Praktische Theologie

Krankenhausseelsorge 2.0

In Japan haben Wissenschaftler einen Roboter entwickelt, der menschliche Gesichtsausdrücke imitieren kann. Die Mensch-Maschine ist weiblich. Eine echte Frau hat dafür Modell gestanden. Ihre Roboter-Kopien für 78.000 Euro sollen bald einen echten Job bekommen – im Krankenhaus zur Unterhaltung von Patienten.

Hier mehr: www.welt.de.

Das Gebet zum Tode

Gott ist da und er erhört Gebete. Aber nicht immer antwortet er in seiner Vorsehung auf unsere Gebete so, wie wir uns das vorstellen oder wünschen.

Über eine sehr ungewöhnliche Gebetserhörung berichtet Possidius, der erste Biograph des Kirchenvaters Augustinus.

Augustinus hatte gerade sein zweibändiges Werk Retractationes abgeschlossen, indem er seine eigenen Schriften kritisch erörterte, »sich selbst tadelte« sowie etliche Lehrfehler korrigierte. Anschließend drangen die Vandalen, von Spanien kommend, in Nordafrika ein und zerstörten das Land. Augustinus »empfand und bedachte diese schreckliche und nicht enden wollende, wilde Verwüstung nicht so wie die übrigen Menschen. Er betrachtete all diese Ereignisse tiefer und eingehender und in seinen Betrachtungen hatte er vor allem die Gefahren und den Tod der Seelen vor Augen. Mehr als sonst waren darum Tränen Tag und Nacht sein Brot.«

Possidius berichtet dann über ein Gebet des Kirchenvaters, dass Gott (für Augustinus wahrscheinlich überraschend) konkret erhörte. Der Abschnitt, der auch sonst interessant ist, lautet (Vita Augustini, 29,1):

Eines Tages saßen wir mit ihm bei Tisch zusammen und unterhielten uns. Da ergriff er das Wort und sagte: »Ihr sollt wissen, daß ich in diesen Zeiten unse­res Unheils von Gott erbitte, daß er diese Stadt von den sie belagernden Feinden befreie. Wenn ihm aber etwas anderes richtig erscheint, dann möge er seinen Dienern die Kraft geben, seinen Willen zu ertragen oder aber ihn wenigstens aus dieser Welt zu sich nehmen.«

Das sagte er und instruierte uns damit. Ihm folgend, haben wir mit ihm für uns und für alle unsere Angehörigen und für alle Leute in der Stadt vom höchsten Gott das gleiche erbeten. Und siehe: Im dritten Monat der Belagerung befiehl ihn ein Fieber und die letzte Prüfung durch die Krankheit kam über ihn. Der Herr betrog seinen Diener nicht um die Frucht seiner Bitten. Denn was er für sich und die Stadt unter vielen tränenvol­len Gebeten erbeten hatte, das erhielt er rechtzeitig.

Auch weiß ich, daß Augustinus zunächst als Presbyter und später als Bischof um sein Gebet für Be­sessene angegangen wurde. Dann brachte er flehentlich unter Tränen Gott sei­nen Wunsch vor und die Dämonen wichen aus den Menschen. Als er selbst schon krank war, kam einmal ein Mann mit einem kranken Angehörigen und bat Augustinus um die Handauflegung für ihn, damit dieser gesund werde (vgl. Mk 5,23). Da antwortete Augustinus, daß — falls er solches vermöchte — er doch wohl diese Kraft sich selbst zuerst zugewendet hätte. Der Mann sagte, er habe eine Vision gehabt und im Traum gehört: »Geh hin zum Bischof Augustinus. Der soll dem Kranken die Hand auflegen und dann wird er geheilt sein.« Als Augustinus das hörte, zögerte er nicht länger. Der Herr ließ jenen Kranken sofort gesund von ihm weggehen.

Sproul: Kennzeichen des Gebets nach Calvin

R. C. Sproul sagte über das Gebet bei Calvin:

Wenn ich zusammenfasse, was Calvin über das Gebet sagt, würde ich formulieren: Die Hauptregel des Gebets ist, sich zu erinnern, wer Gott ist und wer wir sind. Wenn wir uns an diese zwei Dinge erinnern, werden unsere Gebete immer durch Anbetung und Bekenntnis gekennzeichnet sein.

VD: JT

Durch Christus hat er uns erwählt

John Piper meint, dass die kürzlich von Rick Gamache gehaltene Predigt über Epheser 1,4–5 die beste ist, die er über die Vaterschaft Gottes (und den Status seiner Kinder) je gehört hat. Der Predigttext lautet (nach der Neuen Züricher Übersetzung):

Denn durch ihn hat er uns erwählt vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und makellos seien vor ihm, in Liebe. Er hat uns schon seit langem dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden durch Jesus Christus, nach seinem gnädigen Willen, …

Ein Mitschnitt der amerikanischen Predigt kann hier herunter geladen werden: 2010_02_07.mp3.

Tim Keller

Hier ein guter Trailer über Tim Keller und sein Buch »The Reason for God: Belief in an Age of Skepticism« (mehr hier). Wie ich hörte, soll das Buch noch in diesem Jahr in einem großen deutschsprachigen Verlag erscheinen. Wunderbar!

Deep Church

513RwtS66uL._SL160_Jim Belcher sucht nach einem Weg jenseits von Tradtionalismus und Emergenz. Brandon O’Brien von Christianity Today hat sein Buch Deep Church gelesen und kurz rezensiert. Er kommt zu dem Schluss:

In the end, Belcher’s »third way« skews toward traditionalism. But he is as critical of traditionalists as he is of the emerging movement, and his critiques are fair and balanced. Readers who recognize that the traditional church is ripe for reform but are wary of emerging alternatives will find Belcher a careful, sympathetic guide toward a more productive conversation.

Hier die Buchbesprechung: www.christianitytoday.com. Das Buch:

  • Jim Belcher: Deep Church: A Third Way Beyond Emerging and Traditional, Inter Varsity, 2009, 233 S.

kann hier bestellt werden:

Einkaufsmöglichkeit

Lesslie Newbigin, Missionar und Lehrer

Krish Kandiah hat einen Artikel über Lesslie Newbigin geschrieben, der am 8. Dezember 100 Jahr alt geworden wäre (mehr zu Newbigin hier).

Kandiah sagt:

He challenges the post-Enlightenment separation between so-called objective facts in the public realm (taught at school and presented without the need for the preface „I believe“) and the subjective values of the private world of religion and ethics. He argues that the church needs to humbly yet boldly enter the public sphere with a persuasive retelling of the Christian story—not as personal spirituality, but as public truth. He takes the logic for this public dialogue from the scientific community. A scientist does not present research findings as a personal preference, but with hope for universal agreement if the findings stand up to investigation. In the marketplace of ideas, we should likewise present the gospel not as personal preference but as truth that should gain universal acceptance. This allows us to commend the faith with the humble admission that we might not have exhaustively grasped the truth, but that we have truth that needs to be investigated and seriously engaged.

Hier der Artikel: www.christianitytoday.com.

Nach oben scrollen
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner