2012

Werkausgabe von Hans Rookmaaker

Angestoßen durch den Austausch mit Lukas über die Gestaltung der Werkausgabe von Francis Schaeffer habe ich entdeckt, dass die Werkausgabe von Hans Rookmaaker derzeit für 5 britische Pfund zu haben ist. Der Inhalt:

  1. Art, Artists and Gauguin
  2. New Orleans Jazz, Mahalia Jackson and the Philosophy of Art
  3. The Creative Gift, Dürer, Dada and Desolation Row
  4. Western Art and the Meanderings of a Culture
  5. Modern Art and the Death of a Culture
  6. Our Calling and God’s Hand in History

Der internationale Versand kostet noch einmal 4,95 Pfund. Für Kunstliebhaber bestimmt eine lohnenswerte Investition!

Mehr: piquanteditions.com.

Neue Biografie über Francis Schaeffer

schaeffer_bio.jpgIn den vergangenen Jahren sind mehrere Biografien über Francis Schaeffer veröffentlicht worden (siehe hier, hier und hier). Nun ist ein weiteres Buch über den amerikanischen Evangelisten und Apologeten erschienen:

  • Mostyn Roberts: Francis Schaeffer, Evangelical Pr, 2012, 144 S., ca. 9 Euro.

Ranald Macaulay, Schwiegersohn und Direktor des „Christian Heritage“ in Cambridge schreibt über das Buch:

When Frances Schaeffer was converted to faith in Christ he at first refused to call himself a Christian because he thought Christianity was the ‚unreal stuff‘ he had experienced at church. What he discovered was a whole new way of life. From then on his great desire and commitment was to tell others about God, that the Bible is true, and that it answers the big questions of life that philosophy can only raise. Schaeffer trained for the ministry and was sent, with his wife Edith, to Europe. They established child evangelism work and he developed a profound understanding of contemporary culture and the state of the church. He experienced a spiritual crisis which made faith and prayer more real to him, and founded the L’Abri Fellowship. Here, thousands of people have heard about the God who is Creator and Saviour. In his last decade Schaeffer became famous for his Christian film series and his anti-abortion stance. As Mostyn Roberts reviews the life of this man of God, variously called a prophet for his prescient analysis of trends in culture that explain where we are today, an apologist, and even a philosopher, he shows us that fundamentally Schaeffer rejoiced, to the end, in being a pastor and evangelist. ‚Francis Schaeffer, who was born exactly a hundred years ago, is arguably one of the five most important Evangelical leaders of the second half of the 20th century. This brief but excellent summary of his life and ideas is a helpful reminder of his importance. As a genuine prophet, Schaffer’s assessment of our times and of what we should be doing about them is, if anything, more relevant today than when he first wrote.

 

Erotische Gottesdienste

Sex verkauft sich – auch im Gottesdienst. Da wird in der Kirche der Playboy verteilt oder auf dem Kirchentag ein erotischer Gottesdienst angeboten. Pfarrer Ralf Schmidt will besonders „cool“ auftreten und bot einen geiles Event an, einen erotischen Abendmahlsgottesdienst.

„Die Kirche ist nicht sexualfeindlich, nicht leibfeindlich“, sagte Ralf Schmidt, evangelischer Pfarrer der Erlösergemeinde Mainz-Kastel. Auch in der Sexualität sei Gott gegenwärtig. Doch die Kirche habe in der Vergangenheit die Themen Sex und Erotik vernachlässigt.

Der Gottesdienst soll mit Musik, Tänzen und Düften alle Sinne ansprechen. Außerdem sollen rote Rosenblätter von der Empore regnen und ein erotisches Bild an die Wand projiziert werden, kündigt der Pfarrer an. Eintritt ist erst ab 16 Jahren.

Abfällige, vulgäre Reden über Sexualität will er nicht aussparen: „Alle Welt, auch meine Schüler, redet von „Poppen“ und „Ficken“, und diese Worte kommen auch in der Predigt vor.“ Er wolle diesen Begriffen aber „gute Worte, um Sexualität zu beschreiben“ entgegensetzen. Innerhalb der Kirche sorgt die Ankündigung von Schmidt für Neugierde. Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sagte: „Wir sind gespannt auf den Gottesdienst. Grundsätzlich betrifft das Evangelium aber alle Lebensbereiche, auch Sexualität und Erotik.“

Journalisten des STERN waren dabei und meinen, die Besucher gehörten mehrheitlich zu den Leuten jenseits der 70. Da fällt mir wieder ein, was Kurt Tucholsky über die Kirchen schrieb:

Atemlos jappend laufen sie hinter der Zeit her, auf dass ihnen niemand entwische.

Es war nie so anstrengend, ein Kind zu erziehen

Früher verlangten Eltern Gehorsam. Heute stellen viele Familien kaum noch Regeln auf, alles wird ausdiskutiert. Das Ergebnis: Kinder werden zu geliebten Nervensägen. Freia Peters schreibt für DIE WELT über die Wandlung der Erziehung:

Ecarius hat Familien zwischen 1908 bis 1994 analysiert und mehr als hundert Großeltern, Eltern und Kinder über ihre Erziehung befragt. „Es gibt einen steten Wandel vom Befehls- zum Verhandlungshaushalt“, sagt Ecarius. In der älteren Generation (1908-1929) war die Machtbalance zwischen den Generationen klar verteilt: Die Eltern verlangten Gehorsam, Unterordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit – wer sich nicht daran hielt, wurde bestraft.

In der jüngsten Generation (1967-1994) sind die Eltern nicht mehr Respekts- sondern Vertrauensperson. Es gibt keine klare Hierarchisierung mehr von Alt nach Jung. Das Kind steht stärker im Mittelpunkt, auch die Freizeit wird nach ihm ausgerichtet. Kinder müssen weniger im Haushalt helfen und haben zu Hause kaum Pflichten zu erfüllen. Fehlverhalten wird nicht mehr körperlich bestraft, sondern verhandelt und diskutiert. Zwar gibt es Regeln, aber nur wenige und die Übergänge sind fließend.

Mehr: www.welt.de.

Vom Segen der Selbstvergessenheit

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Matz hat in seinem Buch Die narzisstische Gesellschaft ein schonungsloses Psychogramm unserer orientierungslosen Gier- und Konsumgesellschaft gezeichnet. Wir sind in die Narzissmus-Falle geraten: „Solange wir keine Mittel und Wege finden, den Narzissmus und die ihm zugrunde liegende Bedürftigkeit zu zähmen, so lange gleichen alle unsere Versuche, die Krise zu überwinden und die gesellschaftlichen Verhältnisse doch noch zum Besseren zu verändern, einem Stühlerücken auf der Titanic“ (Zitat aus der Buchbeschreibung).

Tullian Tchividjian erklärt in einem Beitrag für das Leadership Journal, dass sogar Christen die „Heiligung“ mit Narzissmus verwechseln. Heiligung – so die These von Tchividjian – hat wenig mit Konzentration auf das Selbst zu tun. Dort, wo wir von uns wegschauen und über die Gnade und Größe Gottes staunen, wachsen wir.

Maturity is not becoming stronger and stronger, more and more competent. Christian growth is marked by a growing realization of just how weak and incompetent we are, and how strong and competent Jesus is on our behalf. Spiritual maturity is not our growing independence. Rather, it’s our growing dependence on Christ. Remember, the apostle Paul referred to himself as the „least of all the saints“ (Eph. 3:8) and the „chief of sinners“ (1 Tim. 1:15), and this was at the end of his life!

For Paul, spiritual growth was realizing how utterly dependent we are on Christ’s cross and mercy. It’s not arriving at some point where we need Jesus less because we’re getting better and better. Paradoxically, Paul’s ability to freely admit his lack of sanctification demonstrated just how sanctified he was.

Here’s my point: when we stop focusing on our need to get better, that’s what it means to get better. Stop obsessing over your need to improve, and that is improvement!

The focus of the Bible is not the work of the redeemed but the work of the Redeemer. The Good News is his victory for us, not our „victorious Christian life.“ The gospel declares that God’s final word over Christians has already been spoken: „Paid in full.“ Therefore, we now live with confidence that „there is now no condemnation for those who are in Christ Jesus“ (Rom. 8:1).

Hier der Artikel: www.christianitytoday.com.

Homosexualtität: Rob Bell bezieht Stellung

Rob Bell, 2011 Hauptredner auf dem Jugendplus-Kongress von Willow Creek Deutschland, hat inzwischen seine Pastorenstelle aufgegeben und arbeitet in Hollywood an einer eigenen TV-Show. Kürzlich hat er in einer Unterhaltungssendung seine Position zur Frage der Homosexualität erläutert.

Einen Mitschnitt seines Statements gibt es hier.

VD: AM

Lebensformenwandel

Das „Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie“ setzt sich im aktuellen Newsletter nachdenklich mit dem Wandel der Lebensformen und des Familienbegriffs auseinander:

Zu den Ritualen postmoderner Feuilleton-Diskurse gehört es, „Mythen“ zu „dekonstruieren“, die das Bewusstsein vermeintlich unaufgeklärter Zeitgenossen vernebelten. Eine besonders beliebte Zielscheibe ihrer Kritik ist die „soziale Konstruktion“ der Familie als Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kindern. Dieses „idealisierte“ Bild der bürgerlichen Kernfamilie sei ein Relikt der Nachkriegszeit, das den Blick auf die „Dynamik“ familialer Lebensformen verstelle. Der Rückzug der Kernfamilie seit den 1960er Jahren bedeute keinen Verlust, sondern einen Gewinn an „Vielfalt“. Es gebe daher keine Krise, sondern einen „Wandel“ der Familie. Sie werde heute mehr mit „Partnerschaft“ assoziiert, während Kinder eine geringere Rolle spielten. Neue Lebensformen wie das „Living apart together“ (LAT) stünden für ein „verändertes Partnerschaftsideal, das stärker auf Autonomie setzt“. Familie wandele so ihre Gestalt: Sie sei „nicht mehr so stark auf den Haushalt beschränkt“ und habe „zunehmend den Charakter von sozialen Netzwerken“.

