Ethik

Beiträge aus dem Bereich Ethik.

„Ich will aber einen Jungen“

Es gibt Dinge, die mich sehr wütend stimmen. Kann es sein, dass ein Kind abgetrieben wird, weil es nicht das Geschlecht besitzt, das von den Eltern gewünscht wird? Dass diese Praxis hier in Europa durchaus anzutreffen ist, haben britische Journalisten nachgewiesen.

Doctors at British clinics have been secretly filmed agreeing to terminate foetuses purely because they are either male or female. Clinicians admitted they were prepared to falsify paperwork to arrange the abortions even though it is illegal to conduct such “sex-selection” procedures. Andrew Lansley, the Health Secretary, said: “I’m extremely concerned to hear about these allegations. Sex selection is illegal and is morally wrong. I’ve asked my officials to investigate this as a matter of urgency.”

The disclosures will add to growing concerns about the regulation of abortion clinics and the apparent ability of women to secure terminations “on demand”. The Daily Telegraph carried out an investigation into sex-selection abortions after concerns were raised that the procedures were becoming increasingly common for cultural and social reasons.

Mehr: www.telegraph.co.uk.

VD: MP

Die Sache mit dem „Salz“

Falls mein Gedächtnis mich nicht vollends im Stich lässt, habe ich in den vergangenen Jahren keine Predigt über Gottes Heiligkeit, das Jüngste Gericht oder die Bundestreue des HERRN gehört. Ein Thema begleitet mich indessen anhänglich: „Ihr seid das Salz der Erde.“

Sollte Don Garlington mit seiner Untersuchung „‚The Salt of The Eaerth‘ in Covenantal Perspective“ richtig liegen (JETS Vol. 54.4, No. 5, December 2011, S. 715–48), wurde der tiefere Textsinn bei allen Predigten, die ich dazu gehört (oder auch selbst gehalten) habe, nicht erfasst.

Nein, es geht nicht darum, ob Salz mehr Konservierungsstoff als Gewürz war. Meist wird Matthäus 5,13 im Sinne von: „Seid rechtschaffene Bürger und würzt als Christen die Gesellschaft, in die Gott euch hineingestellt hat“, ausgelegt. Garlington hat die Redeweise im Kontext von AT und NT geprüft und meint, dass sie ausgerechnet nur im Rahmen einer soliden Bundestheologie angemessen verstehbar ist. Im Alten Testament hat das Salz demnach folgende gleichnishaften Bedeutungen:

  1. Symbol für Beständigkeit und Bundestreue;
  2. Symbol für die Bundesgemeinschaft;
  3. Symbol der Reinheit;
  4. Symbol für den Fluch.

Sein Fazit lautet (S. 748):

This study has argued that the “the salt of the earth,” as predicated of Jesus’ disciples, should be understood within a covenantal framework. Like any word of theological significance, salt is a covenant term, meaning that its covenantal association is not merely a nuance; it is the determining component of interpretation. In advancing the argument, the underlying assumptions were threefold: the unity of Scripture, the validity of biblical theology, and the factor of intertextuality. After an exegesis of the relevant OT texts, conclusions were drawn respecting their bearing on Matt 5:13 and parallels. These boiled down to four. (1) As “salt,” the disciples exhibit covenant fidelity and so preserve the continuance of the covenant. This category includes the probability that Jesus’ followers are conceived of as sacrifices in their own persons. (2) By virtue of their identification as salt, the disciples share in covenant fellowship, including that of the table, and thus form a society in communion with the covenant Lord. (3) The disciples impart purity to the creation, thereby causing it to be better than before—a new creation. (4) There is the punitive function of salt. If the world rejects the message of the disciples, their witness to the blessings of salvation turns into a condemnation of it. Apart from these four basic applications of salt to the passages in question, in Matt 5:13 and Col 4:6 salt takes on hues of wisdom, due to contextual considerations.

