Praktische Theologie

Betet ohne Unterlass

John Piper:

Einer der großen Vorzüge von Twitter und Facebook wird sein, am jüngsten Tag Beleg dafür zu sein, dass wir das Gebet nicht aus Zeitmangel vernachlässigt haben.

Diskussion mit Mark Dever

863.876_9MerkmaleMark Dever hat sich am Boyce College vielen kritischen Fragen gestellt und gelegentlich recht ›klar‹ geantwortet (besonders was das Wesen und die Aufgabe von Theologischen Seminaren anbetrifft) oder auch zurückgefragt. Mark ist eben nicht zögerlich! Er liebt die Gemeinden und das ist gut so.

Hier ein Mitschnitt der provokativen Diskussion: www.sbts.edu.

Wer gern mehr von Mark Dever erfahren möchte, sollte sich das Buch:

  • Mark Dever: 9 Merkmale einer gesunden Gemeinde, 3L Verlag, 2009, 288 S., ca. 12,00 Euro

anschaffen. Mark schreibt zu dem Buch:

Dieses Buch stellt dar, wie man die biblische Predigt und Gemeindeleitung wiederentdecken kann in einer Zeit, in der allzu viele Gemeinden in einem rein äußerlichen und oberflächlichen Christentum und dem daraus folgenden Pragmatismus sowie Belanglosigkeiten stecken bleiben. Das Ziel vieler evangelikaler Gemeinden hat sich verschoben, nämlich weg von der Verherrlichung Gottes hin zu einem reinen zahlenmäßigen Wachstum – mit der Annahme, dass dieses Ziel, auf welchem Weg auch immer es erreicht wird – Gott verherrlichen muss.

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Lost in Transition

51wUhtJUo7L._SL160_.jpgCT hat mit dem Soziologen Christian Smith darüber gesprochen, wie die Kirche die junge Generation erreichen kann. Smith, Autor des Buches Souls in Transition, schreibt über die Bedeutung der Eltern:

The most important factor is parents. For better or worse, parents are tremendously important in shaping their children’s faith trajectories. That’s the story that came out in Soul Searching. It’s also the story that comes out here.

Another factor is youth having established devotional lives—that is, praying, reading Scripture—during the teenage years. Those who do so as teenagers are much more likely than those who don’t to continue doing so into emerging adulthood. In some cases, having other adults in a congregation who you have relationships with, and who are supportive and provide modeling, also matters.

Some readers are going to be disappointed that going on mission trips doesn’t appear to amount to a hill of beans, at least for emerging adults as a whole. For some it’s important, but not for most. But again, we emphasize above everything else the role of parents, not just in telling kids about faith but also in modeling it.

Hier das Interview: www.christianitytoday.com.

Das Buch:

  • Christian Smith: Souls in Transition: The Religious and Spiritual Lives of Emerging Adults, Oxford Universitiy Press, 2009, 368 S., ca. 18 Euro

kann hier bestellt werden:

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JMEM weist »Panorama«-Vorwürfe zurück

Als verzerrend und nicht der Wirklichkeit entsprechend hat das Missionswerk »Jugend mit einer Mission« die im ARD Magazin »Panorama« am 8. Oktober erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In dem Beitrag »Sterben für Gott?« wurde das Missionswerk als »fundamentalistische« Organisation dargestellt, die junge Christen ermuntere, unter Todesgefahr zu missionieren (siehe hier).

In einer Presseerklärung von JMEM heißt es dazu:

Im Rahmen des ARD-Magazins »Panorama« wurde am 8. Oktober 2009 ein Beitrag mit dem Titel »Christliche Missionare: Sterben für Gott?« gesendet, der sich u.a. mit dem Missionswerk Jugend mit einer Mission (JMEM) befasste. Die Leitung von JMEM Deutschland stellt dazu fest: In dem genannten Panorama-Beitrag wurde durch Auslassungen und Umdeutungen der Eindruck erweckt, dass JMEM eine gewaltbereite Organisation sei, die ihre Mitarbeiter und Kursteilnehmer in verantwortungsloser Weise unzumutbaren Risiken aussetzt. Durch viele Beispiele ließe sich nachweisen, dass das Gegenteil der Fall ist und dass die Werte, an denen sich JMEM ausrichtet, selbstverständlich auf der Grundlage des Evangeliums von der Liebe Gottes in Jesus Christus beruhen.

Die vollständige Presseerklärung gibt es hier: www.idea.de.

Chuck Swindoll: 10 Lektionen aus 50 Jahren Leiterschaft

Chuck Swindoll hat kürzlich auf 50 Jahre pastorale Leiterschaft zurückgeblickt und dabei in 10 gelernte Lektionen blicken lassen. Da seine Einsichten sehr hilfreich sind, habe ich sie schnell übersetzt und gebe sie leicht gekürzt wieder:

  1. Leiten bedeutet Einsamkeit. Führen schließt zähe Entscheidungen ein. Je zäher die Entscheidung, desto einsamer es ist.
  2. Es ist gefährlich, erfolgreich zu sein. Ich sorge mich am meisten um die, die noch nicht 30 und sehr begabt und erfolgreich sind. Manchmal gebraucht Gott jemanden von Jugend auf, aber gewöhnlich gebraucht er Leiter, die zerbrochen worden sind.
  3. Am härtesten ist es zu Hause. Niemand hat mir das am Seminar erzählt.
  4. Es ist ganz wesentlich, echt zu sein. Wenn irgendwo Falschheit gewöhnlich wird, dann ist es bei Leitern. Bleibe echt.
  5. Es ist schmerzhaft, gehorsam zu sein. Der Herr wird dich leiten einige Dinge zu tun, die Du Dir nicht auswählen würdest.
  6. Zerbrochenheit und Misserfolge sind notwendig.
  7. Die Gesinnung ist wichtiger als die Taten es sind. Deine Familie hat es Dir vielleicht nicht erzählt: Es ist anstrengend, in der Nähe von einigen von Euch zu sein. Eine schlechte Gesinnung überschattet gute Taten.
  8. Integrität verdunkelt das Image. Heute heben wir das Image (im Sinne des öffentlichen Gesamteindrucks) hervor. Aber es kommt darauf an, was hinter den Kulissen passiert.
  9. Gottes Wege sind besser als meine Wege.
  10. Die Ähnlichkeit mit Christus beginnt und endet mit Demut.

Wir lachen uns zu Tode

Eine skurrile Situation. John Piper wurde von der »Amerikanischen Gesellschaft für Christliche Seelsorge« (AACC) eingeladen und hält einen ernsten (und selbstkritischen) Vortrag über die Anbetung Gottes. Aber die Leute im Hörsaal hören einfach nicht auf zu lachen.

Ich empfehle den gesamten Vortrag, besonders aber die ersten fünf Minuten: www.desiringgod.org. Hintergrundinformationen sind hier zu finden: thegospelcoalition.org.

John Piper wird übrigens heute Morgen um 10:00 Uhr noch einmal in Bonn predigen: www.hirtenkonferenz.de.

VD: JT

Sterben für Gott?

Der Beitrag »Sterben für Gott?« des ARD Magazins Panorama kann auf dieser Internetseite angesehen werden: daserste.ndr.de.

Nicht viel Neues unter der Sonne. Panorama scheint Frontal 21 stützen und einen Keil zwischen die Evangelikalen und die EKD treiben zu wollen. Schade, dass für eine Sendung, in der den Frommen verdeckte Missionsarbeit vorgeworfen wird, wieder einmal verdeckt recherchiert wurde. Das Gespräch mit offenem Visier würde vielmehr weiterhelfen als so eine getarnt vorbereitete Rhetorik.

Natürlich müssen sich auch Evangelikale kritisch mit ihren eigenen Kreisen auseinandersetzen. (Ich bin auch kein Freund von aufpeitschenden Jugendmissionskongressen.) Wer jedoch nun plant, sich auf »Jugend mit einer Mission« einzuschießen, sollte sich zunächst die erwähnten Videoproduktionen genauer anschauen. Ich vermute, dass hier Szenen bildgewaltig aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Also an die Goldene Regel denken (vgl. Lk 6,31).

»Bitte kein Lamento mehr, es wäre Unglauben«

Auf einem Werkstattkongress in Kassel orientieren sich die Protestanten neu. Sie wollen ihre Botschaft ungewohnt formulieren, Menschen von heute erreichen und gegen den Trend wachsen. Der Rheinische Merkur schreibt: »Die evangelische Kirche will nicht mehr hinnehmen, was die Zeit ihr bietet, Alterung, weniger Geld und Bedeutungsverlust, sondern ihre Rolle neu definieren und ihren Auftrag wieder entdecken. Das ist die Botschaft aus Kassel. »Wir sollten mit dem eigenen Glauben ernst machen, der Treue Gottes Vertrauen schenken«, stimmt der gastgebende Bischof Martin Hein im Eröffnungsgottesdienst die Teilnehmer ein. ›Bitte kein Lamento mehr, es wäre Unglauben.‹«

Weiter heißt es:

Wolfgang Huber hat in Kassel einen seiner letzten öffentlichen Auftritte als Ratsvorsitzender. Ist das sein Vermächtnis? Wie gewohnt setzt er die Gesten sparsam, aber die Stimme schlägt Schneisen. Jedes Argument sitzt, jede Beobachtung trifft. Er ist eine Spur ungeduldiger geworden, fordert eine Theologie, »die sich der Orientierungssuche unserer Zeit stellt und auf sie aus der Kraft der biblischen Texte und aus der Weite der kirchlichen Überlieferungen antwortet«. Die Theologie, sagt er, müsse im religiösen Pluralismus ihr Verhältnis zur Kirche neu klären. Und wirbt für eine Befreiung der Kirche aus einer Milieugefangenschaft: »Unsere Berührungsängste halten uns von vielen kulturell Kreativen genauso fern wie von wirtschaftlich Erfolgreichen.« Er spürt »eine Angst, für fromm gehalten zu werden. Manchmal hält sie uns davon ab, unsere Glaubensgewissheit zur Sprache zu bringen.« Bei solchen Sätzen klatschen die Teilnehmer im blau ausgeleuchteten Saal. Auch, als er eine »verbreitete Abneigung gegen die Vorstellung von wachsenden Gemeinden in der Kirche« kritisiert: »Wir dürfen das Wachstum als Ziel nicht aus den Augen verlieren.«

Den Artikel »Der Zukunft zugewandt« gibt es hier: www.merkur.de.

Evangelische Kirche will Deutschland missionieren

Die Evangelische Kirche hat ein Netzwerk von Missionszentren an den Standorten Dortmund, Greifswald und Stuttgart gegründet. DIE WELT vermutet, dass die EKD damit für interreligiöse Spannungen sorgt. Warum sollte man Atheisten, Moslems oder Buddhisten einladen, über Jesus nachzudenken? Gibt es jenseits traditioneller oder kultureller Aspekte Gründe dafür, Christ zu sein?

Überwiegend kritischen DIE WELT-Fragen dazu hat sich Hans-Hermann Pompe gestellt und sagt deutlich:

Es gibt gute Gründe, Moslem zu sein, aber die Wahrheitsfrage lässt sich nach meiner festen Überzeugung nicht an Jesus Christus vorbei beantworten.

Hier das Interview: www.welt.de.

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