Polyamore Christen

Vor Jahren las ich einmal, dass der emergente Tony Jones an einer christlichen Ethik für Polyamorie arbeitet (Bezeichnung für eine Form des Liebeslebens, bei der eine Person mehrere Partner liebt und zu jedem einzelnen eine Liebesbeziehung pflegt, vgl. auch hier). Heute wurde ich auf einen Artikel der Zeitschrift CHRISTIANITY TODAY aufmerksam gemacht, indem darlegt wird, dass das Thema längst in den christlichen Gemeinden angekommen ist. Die Frage lautete nicht mehr, ob wir uns in den Gemeinden mit dem Thema beschäftigen, die Frage ist: Was geben wir für Antworten?

Zitat:

Wie können sich Pastoren und Leiter auf die Behandlung von Fragen im Zusammenhang mit der Polyamorie vorbereiten? Mehrere Pastoren sagen uns, dass es immer häufiger vorkommt, dass Menschen, die sich als Polyamore identifizieren, nach der Meinung ihrer Gemeinde zu diesem Thema fragen. Werden sie akzeptiert und bestätigt werden? Die Diskussion ist noch jung genug, so dass die meisten Pastoren noch etwas Zeit haben, um eine robuste, mitfühlende und durchdachte Antwort auf die Frage zu geben: „Schließt ihre Gemeinde Menschen ein, die als polyamor bezeichnet werden?“

Hier der interessante Beitrag: www.christianitytoday.com.

VD: AW

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Jutta
Gast
Jutta

Mir drängt sich mehr und mehr der Eindruck auf, dass Gott den Westen dahingegeben hat. Christliche Polyamorie kann es nicht geben. Diese Menschen sind wie verwöhnte Kinder die meinen einen Anspruch zu haben auf jedes noch so perverse „Vergnügen“ und das Allerperverseste ist, dass sie die Verfügungsgewalt über Gott haben wollen. Als Pastor und Leiter kann es nur eine Antwort geben: ein Nein und Gemeindezucht. Wer das toleriert, vergiftet die ernsthaften Christen und gibt das Kreuz der Lächerlichkeit preis. Da wird auch Seelsorge nicht mehr helfen, oder die Entschuldigung, man wäre – in welcher Form auch immer – missbraucht worden.… Weiterlesen »

Klaus
Gast
Klaus

Das ist nichts Neues. Möge Gott die Gemeinde bewahren, hier falsche Wege zu gehen. Selbst die Pforten der Hölle können die Gemeinde (die wahre) nicht überwinden.

Übrigens: Sollte es nicht „sich als Polyamore identifizieren“ heißen statt „sich als Polyamorie identifizieren“

Jörg
Gast
Jörg

Der Mensch beweist, dass er mit Freiheit nicht umgehen kann Dazu fällt mir ein Zitat des französischen Schriftstellers Michel Tournier ein. Er sagte 1974 der Zeit: Je höher der Lebensstandard, desto größer die Einsamkeit. Der Reiche ist der Mensch, der sich seinen separaten Logenplatz leisten kann. Das ist sie, die Einsamkeit. Anfänglich erfährt er zuallererst einmal die Freiheit: je reicher, desto freier. Wunderbar! Doch je reicher einer ist, desto vereinsamter ist er auch. Das erklärt auch, weshalb über unseren hochentwickelten, immer höher entwickelten Gemeinwesen ein vierfacher Fluch liegt, der Fluch der Freiheit per definitionem: Selbstmord, Rauschgift, Kriminalität und Geisteskrankheit. Unterstellen… Weiterlesen »

FrankS
Gast
FrankS

Manchmal genügt es wohl einen neuen „Fachbgefriff“ für ein altes Problem des gefallenen Menschen zu finden, um es wieder in den Fokus zu rücken. Positiv daran fände ich, dass sich dadurch vielleicht auch fromme Gemeinden auf biblischer Basis wieder trauen, sich auch in das Leben der Gemeindegliedern auch außerhalb der expliziten Gemeindeaktivitäten einzumischen.

Clemens Altenberg
Gast
Clemens Altenberg

Für mich ist Polyamorie undenkbar, und das wäre sicher auch so, wenn ich kein Christ wäre, das liegt in meiner Natur (auch wenn Darwin mir da widerspricht). Gemeindezucht brauch ich dafür nicht. Klar, der Zeitgeist ist unchristlich, nur wann war er das nicht in irgendeinem Sinn? In welche Zeit sehnt ihr euch zurück, welchem „verlorenen Paradies“ trauert ihr nach? Warum ist fehlgeleitete sexuelle Freiheit so viel schlimmer, als das was viele Jahrhunderte lang unter vielen Christen üblich war – übertriebene Körperfeindlichkeit, Geringschätzung von Frauen, Antisemitismus, Hass und Krieg gegen die jeweils andere Konfession, weil die des Teufels sei… Der Islam… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Gast
Markus Jesgarz

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage im 3. Absatz am Anfang:
https://theoblog.de/polyamore-christen/34841/comment-page-1/#comment-86695
Jede Zeit hat ihre eigenen Probleme, aber wir können doch dankbar sein, dass die innerchristlichen Uneinigkeiten keine Toten mehr fordern.
Meine Meinung ist: 
Die derzeitigen innerchristlichen Uneinigkeiten über die Abtreibung von ungeborenem Leben fordert einige Tote.
Im Beitrag:
Eine Bewertung über den marxistischen Humanismus, Neomarxismus und Kulturmarxismus
Teil 2 von 2
von Norman L. Geisler und Christopher T. Haun im Jahr 2017 steht unter „Anmerkungen am Ende [5]“ im 6. Satz:
https://normangeisler.com/marxism-2/#_ftn5
In den USA legalisierten die säkularen Humanisten (mit neodarwinistischen und neomarxistischen Tendenzen) 1973 die Abtreibung, und etwa 60 Millionen ungeborene Amerikaner wurden geopfert.

Matze
Gast
Matze

Mich erinnert das wieder mal an den Frosch im erwärmten Wasser: die Grenze des moralisch machbaren unter Christen wird immer weiter ausdehnt und irgendwann wird der Kern des Evangeliums verlassen sein. Nur: merken wir es dann noch?

Jutta
Gast
Jutta

Also, ich für meinen Teil trauere keinem „verlorenen Paradies“ nach, denn nach dem Sündenfall gab es ja nie mehr eins und natürlich war der Zeitgeist immer gegen Gott gerichtet, sonst hätte ja der Herr Jesus nicht am Kreuz sterben müssen. Dazu zähle ich ebenso die Leibfeindlichkeit, das Zölibat usw .. Ist es aber deswegen nicht umso wichtiger, Klartext zu reden … ohne in Extreme zu verfallen? Und Gemeindezucht ist biblisch, hat aber mit Hass nichts zu tun. Ich finde: jeder Verein hat Satzungen und Regeln. Wer damit nicht einverstanden ist, muss dem Verein ja nicht beitreten. So sehe ich das… Weiterlesen »