Autorenname: Ron

Jay E. Adams 1929–2020

Jay Adams ist am 14. November 2020 in die ewige Ruhe bei seinem Herrn eingetreten. Er wurde 91 Jahre alt.

Adams war vor allem als Begründer der modernen biblischen Beratungsbewegung bekannt, die mit der Veröffentlichung seines bahnbrechenden Buches Competent to Counsel im Jahr 1970 ins Leben gerufen wurde. Er war ein Vorkämpfer für die Sache der biblischen Suffizienz in der Seelsorge und kämpfte gegen das Vordringen der säkularen Psychologie in die Beratungsräume von Pastoren und christlichen Laien an.

In den 80-er Jahren war die Seelsorge nach Adams in Deutschland recht verbreitet, da viele seiner Bücher übersetzt wurden. Seine Seelsorge musste allerdings auch sehr viel Kritik über sich ergehen lassen.

Jay Adams arbeitete zuletzt für das The Institute for Nouthetic Studies. Die Christian Counseling & Educational Foundation (CCEF) hat viele Impulse von Adams aufgenommen und gründlich weiterentwickelt.

Hier ist ein Rückblick auf sein Leben zu finden: nouthetic.blog.

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Homosexualität und christlicher Glaube

In dem Beitrag „Der Kreis schließt sich“ habe ich im Juli 2020 die Hoffnung ausgesprochen, dass demnächst Beiträge erscheinen werden, die die offensichtlichen und weniger offensichtlichen Schwachpunkte des Buches Homosexualität und christlicher Glaube: Ein Beziehungsdrama, erörtern. Tatsächlich sind inzwischen mehrere sehr hilfreiche Rezensionen erschienen. Eine Auswahl:

Die meines Erachtens förderlichste Besprechung stammt von Thomas Jeising und erschien ursprünglich in der Zeitschrift Bibel und Gemeinde (4/2020, S. 27–39). Nun ist sie auch als Rezension bei Evangelium21 veröffentlicht worden. Zum Einstieg heißt es:

Es ist beinahe unmöglich, eine gewöhnliche Buchbesprechung zu dem vorliegenden Titel1 abzuliefern. Das hat eine Reihe von Gründen, die ich darlegen werde. Es wäre vielleicht sogar ungerecht, wenn man das Werk nur wie ein Buch beurteilen würde. Denn der Leser bekommt ungefragt auf 96 Seiten eine Therapiestunde bei einem Facharzt für Psychotherapie und Psychosomatik zum Discounterpreis, allerdings wird die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen.

Das Werk ist also irgendwie besonders, anders lassen sich seine Wirkung und die Aufregung darum auch gar nicht deuten. Denn das Buch, das Homosexualität unter Christen als positive Lebensform qualifizieren will, enthält kein einziges neues Argument, keine neue Idee, auch fasst es nicht die jahrzehntelange Diskussion zusammen. Und nicht einmal für den Vorschlag an evangelikale und konservative Gemeinden, eine Trauhandlung für zwei Menschen gleichen Geschlechts einzuführen, die nicht nur treu und verbindlich zusammenleben wollen, sondern auch für eine gegenseitige sexuelle Befriedigung eintreten, kann es ein Copyright beanspruchen.

Na, wenn das nicht neugierig macht. Die vollständige Buchbesprechung gibt es hier: www.evangelium21.net.

Abraham Kuyper: Ein christlicher pluraler Demokrat

Abraham Kuyper starb vor 100 Jahren. Der DLF informiert über den Vater des Neo-Calvinimus. Zu Wort kommt neben Victor D’Assonville vom RTS auch der Kirchengeschichtler Hans-Georg Ulrich, der das Buch:

veröffentlich hat.

 

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Sprachverordnung

Die Frankfurter Stadtverwaltung will durch die Verwendung von „geschlechtergerechter Sprache“ Klischees und Stereotype überwinden, so etwa eine binäre Sicht auf das menschliche Geschlecht. Die Handreichung soll sich auch an die Öffentlichkeit richten. Damit schreibt die Behörde vor, wie Menschen zu sprechen und damit auch zu denken haben:

Wie es in der Broschüre heißt, soll eine geschlechtersensible Sprache traditionelle Normen und Rollenbilder in Frage stellen und zur Überwindung von Klischees und Stereotypen beitragen. Frauen und Männer sollten sich gleichermaßen angesprochen fühlen, aber auch diejenigen sollten einbezogen werden, die sich nicht eindeutig einem biologischen oder sozialen Geschlecht zuordnen könnten oder wollten. Zu den „überholten Sprachgewohnheiten“, die geändert werden müssten, zähle das generische Maskulinum. Weil es Frauen und nichtbinäre Personen nur „mitmeine“, aber nicht eindeutig benenne, sei es für „eine der Sorgfalt und Genauigkeit verpflichtete Kommunikation nicht geeignet“.

Einer der Tipps lautet deshalb, sogenannte Doppel-Kurzformen wie „Liebe Mitarbeiter*innen“, „liebe Mitarbeiter:innen“ oder liebe „Mitarbeiter_innen“ zu verwenden. Das Sternchen, der Doppelpunkt und der Unterstrich verwiesen auf die Vielfalt diverser Geschlechtsidentitäten: „Auch intergeschlechtliche, trans* und queere Personen fühlen sich hiervon angesprochen und repräsentiert.“ Beim Sprechen könnten die Zeichen durch ein kurzes Innehalten kenntlich gemacht werden.

Mehr hier: www.faz.net.

Warum „cooles Christentum“ noch nie eine gute Idee war

Brett McCracken, Autor des Buches Hipster Christianity: When Church And Cool Collide, rechnet mit dem progressiven Christentum ab:

Anfang des 21. Jahrhunderts war „Relevanz“ zum wichtigsten Schlagwort der westlichen evangelikalen Christenheit geworden. Pastoren, Gemeindeleiter und andere christliche Schlüsselpersonen empfanden eine neue Dringlichkeit, das Evangelium für die nächste Generation ansprechender zu gestalten – immerhin zeigten Umfragen, dass sich junge Leute in nennenswerter Zahl vom Glauben abwandten. Also versuchte man, dem Glauben ein neues Image zu verpassen. Das war die Zeit, in der das Magazin Relevant [in den USA] ins Leben gerufen wurde, Donald Millers Buch Blue like Jazz erschien und Rob Bell zu einer Art evangelikalem Steve Jobs aufstieg. Karos, Röhrenjeans, Bart und Tattoos wurden zur inoffiziellen Standarduniform eines Pastors. Es ging darum, den Glauben neu zu vermarkten, einen weniger gesetzlichen, dafür kultur-freundlicheren, „emergenten“ Glauben zu propagieren, der anders war als die angestaubte Religion unserer Großeltern.

In meinem vor zehn Jahren erschienenen Buch Hipster Christianity: When Church and Cool Collide habe ich diese problematische Zeit mit großer Genauigkeit nachgezeichnet. In vieler Hinsicht ist dieses Buch inzwischen nur noch ein nostalgisches Relikt – ein Zeitzeuge eines bestimmten Segments des Evangelikalismus an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Doch die Tatsache, dass es sich um ein Buch mit Ablaufdatum handelt, bestätigt den springenden Punkt, auf den ich damals hinwies: dass „cooles Christsein“ – wenn kein Oxymoron – zumindest vergebliche Mühe ist. Ein auf Relevanz ausgerichtetes Christentum sät selbst den Samen dafür, eines Tages überholt zu sein. Statt das Christentum zu retten oder wiederzubeleben, wird es durch Hipster-Glauben auf die Ebene eines Konsumguts reduziert – ebenso schnelllebig und vergänglich wie die Mode der neuesten Laufsteg-Kollektion. Wenn man die Relevanz des Christentums an seiner Fähigkeit festmacht, die Gunst der „Coolen“ zu erlangen – die doch nur die derzeitigen sind in einer langen Geschichte der evangelikalen Vorliebe für Prestige –, dann führt das ernsthaft in die Irre.

Mehr: www.evangelium21.net.

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Glaubt nicht so an die Kirche wie an Gott

Heinrich Bullinger (Schriften, Bd. III , 2006, S. 185):

Der heilige Augustin sagt in seiner Schrift über den Glauben und das Glaubensbekenntnis Folgendes: „Ich glaube, dass es eine heilige Kirche gibt.“ Er sagt nicht: „Ich glaube an die heilige Kirche.“ Außerdem werden seine Worte an die Neubekehrten im ‚Dekret‘, Teil ‚Über die Weihung‘, Distinktion 4, Kapitel „In der ersten“, so angegeben: „Ich habe nicht gesagt, dass ihr an die Kirche wie an Gott glauben sollt, vielmehr sollt ihr einsehen, dass ich gesagt habe, ihr sollt in der heiligen allgemeinen Kirche wandeln und dabei an Gott glauben.“

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Abraham Kuyper starb vor 100 Jahren

