Praktische Theologie

Mission im ZDF-»nachtstudio«

Die ZDF-Talksendung »nachtstudio« widmete sich am Sonntagabend dem Thema »Gehet hin in alle Welt… Was heißt Mission heute?« Als Gast war unter anderen eingeladen der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth. Der Direktor des Evangeliums-Rundfunks (ERF) versuchte, häufige Vorurteile gegenüber »Evangelikalen« zu entkräften. Im Zentrum stünde die Botschaft von Jesus Christus, und nicht so sehr Fragen um Homosexualität und Evolutionstheorie.

Hier der vollständige Bericht des Medienmagazins pro: www.pro-medienmagazin.de.

nachtstudio: Gehet hin in alle Welt!

In der kommenden Nacht strahlt das ZDF um 00:55 Uhr eine Sendung zum Thema »Mission« aus. In der der Ankündigung des öffentlich-rechtlichen Senders heißt es:

Während sich in Deutschland die Kirchenaustritte häufen, erleben christliche Prediger in Afrika, Lateinamerika und Asien ungeahnten Zuspruch. Auch evangelikale Jugendorganisationen in Deutschland, wie z. B. „Jugend mit Mission“ werben erfolgreich junge Gläubige, die bereit sind das Evangelium weltweit zu verkünden. Dass sie sich dabei in Lebensgefahr begeben, wie die Ermordung zweier junger Frauen im Jemen zeigte, ist die tragische Kehrseite ihres missionarischen Auftrages. Welche Formen von Mission heute können sich auf den Missionsauftrag in der Bibel berufen und welche sind kritisch zu betrachten?

Die Ursprünge der Mission standen im Zeichen der Kolonisierung: Sie diente dem politischen Kalkül der Kolonialmacht. Aber gleichzeitig setzte mit den Missionsschulen auch ein Bildungsprozess ein, der gerade in Afrika die Befreiungsbewegungen in Gang setzte. Heute begreifen die Missionswerke der katholischen Kirche und der evangelischen Kirchen Mission als tätige Hilfe: Wie erlebte eine deutsche Nonne die Nachwirkungen des Kolonialismus, während sie ein Krankenhaus in Tansania aufbaute? Wie kann Mission, eine Botschaft der Nächstenliebe transportieren in einer Welt des Hungers und des Krieges?

Stimmt es, dass »die Ursprünge der Mission« im Zeichen der Kolonisierung standen? Für die Neuzeit mag zutreffen, dass bei einigen (überwiegend katholischen) Projekten Mission und Kolonisierung Hand in Hand gearbeitet haben. Man denke aber an die kleine Gemeinde in Jerusalem. Die christliche Mission begann im ersten Jahrhundert, ganz ohne politisches Kalkül.

Wenn die Sendung zu einer angenehmeren Zeit ausgestrahlt würde, wäre ich wohl dabei. So werde ich das Bett bevorzugen. Morgen ist ein ganz normaler Arbeitstag.

Hier mehr: www.zdf.de.

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen ZDF ein

Wie am 9. November bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Mainz ihre Ermittlungen gegen das ZDF wegen eines kritischen Beitrags über evangelikale Missionsarbeit eingestellt (siehe:  Der »Frontal 21«-Beitrag »Sterben für Jesus«). Zur Begründung hieß es, es sei nicht Aufgabe der Staatsanwaltschaft, den Wahrheitsgehalt einer Sendung zu prüfen. Es gebe keine Anzeichen für eine strafrechtliche Relevanz.

Mehr hier: www.idea.de.

Buch über Jüngerschaft gratis

Das Buch:

  • Winfield Bevins: Grow – Reproducing through Organic Discipleship, 2009

kann hier gratis herunter geladen werden: theresurgence.com.

Ed Stetzer schreibt zum Buch:

Winfield Bevins provides pastors and church planters with a great tool for developing an organic discipleship process that is gospel-centered and missional. Organic Discipleship will help your church rediscover the lost art of disciple-making for the 21st century. If you want to help transition your church from programs to a natural process for disciple-making, this book is for you.

Predigten aus zweiter Hand

John Piper empfiehlt den Predigern des Evangeliums, ihre Predigten selbst vorzubereiten (sie also nicht aus dem Internet zu laden) und zitiert dazu Jeremia 23,30:

Darum: Sieh, ich gehe gegen die Propheten vor, Spruch des HERRN, von denen einer dem anderen meine Worte stiehlt!

Betet ohne Unterlass

John Piper:

Einer der großen Vorzüge von Twitter und Facebook wird sein, am jüngsten Tag Beleg dafür zu sein, dass wir das Gebet nicht aus Zeitmangel vernachlässigt haben.

Diskussion mit Mark Dever

863.876_9MerkmaleMark Dever hat sich am Boyce College vielen kritischen Fragen gestellt und gelegentlich recht ›klar‹ geantwortet (besonders was das Wesen und die Aufgabe von Theologischen Seminaren anbetrifft) oder auch zurückgefragt. Mark ist eben nicht zögerlich! Er liebt die Gemeinden und das ist gut so.

Hier ein Mitschnitt der provokativen Diskussion: www.sbts.edu.

Wer gern mehr von Mark Dever erfahren möchte, sollte sich das Buch:

  • Mark Dever: 9 Merkmale einer gesunden Gemeinde, 3L Verlag, 2009, 288 S., ca. 12,00 Euro

anschaffen. Mark schreibt zu dem Buch:

Dieses Buch stellt dar, wie man die biblische Predigt und Gemeindeleitung wiederentdecken kann in einer Zeit, in der allzu viele Gemeinden in einem rein äußerlichen und oberflächlichen Christentum und dem daraus folgenden Pragmatismus sowie Belanglosigkeiten stecken bleiben. Das Ziel vieler evangelikaler Gemeinden hat sich verschoben, nämlich weg von der Verherrlichung Gottes hin zu einem reinen zahlenmäßigen Wachstum – mit der Annahme, dass dieses Ziel, auf welchem Weg auch immer es erreicht wird – Gott verherrlichen muss.

Einkaufsmöglichkeit

Lost in Transition

51wUhtJUo7L._SL160_.jpgCT hat mit dem Soziologen Christian Smith darüber gesprochen, wie die Kirche die junge Generation erreichen kann. Smith, Autor des Buches Souls in Transition, schreibt über die Bedeutung der Eltern:

The most important factor is parents. For better or worse, parents are tremendously important in shaping their children’s faith trajectories. That’s the story that came out in Soul Searching. It’s also the story that comes out here.

Another factor is youth having established devotional lives—that is, praying, reading Scripture—during the teenage years. Those who do so as teenagers are much more likely than those who don’t to continue doing so into emerging adulthood. In some cases, having other adults in a congregation who you have relationships with, and who are supportive and provide modeling, also matters.

Some readers are going to be disappointed that going on mission trips doesn’t appear to amount to a hill of beans, at least for emerging adults as a whole. For some it’s important, but not for most. But again, we emphasize above everything else the role of parents, not just in telling kids about faith but also in modeling it.

Hier das Interview: www.christianitytoday.com.

Das Buch:

  • Christian Smith: Souls in Transition: The Religious and Spiritual Lives of Emerging Adults, Oxford Universitiy Press, 2009, 368 S., ca. 18 Euro

kann hier bestellt werden:

Einkaufsmöglichkeit

JMEM weist »Panorama«-Vorwürfe zurück

Als verzerrend und nicht der Wirklichkeit entsprechend hat das Missionswerk »Jugend mit einer Mission« die im ARD Magazin »Panorama« am 8. Oktober erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. In dem Beitrag »Sterben für Gott?« wurde das Missionswerk als »fundamentalistische« Organisation dargestellt, die junge Christen ermuntere, unter Todesgefahr zu missionieren (siehe hier).

In einer Presseerklärung von JMEM heißt es dazu:

Im Rahmen des ARD-Magazins »Panorama« wurde am 8. Oktober 2009 ein Beitrag mit dem Titel »Christliche Missionare: Sterben für Gott?« gesendet, der sich u.a. mit dem Missionswerk Jugend mit einer Mission (JMEM) befasste. Die Leitung von JMEM Deutschland stellt dazu fest: In dem genannten Panorama-Beitrag wurde durch Auslassungen und Umdeutungen der Eindruck erweckt, dass JMEM eine gewaltbereite Organisation sei, die ihre Mitarbeiter und Kursteilnehmer in verantwortungsloser Weise unzumutbaren Risiken aussetzt. Durch viele Beispiele ließe sich nachweisen, dass das Gegenteil der Fall ist und dass die Werte, an denen sich JMEM ausrichtet, selbstverständlich auf der Grundlage des Evangeliums von der Liebe Gottes in Jesus Christus beruhen.

Die vollständige Presseerklärung gibt es hier: www.idea.de.

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