Bullinger Digital

Der erhaltene Bullinger-Briefwechsel erstreckt sich von 1523 bis 1575 und gilt mit 12.000 überlieferten Briefen als einer der umfangreichsten Briefwechsel des 16. Jahrhunderts. Bullinger stand mit über 1.000 Personen in Kontakt, die Briefe behandeln ein breites Spektrum an Themen von theologischen Fragen über politische Ereignisse bis zu alltäglichen Begebenheiten. 

Die handschriftlichen Originale liegen mehrheitlich im Staatsarchiv Zürich und in der Zentralbibliothek Zürich und werden von diesen beiden Gedächtnisinstitutionen für Bullinger Digital restauriert und gescannt.

3.100 Briefe aus den Jahren 1523 bis 1547 wurden von der Heinrich-Bullinger-Briefwechseledition (HBBW), die am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte (IRG) angesiedelt ist, wurden bereits bearbeitet. Zu allen übrigen überlieferten Briefen hat das IRG die relevanten Metadaten wie Absender, Empfänger, Empfangsort, Briefdatum sowie Standort und Signatur des Originaldokuments auf Karteikarten erfasst. 

Hier geht es zum faszinierenden Portal Bullinger Digital: www.bullinger-digital.ch.

„Das Evangelium darf nicht verschwimmen“

Eine Initiativgruppe evangelikaler Theologen beklagen in einem Aufruf eine „fortschreitende Aushöhlung des Evangeliums“. Das Medienmagazin Pro meldet:

Selbst innerhalb ihrer eigenen evangelikalen Bewegung nehmen Theologen „eine Aushöhlung des Evangeliums“ wahr. Friedhelm Jung, Dozent am Bibelseminar Bonn, beobachtet dabei, dass es sowohl um dogmatische als auch um ethisch-moralische Ansichten gehe: „Sie haben lange gegolten, werden aber immer häufiger infrage gestellt“, betont er gegenüber PRO.

Mit ihrem Aufruf „Gemeinsam für das Evangelium“ wollen die sechs Initiatoren und 63 Erstunterzeichner verdeutlichen, dass es bei vielen Kontroversen nicht nur um eine Uneinigkeit in bestimmten Glaubensfragen oder ethischer Verantwortung gehe. Wenn die Bibel als Offenbarung Gottes infrage gestellt und biblische Maßstäbe an das gegenwärtige säkulare Denken angepasst werde, sei die Botschaft von der Rettung durch Jesus Christus selbst infrage gestellt und es werde ein anderes Evangelium verkündigt.

„Es gibt immer mehr Gemeinden und Christen, die die Jungfrauengeburt und den Sühnetod Jesu für verzichtbar halten“, erklärt Jung im Gespräch mit PRO. Auch im ethisch-moralischen Bereich gebe es viele Entwicklungen, die so nicht hinzunehmen seien. Vor allem Christen im Bereich der Coming-In-Bewegung würden praktizierte Homosexualität gar nicht mehr als Sünde sehen.

Mehr: www.pro-medienmagazin.de.

Verbum Medien ist ein Jahr alt

Am heutigen Reformationstag feiert der Verlag Verbum Medien einjähriges Jubiläum. Wir sind überwältigt und dankbar für das, was Gott in diesem letzten Jahr geschenkt hat. Wir durften 18 Bücher veröffentlichen und es werden, so hoffen wir, in den nächsten Jahren noch viele weitere dazu kommen.

Wir möchten den Tag bewusst mit euch feiern und deswegen gibt heute mit dem Code »jubvm23« für Bestellungen aus Deutschland und Österreich in unserem Shop kostenlosen Versand. Das Buch Der Siegeszug des modernen Selbst von Carl Trueman ist übrigens schon lieferbar. 

Hier geht es zur Verlagsseite: verbum-medien.de.

Die komplexe Lehre von der Liebe Gottes

3982288584 01 S001 LXXXXXXXD.A. Carsons Buch Die komplexe Lehre von der Liebe Gottes ist nun endlich auch in deutscher Sprache erhältlich. Das Buch geht auf Vorträge zurück, die Carson im Februar 1998 am Dallas Theological Seminary gehalten hat. Erörtert werden Fragen wie: Kann Gott angesichts seiner Unveränderlichkeit Gefühle haben? Wie verhält sich die Liebe Gottes zu seiner Souveränität und zu seinem Zorn?

