Gesellschaft

Jungs von heute – verweichlicht und verweiblicht

Kleine Männer wollen laut sein, raufen, sich beweisen und trotzdem geliebt werden. Doch dafür ist in der pädagogisch korrekten Frauenwelt von heute kaum noch Platz. Jungs werden mehr und mehr in Watte gepackt, harmonisiert und verweichlicht. Warum eigentlich?

Langsam kommt also Schwung in die Debatte um den Mann von morgen. Wolfgang Bergmann, Autor des Buches Ich bin der Größte und ganz allein: Die innere Not unserer Kinder: Der neue Narzissmus unserer Kinder, hat für DIE WELT »Jungs von heute – verweichlicht und verweiblicht« geschrieben:

Die Welt ist für Jungen zu eng geworden. Viel zu normiert. Und langweilig. Was ihnen Spaß macht, ist meistens verboten. Was sie besonders gut können, wird nirgends verlangt – im Kindergarten nicht und in der Schule auch nicht. In der pädagogischen Welt hat sich scheinbar alles verschworen, ihnen ihre „männlichen“ Eigenschaften abzugewöhnen. Jungen werden unruhig dabei, fahrig und eine immer größere Zahl sogar seelisch krank, hyperaktiv oder depressiv.

Hier der Artikel: www.welt.de.

Es steht nicht gut um den Mann

Männer sind gegenüber den Frauen auf dem Rückzug, darin waren sich die Teilnehmer auf dem Männerkongress in Düsseldorf schnell einig. Die Fakten sprechen gegen die Testosteronwelt: Männer begehen häufiger Selbstmord, Frauen reichen öfter die Scheidung ein und dann ist da noch die Sache mit dem Fußball.

Jan Draeger berichtet für DIE WELT über den bereits erwähnten Männerkongress:

Der Baseler Männerforscher Walter Hollstein provoziert mit seinem Bild vom Abschied des starken Mannes am meisten und angenehmsten. Männer seien im Laufe der Geschichte um viele ihrer Fähigkeiten enteignet worden. In der feministischen Literatur wurden Männer mit Nazis gleichgesetzt, ja ihre Vernichtung ausgerufen.

Negative Bilder des Maskulinen seien in den Medien weit verbreitet, auch habe man sich fast schon daran gewöhnt, auf Kosten der Männer zu lachen. Soll sich der Mann heute statt in der Auseinandersetzung mit der Frau lieber allein auf die Suche nach dem Männlichen begeben? Doch die Abgrenzung, das zeigte eine Diskussion, ist nicht die Sache des modernen Mannes. Er mag es, so scheint es, eher kuschelig, ohne Reibung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass so viele Frauen da sind. Denn Männer, so gab mancher der anwesenden Therapeuten, zu bedenken, reden offener, wenn sie unter sich sind.

Der muntere Professor Hurrelmann bringt es mit diplomatischen Geschick auf den Punkt: »Der neue Mann kann nur so gut sein wie die die neue Frau.« Ohne Gegensätze anscheinend kein Miteinander. Der verlässliche, ebenbürtige, aber auch so andere Partner muss her.

Hier der vollständige Artikel: www.welt.de.

Nachtrag: Auch DER SPIEGEL berichtet: www.spiegel.de.

Lehrveranstaltung zur Christenverfolgung an der Humboldt-Universität

201002081912.jpgDr. Christof Sauer aus Kapstadt wird vom 29.03.2010, 9:00 Uhr – 01.04.2010, 13:00 Uhr, ein Ferienseminar zum Thema »Theologien des Leidens, der Verfolgung und des Martyriums um Christi willen« an der Theologischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität anbieten. Die »Blockübung« steht für Studenten aller Semester und externe Teilnehmer offen. Eine Teilnahme muss bis zum 22.3.2010 angemeldet werden.

Sauer schreibt zur Veranstaltung:

Es gerät zunehmend ins Bewusstsein, dass ein großer Teil der Christenheit unter Bedrängnis oder Verfolgung lebt. Allerdings wird, wenn in Deutschland Martyrium zur Sprache kommt, der öffentliche Diskurs dominiert von Assoziationen mit fanatischen Selbstmordattentätern und nicht von einer christlichen theologischen Interpretation. In anderen Teilen der Welt, vor allem auf der südlichen Halbkugel, ist die aktuelle theologische Reflexion über Leiden, Verfolgung und Martyrium um Christi Willen zum Teil weit fortgeschritten.

Weiter Informationen gibt es hier: www.religionsfreiheit.net.

Kirchen wollen Religionsfreiheit für alle

Eine Hälfte der Christenheit genießt die Sonnenseite der Religionsfreiheit. In keiner anderen Religion liegt dieser Anteil so hoch. Ein Grund: Religionsfreiheit herrscht in der Regel da, wo das Christentum lange Einfluss auf die Regierung hatte. Doch hat auch keine Glaube mit Ausnahme der Bahai einen höheren Anteil an Verfolgten aufzuweisen. 75 Prozent aller Opfer der Verletzung von Religionsfreiheit sind Christen.

Hier ein Artikel von Thomas Schirrmacher im Rheinischen Merkur: www.merkur.de.

CT über EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung

Christianity Today informiert über die geplante EU-Richtlinie:

Under an anti-discrimination directive passed by the European Union Parliament in April, Christian churches, schools, and social services in Europe cannot limit their membership to those who share their beliefs. The directive, which the parliament passed by a 360-277 vote, must be passed unanimously by member states for it to become law.

Hier mehr: www.christianitytoday.com.

Ihr habt mit Hass gekocht

Necla Kelek wehrt sich engagiert gegen den jüngst erhobenen Vorwurf, sie sei eine Hasspredigerin:

Aber ich bestehe darauf, dass wir, reflektiert und auf den Inhalt konzentriert, über den Islam streiten, jenseits persönlicher Angriffe. Wir brauchen eine Debatte über das, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält: einen Diskurs über die Freiheit des Wortes und seine Grenzen und darüber, ob in diesem Land die Menschenrechte tatsächlich für alle gelten, auch für alle Muslime; welche Rolle die Religion in unserem Leben spielen sollte und warum unter Verdacht gerät, wer unsere Freiheitswerte verteidigt. Vielleicht spiegeln meine Kritiker ja nur ihre eigene Verunsicherung in Sachen „westliche Werte“ – die Steinfeld immer in Anführungszeichen setzt – und kompensieren dies mit verbalen Hieben.

Dabei wird deutlich, wie fremd ihnen die Kultur des Islam ist. Und irgendwie versuchen sie den Eindruck zu erwecken, es handele sich ums Feuilleton und nicht um eine politische Auseinandersetzung.

Hier der Text: www.faz.net.

»C« auf Tauchstation

CDU und CSU haben bei der Bundestagswahl die Stimmen vieler Katholiken eingebüßt. Matthias Gierth sucht nach den Gründen:

Die protestantische Parteiführung mit Angela Merkel und Hermann Gröhe an der Spitze findet bislang keine rechte Antwort auf die Unruhe im katholischen Parteiflügel. Zwar hat Gröhe als bekennender evangelischer Christ weit mehr Verständnis für die Relevanz des »C« als sein Vorgänger Ronald Pofalla. Hätte Gröhe und nicht der heutige Kanzleramtsminister den CDU-Grundsatzprogrammprozess gesteuert, wären christliche Positionen viel stärker zum Tragen gekommen, heißt es auch aus dem Parteivorstand. Aber als sich vor Weihnachten ein Arbeitskreis Engagierter Katholiken (AEK) gründete, reagierte das Adenauerhaus äußerst reserviert.

In der Initiative haben sich Katholiken zusammengeschlossen, die auf der Grundlage ihres Glaubens einen Beitrag zur klareren Positionierung der CDU leisten wollen. Zu den Gründern gehören der bayerische Ex-Staatsminister Thomas Goppel genauso wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis. Auch der Trierer Sozialethiker Wolfgang Ockenfels und Benediktiner-Abtprimas Notker Wolff sind dabei.

Der Sprecher des AEK, der Publizist Martin Lohmann, gibt sich kämpferisch: »Viele katholische Christen, die bisher überzeugte Stammwähler waren, fühlen sich politisch nicht mehr richtig beheimatet in der CDU. Das will der AEK wiederherstellen. Uns ist es nicht egal, dass die Union seit 2002 rund vier Millionen Wähler verloren hat – und darunter sehr viele katholische.« Zwar gebe es viele katholische Politiker. Dennoch sei das Katholische »zunehmend weniger sichtbar«. Daher wolle der AEK »Einfluss haben, mitreden, mitgestalten«. Von etwa 600 Mitgliedern bisher spricht die Gruppe.

Der Evangelische Arbeitskreis, ebenfalls im Adenauerhaus ansässig, zeigt sich wenig euphorisch über neue Mitstreiter. »Wir konzentrieren uns auf die Arbeit des Evangelischen Arbeitskreises«, ist Rachels knappe Reaktion. »Gründungen anderer Gesprächskreise möchte ich nicht kommentieren.«

Wolfgang Bosbach, der inzwischen beim AEK mitwirkt, kann das nicht verstehen: »Es gibt offensichtlich Leute in der CDU«, klagt er, »die ernsthaft der Ansicht sind: Achtung, hier gibt es eine Basisinitiative, die die Rolle rückwärts will. Davon kann jedoch keine Rede sein. Anstatt dass man sagt: Es ist schön, dass hier engagierte Katholiken mitarbeiten, zucken einige zusammen, als sollte Unheil organisiert werden.«

Hier der vollständige Artikel: www.merkur.de.

Ego online ergo sum II

Eine neue Studie der Kaiser Family Foundation zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 bis 18 täglich mehr als 7,5 Stunden digitale Medien konsumieren (vor 5 Jahren waren es 6,5 Stunden). Die New York Times schreibt:

Die Ergebnisse der Studie erschütterte die Verantwortlichen, die aus der Studie vor fünf Jahren schlossen, dass der Konsum nicht weiter steigen könne. Die Sorgen vieler Eltern, deren Kinder permanent Mediengeräte nutzen, wurden bestätigt. Ermittelt wurde zudem, dass der intensive Konsum mit Verhaltensstörungen und schlechten Schulnoten korreliert.

Wie wäre es mal mit einem guten alten Buch?

Hier der Artikel: www.nytimes.com.

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