FAZ: Rat der Ev. Kirche rügt den Beitrag von »Frontal 21«
Die FAZ berichtet in der heutigen Ausgabe über die Stellungnahme der EKD zur unangemessenen Kritik an den Evangelikalen. Im Artikel »EKD nimmt Evangelikale gegen Kritik in Schutz« (Montag, 7. September, Nr. 2007, S. 4) heißt es:
Der Rat, das Leitungsgremium der EKD aus Laien und Theologen, wendet sich insbesondere gegen einen Beitrag des ZDF-Magazins »Frontal 21« vom 4. August, der unter dem Titel »Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer« über den Fall der beiden im Jemen ermordeten Bibelschülerinnen der evangelikalen Bibelschule Brake berichtete.
Das »Grundübel« des Beitrags sei ein undifferenzierter Umgang mit dem Begriff des Fundamentalismus. Der Rat der EKD rügt, der Bericht vermenge die Tradition christlicher Märtyrer, die Gewalt erlitten, aber nicht ausübten, mit dem Tun islamistischer Selbstmordattentäter. Der Beitrag benutze fragwürdige journalistische Mittel und genüge nicht dem Anspruch des ZDF, Qualitätsfernsehen zu bieten.
Der deutschen Lutheraner Hans Joachim Iwand (1899–1960) widmete sich in seinen letzten Lebensjahren leidenschaftlich der Erneuerung der evangelischen Theologie, die seiner Meinung nach die verhängnisvolle Aufspaltung von Glauben und Wissen verinnerlicht hatte. Er suchte eine Theologie, die der »Theokratie des Atheismus« etwas Wirkliches und Wirksames entgegenzusetzen hatte und dazu verhilft, alle Bereiche des Lebens für Gottes Offenbarung in Christus zu öffnen. In einem Brief an G. Eichholz schrieb er 1953 dazu:
Heute, am 500. Geburtstag von Johannes Calvin, sitze ich gar nicht so weit weg von Genf in der wunderschönen Schweiz und diskutiere mit Kollegen und Freunden über Rechtfertigung und Heiligung.