„Familie“ ist also alles und nichts. In Fernsehtalkshows ist solcher Beliebigkeit Beifall sicher, Erkenntniswert fehlt ihr jedoch ebenso wie praktischer Nutzen. Aufschlussreicher ist da die amtliche Bevölkerungsstatistik. Sie geht zunächst von den Haushalten als kleinster Zelle der Gesellschaft aus. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts verwendete sie dafür oft synonym den Begriff Familie. In der großen Mehrzahl der Haushalte lebten bis dato Eltern mit ihren Kindern; Single-Haushalte waren noch äußerst selten. Innerhalb weniger Jahrzehnte haben sich diese Verhältnisse in ihr Gegenteil verkehrt: Ein-Personenhaushalte sind zur (relativen) Mehrheit und Familienhaushalte zur Minderheit geworden. Leben wir also in einer Single-Gesellschaft? Das wäre ein Fehlschluss, der einen trivialen Sachverhalt übersieht: In Familienhaushalten leben immer mehrere Personen – ihr Anteil an der Bevölkerung ist deshalb wesentlich größer als der an der Zahl der Haushalte. Die Hälfte der Bevölkerung in Privathaushalten bilden noch immer Eltern mit ihren Kindern. Familien mit außerhalb des Haushalts lebenden Kindern sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Gemeinsam mit kinderlosen Paaren fallen sie unter die Kategorie „Paare ohne Kinder“. Zusammen bilden diese Paare etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung, während etwa ein Fünftel als „Single“ ohne Partner im Haushalt lebt. Bleiben die Minderjährigen außen vor, dann ist etwa jeder vierte Erwachsene Single.

Hier: i-daf.org.

Damit aus Buben Männer werden

Hanniel hat eine kleine Impulsreihe zum Thema „Damit aus Buben Männer werden“ veröffentlicht. Hier die Themen der zehn Anregungen:

In den ersten fünf Folgen wird die Ist-Situation beschrieben:

  1. Die Buben sind von den Müttern überbehütet.
  2. Sie müssen nur am Bildschirm, nicht in der Realität punkten.
  3. Sie gehen mutwillig Risiko ein.
  4. Sie sind von klein auf den Mädchen unterlegen.
  5. Sie treffen nur noch fixfertig präparierte Umgebungen an.

Im zweiten Teil geht es um Lösungsansätze:

  1. Mute ihnen Hindernisse zu.
  2. Führe sie zu den Büchern.
  3. Lehre sie, für ihr Leben Verantwortung zu übernehmen.
  4. Lebe ihnen vor, was es heisst, als Mann Führung zu übernehmen.
  5. Leite sie, an Grenzen zu ziehen.

Mehr: www.hanniel.ch.

Sterbehilfe soll künftig für Ärzte straffrei sein

Die Teilnahme an der Sterbehilfe soll in Zukunft auch für Ärzte und Freunde der Betroffenen straffrei sein. Das sieht ein Gesetzentwurf der Justizministerin vor. DIE WELT online schreibt:

Die nicht gewerbsmäßige Teilnahme an der Sterbehilfe soll künftig neben Angehörigen auch für Ärzte, Pflegekräfte und Freunde der Betroffenen straffrei sein. Das geht aus einem Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hervor, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. „In Betracht kommen etwa Lebensgefährten, langjährige Hausgenossen oder nahe Freude. Auch Ärzte oder Pflegekräfte können darunter fallen, wenn eine persönliche Beziehung entstanden ist“, heißt es demnach in dem Referentenentwurf.

Mehr: www.welt.de.

Auferstehung: Brücke zwischen zwei Welten

Alister McGrath beschreibt auf persönliche Weise, weshalb für ihn die Auferstehung Jesus Christi vor dem Forum der Vernunft bestehen kann und es trotzdem nicht reicht, an die Historizität der Auferstehung zu glauben.

Today, I remain convinced that Christianity gives the best „big picture“ of reality, one which makes sense of science, history, culture, and personal experience. This is one of its greatest strengths, and it helped me come to faith. Yet I came to realize that it has more strengths than I had initially appreciated. I was like someone holding a diamond up to the light, and realizing it had many facets—each scintillating brilliantly in the light—and rejoicing as I came to appreciate their individual beauty and relevance.

A deeper appreciation of the significance of the Resurrection slowly began to dawn. I had always understood that the significance of the Resurrection went beyond deepening our understandings of the identity of Christ and our own situation. Yet I found it difficult to express this in words, and could not quite grasp its traction on the deeper things of life.

Mehr: www.christianitytoday.com.

VD: WS

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