Bücher

Wie finde ich gute Bibelkommentare?

Beale_Revelation.jpgMit Kommentaren zu biblischen Büchern ist das oft so eine Sache: Sie sind in der Regel sehr teuer und nicht alle halten, was sie versprechen. Es kommt also auf eine gute Auswahl an.

Keith Mathison hat in einer Liste die aus seiner Sicht jeweils fünf besten englischsprachigen Kommentare zu jedem Buch der Bibel zusammengestellt und dabei oft eine gute Wahl getroffen: www.ligonier.org.

Außerdem hier noch einmal der Hinweis auf BestCommentaries.com und einen Vergleich von deutschsprachigen Kommentaren unter Logos von Manuel Becker.

VD: JT

Gott und Vernunft

GottundVernunft.jpgDass der Glaube an den Gott des Christentums nicht im Widerspruch zur Vernunft steht, haben große Denker von der Antike bis zur Gegenwart immer wieder betont und gezeigt. Trotzdem erfreut sich der Irrationalismusvorwurf gegenwärtig großer Beliebtheit.

Eine neue Buchveröffentlichung des ProfessorenForums, die Aufsätze zum Thema »Gott und Vernunft« gesammelt hat, ist nun erhältlich:

Enthalten sind Beiträge z.B. von Horst W. Beck, Michael Behe, William A. Dembski, Richard Reichel oder Thomas Schirrmacher. Auch ein kleiner Beitrag von mir ist dabei.

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ESV Study Bible ist Buch des Jahres

41FmLd2EB3L._SL160_.jpgFür das WORLD Magazine ist die ESV Study Bible (ESVSB) das Buch des Jahres (vgl. auch hier). Unter den anderen 40 Top-Werken finden sich Bücher von Thomas Oden (How Africa Shaped the Christian Mind), Herman Selderhuis (Calvin Biographie John Calvin: A Pilgrim’s Life), David F. Wells (The Courage to Be a Protestant) oder Michael Horton (Christless Christianity: The Alternative Gospel of the American Church ).

Hier die vollständige Liste: www.worldmag.com.

Brian McLaren und seine Orthodoxie

51eWdgByKyL._SL160_.jpgDas Buch A Generous Orthodoxy (dt. etwa »Eine weitherzige Orthodoxie«) ist bisher das gehaltvollste Werk von Brian McLaren. Phyllis Tickle rückt es in ihrem Geleitwort in die Nähe der 95 Thesen von Martin Luther. So wie der deutsche Reformator dem Europa des 16. Jahrhunderts einen Spiegel vorgehalten habe, so übernehme McLaren diese Aufgabe im 21. Jahrhundert. Die Emerging Church könne das nordamerikanische Christentum ähnlich verändern, wie der Protestantismus das europäische Christentum reformiert habe.

Ich habe vor zwei Jahren das Buch gelesen und eine Rezension geschrieben, die nun hier herunter geladen werden kann: mbstexte126.pdf.

P.S.  Phyllis Tickle wurde übrigens kürzlich von Rob Bell eingeladen und hat in der Mars Hill Bible Church eine aufschlussreiche Predigt gehalten. Sie sagte unter anderem:

Ich möchte sicher sein, dass das, was ich sage, auch das ist, was ihr hört. In dieser Zeit mit solchen Sachen wie die zunehmende Globalisierung, den Medien und dem Informationsaustausch, hören wir mehr und mehr über die Tatsache, dass alle Religionen gleich sind, dass alle Religionen an denselben Ort führen. Wir hören, dass alle Religionen sich sehr ähnlich sind und dass sie wahrscheinlich alle zu dem gleichen Gott sprechen. Sie unterscheiden sich voneinander einfach nur durch ihre unterschiedlichen kulturellen Kontexte.

Warum Tim Keller in der Großstadt erfolgreich Gemeinde baut

imagesTim Stafford stellt für CT Pastor Tim Keller vor und erklärt uns, warum er gern und erfolgreich in Manhatten Gemeinde baut. Die Kellers haben eine geistliche Perspektive für Menschen in der Großstadt entdeckt und arbeiten beharrlich daran, dass die Menschen selbst eine neue Identität finden:

The Kellers became absolute enthusiasts for the city. Artist Makoto Fujimura had returned from years of study in Japan to join the New York art scene, but he lived with his wife and young children in a safe New Jersey suburb. »Tim was the first to say, ›Live in the city.‹ That was really compelling. I’d never heard that before. It was a crazy idea.«

