Januar 2012

Calvin (Teil 2): Erste Reformationsversuche in Genf

Hier der zweite Teil der DLF-Serie über Johannes Calvin. Diesmal geht es um seine Zeit in Basel und die ersten Begegnungen mit großen Theologen wie Bucer, Bullinger oder Capito sowie seinen ersten Aufenthalt in Genf. Einen Schwerpunkt bildet die Entstehung der Erstausgabe der Institutio von 1536.

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Nietzsche: Krieg mit Rom, Freundschaft mit dem Islam

Friedrich Nietzsche schrieb im Jahre 1888 (KSA, Bd. 6, S. 249–250):

Das Christenthum hat uns um die Ernte der antiken Cultur gebracht, es hat uns später wieder um die Ernte der Islam-Cultur gebracht … An sich sollte es ja keine Wahl geben, Angesichts von Islam und Christenthum, so wenig als Angesichts eines Arabers und eines Juden. Die Entscheidung ist gegeben, es steht Niemandem frei, hier noch zu wählen. Entweder ist man ein Tschandala oder man ist es nicht … „Krieg mit Rom auf’s Messer! Friede, Freundschaft: mit dem Islam“ …

Ich würde gern wissen, was Nietzsche heute dazu sagen würde.

Hier werden Christen am schlimmsten verfolgt

Christen leben in vielen Ländern gefährlich. Laut Weltverfolgungsindex ist die Situation in Nordkorea am schlimmsten – gefolgt von neun islamisch geprägten Ländern. Die Zeitschrift DIE WELT schreibt:

Christen werden in Nordkorea, in Afghanistan und Saudi-Arabien weltweit am stärksten verfolgt. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2012 hervor, den das christliche Hilfswerk Open Doors in Kelkheim im Taunus veröffentlicht hat. Neun der zehn vorderen Plätze belegen islamisch geprägte Staaten. „Die Situation für Christen hat sich zunehmend dort verschlechtert, wo auch der islamische Extremismus zugenommen hat“, bilanziert Open Doors.

Hier: www.welt.de.

Deprivatisierung der Erziehung schreitet voran

Frühkindliche Bildung soll Vorrang haben. Mit solchen euphemistischen Sprüchen wird die Deprivatisierung der Kindererziehung vorangetrieben. Arbeitgeberverbände und Gemeinden fordern einen Ausbau von Kita-Plätzen. Neue Betreuungsangebote seien effektiver als mehr Kindergeld oder die Einführung eines Betreuungsgeldes. Bildung statt Bindung!

Das „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie“ warnt davor, dass „Kathederpropheten“ sich am Betreuungsgeld vergreifen.

[Führende Wirtschaftsinstitute] beschränken sich dabei nicht darauf, angesichts knapper öffentlicher Mittel dessen Kosten darzustellen; sondern betreiben politische Agitation: Eine Geldleistung für Eltern, die ihre Kleinkinder zu Hause erziehen, könne „einzelne Eltern“ dazu anregen „ihren Kindern öffentliche Betreuung vorzuenthalten“. Es schade, so behaupten sie, „gerade jenen Kindern, die von der institutionellen Betreuung im Kleinkindalter am meisten profitieren würden“. Betreuung in Kindertagesstätten sei besser als Familienerziehung – so der Tenor dieser Ökonomen. Entwicklungspsychologische Erkenntnisse zeigen dagegen, dass Fremdbetreuung im Kleinkindalter riskant ist. Dies spüren auch Eltern, die aus eigener Erfahrung die Defizite öffentlicher Kindertagesbetreuung (zu große Gruppen, wechselnde Erzieherinnen etc.) kennen. Auch deshalb wollen nach wie vor viele Eltern ihre Kleinkinder in der Familie erziehen. Dass dafür vor allem Mütter zeitweise auf eine Erwerbstätigkeit verzichten, missfällt den zu Rat und Lektionen drängenden Ökonomen: Ihr Planziel ist Vollzeiterwerbstätigkeit beider Geschlechter, Eltern, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, passen nicht in ihre Weltanschauung. Das Betreuungsgeld bekämpfen sie deshalb als „Rückschritt hin zur traditionellen Aufgabenteilung der Geschlechter“.

Mehr: www.i-daf.org.

Das Kreuz mit der Kunst

Scotty Smith, Greg Thornbury und Mike Cosper konfrontieren die evangelikale Ästhetik der Oberflächlichkeit mit dem Tiefgang und der Schönheit der Psalmdichtung (und anderer AT-Texte).

VD: BS

Seelennöte der Stadtmenschen

Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Städte. Zugleich verdichten sich die Hinweise darauf, dass das Leben in Ballungszentren die menschliche Seele stark belastet. Der Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg erklärt für den SPIEGEL, was im Gehirn gestresster Großstädter schief läuft. Eine große Rolle spielt nachweislich der soziale Stress.

Schon seit vielen Jahrzehnten wissen Psychologen, dass das Leben in einer Großstadt die seelische Gesundheit belastet – etliche schwere psychische Erkrankungen treten hier verstärkt auf: Städter leiden auch in Deutschland zu etwa 40 Prozent häufiger an Depressionen; die Quote der Angststörungen ist um rund 20 Prozent erhöht. Noch dramatischer steigt das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, für Menschen an, die in einer Stadt zur Welt kamen und dort ihre frühe Kindheit verbracht haben. So fanden Lydia Krabbendam und Jim van Os von der niederländischen Universität Maastricht nach Auswertung von zehn Studien heraus, dass sich das Risiko für dieses schwere psychische Leiden bei Stadtkindern verglichen mit auf dem Land aufgewachsenen Personen mindestens verdoppelt. Andere Forscher gehen sogar von einer Verdreifachung aus.

Diese Daten gelten zwar als gut gesichert, sie lassen jedoch die Frage offen, welche Ursachen dahinterstecken. Prinzipiell könnte es ja sein, dass Ballungszentren auf Menschen mit einem erhöhten Risiko für seelische Erkrankungen oder bereits offenkundigen psychischen Störungen besonders anziehend wirken oder dass solche Menschen krankheitsbedingt seltener aufs Land ziehen. Diese „Drift“-Hypothesen haben Epidemiologen allerdings ausgeschlossen. Insofern müssen wir davon ausgehen, dass es tatsächlich Faktoren in der Stadt selbst gibt, die das Risiko für psychische Leiden erhöhen.

Hier der lesenswerte Artikel: www.spiegel.de.

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