktionen, und nehmen diese dann zum Anlaß, sich bei Gott zu beschweren…
Sie treiben einfach ein Spiel, was man auch nur dann machen kann, wenn man sich zu Hause hinter dem Computer versteckt, und unter Ausnutzung der Gutmütigkeit der Mit-Diskutanten.
Das zeigt doch Ihre unehrlichen Absichten. Sie stehlen auch Leuten hier nur die Zeit.

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Roderich,
Danke für Ihren unterstützenden Kommentar. Wer würde einer solchen Lichtgestalt christlicher Nächstenliebe zu widersprechen wagen? Ich verstecke mich keineswegs hinter meinem Computer. Ich vetrete meine Glaubensüberzeugungen auch in meiner Gemeinde. Dass mir das Vergnügen, Sie persönlich kennen zu lernen noch nicht vergönnt war, ist dem gewählten Medium geschuldet und nicht irgendwelchen Charaktereigenschaften. Außerdem dürfen Sie die Frage, ob ich anderen Kommentatoren die Zeit stehle, getrost diesen selbst überlassen. Ich nötige Sie nicht, meine Posts zu lesen oder zu beantworten.

Roderich
Roderich
7 Jahre zuvor

@Herr König,
wer sich diesen Thread durchliest, wird sehen, dass Sie allen ernsthaften Argumenten aus dem Weg gehen.
http://theoblog.de/eine-untersuchung-des-neuen-modernismus/19637/

Was würden Sie denken, wenn Sie einen Blog aufmachen, dort komme ich vorbei, verbreite Vorurteile gegen Sie oder Ihre Gemeinde / Ihren Glauben, und gehe dann allen ernsthaften inhaltlichen Diskussionen aus dem Weg?

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Roderich,
Wenn ich Ihre Argumente nicht für diskussionswürdig hielte, würde ich Ihre Posts ignorieren. Kommentatoren, die sich abschätzig über Intelligenzgrad, Gesundheitszustand, Vornamen und über das Freizeitvolumen anderer Teilnehmer äusserten, würde ich verwarnen und sperren. In Ihrem Fall bin ich natürlich froh, dass eine Sperrung nicht erfolgt. Treffender als Sie sich selbst bloßstellen, könnte ich meine Vorbehalte gegen Ihre Interpretation der christlichen Lehre nicht zum Ausdruck bringen.

Roderich
Roderich
7 Jahre zuvor

S

Wenn ich Ihre Argumente nicht für diskussionswürdig hielte, würde ich Ihre Posts ignorieren.

Das war nicht meine Frage. Wenn jemand haltlose Vorwürfe in den Raum stellt – ohne Argumente -, und sich mit fadenscheinigen Argumenten einer Diskussion entzieht, was würden Sie tun?

Nun, ob die Reaktionen auf Ihr Verhalten angemessen waren – da muss sich jeder selbst ein Bild machen.

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Roderich,
Ob Ironie und Polemik mit christlicher Rede vereinbar sind, darüber kann man streiten. Dass persönliche Beleidigungen es nicht sind, das sollte unstrittig sein. Es sei denn, Sie vertreten die Ansicht, Anstand sei nur den Menschen geschuldet, die die eigenen Glaubensüberzeugen teilen.
Nochmal: Ich zwinge Ihnen keine Dialoge mit mir auf. Ich werde von mir aus keine Posts mehr an Sie persönlich richten. Wenn Sie es immer wieder tun, so behalte ich mir natürlich vor zu antworten. Mir kommt das nur entgegen. Ihre Tiraden gegen mich bestätigen meine Vorbehalte weitaus nachdrücklicher, als die schärfste polemische Zuspitzung es jemals könnte.

Andreas
Andreas
7 Jahre zuvor

@ Thomas König, Sie fordern: Christliche Nächstenliebe muß sich im Umgang mit Anders- oder Ungläubigen bewähren. Gleichzeitig werfen Sie ja auch mit „Kraftausdrücken“ um sich. Originalton Thomas König auf Theoblog: Jeder Ihrer Sätze trieft geradezu vor Rechthaberei. (18.01.)Warum soll man denn mit Menschen, die ohnehin von vorneherein wissen, dass sie Recht haben, über Inhalte diskutieren (18.01.)Menschen, die „sich gegenseitig gerne ihrer Bibeltreue und ihrer Rechtgläubigkeit versichern“, … [betreiben u.a.]„eine absurde Anmaßung“ .(30.01.) Werturteil der christlichen Scharia (30.01.) „fundamentalistischen Dumpfbacken (05.02.)“ „ungeheure Blasphemie“ , gegen die „Dawkins Buch Gotteswahn harmlos“ sei(05.02.) “Bibeltreue Christen” [Warum Anführungsstriche]bestreiten die Souveränität Gottes (08.02.)[Bibeltreue Christen] beten statt Gottes ihre Strukturen an (08.02.) Religiöser Größenwahn.(08.02.) Ich habe Menschen, die den Buchstaben der Bibel mehr achten als ihren Geist, bisher nur als rechthaberisch und gewalttätig [!!!] erfahren. (07.02.) Diese Ihre Worte enthalten natürlich zahlreiche persönliche Angriffe gegen „Bibeltreue“. Ich glaube nicht, dass es dann Sinn macht, wenn Sie sich bei Ihren Diskussionsgegnern für deren „unfreundliches Verhalten“ Ihnen gegenüber… Weiterlesen »

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Andreas, Den Begriff „Bibeltreue Christen“ setze ich nicht in abwertender Absicht in Anführungszeichen, sondern weil es ein zusammenhängender Terminus für Menschen mit evangelikalem Schriftverständnis ist. Ohne Anführungszeichen würde es alle Christen bezeichnen, die der Bibel treu sind. Und letzteres bin ich auch. Auch wenn ich der Meinung bin, dass die buchstabengetreue Auslegung einer Heiligen Schrift dieselbe auf das Niveau eines menschlichen Regelwerkes herabwürdigt. Im übrigen habe ich mich nicht über unfreundliche Behandlung beschwert, sondern über Mutmaßungen bezüglich Intelligenzgrades und geistiger Gesundheit von Blogteilnehmern. Dass meine Polemik verletzend ist, weiß ich. Das dies eines christlichen Dialoges grundsätzlich unangemessen ist, weiß ich auch. Dass ich noch nicht über die abgeklärte Gelassenheit verfüge, mich durch die Beleidigungen von @Roderich, @Schandor und in etwas milderer Form auch von @Ron, nicht provozieren zu lassen, bedaure ich selbst bisweilen. Die Kommentare von @Johannes, @Lars und auch der Ihrige, lassen bei mir langsam die Hoffnung keimen, dass es evangelikale Christen gibt, die auch mit Angehörigen anderer Glaubensrichtungen… Weiterlesen »

Johannes G.
Johannes G.
7 Jahre zuvor

@Thomas Ich habe nicht den gesamten „Austausch“ hier verfolgt, aber ausgehend von dem was ich gelesen habe, haben sich beide Seiten nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dass meine Polemik verletzend ist, weiß ich. Das dies eines christlichen Dialoges grundsätzlich unangemessen ist, weiß ich auch. Warum sich dann nicht dafür entschuldigen? Ich meine Andreas hat zudem sehr klar aufgezeigt, dass deine Vorwürfe hier letztendlich direkt auf dich selbst zurückfallen. Manchmal schadet es nicht, sich auch mal selbst an die Nase zu fassen 😉 🙂 Ich gehöre sicher auch nicht zu denjenigen hier, die mit Ron in allen Dingen übereinstimmen. Meine kritischen Einwände und Fragen haben aber noch nie zu einem Angriff auf meine Person geführt. Es heißt nicht umsonst, dass „der Ton die Musik macht“ . Warum gleich im ersten Posting polemisch mit der Tür ins Haus fallen? Wie kann man da noch einen konstruktiven Dialog erwarten? Auch wenn ich der Meinung bin, dass die buchstabengetreue Auslegung einer Heiligen Schrift dieselbe… Weiterlesen »

Cristian Lang
Cristian Lang
7 Jahre zuvor

Die ganze Diskussion hier zeigt, dass Streit darauf beruht, dass man sich an Konzepte, also kognitive Objekte klammert. Erlösung aber ist jenseits von Konzepten (viertes Siegel), dazu siehe auch folgender Text: “Das erste Siegel – Alle zusammengesetzten Dinge sind unbeständig Jedes Phänomen, an das wir denken, ist zusammengesetzt und daher ein Fall der Unbeständigkeit. Gewisse Aspekte der Vergänglichkeit, wie den Wandel des Wetters, können wir einfach akzeptieren, aber es gibt ein paar offensichtliche Dinge, die wir nicht akzeptieren. Beispielsweise unser Körper ist sichtbar vergänglich und wird jeden Tag älter, und dennoch ist das etwas, was wir nicht akzeptieren wollen. Gewisse beliebte Zeitschriften, die auf Jugend und Schönheit ausgerichtet sind, nutzen dieses Verhalten aus. Bezüglich Sicht, Meditation und Handlung haben deren Leser vielleicht eine Sicht, dass sie glauben, nicht zu altern oder dem Prozess des Alterns irgendwie entkommen können. Sie denken über diese Sicht von Beständigkeit nach und ihre daraus resultierende Handlung ist, in Fitness-Zentren zu gehen, sich plastischer Chirurgie zu… Weiterlesen »

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Johannes, Dass mir möglicherweise die eine odere andere entschuldigungswürdige Formulierung unterlaufen ist, bestreite ich nicht. Üblicherweise habe ich kein Problem damit, mich zu entschuldigen, wenn ich im Eifer des Gefechtes mal über das Ziel hinaus geschossen habe. Bei @Roderich geht es mir da anders. Hier befürchte ich, dass er eine Entschuldigung nicht als ein Zeichen des Entgegenkommens sondern als eines der Niederlage interpretieren würde und ich mit entsprechend triumphalistischen Kommentaren rechnen müsste. Das folgende Zitat ist keine Anwort auf einen Post von mir: „Die reformatorische oder allgemein christliche Perspektive ist: – Beide lesen (Adorno/Horckheimer) – beide schlecht finden – aber nicht, wegen des jüdischen Hintergrunds, sondern wegen der irrationalen und anti-christlichen Inhalte. (Natürlich kann man sie auch mit “Gewinn” und differenziert lesen – dazu muss man Philosophie aber genau verstehen. Wer sie am Ende auch noch insgesamt “gut findet”, obwohl er Christ ist, der hat gar nichts verstanden, sorry).“ Ich bin kein Anhänger der Lehren Adornos oder Horckheimers. Aber wer… Weiterlesen »

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Christian Lang,
Vielen Dank dafür, Dass Sie zu diesem christlichen??? Meinungsstreit Ihre buddhistische Perspektive beitragen. Manchmal kann es für verbissene Streithähne ja ganz heilsam sein, wenn sie merken wie lächerlich ihr Streit auf Aussenstehende wirkt. Ich glaube allerdings, dass die Christenheit noch einen weiten Weg vor sich hat, bevor sie die Absurdität ihrer dualistischen Auseinandersetzungen begriffen hat. Buddha und Jesus hätten wohl wenig Schwierigkeiten miteinder gehabt. Und wenn doch, hätten sie sicher bessere Wege für deren Überwindung gefunden als „christliche“ Blogger.

Johannes G.
Johannes G.
7 Jahre zuvor

@Thomas Bei @Roderich geht es mir da anders. Hier befürchte ich, dass er eine Entschuldigung nicht als ein Zeichen des Entgegenkommens sondern als eines der Niederlage interpretieren würde und ich mit entsprechend triumphalistischen Kommentaren rechnen müsste. Ich kenne den Roderich persönlich und kann dir daher gerne versichern, dass er das sicher nicht als Anlass für einen „Freudentanz“ nimmt. Davon abgesehen halte ich eine Entschuldigung nicht für etwas, was jemand anderer aufgrund irgendwelcher Charaktereigenschaften „verdient“, sondern etwas, was ich „schuldig“ bin zu tun – egal wie der andere dies würdigt. Ich bin kein Anhänger der Lehren Adornos oder Horckheimers. Aber wer mit so apodiktischer Selbstgewissheit über alles urteilt, das mit der eigenen Weltanschauung nicht deckungsgleich ist, braucht nicht erwarten, dass man ihm mit Respekt begegnet. Nunja, zum einen lässt sich über eine singuläre Aussage sicher nicht ableiten, dass jemand „so“ über „alles“ urteilt, was mit der eigenen Weltanschauung kollidiert. Das ist meiner Ansicht nach schlicht ein ungerechtfertigter Vorwurf, der mir auch… Weiterlesen »

Johannes G.
Johannes G.
7 Jahre zuvor

@Thomas

Buddha und Jesus hätten wohl wenig Schwierigkeiten miteinader gehabt. Und wenn doch, hätten sie sicher bessere Wege für deren Überwindung gefunden als “christliche” Blogger.