Keller’s reading of Scripture fueled his enthusiasm. Conn had taught him a positive biblical view of cities. As he studied New York, he began to draw out that understanding. Surely God’s command to exiled Israelites applied to Christians in New York: »seek the peace and prosperity of the city to which I have carried you« (Jer. 29:7). Long before that, God had designated cities as places of refuge when Israel entered the Promised Land. They remain so today, Keller noted—which explains why poor people, immigrants, and vulnerable minorities such as homosexuals cluster in cities. They attract people who are open to change. Paul did most of his missionary work in cities, and early Christianity flourished within them. Revelation portrays the final descent of the kingdom of God to earth as a city, although a garden city, with fruit trees and a life-giving river at its center. Keller suggests that, had Adam and Eve lived sinlessly and obeyed God’s directions, they would have made Eden into just such a city.

rfg.jpgHier der vollständige Artikel: www.christianitytoday.com.

Empfehlen möchte ich hier auch das Buch:

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Jerram Barrs‘ neues Buch über die Frauen

51kcQDu9mPL._SL160_.jpgJerram Barrs, Dozent am Francis Schaeffer Institute, hat eine neues Buch geschrieben. In:

entwickelt er Antworten auf die Frage: Was denkt Gott über Frauen? In der Einleitung erklärt er die Motive für das Buch mit folgenden Worten:

I have been deeply troubled in our churches by the way much teaching on women begins with the restrictive passages in 1 Corinthians 11 and 14 and 1 Timothy 2 and often ends there. It is not that those passages are insignificant, but I have been eager to ask a more foundational question: How does the Lord see women? I felt the best way to answer this question was to look at particular women whose stories are told in the Scriptures and to reflect on what God has to say. What does God think about women, and how does he treat them? My passionate desire and prayer is that the book will be an encouragement to women and a challenge to men to treat women with the same honor that the Lord himself shows. I originally gave these studies to about two hundred women in the setting of a women’s ministry at a local church. They were greatly encouraged by the studies, and it was these women who urged me to write this book.

Die Einleitung und das erste Kapitel des Buches kann hier herunter geladen werden: crossway.org.

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Warranted Christian Belief online

Warrant.jpg Warranted Christian Belief ist wahrscheinlich das reifste Buch des Philosophen Alvin Plantinga (siehe auch Ist der Glaube an Gott rational?).

Plantinga geht in diesem 505-Seiten-Werk der Frage nach, ob der christliche Glaube an Gott vernünftig gerechtfertigt und gewährleistet (eng. warranted) ist. Er kommt zu dem Ergebnis, dass dieser Glaube unabhängig von den Argumenten der natürlichen Theologie basal gewährleistet sein kann, wenn er wahr ist.

Der Text dieses bedeutenden Buches steht nun online: www.ccel.org.

Interview mit Os Guinness über Francis Schaeffer

Am 15. Mai 1984 starb Francis Schaeffer in Rochester (U.S.A.) nach schwerer Krankheit.

Justin Taylor hat sich anlässlich seines 25. Todestages mit Os Guinness unterhalten. Guinness, der eine Zeitlang bei Schaeffers wohnte, spürt täglich, dass er Francis viel zu verdanken hat:

A host of misunderstanding swirls around Francis Schaeffer’s reputation today. The two that concern me most are about his apologetics and his significance. Many who cite his apologetic approach have a comically wooden understanding of how he approached people to win them to faith. I have yet to see the book that does justice to the sheer brilliance of his way of presenting the gospel.

As far as his influence, he had a massive impact on the lives of individuals, including me, but his wider significance was as a ‘gatekeeper,’ or a door opener. When almost no Evangelicals were thinking about culture and connecting unconnected dots, Schaeffer not only did it himself but blazed a trail for countless others to follow. Many who trumpet their disagreements with him today owe their very capacity to disagree to his influence a generation ago. A little man in stature, he was a giant in influence, and many who have gone further have done so only by standing on his shoulders. I for one owe far more to Francis Schaeffer than I can ever say, and I live daily in his debt.

Das ganze Interview kann hier gelesen werden: theologica.blogspot.com. Wer sich gern mit dem Leben und Werk von Schaeffer vertraut machen möchte, kann in diesem Blog stöbern oder sich, noch besser, folgendes Buch besorgen:

7b4be78096Zum Buch: Francis August Schaeffer (1912–1984) zählt zu den bedeutendsten christlichen Apologeten des 20. Jahrhunderts. Durch seine Bücher (z. B. Gott ist keine Illusion, Wie sollen wir denn leben? und Preisgabe der Vernunft), Vorträge und das 1955 gegründete Schweizer Studienzentrum L’Abri (›Zuflucht‹) wurden er und seine Frau Edith weltweit bekannt und halfen unzählbar vielen Menschen, ihren Glauben zu festigen sowie intellektuell verantwortbar und kulturrelevant zu bezeugen. Die so genannten »L’Abri-Fellowships« haben bei der Entwicklung gegenwartsnaher Glaubensstile Pionierarbeit geleistet und gezeigt, dass Christen gesunde reformatorische Lehre mit einer aufrichtigen Liebe für die Menschen verbinden können. Die idea-Dokumentation »Wahrheit und Liebe« lädt ein, sich mit dem Leben und Werk von Francis Schaeffer (erneut) auseinanderzusetzen und von ihm zu lernen. Mit Beiträgen von Dick Keyes, Gordon R. Lewis, Udo W. Middelmann, Wim Rietkerk, Thomas Schirrmacher, Stephen J. Wellum und anderen.

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Sind Evangelikale eine Bedrohung für die offene Gesellschaft?

51esVN3NrLL._SL160_.jpgDie ARD Journalisten Oda Lambrecht und Christian Baars haben ein viel beachtetes Buch über die Evangelikalen geschrieben (vgl. hier). In ihrem Werk Mission Gottesreich: Fundamentalistische Christen in Deutschland stellen sie die These auf, dass ein Netzwerk evangelikaler Glaubensgemeinschaften Minderheiten diskriminiert, gegen Andersgläubige hetzt und nach politischer Macht greift. Das Buch vermitteltet über viele Seiten hinweg den Eindruck, die nutzlosen Evangelikalen seien eine fundamentalistische Bedrohung für eine sonst weitestgehend offene Gesellschaft.

Thomas Schirrmacher hat das Buch kritisch gelesen und in einem Kommentar herausgearbeitet, dass sich die Agitation der Autoren stellenweise gegen alle Christen mit festen Glaubensüberzeugungen wendet, dabei allerdings die Evangelikalen in ein besonders schlechtes Licht gerückt werden:

Das Buch redet durchgängig so abfällig über die Evangelikalen, dass man sich fragt: Soll ihnen das Wahlrecht entzogen werden? Soll ihnen der Zugang zu den Medien verboten werden? Sollen sie auswandern? Für mich wirkt das ganze Buch über weite Strecken so, als wenn man eine unliebsame Gruppe, deren gesellschaftliches Engagement man ablehnt, undemokratisch vom Markt werfen will. Haben die 1,4 Millionen Evangelikale denn kein Recht, wie alle anderen auch friedlich in der Demokratie ihre Stimme zu erheben? Evangelikale sollen keinerlei staatliche Zuwendungen aus Steuergeldern mehr erhalten (MG 198) – was nebenbei sowieso selten der Fall ist. (Sollen die Evangelikalen denn dann auch keine Steuern mehr zahlen?) Die Behörden sollen endlich gegen Heimunterricht schärfer vorgehen (MG 198–199), also noch schärfer, als es die staatlichen Gerichte zulassen? Und dass, wo Deutschland dass schärfste Schulpflichtgesetz eines freien Landes weltweit hat? Dass in Deutschland mindestens die Hälfte der Homeschooler nichtreligiöse Motive haben, dass es eine linksgerichtete Unschoolingbewegung gibt, dass mehrere Erziehungswissenschaftler an deutschen Universitäten Homeschooling unter staatlicher Kontrolle prinzipiell für gleichwertig und in bestimmten Fällen – etwa für Hochbegabte – sogar für empfehlenswert halten, wird verschwiegen, ebenso, dass die Masse der Evangelikalen die Homeschooler ablehnen und es darüber eine heftige innerevangelikale Diskussion gibt. Die Autoren diskutieren ernsthaft, ob sich das Verbot religiöser Werbung in Rundfunk und Fernsehen nicht auch auf Sendungen bezieht, die man als Missionierung Andersgläubiger verstehen könnte (MG 181). Da sie gleich noch die steigende Zahl »bibeltreuer Internetseiten« erwähnen (als wenn nicht die Zahl der Internetseiten aller Gruppen, die sich im Web tummeln, stiege), dürften sie das wohl auch einschränken wollen. Da die Autoren gleich anschließend gegen die Ausstrahlung eines freikirchlichen Gottesdienstes im ZDF wettern (MG 182–185), dürfte ihr Anliegen klar sein. Jedenfalls fehlt jedes Bekenntnis, dass Evangelikale dasselbe Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit haben, wie alle anderen auch. Denn es sollte selbst dann eingeschritten werden, wenn die zuständige Medienaufsicht (MG 181) keine rechtliche Handhabe sieht!

Die Rezension kann hier herunter geladen werden: kommentar_schirrmacher.pdf.

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