D.A. Carson verteidigt in dem Werk den sogenannten Kompatibilismus, nachdem die absolute Souveränität Gottes die Verantwortung des Menschen nicht aufhebt. Er schreibt auf (S. 50–51):

Das vielleicht auffälligste Beispiel für Kompatibilismus findet sich in Apostelgeschichte 4,23–29. Die Kirche hat ihren ersten Hauch von Verfolgung erlebt. Petrus und Johannes berichten, was geschehen ist. Die Gemeinde betet zu Gott in der Sprache von Psalm 2. Ihr Gebet geht folgendermaßen weiter (4,27–28): „Und so ist es tatsächlich gekommen: Hier in dieser Stadt haben sich Herodes und Pontius Pilatus zusammen mit den heidnischen Nationen und den Stämmen Israels gegen deinen heiligen Diener Jesus verbündet, den du gesalbt hast. Doch indem sie so vorgingen, ist genau das eingetreten, was du in deiner Macht vorherbestimmt hattest und was nach deinem Plan geschehen sollte.“ Beachte genau: Einerseits gab es eine schreckliche Verschwörung, die Herodes, Pilatus, die heidnischen Behörden und die jüdischen Führer mitriss. Es war eine Verschwörung und sie sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Andererseits taten sie das, was Gott in seiner Macht vorherbestimmt hatte und was nach seinem Plan geschehen sollte.

Wenn man einen Moment darüber nachdenkt, wird deutlich, dass jede andere Darstellung der Ereignisse das biblische Christentum zerstören würde. Wenn wir uns die Kreuzigung Jesu Christi ausschließlich als eine Verschwörung der damaligen politischen Behörden vorstellen und nicht als einen Plan Gottes (außer vielleicht, dass er im letzten Moment eingriff und beschloss, den Tod auf eine Weise zu nutzen, die er selbst nicht vorhergesehen hatte), dann bedeutet das, dass das Kreuz ein Unfall der Geschichte war. Vielleicht war es ein Unfall, der von Gott in seinem eigenen Interesse geschickt manipuliert wurde, aber es war nicht Teil des göttlichen Plans. In diesem Fall wird das gesamte Muster der im Vorfeld vorhergesagten Offenbarung zerstört: Yom Kippur, das Passahlamm, das Opfersystem und so weiter. Wenn dem so wäre, könntest du schon mal als Start den Hebräerbrief aus deiner Bibel herausreißen.

Wenn andererseits jemand die Souveränität Gottes beim Tod Jesu hervorhebt und begeistert davon spricht, dass aufgrund des Vorgehens aller Beteiligten „genau das eingetreten [ist], was du in deiner Macht vorherbestimmt hattest und was nach deinem Plan geschehen sollte“ (4,28) und dabei vergisst, dass es sich um eine böswillige Verschwörung handelte, wären Herodes, Pilatus, Judas Iskariot und die anderen vom Bösen entlastet. Wenn Gottes Souveränität bedeutet, dass alle, die ihm unterstehen, immun sind gegen den Vorwurf der Gesetzesverstöße, dann sind auch alle immun. In diesem Fall gibt es keine Sünde, für die gesühnt werden muss. Warum also das Kreuz? So oder so, das Kreuz wird zunichte gemacht.

Kurz gesagt, der Kompatibilismus ist ein notwendiger Bestandteil jeder reifen und orthodoxen Auffassung von Gott und der Welt. Er wirft unweigerlich wichtige und schwierige Fragen zur sekundären Kausalität auf, zur Frage, wie die menschliche Verantwortlichkeit begründet werden sollte und vieles mehr. Aus Platzgründen kann ich hier nicht auf diese Fragen eingehen.

Das Buch wurde von Solid Rock Verlag herausgegeben und kann hier bestellt werden.

Der Bauer/Aland unter der Bibel-Software Logos

In dem Artikel „Why Did John Piper Say He Hardly Needs BDAG?“ beschreibt Mark Ward, weshalb er das Wörterbuch A Greek–English Lexicon of the New Testament and Other Early Christian Literature, 3rd ed. (BDAG) dreimal erworben (Buch, BibleWorks u. Logos) hat und wie John Piper und er selbst es unter der Bibel-Software Logos einsetzen.

Das deutschsprachige Ursprungswerk, den sogenannten Bauer/Aland, gibt es ebenfalls unter der Bibel-Software Logos. Zusammen mit dem The New Treasury of Scripture Knowledge (NTSK) kommt er bei mir auch oft zur Anwendung. Eine feine Sache, auch beim Bibellesen mit dem iPad! Es braucht nur ein paar Klicks, um die Wörterbücher durchstöbern zu können.

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Wie man den Bauer/Aland unter Logos priorisiert, um ihn als Standardwörterbuch zu verwenden, erkläre ich in diesem kurzen Video:

Gemeinsam für das Evangelium: Ein Weckruf

Im Pastoren-Podcast der FEG München Mitte stellt Matthias Mockler einige (auch kritische) Fragen zur Erklärung „Gemeinsam für das Evangelium“, die Matthias Lohmann beantwortet: 

Ukraine: Keine Spur von entführtem Pastorenehepaar aus Mariupol

Nach wie vor fehlt jede Spur von dem am Abend des 21. September verhafteten Pastor Leonid Ponomaryov, Leiter einer Gemeinde des Rats der Baptistengemeinden in Mariupol und seiner Frau Tatyana. Abgesehen von dieser Entführung sind auch weitere, teilweise mehrere Monate zurückliegende Übergriffe gegen religiöse Leiter in den von Russland besetzten bzw. annektierten Gebieten der Ukraine bekannt geworden. Bereits am 23. Juni brachte das russische Militär eine Delegation von Priestern des Moskauer Patriarchats nach Mariupol. Sie besuchten mehrere Kirchen, darunter auch die der Orthodoxen Kirche der Ukraine angehörende Kirche des Heiligen Petro Mohyla. Petro Andriuschtschenko, ein Berater des bereits aus der Stadt geflohenen ukrainischen Bürgermeisters von Mariupol bezeichnete die ungebetenen Besucher als mit Priestergewändern bekleidete Geheimdienstbeamte und berichtete, sie hätten die zahlreichen von Freiwilligen und Wohltätern gesammelten Bücher der Bibliothek der Kirche in den Hof gebracht und verbrannt.

Im Juli eroberten russische und von Russland unterstützte Truppen die Stadt Lyssytschansk in der Region Lugansk. Innerhalb weniger Tage beschlagnahmten sie das Gebäude der Baptistengemeinde, der größten protestantischen Gemeinde in der Stadt. Männer in Uniform rissen das Eingangstor nieder, um sich Zutritt zu verschaffen. „Sie warfen all unser Eigentum hinaus, einschließlich unserer christlichen Literatur, darunter Bibeln und Lehrmaterial“, berichtete der Pastor der Gemeinde, Eduard Nosatschov. Einige der verbliebenen Gemeindeglieder nahmen die Bibeln, die man in einen Nebenraum geworfen hatte, nach und nach mit und versteckten sie trotz der Gefahr an sicheren Orten. Das Gebäude wird jetzt von der von Russland kontrollierten Stadtverwaltung genutzt. Ende September nutzten es die Behörden der Volksrepublik Lugansk auch als Wahllokal für das Scheinreferendum über den Anschluss des Lugansker Gebiets an Russland. Pastor Nosatschov, der selbst bei den Ereignissen nicht anwesend war, da er bereits im April die Stadt wegen der Kämpfe verlassen hatte, berichtete auch, dass die christlichen Gemeinden am Ort vor dem Krieg die Bevölkerung unterstützt hätten. Dennoch hätten die Bewohner nach Einrücken der Russen die örtlichen Christen und deren Wohnsitz an die neuen Machthaber verraten. Nach Angaben von Pastor Nosatschov hätten Russische Beamte auch gegenüber Mitgliedern verschiedener christlicher Gemeinden in Lyssytschansk erklärt, dass die Militärverwaltung alle Baptisten, Pfingstler und Adventisten als Extremisten eingestuft und ihnen die Betätigung verboten hätte.

Am 14. Juni führten Beamte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB eine Razzia in einer Baptistengemeinde in Vasilivka durch und erfassten die Daten aller Anwesenden. Dies berichtete ein Leiter des Ukrainischen Baptistenbundes gegenüber Forum 18. Die Beamten erklärten, dass die Gemeinde als „destruktive Sekte“ geschlossen würde und dass keine weiteren Versammlungen gestattet würden. Durchsuchungen fanden an mehreren Gottesdienststätten in den besetzten Gebieten statt. Am 18. Juni nahm das russische Militär Valentin Zhuravlev, einen Pastor der protestantischen Kirche Quelle des Lebens in Melitopol, der auch als Tierarzt tätig ist, bei einer nicht politischen überkonfessionellen Gebetsversammlung auf dem Stadtplatz fest. Er wurde Berichten zufolge bereits freigelassen. Anfang August beschlagnahmte das russische Militär das Gebäude der von Pastor Viktor Sergeyev geleiteten Christengemeinde Melitopol und verbot alle weiteren Gottesdienste. Das große Gebäude mit Brunnen und Palmen auf dem Gelände wird inzwischen als Kultur-, Unterhaltungs- und Sportkomplex genutzt. Am 4. August postete die Ortschefin eines nahegelegenen Dorfes ein Foto von sich selbst und dem beschlagnahmten Gebäude der Christengemeinde Melitopol auf Telegram, auf dem eine große russische Flagge prangte. Dazu schrieb sie: „Grüße vom Jugend- und Sportministerium. Das Gebäude der Sekte, die sich gegen die russische Föderation versammelt hat, dient ab jetzt dem Nutzen der Russischen Föderation.“ Das Gebäude der Pfingstgemeinde von Melitopol wurde laut Berichten einer lokalen Nachrichtenagentur vom 30. August vom russischen Militär beschlagnahmt und dient jetzt als Militärbasis

Am 11. September war die protestantische Gnadenkirche in Melitopol Ziel einer Razzia des russischen Militärs während des sonntäglichen Gottesdienstes. Die Soldaten erfassten Namen und Ausweisdaten aller Anwesenden. Allen Männern wurden Fingerabdrücke abgenommen und ihre Identitätsdokumente wurden ihnen abgenommen. Das Militär beschuldigte die Mitglieder der Gemeinde, Verbindungen zu den USA zu haben und erklärten das Gebäude für verstaatlicht. Sie sprachen ein Verbot aus, wieder zu kommen. Zwei Pastoren wurden festgenommen.

Am 21. September besuchten russische Militärangehörige die Baptistengemeinde im Dorf Tschkalovo im Bezirk Melitopol und verboten alle weiteren Gottesdienste. „Nach dem Referendum werdet ihr nicht mehr hier sein wir haben nur einen Glauben – den Orthodoxen“ erklärte laut Angaben eines Gemeindemitglieds einer der Soldaten.

Ebenfalls geschlossen wurde die Birlik (Einheit) Moschee in einem Dorf in der Region Cherson. Rustem Asanov, der Imam der Moschee, ein Krimtatar, wurde bereits im Frühjahr festgenommen und in einem unterirdischen Raum von russischen Besatzern misshandelt. Die Moscheegemeinde wurde wie andere Religionsgemeinschaften aufgefordert, sich von ihrem ukrainischen Dachverband zu trennen und der entsprechenden russischen religiösen Körperschaft anzuschließen. Ein Behördenvertreter, der sich weigerte seinen Namen zu nennen und sich nur mit dem Pseudonym „Bars“ (Leopard) zu erkennen gab, erklärte gegenüber Imam Asanov, dass sich zu gegebener Zeit alle Religionsgemeinschaften in den von Russland kontrollierten Gebieten nach russischem Recht beim Justizministerium der Russischen Föderation neu registrieren lassen müssten.

Quelle: Forum 18, Oslo (Bericht vom 21. Oktober 2022). Deutsche Fassung: Arbeitskreis Religionsfreiheit der ÖEA.

Foucaults Traum vom rechtsfreien Paradies

Michel Foucault, zumindest der frühe Foucault, fand seine Berufung darin, jene Machtmechanismen zu demaskieren, die überall in der Gesellschaft installiert worden sind, um die Herrschaft der „Bourgeoisie“ abzusichern (oder zu erweitern). Sogar dem Humanismus ging es nach ihm nur darum, die Menschen klein und zahm zu halten. Die Erfindungen des Humanismus waren allesamt dafür da, den einfachen Leuten im Abendland dem Verlangen nach Macht einen Riegel vorzuschieben.

Das Herz des Humanismus ist die Theorie vom Subjekt (im Doppelsinn des Wortes: als Souverän und Untertan). Darum lehnt das Abendland so erbittert alles ab, was diesen Riegel sprengen könnte, wofür es zwei Methoden gibt: die »Entunterwerfung« des Willens zur Macht, d.h. der politische Kampf als Klassenkampf – oder das Unternehmen einer Destruktion des Subjekts als eines Pseudo-Souveräns, d.h. eine »kulturelle« Attacke: Aufhebung der sexuellen Tabus, Einschränkungen und Aufteilungen; Praxis des gemeinschaftlichen Lebens; Aufhebung des Drogenverbots; Aufbrechung aller Verbote und Einschließungen, durch die sich die normative Individualität konstituiert und sichert. Ich denke da an alle Erfahrungen, die unsere Zivilisation verworfen hat oder nur in der Literatur zuläßt. (Michel Foucault, Von der Subversion des Wissens, 1987, S. 95)

Foucault wusste, dass es nicht ausreicht, das Denken der Menschen in andere Bahnen zu lenken. Um die Institutionen zu zerstören, die die Herrschaft der Herrschenden sichern, mussten bestimmte Erfahrungen ermöglicht werden. Es reicht also nicht aus, Bücher verkaufen. Es braucht konkrete Erfahrungen mit Sex, Drogen und dem gemeinschaftlichen Leben, um die herrschende Ordnung zu dekonstruieren und letztlich zu zerstören. Es braucht eine Revolution. Foucault:

Wenn es nur ums Bewußtsein der Leute ginge, so würde es genügen, Zeitschriften und Bücher zu veröffentlichen und Rundfunk- oder Fernsehproduzenten zu gewinnen. Wir aber wollen die Institution angreifen, die in der schlichten und grundlegenden Ideologie gipfelt, welche sich in den Begriffen von Gut und Böse, Unschuld und Schuld ausdrückt. Wir wollen diese gelebte Ideologie in den Institutionen verändern, in denen sie sich konkretisiert und reproduziert. Vereinfacht gesagt: der Humanismus besteht darin, das ideologische System verändern zu wollen, ohne an die Institution zu rühren; der Reformismus besteht darin, die Institution zu verändern, ohne ans ideologische System zu rühren. Die revolutionäre Aktion hingegen definiert sich als gleichzeitige Erschütterung des Bewußtseins und der Institution; dies setzt voraus, daß man zum Angriff auf die Machtverhältnisse übergeht, deren Instrumentarium Bewußtsein und Institution sind. Glauben Sie, daß man die Philosophie und ihren Moralkode in derselben Weise wird lehren können, wenn das Strafrechtssystem eingestürzt ist? (Michel Foucault, Von der Subversion des Wissens, 1987, S. 95)

Der letzte Punkt ist sehr interessant. Foucault wollte nicht nur die Gefängnisse und die psychiatrischen Anstalten abschaffen. Er wollte nicht nur Schülern und Studenten nicht-repressive Erfahrungen mit Drogen und Sexualität ermöglichen. Er wollte das Rechtssystem als solches abschaffen. Er hatte vor, die Gerichte und die Rechtsprechung zu beseitigen und eine proletarische Justiz einzuführen, die auf Richter verzichtet. Als Vorbild diente ihm dabei die Französische Revolution.