Das sehe ich, vorsichtig ausgedrückt, ein wenig anders. Was mich aber mehr interessieren würde ist, wie man deiner Meinung nach Differenzen am besten „überwinden“ kann.

Liebe Grüße
Jo

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Johannes, Ich habe nicht behaupted, dass Jesus und Buddha das Selbe gelehrt hätten. Ich habe lediglich spekuliert, dass beide eine Perspektive auf die Welt und die Menschen hatten, die jenseits der Grenzen menschlichen religiösen Begreifens Gemeinsamkeiten aufweisen könnten. Wenn ich mich nicht selbst im Besitz göttlicher Wahrheit wähne, sondern in Demut akzeptiere, dass auch Menschen mit anderen Weltanschauungen und Religionen Teil seiner Schöpfung sind, braucht nicht mehr jede Differenz überwunden zu werden. Die Demut gegenüber Gott hält mich natürlich nicht davon ab, mit Menschen zu streiten, die glauben sie könnten sich im Namen Christi über andere erheben. In Kommentator @Roderich sehe ich ein typisches Beispiel für diese Geisteshaltung. Ihrer Ausführung zum Thema Entschuldigung stimme ich vollkommen zu. Deshalb entschuldige ich mich jetzt bei allen bibeltreuen, evangelikalen Christen (ohne Anführungszeichen), denen ich dadurch Unrecht getan habe, dass ich sie mit @Roderich über einen Kamm geschoren habe. Bei @Roderich werde ich mich entschuldigen, wenn meine letzten Zweifel daran beseitigt sind, dass ich… Weiterlesen »

lutz
lutz
7 Jahre zuvor

@Thomas König Also mir ist es mittlerweile auch zu schwer, Ihre Vorgehensweise hier einfach schweigend mal so abzuwarten, zu tolerieren …. Ob das jetzt bewusst oder unbewusst so geschieht, spielt für mich an der momentan fortgeschrittenen Situation auch keine Rolle mehr … Man kann zwischen Freunden einen Keil treiben, indem man den einen „lobhudelt“, während man auf den anderen die „Keule niedergehen lässt“. Also ich habe meine unterschiedlichen Auffassungen zu „Roderich“ und „Roderich“ hat sie umgekehrt ebenso … Was Ihre Statements aber bei mir bewirken, ist dann eher ein „Zusammenschweißen“ trotz aller … – Zusammen statt Auseinanderdividieren … Insofern dürfen Sie sich in der Auswirkung Ihrer Beiträge bzgl. „Einheit trotz Verschiedenheit“ einen „Sieg“ zuschreiben. Sachlich auf das hier vorgestellte Thema bezogen, wäre die Frage zu diskutieren, ob der Mensch sich seinen eigenen „Gott“ basteln darf? Wenn nicht, wo bekommt er Informationen her? Herrn Küstenmacher verstehe ich jedenfalls so, dass er die Freiheit sehr schätzt, nicht exklusiv in eine Richtung zu… Weiterlesen »

Thomas König
Thomas König
7 Jahre zuvor

@Lutz, Wer hier wessen persönlicher Freund ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Keiner der Teilnehmer ist mir persönlich bekannt. Ich beziehe mich ausschließlich auf das, was hier geschrieben steht. Sollte es sich bei den auf meine Kommentare antwortenden um einen geschlossenen Freundeskreis mit einer exklusiv evangelikalen Sicht auf die Bibel handeln, der auf die Sichtweise anders Glaubender keinen Wert legt, so wäre möglicherweise der Einrichtung eines passwortgeschützten geschlossenen Forums gegenüber einer offenen Kommentarfunktion der Vorzug zu geben. Dass ein historisch-kritisches Schriftverständnis sowie die Ansicht, dass auch anders und nichtgläubige Menschen wie Adorno oder Horckheimer für ihre Lebensleistung Respekt verdient haben könnten, für Evangelikale eine Zumutung ist, verstehe ich. Wer aber andere Meinungen nicht einmal als Lichtpunkte auf einem Bildschirm ertragen kann, sollte sich ernstlich überlegen ob ein offener Internet-Blog die richtige Kommunikationsplattform für ihn ist. Ich glaube jedenfalls, dass das Reich Gottes keine VIP-Lounge für Bibeltreue Christen ist. Diese Überzeugung habe ich mir ausschliesslich aus der Lektüre der biblischen Schriften… Weiterlesen »