Ein insgesamt sehr interessanter Aufsatz, der in guten Bibliotheken online oder im Regal gefunden werden kann. Abonnieren kann man The Journal of the Evangelical Theological Society hier: www.etsjets.org.

Die Vergewaltigung der menschlichen Identität

Andreas Späth hat das Buch Vergewaltigung der menschlichen Identität: Über die Irrtümer der Gender-Ideologie herausgegeben. Der Verlag schreibt dazu:

›Gender Mainstreaming‹ – ein Schlagwort ist in aller Munde und doch kaum fassbar. Uneingeweihte meinen, dies sei nichts anderes als die Gleichstellung von Mann und Frau. Der Journalist Volker Zastrow warnte schon 2006, dahinter verberge sich nichts anderes als eine ›politische Geschlechtsumwandlung‹. Worum es tatsächlich geht, will das vorliegende Buch durchleuchten und auf den Punkt bringen. In einer bisher einzigartigen Zusammenschau von Natur- und Geisteswissenschaft zerlegen der Gehirnforscher Manfred Spreng und der Religionsphilosoph Harald Säubert, das Konstrukt des Genfer Mainstreaming in seine Bestandteile. Sie zeigen die geistesgeschichtlich trüben Quellen ebenso auf wie die verheerenden Folgen, denen der Mensch durch die Vergewaltigung seines natürlichen Wesens durch eine Ideologie ausgesetzt ist, die schon seine grundlegenden Anlagen im Gehirn missachtet. Was einst durch die rot-grüne Bundesregierung zur politischen ›Querschnittsaufgabe‹ erklärt wurde, wird als nicht umsetzbar enttarnt. Jenseits ideologischer Flügelkämpfe entfernt das Buch alle Tarnkappen. Zum Vorschein kommen vor allem die Irrationalität und physiologische Unmöglichkeit des Menschen, so zu sein, wie es die Gender-Ideologie postuliert. Wer dieses Buch gelesen hat, erkennt, dass den Gender-Apologeten nicht gefolgt werden darf, wenn der Mensch nicht seiner Identität beraubt werden soll. Denn unter der Gender-Ideologie fällt seine Geschlechtsidentität wie der Kopf auf einer Guillotine.

In einer Buchbesprechung von Rolf-Alexander Thieke heißt es zum Buch:

Ebenso erhellend ist der Gang durch die Religions- und Philosophiegeschichte mit Harald Seubert, seine Analyse und Kritik der verschiedenen Denkansätze der Gender-Konzeptionen: ihre eigenen Prämissen werden dem wissenschaftlichen Diskurs nicht ausgesetzt; Fragen nach dem Wesen von Mann und Frau werden im konstruktivistischen Ansatz apriori eliminiert u.a.m.. Besonderes Interesse dürfte der Exkurs finden: „Christliche Philosophinnen und das Denken der Geschlechterdifferenz“! Harald Seubert betont dazu, dass er es auch selbst als besonderen Gewinn erfahren hat, dass er diesem Thema in der literarischen und der direkten Begegnung mit seiner Kollegin Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz vertiefend nachgehen konnte! Er bilanziert: die Mittel der Wissenschaft erweisen die Unhaltbarkeit der Gender-Ideologie. Es wird erkennbar, „dass weite Teile modischer Diskurse und machtvoller Eingriffe in die Natur des Menschen letztlich einem Popanz folgen und der Kaiser nackt ist. Die Haltlosigkeit steht freilich in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Gefährlichkeit der Gender-Ideologie.“

 

 

VD: MG

Google will alles über dich wissen

Die Suchmaschine verkauft es als Super-Service, Datenschützer sind skeptisch. Google will alle persönlichen Nutzerdaten verknüpfen und zu einem neuen Dienst kombinieren. Das Unternehmen soll zum Assistenten des Nutzers werden, dem man sich ganz und gar anvertraut – und der sogar Gedanken liest. Christian Stöcker macht auf ein gewaltiges Problem aufmerksam:

Google will mit den aggregierten Daten künftig auch Theorien darüber aufstellen, was der Nutzer gerade denkt, „zum Beispiel darauf kommen, was Sie wirklich meinen, wenn Sie Apple, Jaguar oder Pink eintippen“. Das mag nützlich sein, klingt aber auch furchteinflößend. Google aber betrachtet auch diesen Vorstoß als Dienst am Nutzer: ¡Die Menschen müssen sich ohnehin viel zu sehr anstrengen, wir möchten ihnen dabei künftig besser helfen können.“ Und natürlich personalisierte Werbung noch besser auf die einzelnen Nutzer zuschneiden, schließlich ist Reklame Googles Haupteinnahmequelle.

Mehr: www.spiegel.de.

Die Ehe und die Religionsfreiheit

Leiter verschiedenster amerikanischer Kirchen haben sich am 12. Januar 2012 in einem Offenen Brief mit dem Titel „Mariage and Religious Freedom: Fundamental Goods That Stand or Fall Together“ entschieden für den besonderen Schutz der Ehe (im herkömmlichen Sinne) ausgesprochen. In dem Schreiben heißt es:

Die Förderung und der Schutz der Ehe – also der Bund eines Mannes und einer Frau als Ehemann und Ehefrau – ist eine Sache des Gemeinwohls und dient dem Wohlergehen des Ehepaares, der Kinder, der Zivilgesellschaft sowie aller Menschen. Bedeutung und Wert der Ehe sind vorrangig und jeder einzelnen Gesellschaft, Regierung oder religiösen Gemeinschaft übergeordnet. Sie ist von allumfassenden Nutzen und die grundlegende Einrichtung für alle Gesellschaften. Sie wird mit der Natur der menschlichen Person als Mann und Frau und mit der lebenswichtigen Aufgabe des zur Welt Bringens und Versorgens von Kindern verbunden.

Als religiöse Leiter verschiedenster Glaubensgemeinschaften sind wir darin übereingekommen, zu bekräftigen, dass die Ehe in ihrer wahren Definition um ihretwegen und um des Wohles der Gesellschaft wegen geschützt werden muss.

Hier der Brief: Marriage-and-Religious-Freedom-Letter-Jan-12-2012-4.pdf.

VD: EP

Dass es dich gibt

Kurz vor Lottas Geburt wurde in ihrem Gehirn eine Fehlbildung entdeckt. Ihre Mutter schreibt hier von Momenten tiefer Verzweiflung. Und großen Glücksgefühlen. Ein beeindruckender Text!

Viele Ehen zerbrechen an Sorgenkindern wie Lotta, dessen sind wir uns bewusst. Ein Graben tut sich auf, zwischen mir bei den Ärzten und meinem Mann im Büro. Jeden Abend versuchen wir, ihn zu überbrücken. Schon seit Benns Geburt gibt es diesen Graben, doch mit Lotta wird er zu groß, um einfach darüberzuspringen. Harry bleibt einen Monat zu Hause, um den Alltag mit Lotta zu erleben. Gemeinsam müssen wir Entscheidungen treffen, die an Leben oder Tod rühren. Gehen wir das Risiko einer weiteren OP ein? Gehen wir das Risiko ein, nicht zu operieren? In beiden Fällen droht schlimmstenfalls der Tod, extrem unwahrscheinlich, aber dennoch. Über die Anschaffung unseres Sofas haben wir länger diskutiert. In diesen Extremsituationen bilden wir sofort eine Front, wir sind das Team Lotta. Nicht auszudenken, wenn einer sagen würde: »Warum nicht ins Pflegeheim?«, oder: »Du wolltest ja unbedingt ein zweites Kind.«

Lesen: Kind-Behinderung.pdf.

Ekelhaft symptomatisch

Um unerwünschte Schwangerschaften während der häufig alkoholseligen Festtage zwischen den Jahren zu vermeiden, erhalten britische Frauen auf Wunsch in den kommenden Wochen kostenlose Rationen mit einer „Pille danach“. Auf diese Weise sollen ungewollte Schwangerschaften zu den Feiertagen eingedämmt werden.

