Bücher

Im Schatten des Kreuzes: Verfolgung und Christusnachfolge

31BQweHAiJL._SL500_AA300_.jpgIm Februar 2010 habe ich kurz über die deutschen Herausgabe des Buches In the Shadow of the Cross: A Biblical Theology of Persecution and Discipleship von Glenn Penner berichtet. Das Buch:

  • Glenn Penner: Im Schatten des Kreuzes: Verfolgung und Christusnachfolge – eine biblische Theologie, Brockhaus Verlag, 2011, 432 S., 16,95 Euro

ist inzwischen beim Brockhaus Verlag in deutscher Sprache erschienen. Der Verlag schreibt dazu:

Glenn M. Penner widmet sich in seiner umfassenden Studie einem oft verdrängten Thema: dem Verhältnis von Verfolgung, Leid und echter Christusnachfolge. Hierfür untersucht er ausgewählte Texte der gesamten Bibel – von den fünf Büchern Mose bis zur Offenbarung des Johannes. Außerdem zeigt er, dass es bereits in der Bibel viele verfolgte Menschen gab und dass Gott selbst ein leidender Gott ist. Doch Leid und Verfolgung haben nicht das letzte Wort, sondern Christen dürfen auf ein besseres Leben hoffen, auf die Ewigkeit.

Glenn ist inzwischen selbst bei seinem Herrn. Sein Buch ist ein Vermächtnis. Ich empfehle es.

 

Datenschatten

201104201802.jpgThomas Thiel hat eine hervorragende Rezension zu einem wichtigen Buch geschrieben:

Technik und Wissenschaft, heißt es, hätten die Welt entzaubert, aber man kann auch zu dem Schluss gelangen, dass sich mit dem technischen Fortschritt eine neue Art des Unheimlichen über sie gelegt hat. Man spricht gern von technischer Magie, muss es jedoch nicht Verzauberung nennen. Es ist kein verlockendes, eher ein diffuses und gespenstisches Gefühl, das sich einstellt. Es äußert sich am stärksten dann, wenn maschinelle Leistungskraft dem eigenen Vermögen in Bereichen voraus ist, die man zum engeren Kern der Persönlichkeit rechnet. Wenn Taschenrechner eine bestimmte Art logischen Denkens abnehmen, ist das relativ leicht zu verschmerzen. Wenn aber Algorithmen in Urteil- und Geschmacksbildung eingreifen, wenn sie besser wissen, welches Lied man jetzt gerade hören möchte oder welches Buch man sich als nächstes bestellen sollte, und wenn Fremde Wissen über die eigene Person erlangen, dessen Quellen man nicht kennt und das mit unvermuteten Effekten und in unerwarteten Situationen hervortritt, dann äußert sich das als eine neue Form von prometheischer Scham: die Erfahrung, dass uns nur noch eine fiktive Autonomie bleibt, die von technischen Verfahren unsichtbar kanalisiert wird.

Hier die Buchbesprechung, die auch darauf eingeht, das soziale Netzwerke bereits vor der Einführung von Gesichtserkennungsfunktionen stehen: www.faz.net.

Das Buch gibt’s hier:

 

Vaughan Roberts: Gottes Plan – kein Zufall!

201104121924.jpgDie Bibel ist nach wie vor das meistverkaufte Buch. Trotzdem ist heute der durchschnittliche Europäer nahezu unwissend, was den Inhalt der Heiligen Schrift angeht. Bei Christen steht es um die Bibelkenntnis meist nur geringfügig besser. Wir kennen die zwei großen Teile, also das Alte und das Neue Testament. Wir haben unsere Lieblingsverse und -geschichten, so wie Vers 16 im 3. Kapitel des Johannesevangeliums oder das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Aber kennen wir den heilsgeschichtlich bedeutsamen Unterschied zwischen dem Noahbund und dem Abrahambund? Haben wir uns schon mal gründlich mit den Spreisevorschriften oder dem Aufbau des Tempels beschäftigt? Was eigentlich ist das Reich Gottes? Ist uns beim Bibellesen schon der Christus des Neuen Testamentes im Alten Testament begegnet?

Christen, die eine gute Sonntagsschule oder Jungschararbeit kennengelernt haben, sind im Vorteil. Sie erinnern sich an den Auszug von Ägypten, Daniel und die Löwengrube oder die Speißung der Fünftausend. Da aber auch in der Kinder- und Jugendarbeit oft das Spieleprogramm das Erlernen biblischen Stoffes ersetzt hat, ist auch die christliche Sozialisation keine Garantie dafür, dass die Bibel ein vertrautes Buch ist.

Nun ist eine Arbeitshilfe von Vaughan Roberts erschienen, die helfen kann, die Grundlinien der Bibel von Anfang bis Ende besser zu verstehen. Gottes Plan – kein Zufall!, erschienen beim 3L-Verlag, will jungen und gereiften Christen einen Überblick über die gesamte Bibel verschaffen und dabei zeigen, dass alle 66 Bücher dieses einen dicken Buches aufeinander bezogen sind und in einem engen Verhältnis zu Jesus Christus stehen.