Johannes G.
Johannes G.
7 Jahre zuvor

@Thomas Ich habe nicht behauptet, dass Jesus und Buddha das Selbe gelehrt hätten. Ich habe auch nicht behauptet, dass du das behauptet hast. Wie kommst du darauf? Wenn ich mich nicht selbst im Besitz göttlicher Wahrheit wähne, sondern in Demut akzeptiere, dass auch Menschen mit anderen Weltanschauungen und Religionen Teil seiner Schöpfung sind, braucht nicht mehr jede Differenz überwunden zu werden. Ich kennen eigentlich niemanden, der die Ansicht vertritt, dass man alle Differenzen ausräumen müsste. Zwischen mir und vielen anderen Teilnehmern hier bestehen teilweise sogar durchaus signifikante Differenzen. Damit wir uns sinnvoll unterhalten können, müssen wir jedoch in grundlegenden Dingen übereinstimmen. Ansonsten ist kein Dialog möglich. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich hier jemand „im Besitz der göttlichen Wahrheit“ wähnt. Abgesehen davon, dass eine geschaffene Kreatur Wahrheit nie „besitzen“ sondern immer nur „erkennen“ kann, ist es selbstevident, dass sich widersprechende Aussagen gegenseitig ausschließen. Wenn ich davon überzeugt bin, dass z.B. die calvinistische Lehre der begrenzten bzw. partikulären Sühne… Weiterlesen »

Peter
Peter
7 Jahre zuvor


Ich glaube, du solltest diese Diskussion jetzt schließen, bevor sie noch mehr entgleitet. Vielleicht findest du dabei auch eine Möglichkeit, das „Cross-Posting“ von ewig langen Beiträgen des Christian Lang zu verhindern. Vielen Dank!

Peter

Lutz
Lutz
7 Jahre zuvor

@Thomas König

Eigentlich gibt es hier (Blog) nur eine Lounge. Diese hat wohl eher die Aufschrift: Vorgegebenes Thema – sachbezogene Auseinandersetzung möglich.
Abgeschlossen ist sie nicht. Manchmal steht man draußen. Das Interesse konzentriert sich dann aber darauf wieder zurückzufinden oder zurückzuführen.

Auch wenn sich vereinzelt Kommentatoren entscheiden lieber „draußen“ sein zu wollen, besteht letztlich keine Notwendigkeit „die Lounge abzuschließen“.

Bekanntes Beispiel aus dem Alltag:
Ein Gast erstellt die Regeln nicht. Ein Gast wird die Regeln des Hausherrn respektieren. (Erwartungshaltung eines Hausherrn)
Manchmal hat man es eben auch mit anderen Gästen zu tun. …
Das wiederum muss nicht dazu führen das gesamte Haus zur abgeschlossenen Festung zu machen.

Es wäre also wünschenswert den Respekt, den man selber einfordert, zuerst dem Hausherrn zu erzeigen, so man Gast ist. Ressentiments gehören hier nicht her. Dazu muss man nicht einmal Christ sein, um das zu verstehen.

Roderich
Roderich
7 Jahre zuvor

@Herr König,
meine von Ihnen erwähnte Kritik an Adorno / Horkheimer ist ja inhaltlicher Art – das kann man auch gerne inhaltlich näher ausdiskutieren. (Für inhaltliche Argumente bin ich da auch jederzeit offen).
Meine etwas unsachliche Reaktion Ihnen gebenüber war ja Resultat dessen, dass Sie eben nicht bereit waren, Ihre Vorwürfe inhaltlich zu verteidigen. Ursache und Wirkung sollte man da also bitte nicht vertauschen.
Wie dem auch sei: ich hoffe, für mögliche zukünftige „Diskussionen“ kann als gemeinsames Ziel gelten, sich auf Austausch von Sachargumenten zu konzentrieren. Dafür ist hier, glaube ich, so ziemlich jeder offen.