„Wenn Du Muslim wirst, lassen wir Dich leben“

100 Millionen Christen werden weltweit bedroht und diskriminiert, Zehntausende angegriffen und ermordet – sie werden verfolgt wie kaum andere. Die WELT AM SONNTAG hat am 9. Dezember 2012 einen Zustandsbericht veröffentlicht:

Christen werden weltweit diskriminiert und verfolgt. Die Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ ist ein Hilfswerk für diese Gläubigen. Sie führt in ihrem Weltverfolgungsindex 2011 eine Liste von 50 Ländern an, in denen Christen mit eingeschränkter Religionsfreiheit bis hin zu massiver Unterdrückung und schweren Übergriffen konfrontiert sind. Die Staaten breiten sich auf der Weltkarte betrachtet wie ein Gürtel über Afrika und Asien aus. Nordkorea führt den Index an; in dem diktatorisch geführten Land haben christliche Gläubige keinerlei Existenzberechtigung. Werden ihre heimlichen Treffen entdeckt, drohen ihnen Gefängnis, Arbeitslager oder die Hinrichtung. Im Erfassungszeitraum des Indexes wurden Hunderte Christen aus verschiedenen Gründen verhaftet, manche von ihnen getötet oder in politische Arbeitslager deportiert. Auf Platz zwei folgt der Iran, wo die christlichen Gemeinden immer wieder von Verhaftungswellen erschüttert werden. Gottesdienste werden von der Geheimpolizei überwacht, Bibeln beschlagnahmt und verbrannt.

Hier: www.welt.de.

Islam und Moderne

Prediger Fethullah Gülen hat kürzlich mit der FAZ über den Islam und die Moderne gesprochen. Für ihn lässt sich Etliches im Islam auf Prinzipien der Moderne hin auslegen. Mehr noch: Fethullah Gülen glaubt, der Islam sei ein Hort für die Demokratie:

Der Begriff Demokratie wird mit Wörtern wie sozial, liberal, christlich, direkt, repräsentativ oder parlamentarisch verbunden, obwohl sich diese Eigenschaften teilweise gegenseitig ausschließen. Die Prinzipien, die die Fundamente der Demokratie sind, und die Regierungsform stimmen mit den islamischen Werten überein. Werte und Prinzipien, die der Islam wie auch die Demokratie akzeptieren, sind Beratung, Gerechtigkeit, Religionsfreiheit, der Schutz der Rechte von Individuen und Minderheiten, das Recht eines Volkes zur Wahl seiner Regierung, die Verantwortung der Regierenden für ihre Tätigkeiten und die Unzulässigkeit der Herrschaft einer Minderheit oder Mehrheit über den jeweils anderen. Die allgemeinen Prinzipien des Islam zur Regierungsform sind also kein Hindernis für die Umsetzung der Demokratie. Sie bieten sogar eine geeignete Grundlage dazu.

Wie viele demokratische Staaten gibt es eigentlich in der islamischen Welt? Schade, dass in dieser FAZ-Ausgabe keine der vielen kritischen Stimmen zu Fethullah Gülen zu Wort kam.

Mehr hier: www.faz.net.

Studienzentrum in München eröffnet

Am Samstag, den 17. November 2012, hat das Martin Bucer Seminar in der Landeshauptstadt München ein neues Studienzentrum eröffnet. 

Der Start dieser Einrichtung in Bayern stößt auf große Resonanz. Grußworte kamen aus aller Welt, so von den internationalen Studienzentren aus der Schweiz, Österreich, Brasilien und der Türkei. Auch Prof. Ken Gnanakan vom International Council of Higher Education (Indien) begrüßte die Eröffnung. Der bekannte Apologet John Prof. Warwick Montgomery betonte in einem Schreiben, dass es „in unserem Zeitalter des Säkularismus“ von entscheidender Wichtigkeit sei, ein „verantwortungsbewusstes akademisches Studium, das auf die Wahrheit des historischen Christentums und seiner Bekenntnisse ausgerichtet ist“, verfügbar zu machen. Der Bischof der Reformierten Episkopalkirche, Gerhard Meyer, lobte das Martin Bucer Seminar für seine Bekenntnistreue und die gleichzeitig gelingende „Zusammenarbeit bekennender Christen unterschiedlichster Kirchenzugehörigkeit“.