Vaughan Roberts ist Rektor der anglikanischen St. Ebbe’s Kirche in Oxford (Großbritannien) und seit 2009 President des Proclamation Trust, einem Werk, dass besonders den auslegenden Predigtstil stärken möchte. Roberts hat viel Stoff aus dem Klassiker Gospel and Kingdom von Graeme Goldsworthy übernommen, aber dem Buch ein eigenständiges Profil verliehen. Einer kurzen Einleitung in die Bibel folgen acht Kapitel, die angefangen vom Schöpfungsbericht bis hin zum vollendeten Reich im Buch der Offenbarug führen. Die Kapitel sind mit Schlüsselversen, ansprechend gestalteten Tabellen und Abbildungen angereichert (vgl. die Abbildung anbei). Am Ende jeden Kapitels befinden sich Fragen zum vertiefenden Weiterstudium.

Da das Buch nur 158 Seiten umfasst, musste sich der Autor auf die wichtigsten Themen beschränken. Aber die Vereinfachung mitsamt einiger Unschärfen ist die klare Stärke des Buches. Der Leser erkennt schnell wichtige Grundmuster, die das erschließen der Heiligen Schrift enorm erleichtern. So lässt sich Bibel leichter im Zusammenhang lesen. Roberts:

Mit Ausnahme von einigen der Sprüche enthält die Bibel keine isolierten Aussprüche. Ich sollte mich davor in Acht nehmen, wahllos zuzugreifen und einzelne Verse ohne Rücksicht auf ihren Zusammenhang zu entnehmen. Es ist nahezu unvermeidlich, dass ich die Bibel missverstehe, wenn ich sie auf diese Weise lese. Jeder Vers muss im Kontext des Kapitels, in dem er auftaucht, verstanden werden, und jedes Kapitel im Licht des Buches als Ganzem. Und es gibt einen größeren Zusammenhang, den wir ebenso berücksichtigen müssen: die gesamte Bibel.

Roberts liest die Bibel christozentrisch. Er stellt klar heraus, dass Gott schon immer den Plan hatte, Jesus Christus als den Retter für die Welt zu senden. »Die ganze Bibel«, schreibt Roberts, »weist vom Anfang bis zum Ende auf ihn hin«. Obwohl der Autor so wegführt von der vorschnellen Frage: »Was bedeutet der Text für mich«, wird es dem Leser möglicherweise trotzdem »warm ums Herz«. Mir ging es bei der Lektüre ein wenig so wie den Jüngern von Emmaus. Nachdem Jesus ihnen Mose, die Propheten und alle Schriften »auf Christus hin« ausgelegt hatte, fragten sie sich: »Brannte nicht unser Herz, als er unterwegs mit uns redete, als er uns die Schriften aufschloss?« (Lk 24,32).

Das Buch mit kann die Bibellektüre erheblich bereichern und beleben. Ich empfehle es herzlich!

Hier eine Leseprobe und die Abbildung von oben als PDF: Schaubild.pdf.

Das Buch:

  • Vaughan Roberts: Gottes Plan – kein Zufall!: Die Bibel im Zusammenhang erklärt, Waldems: 3L Verlag 2011, 158 S., 12,20 Euro

kann hier bestellt werden:

D.F. Wallace: The Pale King

201104121040.jpgBevor er sich erhängte, kämpfte Kultautor David Foster Wallace an einem Konzept für einen neuen Roman (siehe auch hier), der nun zu lesen ist: The Pale King bietet unfassbar Brillantes zum Thema Langeweile, meint Jörg Häntzschel.

»Infinite Jest« beschrieb eine nahe Zukunft, in der wir uns als Opfer unserer Unterhaltungs- und Betäubungssucht buchstäblich zu Tode amüsieren. Der Roman selbst wurde zum Abbild davon: mit Kaskaden der Verzettelung, mit Spiegelkabinetten, deren erheiternde Brechungen in klaustrophobischem Entsetzen mündeten.

»The Pale King« widmet sich der anderen Seite derselben Medaille: der Langeweile, deren unerträglich lautes Schweigen wir mit Dauerentertainment zu übertönen suchen. Wallace geht es nicht um ihren Weltschmerzaspekt, diesen Standardtopos der Moderne von Flauberts »Éducation Sentimentale« bis zu den Büchern von Bret Easton Ellis. Was ihn interessiert, ist ihre mörderische Mechanik, und was diejenigen tun, die der Langeweile ausgeliefert sind.

Hier die Buchbesprechung: www.sueddeutsche.de.