Das ist ekelhaft und zugleich symptomatisch für eine Gesellschaft, die die Wertschätzung des Lebens gegen rastlose Lustbefriedigung eingetauscht hat. Anstatt grenzenlose Selbstverwirklichung, bei der Kinder als Störfaktoren empfunden werden, kritisch unter die Lupe zu nehmen, gibt’s eine Abtreibungspille, staatlich subventioniert.

Hier die Meldung: www.welt.de.

Grüne Meinungsfreiheit

Soll die Diakonie zwei theologisch konservativ ausgerichtete Organisationen ausschließen? Das fordert der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck. Er wandte sich in einem Brief an den Präsidenten des Diakonischen Werks der EKD, Johannes Stockmeier (Berlin). Der Vorstoß des prominenten Grünen richtet sich gegen die ökumenische Kommunität „Offensive Junger Christen“ und den evangelischen Fachverband für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“. Die Nachrichtenagentur idea schreibt:

In seinem – von Beck veröffentlichten – Antwortbrief versichert Präsident Stockmeier, dass er auch weiterhin dafür eintreten werde, dass es keine Diskriminierung Homosexueller in Kirche und Diakonie geben dürfe. Er erhalte immer wieder Anfragen, inwieweit die Offensive Junger Christen, das ihr angeschlossene Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft und das Weiße Kreuz diese Position teilten. Deshalb suche er mit ihnen das regelmäßige Gespräch, um die Haltung des Diakonischen Werkes der EKD zu verdeutlichen. Dessen Mitglieder seien aber rechtlich selbstständige Organisationen. Das Diakonische Werk verfüge deshalb weder über eine Fach- noch eine Dienstaufsicht. Gemäß der Satzung sei das Diakonische Werk der EKD nicht befugt, in die Arbeit der Mitglieder einzugreifen. Ein Ausschluss könne nur dann erfolgen, wenn Mitgliedsorganisationen nicht mehr in Verbindung zur diakonischen oder volksmissionarischen Arbeit ihrer Kirche stünden. Abschließend schreibt Stockmeier: „Vor diesem Hintergrund ist das Gespräch mit den genannten Fachverbänden ein wichtiger Beitrag, um hier Klarheit zu erlangen und gegen eine mögliche Diskriminierung von Homosexualität einzutreten.“

Ich kann aufmerksame Staatsbürger nur bitten, genau hinzuschauen. Die Desinformationen, die Volker Beck seit Jahren verbreitet, und die politischen Forderungen, die er nachhaltig einklagt, bedrohen – finden sie Gehör – die Meinungsfreiheit, auf die er sich selbst über viele Jahre berufen hat. Gehören nicht Wissenschaftsfreiheit und Lehrfreiheit zu den bürgerlichen Grundrechten? Will Volker Beck die offene Gesellschaft tatsächlich stärken (vgl. auch den Beitrag: Die Tyrannei der liberalen Moral)?

Hier der vollständige idea-Beitrag: www.idea.de.

Die Maßgeblichkeit der Bibel für die Ethik heute

Die nächste Ausgabe von Glaube & Denken heute wird wieder einige sehr interessante Beiträge enthalten. Unter anderem wird der Aufsatz „Die Maßgeblichkeit der Bibel für die Ethik heute“ von Klaus Bockmühl dabei sein. Dieser bereits 1967 gehaltene Vortrag ist heute fast noch aktueller als damals. Nicht biblische Autorität, „sondern vielmehr Erfahrung, Experiment“ müssen demnach die Quelle der Ethik sein. Die Wende in der christlichen Ethik, die Bockmühl als eher elitäres Phänomen beschreibt und tadelt, vollzieht sich heute in Teilen der evangelikalen Szene.