Etliche Grußworte gingen als Videobotschaft ein. So freut sich Dr. Mark Dever, Pastor der Capitol Hill Baptist Church in Washington, D.C. (USA) und Präsident von 9Marks, über die Eröffnung des Studienzentrums und betonte, wie wichtig es sei, junge Menschen zu lehren, das Wort Gottes besser zu verstehen und es treu zu predigen. Dr. Peter Jensen, der anglikanische Erzbischof von Sydney (Australien), unterstrich, dass heute nichts wichtiger sei, als eine gute theologische Ausbildung. Phillip Jensen, Dekan der St. Andrew Kathedrale in Sydney (Australien) und Gründer des christlichen Verlags „Matthias Media“, lud junge Menschen dazu auf, ihre materialistischen Ambitionen aufzugeben und sich für die solide theologische Ausbildung sowie den geistlichen Dienst zu entscheiden. Der bekannte Neutestamentler Prof. Peter T. O’Brien ist dankbar dafür, dass sich das Studienzentrum einer christozentrischen Ausrichtung verpflichtet hat und den wichtigen Stellenwert der „biblischen Theologie“ anerkennt.

Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stand ein Festvortrag von Professor Dr. Thomas Schirrmacher. Der Rektor des Seminars betonte in seiner Ansprache „Bucer damals – Bucer heute – Ganzheitliche Bildung in der Theologie“, dass Bucer bereits in der Reformationszeit in seinem Buch „Von der wahren Seelsorge“ betont habe, dass Seelsorger zunächst selbst Seelsorge erfahren müssten und die Ausbildung geistlicher Leiter sowohl auf höchstem inhaltlichen Niveau, als auch in der Gemeindepraxis und persönlichen Betreuung erfolgen müsse.

Das Martin Bucer Seminar versuche wie schon sein Namensträger das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Es gäbe nämlich vier mögliche Ziele geistlicher Ausbildung: 1. Geistliche Entwicklung und Charakterbildung der Studierenden und Lehrenden, 2. Praktische Fähigkeiten und Erfahrungen, 3. Theologisches, tradiertes und selbst erarbeitetes Wissen und 4. Forschung auf hohem Niveau. Die meisten theologischen Ausbildungsstätten stellten ein oder zwei dieser Ziele in den Vordergrund. Das Martin Bucer Seminar wolle allen gleichermaßen gerecht werden, so herausfordernd das für die Strukturen auch sei. Das sei auch der Grund, warum man dezentral arbeite und den Studenten und Studentinnen die Möglichkeit böte, in ihrem angestammten Wirkungsfeld weiter zu arbeiten.

Schirrmacher begrüßte auch, dass das neue Studienzentrum das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit protestantischer Konfessionen sei. Die Unterstützung von den Anglikanern bis zu unabhängigen Gemeinden hätte Bucers Herz erfreut, so Schirrmacher, da Bucer bei aller Eindeutigkeit in der Lehre immer betont habe, dass die Einheit durch die Schrift und die Letztinstanzlichkeit der Schriftauslegung (Exegese) gegenüber allen konfessionellen Besonderheiten unaufgebbar seien.

Der reguläre Studienbetrieb beginnt im Januar 2013 in den Räumen der Lukas-Hauptschule. Ich wurde als Studienleiter berufen. Vor Ort wird die Arbeit durch ein wunderbares Team geleitet.  Dazu gehören der in Australien gebürtige Neutestamentler Dr. Michael Clark sowie die Münchner Pastoren und studierten Theologen Klaus Giebel und Matthias Lohmann, dem Leiter des reformatorischen Netzwerkes Evangelium21.

Nachfolgend einige Grußworte und Videobotschaften. Weitere Videos sowie Hinweise für Bewerber können eingesehen werden unter: www.bucer.de/muenchen.html.

 

Dr. Mark Dever:

 

 

Phillip Jensen:

 

 

Dr. Peter T. O’Brien:

Lennox in München

Johannes G. hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass bereits ein Ausschnitt aus dem Vortrag im Internet vorliegt:


Francis Schaeffer, der demütige Prominente

Tim Challies hat kürzlich in seinem Blog eine wunderbare ihm zugetragene Episode aus dem Leben von Francis Schaeffer veröffentlicht. Sie passt so sehr zu Schaeffer, dass es mir eine Freude ist, sie hier anlässlich seines 100. Geburtsjahres wiederzugeben. Freundlicherweise gab Tim mir die Erlaubnis, die anrührende Geschichte hier in deutscher Sprache zu publizieren. Kathrin B. danke ich für die schnelle Übersetzung.