De Ware Jacob 3e jaargang nr 16 16 januari 1904 Tekening van Albert HahnVor 100 Jahren, am 8. November 1920, starb Abraham Kuyper in Den Haag (Niederlande). Der Theologe und Politiker ist in Deutschland nur einer eingefleischten Subkultur vertraut. In den Niederlanden hatte er bereits zu Lebzeiten eine große Gefolgschaft. Dort, sowie in den USA und in Südafrika, gilt er bis heute als einer der bedeutendsten Vertreter einer calvinistischen Theologie, die sich unter den Bedingungen der Moderne bewährt. Sein Todestag bietet eine günstige Gelegenheit, sich mit dem Vater des Neo-Calvinismus und seiner Weltanschauung vertraut zu machen.

Mehr dazu gibt es hier: www.evangelium21.net.

Der Vatikan erklärt die Worte des Papstes

Vor einigen Tagen habe ich darüber berichtet, dass Papst Franziskus in einer Dokumentation die zivilrechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partner befürwortet hat und damit innerkirchlichen Diskussionen ein Steilvorlage gegeben hat (siehe hier). Der Vatikan hat sich inzwischen in die Auseinandersetzung um die richtige Deutung der zitierten Worte eingeschaltet. Er weist laut FAZ darauf hin, „dass es sich um aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen aus einem früheren Interview handele“. Die FAZ weiter:

Der Vatikan teilte den Bischöfen nun mit, es handle sich um zwei Aussagen aus einem früheren Interview des Papstes, das er 2019 mit dem mexikanischen Fernsehsender Televisa geführt habe. Die beiden Sätze stammten ursprünglich aus unterschiedlichen Zusammenhängen, seien in dem Dokumentarfilm jedoch zu einer Antwort zusammengefügt worden. Das habe Verwirrung gestiftet.

Der Satz über das Recht auf eine Familie bezieht sich laut vatikanischer Darstellung in seinem ursprünglichen Zusammenhang darauf, dass Homosexuelle von ihrer Familie nicht diskriminiert werden sollten. In diesem Sinne hatte sich Franziskus 2016 auch in seinem Schreiben „Amoris laetitia“ geäußert. Der Satz über die rechtliche Anerkennung fiel demnach in einem anderen Teil des Interviews, in dem es um die Ablehnung eines Gesetzes zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe 2010 in Argentinien ging. Der heutige Papst und damalige Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, hatte dieses Gesetz damals abgelehnt.

Hier der vollständige Artikel von Thomas Jansen: www.faz.net.

Peter J. Williams: Glaubwürdig

Williams GlaubwuerdigSo manche Christen und solche, die sich für den christlichen Glauben interessieren, kämpfen mit der Frage, ob die Evangelien verlässlich über das Leben und den Dienst von Jesus Christus berichten. Peter J. Williams hat ein kleines, hilfreiches Buch über die Vertrauenswürdigkeit der Evangelien geschrieben. John Stoller stellt das Buch vor:

Peter J. Williams gelingt es, in einer relativen Kürze viele Argumente für die historische Zuverlässigkeit der Evangelien zu erörtern. Dies tut er überzeugend und auch sachlich, ohne dabei zu voreiligen Schlüssen für die Glaubwürdigkeit der Evangelien zu kommen. Das zeigt sich schon daran, dass er nicht mit einer Untersuchung der Evangelien selbst beginnt, sondern mit Überlieferungen von drei säkularen bedeutenden Schriftstellern der Antike und ihren Aussagen über das frühe Christentum (S. 15ff). Positiv finde ich persönlich, dass Williams nicht nur klassische Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien anführt, wie etwa ihre zuverlässige Überlieferung. So vergleicht er auch parallele Evangelienberichte, und zeigt an mehreren Beispielen auf, dass die Autoren der Evangelien häufig ungeplant übereinstimmen, was ihre Beschreibungen als echt erscheinen lässt (S. 87 ff).

Das Buch ist für Christen geeignet, die möglicherweise in Zweifel über die Vertrauenswürdigkeit der Bibel geraten sind. Hier finden sie gute und nachvollziehbare Gründe für die Echtheit der Evangelien, wodurch sie zugleich auch in eine Begegnung mit ihrer zentralen Person, Jesus Christus, gebracht werden. Ebenso ist die Lektüre Christen eine Hilfe, die im Austausch mit Kirchendistanzierten nach Argumenten suchen, um ihren Glauben überzeugend darzustellen.

Mehr: www.evangelium21.net.

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