JesusHouse: Nick Vujicic

Gestern war Nick Vujicic bei JesusHouse (siehe hier ab ca. der zweiten Minute [allerdings MTV-Format]). Großartig, wie dieser Mann in einer scheinbar aussichtslosen Situation durch Jesus Christus Lebensmut findet und nun einer der größten Ermutiger ist, die es auf unserer Welt gibt.

Wer Nick kennenlernen möchte, sollte sich dieses Video anschauen:



Hier noch ein Artikel von Marcus Mockler über Nick. Sein Buch gibt es hier:

Das letzte Wort hat die Liebe

_images_products_big_191121.jpgRob Bells Buch Love Wins wird pünktlich zum Jugendplus-Kongress 2011 auf Deutsch beim Brunnen Verlag erscheinen. Schade. Dieses Buch brauchen wir nicht!

Inzwischen hat sich auch die Evangelische Allianz in Großbritannien hinter eine kritische Rezension des Buches gestellt. Derek Tidball schreibt:

Love Wins however only presents half the truth, which is disturbing to those who believe in the other half of the truth. Old Testament verses are strung together which speak of God’s grace triumphing over Israel’s sin and that their punishment will have a ’sale by‘ date. But he never mentions repentance in this connection as the prophets do, nor the fact that it was a remnant restored to the homeland. His teaching on hell ducks some hard issues while firing out a lot of questions of his own. God’s wrath, and his holiness, is touched on only very inadequately and insubstantially. He says the sacrificial understanding of the cross belongs to a primitive cultural world we no longer inhabit, so he sidesteps a key understanding of the cross. He assumes that people will come round to accept God’s love in the end, and doesn’t see why death is the irreversible cut-off point. But why does he think people will ‚repent‘ after death when they haven’t done so before? He uses some parables that appear to fit his argument but ignores others and uses them all in a somewhat interesting way.

Hier: www.eauk.org.

Mahatma Gandhi

201103311515.jpgWenn stimmt, was in dieser:

neuen Biographie über Mahatma Gandhi steht, dürfte sich das Gandhi-Bild in den nächsten Jahren verschieben. Möglicherweise geht es aber auch bei diesem Buch um »Marketing«, da sich mit steilen Behauptungen in der Presse Verkaufszahlen kostengünstig steigern lassen. Der Autor des Buches, Joseph Lelyveld, war früher Redakteur bei der New York Times und kennt die Spielregeln (vgl. hier).

Hier die The Wall Street Journal-Rezension von Andrew Roberts, die für viel Aufsehen gesorgt hat: online.wsj.com.

Open Theism

201103250527.jpgZum Buch über den »Open Theism« (d.i. eine Gotteslehre, die verneint, dass Gott die Zukunft kennt):

  • J. Piper; P.K. Helseth u. J. Taylor: Beyond the Bounds: Open Theism and the Undermining of Biblical Christianity, Wheaton, Illinois: Crossway Books, 2003, 395 S.

schreibt J.I. Packer:

Here is a weighty tract for the times, in which a dozen Reformed scholars survey the »open theism« of Pinnock, Sanders, Boyd, and colleagues, and find it a confused, confusing, and unedifying hypothesis that ought to be declared off limits. Some pages are heavy sledding, but the arguing is clear and strong, and the book is essential reading for all who are caught up in this discussion.

Der hilfreiche Sammelband kann hier gratis heruntergeladen oder über den nachfolgenden Button gegen Bezahlung bestellt werden:


VD: JT

Edwards: Ein Lehrer der Gnade und die größte Erweckung

201103171309.jpgErfreulicherweise ist Murrays‘ Biographie über Jonothan Edwards nun auch auf deutscher Sprache erschienen. Über das Buch:

  • Jonathan Edwards: Ein Lehrer der Gnade und die Große Erweckung, Bielefeld, CLV, 2011, 576 S., 12,90 Euro

schreibt der Verlag:

Diese gut lesbare, sorgfältig recherchierte Biografie über Jonathan Edwards, der mitunter als größte intellektuelle Gestalt des 18. Jahrhunderts in Amerika wahrgenommen wird, baut auf älteren Lebensbeschreibungen des berühmten Predigers auf, benutzt aber auch Material aus neueren Studien. Edwards´ Theologie wird mit seinem täglichen Leben, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Umfeld, in Beziehung gesetzt. Seine familiären Beziehungen durchziehen die geschichtliche Darstellung, wobei sie gleichzeitig Spannung erzeugen und Mitgefühl wecken. Diese hervorragende Arbeit ist nicht nur eine außergewöhnliche Biografie, sondern dient gleichzeitig als Veranschaulichung dafür, wie die Gemeinde heute aus ihrer Geschichte lernen kann und was sie darüber hinaus tun sollte.

Ich rate sehr zum Kauf des Buches. Wer sich die außergewöhnlich preiswerte Ausgabe nicht leisten kann, darf sich hier die PDF-Datei herunterladen: 256306.pdf.

Ein großes Dankeschön an den Verlag!

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