Hier also die Kurzgeschichte:

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francisSchaeffer.jpgDoug Nichols ist einer meiner Internet-Freunde. Er ist der Gründer und Direktor von „Action International Ministries“, und in dieser Rolle reist er durch die ganze Welt und wirbt um Missionsarbeit und Evangelisation. Er mailt mir oft und aus aller Welt und schickt ermutigende Worte. Beinahe jeder elektronische Brief endet mit: „Lass mich Dich mit dem folgenden ermutigen“ und dann teilt er eine Bibelstelle mit mir. Ich liebe es.

Es war schon lange her, im Sommer 1966, als Doug für „Operation Mobilization“ gearbeitet hat. Während ihrer großen Jahreskonferenz war er in London stationiert. Er war der Putzgruppe zugeteilt worden. Eines Nachts um 0.30 Uhr fegte er die Treppe im Konferenzzentrum, als ein älterer Herr zu ihm kam und ihn fragte, ob dies der Ort sei, an dem die Konferenz stattfände. Dough bejahte dies und erklärte, dass so gut wie jeder schon zu Bett gegangen sei. Dieser Mann war sehr einfach gekleidet und hatte nur eine kleine Tasche bei sich. Er sagte, dass er die Konferenz besuche. Doug antwortete, dass er versuchen würde, ihm einen Platz zum Schlafen zu finden und führte ihn zu einem Raum, in dem ungefähr 50 Menschen auf dem Boden schliefen. Der ältere Herr hatte nichts, worauf er schlafen konnte, also legte Doug eine Unterlage und eine Decke hin und bot ihm ein Handtuch als Kopfkissen an. Der Mann sagte, dass dies gerade gut genug sei und er es sehr schätzte.

Doug fragte den Mann, ob er die Möglichkeit gehabt hatte, zu Abend zu essen. Es stellte sich heraus, dass er nichts gegessen hatte, da er den ganzen Tag gereist war. Dough nahm ihn mit zum Speisezimmer, das allerdings abgeschlossen war. Nachdem er die Tür aufgebrochen hatte, fand er Cornflakes, Milch, Brot und Marmelade. Als der Mann aß, begannen sich die beiden zu unterhalten. Der Mann sagte, dass er und seine Frau viele Jahre in der Schweiz gearbeitet hätten, wo er einen kleinen Dienst hatte, der Hippies und Herumfahrenden half. Er sprach über seine Arbeit und über einige der Menschen, die sich zu Christus bekannten. Als er mit dem Essen fertig war, gingen beide Männer zum Schlafen.

Doug wachte am nächsten Morgen auf und stellte fest, dass er in großen Schwierigkeiten steckte. Die Konferenzleiter kamen zu ihm und sagten: „Weißt du nicht, wer es war, den du gestern Nacht auf den Boden gelegt hast? Es ist Francis Schaeffer! Er ist der Referent für diese Konferenz! Wir hatten einen ganzen Raum für ihn reserviert!“

Doug hatte keine Ahnung, dass er neben einer berühmten Persönlichkeit auf dem Boden übernachtet und er einen Mann gebeten hatte, auf dem Boden zu schlafen, der einen zutiefst wichtigen Dienst ausübte. Er hatte keine Ahnung, dass dieser Mann dabei geholfen hatte, die christliche Kirche der damaligen Zeit wie auch die Kirche unserer Tage zu prägen. Und Schaeffer hat sich nichts anmerken lassen. In Demut hat er sein „Schicksal“ angenommen und war dankbar dafür.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Leben eines Mannes. Francis Schaeffer lebte 72 Jahre lang und diese kleine Episode verbrauchte weniger als die Hälfte eines der 26.000 Tage seines Lebens. Aber sie zeigt einem viel über diesen Mann. Ich denke, sie zeigt uns genauso viel von dem Mann, wie es sein öffentlicher Dienst tut. Ein Buch kann verkünden, dass er brillant ist, aber eine Geschichte wie diese zeigt, das er demütig ist. Eine Rede vor Tausenden von Menschen kann zeigen, dass er ein großer Denker ist, aber diese Geschichte zeigt uns, dass er gottesfürchtig und fromm ist. Es gibt so viel, was wir über einen Menschen von diesen ansonsten vergessenen Momenten lernen können. Es sind nicht nur die großen Dinge, die jemand tut, die eine Person ausmachen, sondern die kleinen.

Wenn Doug diese Geschichte erzählt, bietet er eine Anwendung an, die ihm geholfen hat. Nicht viele von uns haben den Intellekt eines Francis Schaeffer; nicht viele von uns werden jemals seine Fähigkeiten oder seine Weisheit haben. Aber was wir tun können, ist, uns nach anderen auszustrecken, um sie zu erreichen und ihnen mit gottesfürchtiger Demut zu dienen.

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Wer mehr über das Leben und Werk von Francis Schaeffer lernen möchte, sollte sich diese Buch zum Einstieg besorgen:

  • Ron Kubsch (Hg.): Wahrheit und Liebe: was wir von Francis Schaeffer für die Gegenwart lernen können, Bonn: VKW, 2007

 

 

John C. Lennox in München

Rund 1.200 Plätze fasst die Matthäuskirche in München, und jeder dieser Plätze war am 5. Dezember belegt. Der Autor des Bestsellers Hat die Wissenschaft Gott begraben? sprach über den Atheismus. Ein Thema, das zur Verwunderung des Iren gerade in Deutschland viele Menschen interessiert.

Das Nachrichtenmagazin pro berichtet:

John C. Lennox ist bekennender Christ. Er ist aber auch Naturwissenschaftler. Und wenn man ihm glaubt, so scheint es kein feindlicheres Gebiet für einen Christen zu geben als unter der Weltelite der Naturwissenschaft. Hier lauten die Parolen: Der Feind ist Gott, die Religion vergiftet alles, oder: Gott ist an allem Schuld. „Neuer Atheismus“ nennt sich diese Bewegen mit dem Biologen Richard Dawkins an der Spitze.

Was kann man antworten, wenn schlaue Köpfe wie Dawkins mit Büchern wie „Der Gotteswahn“ oder „Die Schöpfungslüge“ zum neuen Atheismus aufrufen? Lennox antwortet mit einer Gegenfrage: Wenn Gott nicht existiert, woher kommt die Quelle von Ethik und Moral? Laut dem Mathematikprofessor aus Oxford sind Naturwissenschaft und christlicher Glaube kein Widerspruch, im Gegenteil, für ihn ist der Glaube Voraussetzung für die Naturwissenschaft. Ein Standpunkt, den er schon oft in Diskussionen gegen Wissenschaftler wie Dawkins oder dem verstorbenen Autoren Christopher Hitchens verteidigen musste. Gerade in diesen Situationen fühle er sich in seinem christlichen Glauben bestärkt: „Je mehr ich meinen eigenen Glauben gegenüber dem Gegenpol geöffnet habe, desto fester ist er geworden.“

Mehr: www.pro-medienmagazin.de.

Beipackzettel für die Psychotherapie

Wenn Menschen eine Therapie beginnen, ahnen sie nichts von möglichen Nebenwirkungen. Die gibt es aber. DIE ZEIT schildert einen Fall:

Es ging aufwärts. In der Psychotherapie hatte die Patientin neues Selbstbewusstsein geschöpft. Jahrelang war sie depressiv gewesen, jetzt wanderte die 38-Jährige, fuhr Ski und lernte neue Leute kennen. Mit ihrer Ehe aber ging es bergab. Seit 15 Jahren war sie verheiratet; ihr Mann hatte sie nur als unsichere, schüchterne Frau, die keine Wünsche äußerte, gekannt. Sie trennte sich von ihm. Doch ihre neue Lebensfreude war fragil. Ihr Mann hatte schon bald eine neue Freundin, sie dagegen verlor Freunde und Bekannte, litt unter der Einsamkeit. Die Depression kam zurück. Sie begann an Selbstmord zu denken. Sie hatte erwartet, dass die Psychotherapie ihr Leben dauerhaft verbessert, stattdessen steckte sie tiefer in der Misere als zuvor.

Hier mehr: www.zeit.de.

Theorie der Erdentstehung wankt

„Panta rhei“. Ich habe es geahnt. In ein paar Jahren brauchen wir wieder neue Schulbücher:

Erstmals haben Himmelsforscher in einem Ring aus Gas und Staub um einen Braunen Zwerg millimetergroße Staubkörner gefunden. Bei dieser Klasse von Sternen sollte es derart massive Staubkörner eigentlich nicht geben. Dadurch gerät die Theorie der Erdentstehung ins Wanken.

Mehr: www.focus.de.

Weihnachtsaktion 2012

Ich möchte mich auch in diesem Jahr bei allen Lesern des Theoblog herzlich für das Interesse an den Beträgen und Disputen bedanken! 

Etliche Leute haben 2012 wieder Bücher, DVD’s oder Elektroartikel über TheoBlog bei Amazon bestellt (mehr dazu hier) oder über den Buchladen geordert. Zudem sind einige Spenden zugunsten der Arbeit eingegangen. Vielen herzlichen Dank dafür!

Wie üblich will ich mich durch eine kleine Aufmerksamkeit erkenntlich zeigen. Jeder Blog-Leser hat die Chance, in der Weihnachtszeit ein Päckchen mit drei Büchern zu empfangen. Das Päckchen enthält:

  • C.S:  Pardon ich bin Christ, Brunnen Verlag
  • Louis Berkof: Grundriss der biblischen Lehre, 3L Verlag
  • Jonathan Edwards: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben, 3L Verlag
 
Das Buch von Edwards erscheint im Dezember 2012 erstmals auf Deutsch. Der 3L Verlag, dem ich dazu gratuliere,  schreibt darüber:
 
Dieses Buch mit dem englischen Titel Religious Affections von Jonathan Edwards ist ein Klassiker, der weltweit seit Jahrhunderten gelesen und geschätzt wird und trotzdem für unseren Kulturkreis geschrieben sein könnte. Zu seiner Zeit breitete sich die „Große Erweckung“ aus und damit traten viele Fälschungen der echten Erweckung auf. Deshalb war Edwards darauf bedacht, die Unrichtigkeit einer Religiosität zu entlarven, die im Grunde in Selbstliebe wurzelte und damit „fleischlich“ war und sah sie als Exzesse einer extremen Gefühlsbetontheit an.
 
Andererseits gibt es eine Art von äußerlicher Praxis ohne inneres Erleben, welches aus der Sicht Gottes keinen Wert hat. Es ist für nichts gut. Das Evangelium muss sich durch Veränderungen in unserem Charakter zeigen, die sich durch selbstlosen Dienst in einer Kultur zeigen, die das ICH verherrlicht. Wenn wir unseren Glauben nicht ernst nehmen und wenn wir unseren Willen und unsere Neigungen nicht intensiv ausüben, hilft uns das nicht. Religiöses Leben besteht aus zu großen Dingen, als dass wir lau sein könnten. Echte Religiosität ist immer eine dynamische Sache. Empfindungen sind die treibende Kraft menschlicher Handlungen. Der Schöpfer des menschlichen Wesens stattete den Menschen nicht nur mit Empfindungen aus, sondern er machte sie zur Grundlage menschlichen Handelns.
 
In der Schrift wird heiliges Verlangen oft als wichtiger Teil echter Religiosität erwähnt, welches sich in Sehnsucht und Hungern und Dürsten nach Gott ausdrückt: „Auf deinen Namen und dein Gedenken war das Verlangen der Seele gerichtet“ (Jes 26,8). 

Um Empfänger dieser Bücher werden zu können, sind folgende drei Punkte zu beachten:

  1. Sie müssen TheoBlog regelmäßig lesen (Vertrauenssache).
  2. Sie müssen mir über das Kontaktformular Ihre E-Mail-Adresse mitteilen (und dabei das Stichwort: „Weihnachtspäckchen“ in der Mitteilung erwähnen).
  3. Am 20. Dezember werde ich von meinen Kindern unter allen übersandten Adressen einen Empfänger über ein Losverfahren auswählen lassen und die gewählte Person kontaktieren (Vertrauenssache). Nach Übersendung der Postanschrift schicke ich das Päckchen an den Gewinner.

Vielen Dank fürs Mitmachen!

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