Was Foucault wahrscheinlich nicht nur übersieht, sondern bewusst unterschlägt, ist die Tatsache, dass Gesellschaften ohne gute Gesetze und unabhängige Gerichte in den Terror abgleiten, so wie das auch nach der Französischen Revolution geschehen ist.

Roger Scruton hat das sehr schön herausgestellt, so dass ich ihn hier gern zitiere (Narren, Schwindler, Unruhestifter, 2021, S. 166–167):

In einer bemerkenswerten Diskussion mit einer Gruppe Maoisten 1968 zieht Foucault einige politische Konsequenzen aus seiner Analyse des Rechts, als einer weiteren »kapillaren« Form der Macht und einer weiteren Art, »Widersprüche unter den Massen zu schüren«. Die Revolution könne nur stattfinden, versichert er ihnen, »wenn der Rechtsapparat und alles, was zur Wiederherstellung des Strafapparates führen könnte, radikal eliminiert wird, und alles, was seine Ideologie wieder einführen und dieser Ideologie ermöglichen würde, in die alltägliche Praxis wieder einzuschleichen, verbannt wird.« Er befürwortet die Verbannung der Rechtsprechung und sämtlicher Formen von Gerichten und deutet eine neue Form »proletarischer« Justiz an, die auf Richter verzichten kann.

»Die Französische Revolution«, erklärt er, sei »eine Rebellion gegen die Rechtsprechung« gewesen, und dies gehöre zur Natur jeder anständigen Revolution. Hätte er über die historischen Tatsachen gesprochen, über die Revolutionstribunale, in denen Richter, Ankläger und Zeugen ein und dieselbe Person waren, wo der Angeklagte nicht das Recht hatte, zu wider-sprechen, über die Tausenden von Hinrichtungen, über den Genozid in La Vendée und all die anderen Katastrophen, die die Folgen der »Rebellion gegen die Rechtsprechung« waren – dann hätte man seine Aussagen als Warnung verstehen müssen und nicht als das, was sie wirklich waren, nämlich Zustimmung.

Doch nicht nur die Französische Revolution kann illustrieren, was geschieht, wenn die Rechtsprechung aufgehoben wird. Wenn beim Prozess gegen Angeklagte keine dritte Partei präsent ist, niemand da ist, der die Pflicht hat, die Beweise zu prüfen, der zwischen den Parteien vermitteln oder unparteiisch auf die Tatsachen schauen kann, dann wird aus »Gerechtigkeit« ein Kampf auf »Leben und Tod«, in dem eine Seite über sämtliche Waffen verfügt. So war es bei den Moskauer Schauprozessen wie auch bei den Revolutionstribunalen der Französischen Revolution. Dem Historiker Foucault muss das bekannt gewesen sein. Trotzdem verschrieb er sich bereitwillig der »proletarischen Justiz«, die den Angeklagten jeglicher Verteidigungsmöglichkeiten beraubt. Zu denken – und er scheint das wirklich gedacht zu haben –, dass diese Form der Gerichtsbarkeit die Gesellschaft von der Last der Herrschaft befreien würde, bedeutet all das zu übersehen, was er gewusst haben muss. Wenn die Gesellschaftsordnung tatsächlich aus der Substanz besteht, die Foucault »Macht« nannte, dann ist die Herrschaft des Rechts ihre beste und mildeste Form.

Ich existiere, wenn ich bin, was ich sein will

Für seinen Debütroman Blutbuch hat Kim de l’Horizon den Deutschen Buchpreis 2022 erhalten. Das Buch erzählt die Familiengeschichte aus non-binärer Perspektive. Blutbuch sei von enormer Dringlichkeit und literarischer Innovationskraft, sagte Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels während der Preisverleihung. Sie schwärmte weiter: „Mit einer enormen kreativen Energie sucht die non-binäre Erzählfigur in Kim de l’Horizons Roman Blutbuch nach einer eigenen Sprache. Welche Narrative gibt es für einen Körper, der sich den herkömmlichen Vorstellungen von Geschlecht entzieht?“

Kim de l’Horizon will sich weder als Mann noch als Frau verstanden sehen. „Ich habe nie in diese Vorstellung von Geschlecht hineingepasst, in die Vorstellung, wie mein Körper aufwachsen soll, in was für einen Erwachsenenkörper ich hineinwachsen soll“, erklärter de l’Horizon gegenüber Deutschlandradio Kultur. Kim möchte sich der Unterdrückung, die vom eigenen Körper ausgeht, entziehen. „Geschlecht wird überall auf der Welt benutzt, um den Status quo beizubehalten, um die Macht bei den Körpern zu behalten. Und dagegen schreibe ich an“, so heißt es im Interview.

Hier spricht also jemand, der sich selbst von seinem eigenen Körper nicht mehr sagen lassen möchte, wer er ist. Der Gedanke: Körperlichkeit unterdrückt. Daher müssen wir Körper entmachten. Wir lassen uns durch unsere Leiblichkeit und das Geschlecht nichts mehr vorgeben, sondern erschaffen uns neu. Es gibt keine Essenz, die bestimmt, wer oder was wir sind. Es ist genau andersherum: Die Existenz geht unserem Wesen voraus. Ich erschaffe mich selbst und unterspüle und überschreite dabei die Kategorien, mit denen wir normalerweise sehen, hören, denken und fühlen.

Dieser Ansatz geht auf Lesarten Hegels zurück, die von Schülern Alexandre Kojéves (1902–1968) entwickelt worden sind. Jacques Derrida, Jacques Lacan (mit dem er befreundet war), Georges Bataille oder Michel Foucault bekannten sich zum großen Einfluss Kojèves auf ihr Denken. Sehr schön illustrieren lässt sich dieses Konzept des Selbst auch anhand des Existenzialismus, den Paul Sartre in seinem Hauptwerk Das Sein und das Nichts (1943) vorgelegt hat. Roger Scruton schreibt dazu (Narren, Schwindler, Unruhestifter, 2021, S. 124):

Philosophen des Mittelalters übernahmen von Aristoteles die Idee, dass wir die Frage danach, »was existiert«, beantworten können, indem wir die grundlegende Natur der Dinge erkunden. Wenn das, was ich vor mir sehe, existiert, dann ist es etwas. Wenn es etwas ist, dann gibt es etwas, was es ist. Und dieses etwas ein Mann, ein Hund, ein Stock, ein Haufen Sand – ist durch seine Essenz bestimmt. Deshalb heißt es, »die Essenz geht der Existenz voraus«: Wir erkennen die Welt, indem wir deren Wesen verstehen und nach den Dingen Ausschau halten, die sie beispielhaft veranschaulichen. Doch diese Art, Dinge zu betrachten, sagt Sartre, beruhe auf unhaltbarer Metaphysik. Es gibt keine menschliche Natur, weil es keinen Gott gibt, der eine Idee davon hätte. Das Wesen ist ein intellektuelles Konstrukt, das mit dem Geist, der es erdenkt, verschwindet. Deshalb ist unsere Existenz unsere begrifflich nicht gefasste Individualität, dessen Realität Freiheit ist – die alleinige Bedingung der Erforschung und der einzige sichere Punkt der Beobachtung einer Welt, der noch eine Bedeutung verliehen werden muss. Die wahre Voraussetzung von Philosophie ist deshalb »Existenz geht dem Wesen voraus«. Meine Existenz wird durch keine universelle Moralität bestimmt und hat kein vorhersagbares Schicksal, wie es in einer Vorstellung von der menschlichen Natur enthalten sein könnte. Der Mensch muss sein eigenes Wesen erschaffen, was eine Art Leistung ist: Er existiert nur dann vollständig, wenn er ist, was er zu sein beabsichtigt.

„Gemeinsam für das Evangelium“

GfdE Presse Logo„Das Evangelium, das Jesus Christus in die Welt gebracht hat, kann seine Kraft und Gültigkeit nicht verlieren. Wir aber können das Evangelium verlieren, so dass es uns nicht mehr die Kraft Gottes ist, die uns rettet“, heißt es in einer am 18. Oktober 2022 veröffentlichten Erklärung von der Initiative „Gemeinsam für das Evangelium“. Sechs Initiatoren, darunter Prof. Dr. Friedhelm Jung vom Bibelseminar Bonn, Michael Kotsch von der Bibelschule Brake und Prof. Dr. Harald Seubert von der STH in Basel (Schweiz), haben diesen gemeinsamen Weckruf vorgelegt. Sie werben für eine Umkehr von falschen Wegen und eine im Evangelium begründete geistliche Erneuerung.

Auslöser war die Beobachtung einer fortschreitenden Aushöhlung des Evangeliums in der christlichen Verkündigung und Lehre. Die Erklärung nennt folgende Kennzeichen dieser Entwicklung:

  • die Infragestellung der Bibel als Offenbarung Gottes; die Behauptung, die Bibel könne nur mit historisch-kritischer Auslegung richtig verstanden werden sowie die Übernahme von sachkritischen Ergebnissen dieser Exegese;
  • die Verkündigung des Evangeliums vor allem als Lebensgefühl des Angenommen- und Geborgenseins bei Gott, während zugleich biblische Inhalte wie Sünde und Vergebung oder der Sühneopfertod Jesu zweitrangig werden;
  • die Verschiebung des Auftrages der Kirche hin zur Verantwortung für die Lösung gesellschaftlicher Probleme;
  • die Anpassung christlicher Ethik an die gesellschaftliche Moral ohne Achtung von klaren biblischen Weisungen;
  • die Aufforderung, die christliche Einheit dadurch zu bewahren, dass jede Meinung und Lehre akzeptiert wird, auch wenn sie im Widerspruch zu biblischer Offenbarung steht.

Es geht nach Auffassung der Initiatoren hier nicht um Meinungsverschiedenheiten, die es unter Christen immer geben wird. Es geht vielmehr um zentrale Fragen des Glaubens an Jesus Christus. Die Erklärung bezieht daher zu sieben derzeit besonders strittigen Themen Stellung:

  1. Was das Evangelium ist;
  2. Das Evangelium als offenbarte Wahrheit;
  3. Evangelium und Bibel;
  4. Evangelium und Einheit im Glauben;
  5. Das Evangelium und menschliche Identität;
  6. Evangelium und christliches Handeln und
  7. Evangelium und Weltverantwortung.

Matthias Lohmann, 1. Vorsitzender des Netzwerks Evangelium21 und Mitinitiator der Erklärung, ist darüber beunruhigt, dass derzeit das Evangelium sogar innerhalb der evangelikalen Bewegung in Deutschland angegriffen wird. Seiner Meinung nach müssen wir uns zu Herzen nehmen, was Paulus in seiner Abschiedsrede an die Ältesten in Ephesus gesagt hat: „Sogar aus euren eigenen Reihen werden Männer auftreten, die die Wahrheit verdrehen, um die Jünger ´des Herrn` irrezuführen und auf ihre Seite zu ziehen“ (Apg 20,30). Die christlichen Leiter stünden in der Verantwortung, ihre Stimme für das ein für alle Mal überlieferte Evangelium zu erheben (vgl. Jud 1,3). „Unsere Hoffnung und unser Gebet ist es, dass diese Erklärung in Zeiten großer Verwirrung dazu beträgt, Klarheit darüber zu erlangen, was Kernpunkte des christlichen Glaubens sind und was dem Evangelium entgegensteht“, sagt Lohmann.

Der Schriftleiter des Bibelbundes, Thomas Jeising, hat ebenfalls an der Erklärung mitgewirkt. Er betont, dass wir das wunderbare Evangelium von der Erlösung durch Jesus Christus nie in einer sturmfreien Zone bewahren können. Jede Generation müsse es ergreifen und aktiv daran festhalten. Auch jeder Glaubende muss aufmerksam sein, dass ihm nicht die Mitte des Evangeliums verloren geht. Jeising sagte:

Es schmerzt mich, wenn ich sehe, wie guten Freunden der Glaube verloren zu gehen scheint, weil sie den Anfragen und Angriffen, die sie vermehrt erleben, keine tragfähigen Antworten entgegensetzen können. Erst erodiert im Inneren der eigene Glaube, dann verstummt auch das Zeugnis und schließlich wirken alle Glaubenssätze hohl und nicht tragfähig, wenn man in Krisen gerät.

Thomas Jeising weist darauf hin, dass Jesus mit dem dramatischen Bild vom Haus, das in Sturm und Regen weggespült wird, weil es kein tragfähiges Fundament hat, gewarnt hat, wie überlebenswichtig ein biblisches Glaubensfundament ist. „Ich hoffe sehr, dass unsere Erklärung dazu beiträgt, dass für viele ihr Glaubensfundament gestärkt und auf die biblische Grundlage zurückgeführt wird.“

63 Persönlichkeiten des christlichen Lebens haben die Erklärung als Erstunterzeichner unterschrieben, unter anderen Ulrich Parzany, Heinrich Derksen, Armin Mauerhofer, Markus Till, Hartmut Steeb, Christian Wegert, Peter Krell und Hartmut Jäger.

Auf der Internetseite www.dasevangelium.net gibt es die Möglichkeit, die Erklärung zu zeichnen. Die Initiatoren sind sehr dankbar für jeden Christen, der sich hinter die Initiative „Gemeinsam für das Evangelium“ stellt und sie in Gemeinden und Werken bekannt macht. Lohmann: „Wir ermutigen Christen dazu, sich der Erklärung anzuschließen und mit der gebotenen Demut und Barmherzigkeit den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen.“

Rezension: Kreuzverhör

Laura Dudat hat das Buch Kreuzverhör von Rebecca McLaughlin für Evangelium besprochen. 

„Wie kann man der Wissenschaft gegenüber nur so ignorant sein? Glaubst du auch an den Weihnachtsmann?“ Mein Kommilitone schaut mich bedauernd-lächelnd an, während er sich sein Quinoa-Curry auf sein Tablett lädt. Soeben habe ich auf dem Weg in die Mensa im Gespräch erwähnt, dass ich glaube, was die Bibel über Jesus sagt. Ich will entgegnen, dass der Weihnachtsmann historisch nicht annähernd so gut belegt ist wie Jesus Christus, da folgt schon die nächste Unterstellung: „Und homophob seid ihr doch auch!“ Ich wünsche mir in diesem Moment, schlagfertig zu sein und mein Gegenüber durch eine stichhaltige Argumentationskette davon abzuhalten, mich als naives Opfer einer konservativen Erziehung abzustempeln. Aber es ist schon zu spät. Ich ärgere mich über mein Unvermögen. Meine Schinkennudeln darf ich dank akademischer Toleranz trotzdem inmitten meiner Hörsaal-Bekanntschaften einnehmen.

Ich kann mich an mehrere solcher Momente erinnern – auf dem Schulhof, zu Studienzeiten, unter guten Freunden. Hätte ich das Buch Kreuzverhör von Rebecca McLaughlin damals schon zur Hand gehabt, wäre ich sicher eloquenter gewesen und hätte mich bereitwilliger in apologetische Diskussionen geworfen. In zwölf Kapiteln gibt die Autorin überzeugende Antworten auf häufige Vorwürfe der säkularen Welt an den christlichen Glauben, wie etwa, ob er nicht zwangsläufig zu Gewalt führe oder sogar Sklaverei rechtfertige. Ihre Ausführungen wurden 2020 durch die Zeitschrift Christianity Today zum christlichen Buch des Jahres ernannt.

Mehr hier: www.evangelium21.net. Übrigens hat Hanniel mitgeschrieben, als die Autorin zur Vorstellung der deutschsprachigen Ausgabe interviewt wurde: hanniel.ch.

Gendersprache aus christlicher Sicht

Gendersprache ist auf dem Vormarsch: Immer mehr Behörden, Medien, Politiker schreiben oder sprechen in sogenannter „geschlechtergerechter Sprache“. Was steckt hinter dem Phänomen? Ist gendern gefährlich? Und wie gehen wir als Christen damit um? Thomas Jeising, Schriftleiter des Bibelbunds, beschäftigt sich intensiver mit solchen Fragen. Pastor Matthias Mockler hat mit ihm über das Gendern gesprochen.

Peter Hahne: „Vergessen, dass wir Gott vergessen haben“

Am 1. Oktober erhielt Peter Hahne die Doktor-Ehrenwürde der STH Basel (Schweiz). Der frühere ZDF-Journalist hielt bei der Eröffnungsfeier des neuen Studienjahres der STH die Festrede zum Thema „Holt Gott zurück in die Politik“. Das Schweizer Portal Livenet hat Auszüge aus der Rede veröffentlicht: 

Zurzeit erlebten wir «die Umwertung und Umwälzung aller Werte», weil wir «Mass und Mitte» verloren hätten. Wer aber Gott verloren habe, brauche Ersatz: «die Surrogate, die Placebos, die Ersatzreligionen». Ernst Jünger habe darum scharfsinnig festgestellt: «Die leeren Altäre werden von Dämonen bewohnt.» Mit Gott indes «erhalten (im doppelten Wortsinn) wir all die Eigenschaften, die mit ihm biblisch verbunden sind: Wahrheit, Freiheit, Frieden, Gewissheit, Gebote, Gemeinschaft, den Guten Hirten, das Brot und das Wasser des Lebens».

Deshalb dürften Christen «nicht von einem Allerweltsgott» reden, «der für intellektuell Schwache obendrein noch gleichgesetzt wird mit Allah, Buddha oder wer weiss wem», sondern sie müssten wieder von Jesus reden. Hahne sprach in diesem Zusammenhang vom «tödlichen Virus der Jesus-Demenz» in vielen Gemeinden.

Schliesslich erzählte der Fernsehkorrespondent von seinem letzten Interview mit dem früheren SPD-Vorsitzenden Hans Jochen Vogel vor dessen 90. Geburtstag: «Ob er Angst habe vor dem Tod, wollte ich wissen. ‚Nein, seit ich Jesus kenne, nicht mehr‘. Wow! Was er denn in seinem langen Politiker-Leben bereue? ‚Dass ich Jesus erst so spät kennengelernt habe. Denn ich hätte vieles anders gemacht‘.»

Am Schluss des Interviews habe Hans-Jochen Vogel dann zu ihm gesagt: «Das sicherste und wichtigste Datum der Zukunft ist das Jüngste Gericht. Wir werden alle einmal Rechenschaft ablegen müssen vor dem ewigen Gott.» Das sei «forensische Eschatologie in Reinkultur», so Hahne: «Am Ende stehen wir vor dem Gericht Gottes.»

Mehr: old.livenet.ch.

Harte Fragen für Rebecca McLaughlin

Rebecca McLaughlin beantwortet gern kritische Einwände zum Christlichen Glauben auf verständnisvolle und klarer Weises. In ihren Büchern gibt sie ehrliche Antworten auf viele brennende Fragen unserer Zeit. Am 11. Oktober 2022 werden zwei von Rebeccas Bücher in der FeG München-Mitte um 18.30 Uhr durch den Verlag cvmd vorgestellt. Rebecca selbst wird via Zoom zugeschaltet sein.

Das Buch gibt es hier: www.cb-buchshop.de.

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