Ist der Mann wirklich am Ende?
Frauen sind auf dem Gipfel der Macht, Männer am Boden, sagt Hanna Rosin in ihrem Buch Das Ende der Männer: Und der Aufstieg der Frauen, das im Januar erscheint (vgl. a. hier). Der Berlin Verlag schreibt zu dem Buch:
In fast allen Bereichen unserer heutigen Lebens- und Arbeitswelt sind Frauen auf dem Vormarsch. In „Das Ende der Männer“ zeigt die Israelitin Hanna Rosin auf, warum Frauen bald an der Spitze der Gesellschaft stehen werden – ein großes Debattenbuch, in Bedeutung und Weitsicht vergleichbar mit den Werken Simone de Beauvoirs oder Naomi Wolfs. Ist die jahrtausendealte Herrschaft des Patriarchats am Ende? Noch nicht, sagt Hanna Rosin, doch die massiven Veränderungen der Berufswelt und des Bildungssystems haben eine Dynamik in Gang gesetzt, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nachhaltig verändert. So scheinen viele Anforderungen der modernen Dienstleistungsgesellschaft – Flexibilität, soziale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit – eindeutig Frauen in die Hände zu spielen, während Männer oft von den Umwälzungen überfordert sind. Hanna Rosin zeigt – frei von ideologischen Prämissen –, wie sich heute das Leben von Männern und Frauen unterscheidet, wie sehr sich die Art und Weise geändert hat, wie heute gearbeitet, gelernt, zusammengelebt wird. Differenziert und mit vielen konkreten Beispielen gelingt es Rosin, die Chancen und Schattenseiten des »weiblichen Jahrhunderts« in den Blick zu nehmen. Das Ende der Männer ist keine feministische Streitschrift, keine Prophezeiung, sondern eine messerscharfe, weitsichtige Diagnose.
DIE ZEIT hat sich mit Frau Rosin über ihr Buch unterhalten. Das Gespräch ist m.E. nicht sonderlich ergiebig. Allerdings finde ich eine Aussage interessant, die die ZEIT-Redakteurin bei der Gelegenheit platziert hat:
Es gibt jedenfalls eine starke Ideologie, die eine Präsenz der Mutter beim Kind fordert, und die immerwährende Drohung, man könnte eine schlechte Mutter sein, wenn man nicht beim Kind ist.
Ob das Bindungsforscher auch so sehen?
Falls die Präsenz der Mutter bei dem Kind ideologisch aufgeladen ist, spricht nichts dagegen, die Kinder auf natürliche Weise auszulagern. Christoph Schreiber berichtet heute in der FAZ über ein neues „Kinderbetreuungsmodell“, die so genannte „24-Stunden-Kita“ (FAZ vom 11.01.2013, Nr. 9, S. 12). Es läuft gut. So können Eltern beispielsweise in der Kita „nidulus“ ihre Kinder für 183 Euro im Monat unterbringen. Das ist „weniger als ein Sechstel der tatsächlichen Kosten. Den Rest zahlt der Steuerzahler.“ Der Kindergarten, so heißt es in der Selbstbeschreibung, „ist gedacht als Lösungsangebot für Eltern und Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Organisationsformen. Die Einzigartigkeit unseres Hauses liegt in den flexiblen Öffnungszeiten. 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag.“ So haben die kleinen Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ihr „Nestchen“. Ein Geschäft mit Zukunft:
Trotz aller Bedenken ist die Nachfrage nach 24-Stunden-Plätzen ungebrochen. „Das Konzept ist gerade der Renner auf dem Markt“, sagt die Geschäftsführerin. Zehn bis zwanzig Rund-um-die-Uhr-Kitas gebe es mittlerweile in Deutschland, schätzt sie. Tendenz steigend.
Ich hoffe mal, dass viele Eltern altruistisch auf ihren Instinkt vertrauen.
Ich freue mich, für die Evangelium21-Konferenz 2013 einladen zu können, die vom 4.–6. April 2013 in der Arche-Gemeinde in Hamburg stattfindet. Diesmal geht es um Biblische Theologie. Das Thema lautet: „Entfaltung & Erfüllung: Gottes Plan vom Garten Eden bis zur neuen Schöpfung“.
William James (1842–1910) war ein amerikanischer Psychologe und Philosoph und gilt zusammen mit dem Logiker Charles Sanders Peirce als Gründer des erkenntnistheoretischen Pragmatismus und als Pionier der Religionspsychologie. Unter Pragmatismus versteht man eine Theorie, für die Wahrheit nicht in der Übereinstimmung einer Aussage mit der Wirklichkeit besteht. Wahrheit heißt aus pragmatischer Sicht, dass eine Aussage wahr ist, wenn sie nützlich für das menschliche Handeln ist. Wahr aus Sicht des Pragmatismus ist das, was funktioniert. Für die Religion heißt das nach James: „Der Pragmatismus erweitert das Gebiet, auf dem man Gott suchen kann. Der Pragmatismus ist zu allem bereit. Er folgt der Logik oder den Sinnen und lässt auch die bescheidenste und persönlichste Erfahrung gelten.“
Seine Lieder sind längst zu geistlichen Volksliedern geworden. Kaum eine evangelische Gemeinde, in der sie nicht gesungen werden (für viele Freikirchen wird das leider nicht gelten). Doch über das Leben und Sterben des sensiblen Dichters und Theologen