Praktische Theologie

Tim Keller

Hier ein guter Trailer über Tim Keller und sein Buch »The Reason for God: Belief in an Age of Skepticism« (mehr hier). Wie ich hörte, soll das Buch noch in diesem Jahr in einem großen deutschsprachigen Verlag erscheinen. Wunderbar!

Deep Church

513RwtS66uL._SL160_Jim Belcher sucht nach einem Weg jenseits von Tradtionalismus und Emergenz. Brandon O’Brien von Christianity Today hat sein Buch Deep Church gelesen und kurz rezensiert. Er kommt zu dem Schluss:

In the end, Belcher’s »third way« skews toward traditionalism. But he is as critical of traditionalists as he is of the emerging movement, and his critiques are fair and balanced. Readers who recognize that the traditional church is ripe for reform but are wary of emerging alternatives will find Belcher a careful, sympathetic guide toward a more productive conversation.

Hier die Buchbesprechung: www.christianitytoday.com. Das Buch:

  • Jim Belcher: Deep Church: A Third Way Beyond Emerging and Traditional, Inter Varsity, 2009, 233 S.

kann hier bestellt werden:

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Lesslie Newbigin, Missionar und Lehrer

Krish Kandiah hat einen Artikel über Lesslie Newbigin geschrieben, der am 8. Dezember 100 Jahr alt geworden wäre (mehr zu Newbigin hier).

Kandiah sagt:

He challenges the post-Enlightenment separation between so-called objective facts in the public realm (taught at school and presented without the need for the preface „I believe“) and the subjective values of the private world of religion and ethics. He argues that the church needs to humbly yet boldly enter the public sphere with a persuasive retelling of the Christian story—not as personal spirituality, but as public truth. He takes the logic for this public dialogue from the scientific community. A scientist does not present research findings as a personal preference, but with hope for universal agreement if the findings stand up to investigation. In the marketplace of ideas, we should likewise present the gospel not as personal preference but as truth that should gain universal acceptance. This allows us to commend the faith with the humble admission that we might not have exhaustively grasped the truth, but that we have truth that needs to be investigated and seriously engaged.

Hier der Artikel: www.christianitytoday.com.

Paul Washer: Das vergessene Evangelium

Paul Washer hat vor einigen Wochen in Wales auf einer Konferenz die reformatorische Rechtfertigungslehre verteidigt. Ganz unzeitgemäß fordert Washer, klarer über das Thema »Sünde« und die Gerechtigkeit von Jesus Christus zu sprechen.

Ein Mittschnitt seiner Predigt kann hier eingesehen werden (Ton- und Qualität sind allerdings nicht besonders gut):

Was ist eine gesunde Gemeinde?

Das Buch 9 Merkmale einer gesunden Gemeinde von Mark Dever habe ich bereits kurz vorgestellt. Erfreulicherweise sind inzwischen weitere Bücher aus dem »Hause Dever« (also IX Marks) übersetzt worden, nämlich einmal:

  • 9Marks Was_ist_Gesunde Gemeinde_ProMark Dever: Was ist eine gesunde Gemeinde?, cap-Musik Verlag, 140 S., 9,95 Euro.

Das Buch erörtert die Frage: Wie soll eine Gemeinde aussehen, die sich an biblischen Vorgaben orientiert? Dever schreibt dazu in der Einleitung:

Lieber Freund, wenn Sie sich Christ nennen und gleichzeitig denken, dass ein Buch über gesunde Gemeinden nur für Gemeindeleiter oder Menschen mit einer Vorliebe für Theologie ist, während Sie lieber Bücher über das individuelle Leben als Christ lesen wollen, dann wäre es vielleicht an der Zeit, einmal innezuhalten und noch einmal genau zu überlegen, wie die Bibel einen Christen definiert. Darüber werden wir im ersten Kapitel nachdenken. Anschließend werden wir uns ansehen, was genau die Gemeinde ist (Kapitel 2), welches letztendliche Ziel Gott mit der Gemeinde im Sinn hat (Kapitel 3) und warum die Bibel der Maßstab für das Leben in unseren Gemeinden sein muss (Kapitel 4). Wenn Sie bereits davon überzeugt sind, dass die Bibel unsere Gemeinden anleiten will, Gottes Herrlichkeit immer besser zu entfalten, dann können, Sie auch gleich zum zweiten Teil des Buches übergehen, wo ich neun Merkmale einer gesunden Gemeinde aufzeigen möchte. Möge Gott unsere gemeinsamen Überlegungen dazu benutzen, seine Braut für den Tag seines Kommens vorzubereiten (Epheser 5,25-32).