Hier ein Auszug:

Im Griechischen ist das Gute Ziel einer philosophischen Erörterung oder sozialpolitischen Erforschung, zum Beispiel in Platons Staat. In der Bibel ist das Gute vielmehr Inhalt göttlicher Offenbarung: „Es ist dir gesagt, Mensch“ (er braucht nicht mehr zu experimentieren), „es ist dir gesagt, Mensch,“ es ist nicht mehr unbekannt, „was gut ist“, nämlich, „was der Herr von dir fordert“. Der Ton liegt hier in der Tat auf der Offenbarung des Willens des souveränen Gottes. Der biblischen Ethik geht es um die Frage der Autorität auf der einen und der Annahme und des Gehorsams auf der anderen Seite.

Wie erklärt man sich aber eine Haltung, für die die Heilige Schrift in ihrer Weisung unzulänglich und überholt ist? Die Reformatoren waren über eine solche Einstellung nicht erschrocken. Denn die Klarheit der Heiligen Schrift, lehrten sie, sei gar nicht für jeden vorhanden. So schreibt Luther: „Vielmehr der Geist ist erfordert, dass man die ganze Schrift oder irgend ein Stück daraus verstehe“. Darum kann die Göttlichkeit und Autorität der Schrift auch nur von dem Christen, der das Zeugnis des Heiligen Geistes über die Schrift zu erfahren vermag, erkannt werden.

So sagt Luther 1522: „Es ist nicht genug, dass du sagest, Luther, Petrus oder auch Paulus hat dies und dies gesagt, sondern du musst bei dir selbst im Gewissen fühlen, Christus selbst und unwänklich empfinden, dass es Gottes Wort sei, auch wenn alle Welt dawider stritte. Solange du das Fühlen noch nicht hast, solange hast du auch Gottes Wort noch nicht geschmeckt und hängst noch mit den Ohren an Menschenmund.“ Ebenso Calvin: „Durch die wir zum Gehorsam gezogen werden, das ist eine solche Überzeugung, die der Gründe nicht bedarf, eine solche Erkenntnis, der der allerbeste Grund feststeht. Ich rede von nichts anderem, als was jeder Gläubige bei sich selbst auch erfährt“. Nicht umsonst haben die alten reformatorischen Bekenntnisse und auch jetzt die neueste katholische Erklärung davon gesprochen, dass alles dies für das Volk Gottes gelte.

Allein die Kirche ist es, die so in Glaubens- und Lebensdingen von Gott gelehrt wird. Die wahre Erkenntnis der Heiligen Schrift ist also nur, wie es dort in der Reformation heißt, dem heilsbegierigen und dem gehorsamen Leser möglich. Der Gehorsam wird allerdings vorausgesetzt. In der Tat, ein Kreis, eine Kreisbewegung! Gott gibt nur da Weisung, wo die Bereitschaft zu gehorchen vorhanden ist, während, wie die Reformatoren sagen, der Unbekehrte sich höchstens eine theoretische und rein äußerliche Erkenntnis der biblischen Weisung aneignen kann: „… ecclesiam plene et perspicue erudiat“. Also allein die Kirche, die die Schrift als von Gott gegeben annimmt, genießt auch die Klarheit und Genügsamkeit der Heiligen Schrift. Wenn man den Satz umkehrt, dann folgt daraus, dass der, der die Autorität der Heiligen Schrift leugnet, sich außerhalb der Kirche gestellt hat. Wo die Heilige Schrift in ihrer Autorität geleugnet wird, liegen bereits andere Grundvoraussetzungen vor; und da soll der Gläubige, heißt es bei Luther, keinen Richter suchen, sondern die anderen dem Urteil Gottes überlassen, wenn sie sich schon nicht dem Urteil des geschriebenen Wortes Gottes fügen wollen. Die Autorität, die Klarheit, die Genügsamkeit der Heiligen Schrift beweist sich nur dem Glauben und die Richtigkeit der göttlichen Weisung beweist sich in ihrer Ausführung. Nach dem Gebot hat die Erfahrung ihren Platz.

Nach oben scrollen
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner