Vom Umgang mit der Bibel
Bernhard Rothen schreibt in Die Klarheit der Schrift (Bd. 1, 1990, S. 44):
Das Verstehen beginnt doch damit, daß man sich Zeit nimmt für das, was man verstehen will. Zeit aber hat der Mensch nicht beliebig viel. Also muß er aus- und abgrenzen. Das Verstehen der Schrift beginnt also gerade damit, daß man sie von anderen Texten abgrenzt und sie aus der Menge der übrigen Bücher heraushebt, im Vertrauen darauf, daß der besonders hingebungsvolle Umgang mit ihr sich lohnt, daß sie die inhaltlichen und die formalen Qualitäten besitzt, um ihre Schüler richtig und heilsam zu leiten, auch wenn sie nicht die Menge der Sekundärliteratur zu bewältigen vermögen. Haben wir dieses Vertrauen zur Schrift noch – oder stehen wir nicht mehr auf dem Boden der Reformation, sondern auf dem einer neuen „historisch-kritischen“ Scholastik?
Ich habe das Buch Thy Word Is Still Truth: Essential Writings on the Doctrine of Scripture from the Reformation to Today bereits
Im Jahr 2014 wird wieder eine reformationshistorische Tagung an der STH Basel stattfinden. Nach der Calvin-Tagung (2009) und der Tagung „Basel als Zentrum des geistigen Austausches in der frühen Reformationszeit“ (2012) wird es diesmal um das Thema „Bibelauslegung und -hermeneutik in der Reformationszeit“ gehen. Vorbereitet wird das Ereignis von Johann Anselm Steiger (Hamburg), Christine Christ-von Wedel (Basel) und Sven Grosse, mit Beratung durch Berndt Hamm (Erlangen/Ulm).