Hier die Einleitung sowie das Inhaltsverzeichnis als PDF-Dateien. Bestellt werden kann das Buch hier:

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Das zweite Buch stammt von Thabiti M. Anyabwile. Anyabwile ist leitender Pastor der First Baptist Church in Grand Cayman Islands (U.S.A.). Er hat mehrere Abschlüsse in Psychologie und war zuvor Assistenzpastor der Capitol Hill Baptist Church in Washington. In der Einleitung des Buches:

  • Was_ist_gesundes Gemeindemit_Pro.inddThabiti M. Anyabwile: Was ist ein gesundes Gemeindemitglied?, cap-Musik Verlag, 150 S., 9,95 Euro

heißt es:

Das vorliegende Buch wurde durch Was ist eine gesunde Gemeinde? inspiriert, verfolgt jedoch einen etwas anderen Schwerpunkt: »Wie sieht ein gesundes Mitglied der Gemeinde nach biblischen Maßstäben aus?« Somit richtet sich dieses Buch ausdrücklich an jedes Gemeindemitglied und nicht so sehr an Menschen mit Leitungsfunktionen in der Gemeinde. Es will dazu ermutigen, dass Menschen ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die Gemeinde die Herrlichkeit Gottes zum Ausdruck bringen kann.

Auch hier die Einleitung sowie das Inhaltsverzeichnis als PDF-Dateien. Bestellt werden kann das Buch hier:

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Obwohl beide Bücher aus einer baptistischen Perspektive geschrieben wurden, sind sie auch für Christen interessant, die keine baptistische Ekklesiologie vertreten.

Weckruf an einen untreuen Hirten

Der Reformator Johannes Calvin hat 1537 in einem Sendschreiben Bischöfe, Lehrer und Älteste aufgefordert, ihren Dienst an der Kirche von Jesus Christus gewissenhaft wahrzunehmen. Ich gebe hier Auszüge aus dem Schreiben wieder, da es heute mindestens ebenso aktuell ist wie vor rund 470 Jahren:

Ich tue das wirklich nur ungern und zögernd, so kompromißlos an dein Verschulden heranzugehen, daß ich dem Anschein nach mehr eine gerichtliche Anklage erhebe, denn als Warner auftrete. Aber was soll ich dir in dieser offensichtlichen Angelegenheit schmeicheln? Zumal ich dich aufs höchste gefährdet sehe, weil du diese Art von Nachläßigkeit begehst, als ob es irgendeine Spielerei wäre, und dir damit Unterhaltung verschaffst. Ich sage es also noch einmal, und du wirst es nicht abstreiten: die Religion Gottes und sein Volk, die deiner Sorge anbefohlen wurden, sind durch deine Untätigkeit nicht bloß alleingelassen und gehen zugrunde. Sie werden vielmehr durch Unredlichkeit und Schlechtigkeit vernichtet. Wenn nun im Krieg von Gesetzes wegen auf einen Deserteur die Todesstrafe angewandt wird – welche gerechte Strafe gilt dann erst einem Überläufer, der nicht bloß seinen Posten und seine Abteilung verläßt, sondern auch noch als Feind gegen die Heimatstadt vorgeht, deren Verteidigung er gelobt hatte? …

Zur Posaune, Wächter; zu den Waffen, Hirte! Was zögerst du? Was bleibst du träge? Was schläfst du? Solange dein Verstand durch nebensächliche Dinge und Angelegenheiten abgelenkt ist, die nichts zur Sache tun, wendest du dich nicht der Sache zu, und alles geht gänzlich zugrunde! Unseliger, du bist dem Herrn für so viele Tote verantwortlich, du bist ein so vielfacher Mörder, so oft hast du dir Blutschuld aufgeladen: der Herr wird jeden Blutstropfen aus deiner Hand zurück- fordern! Und du bleibst unerschrocken bei solchem Donnerschlag? Du erschauderst nicht? Du bist nicht beunruhigt? Du brichst nicht an Leib und Seele ganz und gar zusammen? Oh Mensch, in dir ist allzuviel Rücksichtslosigkeit und Halsstarrigkeit, wenn du durch ein solches Gottesurteil nicht aus der Fassung gebracht wirst, dessen Wucht sicherlich nicht einmal Himmel und Erde und die stummen Elemente selbst aushalten würden! Dabei rede ich noch sehr zurückhaltend, wenn ich dich einen Mörder und einen Verräter der Deinen nenne. Denn mehr als alles andere ist dies ein übles Verbrechen, daß du Christus selbst, soweit er bei dir ist, nochmals verkaufst und nochmals kreuzigst. Denn wenn du die Gemeinde (die Christus durch sein Blut erworben hat) der Vernichtung preisgibst und nur deine Habsucht befriedigst, was ist das anderes, als das Blut Christi, das als Kaufpreis für sie aufgeboten wurde, selbst zu verschachern? Was heißt wohl Christus kreuzigen, wenn nicht dies: sein Blut geringschätzig verhöhnen, und demzufolge mit ihm selbst Spott zu treiben? Und er sollte diese ganz unerhörte Entehrung immer weiter ertragen, er, den der Vater mit Ehre und Ruhm gekrönt hat? Wenn du aber klug bist, wirst du das heilige Blut Christi nun höher schätzen, so hoch wie es ihm gebührt. Wie sehr wirst du nach ihm verlangen, wenn du durch die Härte des Opfers (Christi) lernst, wie wertvoll es vom Herrn selbst gemacht wurde! …

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