Theologie

Gefühle evangelisieren

Bei Hanniel habe ich diesen schönen Satz gefunden:

Wir haben unser Bestes getan, sie stets wissen zu lassen, dass der Glaube aus Gefühlen besteht und ihnen nie gesagt, dass auch unsere Gefühle „evangelisiert“ werden müssen.

Ich hoffe, Evangelisten und Seelsorger prägen sich den Gedanken ein. Ja, auch unsere Gefühle sind erlösungsbedürftig!

Mit ungeteiltem Herzen

Ich bin am Samstag in Hamburg beim Christlichen Techniker-Bund (DCTB) und spreche über Apologetik und die gesellschaftliche Verantwortung der Christen. Zum Programm heißt es:

Christen denken in vielen Bereichen anders als Nicht-Christen. Diese Spannung zwischen der „Kultur der Christen“ und der „Kultur der Welt“ berührt das gesamte Leben. Wie antworten wir auf Fragen wie: Kannst Du beweisen, dass Gott existiert? Führen nicht alle Religionen zu Gott? Warum sollten wir der Bibel mehr Vertrauen schenken als anderen bewährten Büchern? Gibt es so etwas wie Gewissheit? Wie verhält sich der Glaube zur Vernunft, wie zur Erfahrung? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der Vortrag zur christlichen Apologetik, der Verteidigung des Glaubens gegenüber Anfragen und Anklagen Andersdenkender. Christen sind darüber hinaus Wegbereiter mit Verantwortung. Wie können wir als Christen Weltverantwortung übernehmen, ohne dabei Profil und den Verkündigungsdienst aus den Augen zu verlieren?

Die Veranstaltung geht von 10.00 bis ca. 16.30 Uhr. Noch sind Anmeldungen möglich: www.dctb.de.

Das Wort predigen – Trainingsmaterial von David Jackman

Equipped smallEs gibt neues Trainingsmaterial von David Jackman zur Ausbildung von Predigern. In der Beschreibung heißt es:

The purpose of this series of videos and accompanying manuals is to put resources into the hands of those who long, under God, to train up a new generation of faithful and effective Bible preachers.

Topics include: the nature and necessity of revelation, interpretation and application; apostolic priorities and practice; contemporary challenges in the culture and the church; careful reading and thoughtful analysis of Scripture; watching your life and doctrine; the Word of Christ dwelling in us richly.

This course helps you to train others to acquire and develop the necessary practical tools and skills to expound the Bible’s message. This includes both the preparation of the text and the presentation of the preaching, so as to connect that message to our contemporary cultures. The course seeks also to motivate the preacher to progress and perseverance, through spiritual encouragement, not only to be a skilled workman, but also to be maturing as a humble servant, whom God can use.

The combination of video teaching and downloadable materials for further discussion and practice exercises make this a flexible resource for training groups.

There is a worldwide need for the Word of God to be proclaimed and for Christians to be more deeply rooted in its truth. That is the heartbeat of Equipped to Preach the Word.

Hier ein Einführungsvideo und viel mehr: www.proctrust.org.uk.

Ausserdem hier schon eimal der Hinweis, dass wir auch in diesem Jahr eine Spurgeon-Konferenz in München haben werden. Der Hauptreferent heißt diesmal Andrew Page. Termin: 18.–21. Mai 2016.

John Frame: Apologetics

51c4Jct2ATL SX330 BO1 204 203 200John Frames Apologetik Apologetics: A Justifikation of Christian Belief ist 2015 in einen neuen, erweiterten Auflage unter Mitwirkung eines Freundes erschienen. Im Vorwort heißt es:

I am delighted to see this new edition of my book. It is an anniversary celebration; the original book was published in 1994, and this one now appears twenty years later. During that period I have done more writing in apologetics, and I am very thankful to the editor, Joe Torres, for adding that material to this book, with his own editorial notes. Joe has been a good friend and correspondent for maybe ten years, has worked with me as a teaching and research assistant, and who understands my apologetic approach as well as anyone else in the world.

My prayer for this book is that it will motivate believers to take the gospel to the streets, even to the world, without fear. Among Christian apologists there are “not many . . . [who] were wise according to worldly standards” (1 Cor. 1:26), but those worldly standards themselves are foolishness in God’s estimation. So we should expect apologists faithful to the Lord to “destroy arguments and every lofty opinion raised against the knowledge of God, and take every thought captive to obey Christ” (2 Cor. 10:5). May God use this book to help believers to present the gospel with such power.

Ich habe die erste Auflage mehrmals gelesen. Es ist eine (leicht) selbstkritische Einführung in die voraussetzungsbewusste Apologetik, wie sie von Cornelius Van Til entwickelt wurde. Ein hilfreiches Buch, das in die Bibliothek von Leuten gehört, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Hier gibt es die Titelei mit dem Inhaltsverzeichnis und der Einführung: 9781596389380.pdf.

[asa]1596389389[/asa]

Die Kirche hört seine Stimme

Mir gefällt die erste der zehn Berner Thesen von 1528 besonders gut. Sehr aktuell!

Die heilige christliche Kirche, deren einziges Haupt Christus ist, ist aus dem Worte Gottes geboren, bleibt in demselben und hört nicht die Stimme eines Fremden [Joh 10,5].

 

Wie die Political Correctness zu Sprechverboten führt

Haben wir Tabus in Deutschland? Gibt es Sprechverbote, Sprachregelungen, bei deren Verletzung es ungemütlich wird?  Susanne Gaschke nennt in „Wie Political Correctness zu Sprechverboten führt“ vier Problemzonen auf:

(1) „Seit fast 20 Jahren – SPD-Kampe 1998! – ist die deutsche Politik extrem PR-getrieben. Authentizität wird simuliert, Parteitage und Politikerauftritte immer stärker inszeniert. Unvollkommenheit und Fehler sollen möglichst nicht sichtbar werden. Die Menschen merken aber, dass es sich um uneigentliche Kommunikation handelt, …“

(2) Es fehlt „die Selbstkritik der Medien – oder Kritik der Medien untereinander. Sind sie unfehlbar? Haben sie nicht jahrelang friedlich mit dem oben zitierten Pressekodex gelebt? Wer kann eigentlich sie kritisieren, wer dringt zu ihnen durch? Seit die alten Rechts-links-Gegensätze auch in Redaktionen verschwommen sind, wirkt der Medienbetrieb auf Leser und Zuschauer offenbar immer hermetischer.“

(3) „Die Zeiten werden nicht übersichtlicher, auch nicht für die wahlentscheidende Mittelschicht.“

(4) Es „herrscht bei uns seit den 2000er-Jahren eine Art von Machbarkeitsoptimismus, den man fast eher in Amerika vermutet hätte. Es ist, das muss in Richtung der Rechten betont werden, nicht verboten, ihm zu widersprechen. Es macht nur auch nicht besonders viel Spaß.“

Hier der Artikel: www.welt.de.

Gott schenk uns Sinn

Francis Schaeffer (Gott ist keine Illusion, 1974, S. 78):

Wenn Gott existiert und wir in seinem Bilde geschaffen sind, dann kann unser Leben einen wirklichen Sinngehalt haben, und wir können durch das, was er uns mitgeteilt hat, wahre Erkenntnis erlangen. Wer das leugnet, dem bleibt nur noch der Mensch und sein begrenzter Selbstausdruck, der Ausdruck des einzelnen Menschen.

[asa]3417003652[/asa]

Frohsein in Traurigkeit

Wilhelm Lütgert schreibt zu 2. Korinther 6,4–10: „… sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten,  in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten,  in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken … “

Nicht täglich kommen Krisen und nicht zu Anfang stellen sie sich ein, aber wenn sie kommen, dann ist die Gefahr groß, daß der Mut erlischt und daß der Diener Gottes weicht und zuschanden wird. Es sind auch nicht nur die Nöte, die diese Gefahr mit sich bringen, sondern auch die Ansprüche, die die Arbeit an ihn stellt; in der Not braucht man große Geduld, aber ebensogut in der Arbeit, sonst bleibt das angefangene Werk unvollendet liegen.

Dabei gibt es keineswegs lauter Gelingen und lauter Sieg. Der Diener Gottes soll nicht meinen, daß, weil er in Gottes Sold und Dienst steht, er an jedem Abend triumphieren könnte: vexilla regis prodeunt. Es geht hindurch durch manches Unterliegen und durch viel Mißlingen, durch Schande und Traurigkeit, durch Mangel und Not. Der Apostel weissagt dem Diener Gottes jedoch nicht nur, daß er endlich einmal siegen wird, sondern daß er in aller Traurigkeit doch allzeit fröhlich sein kann. In einer einzigen Beziehung ist uns vollkommene Freudigkeit verheißen und geboten, nämlich in der Ausrichtung unserer Arbeit, wenn sie ein Dienst Gottes ist.

Streit entzweit deutsche Evangelikale

Durch sein Gespräch mit  der WELT hat Michael Diener, oberster Repräsentant der frommen Protestanten in Deutschland, eine sehr grundsätzliche Diskussion über den zukünftigen Kurs der Evangelikalen auf den Weg gebracht. Matthias Kamin, Politredakteur bei der WELT-Redaktion, fasst seine Beobachtungen in einem Artikel zusammen und kommt darin auch auf das Treffen in Kassel zu sprechen:

Zudem warf die Parzany-Gruppe die Frage nach dem Personal an der DEA-Spitze auf: „In vielen Gemeinden und Gemeinschaften besteht Besorgnis darüber, welchen Kurs führende Repräsentanten der evangelikalen Bewegung steuern“, heißt es im Kommuniqué. Das liest sich wie eine Vorstufe zur Rücktrittsforderung.

Das jedoch ließ viele in der Bewegung erschrecken. Jetzt bemüht man sich um Beruhigung. Den Anfang machte Diener selbst, durch eine einlenkende „persönliche Erklärung“ in der vergangenen Woche. Zwar nahm er darin keine Äußerung zurück.

Diener schrieb aber: „Für alle Äußerungen im Rahmen des ‚Welt‘-Interviews, die im pietistisch-evangelikalen Raum teils als unangemessene öffentliche Kritik verstanden wurden, bitte ich die Menschen, die ich dadurch verletzt habe, ausdrücklich um Entschuldigung.“ Ihm sei klar geworden, dass er sich in seiner Funktion „zurückhaltender und vermittelnder zu in pietistisch-evangelikalen Bewegungen strittigen Fragen äußern“ müsse.

Damit freilich machte Diener klar, dass es in der Bewegung strittige Fragen gibt. So sieht das auch Parzany, der danach eine „Stellungnahme“ publizierte. Zwar würdigte Parzany darin Dieners Entschuldigung und versprach, sich künftig in der Öffentlichkeit zurückzuhalten. Doch betonte er, es müsse eine inhaltliche Diskussion geführt werden. Und ganz am Schluss fragte Parzany, ob Diener seine Erklärung „als Person“ oder „Vorsitzender der DEA“ abgegeben habe. Dass es darüber „Unklarheiten“ gebe, schaffe „Irritationen“, schreibt Parzany.

Hier mehr: www.welt.de.

Nach oben scrollen
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner