Heidelberger Konferenz für „Reformierte Theologie“

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Die Heidelberger Konferenz für „Reformierte Theologie“ will reformatorische Christen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, den USA sowie aus anderen Länder zusammenbringen. Das Thema der Konferenz 2013 ist der Heidelberger Katechismus, der 450 Jahre alt wird. Die Veranstalter haben herausragende Referenten gewinnen können, darunter Michael Horton und Joel Beere (zu  Horton siehe auch diesen Beitrag).

Die Konferenz geht vom 18.-21. Juli 2013. Konferenzsprache ist Englisch. Freunde der reformierten Theologie sollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung: www.heidelbergerkonferenz.info.

Birgit Kelle: Gender-Mainstream als Problem

Laut dem Gender-Mainstreaming-Konzept definiert sich das Geschlecht vor allem über die soziale Erziehung. Die Journalistin Birgit Kelle spricht sich öffentlich gegen den „Gender-Wahn“ aus und behauptet, dass es keine Wissenschaft sei, sondern eine wirre Ideologie, die uns die Politik von oben aufzwinge.

Das proMedienmagazin hat mit Frau Kelle gesprochen:

Die erklärungsbedürftige Familienstudie

Hedwig von Beverfoerde hat für die „Initiative Familienschutz“ zur umstrittenen Familienstudie Stellung bezogen. DER SPIEGEL hatte vor einigen Tagen einen Zwischenbericht der vom Familienministerium in Auftrag gegebenen Untersuchung veröffentlicht und damit eine öffentlichen Diskussion über die Zweckhaftigkeit der finanziellen Familienförderung angestoßen (vgl. dazu auch hier).

Ungenannte „Experten“ arbeiten derzeit im Auftrag des Finanzministeriums sowie des Familienministeriums an einer Studie zur Bewertung der Wirksamkeit familienpolitischer Leistungen. Vor wenigen Tagen hat das Magazin DER SPIEGEL einen „internen Zwischenbericht“ der Studie veröffentlicht. Aus der sicheren Deckung vermeintlicher Wissenschaftlichkeit heraus wird darin die finanzielle Basis der Familien in Deutschland unter Beschuß genommen.

Die Studie basiert allerdings auf Grundlagen, die so grob fehlerhaft sind, daß man sowohl bezüglich des Inhalts als auch des Prozederes ihrer Veröffentlichung von einem interessegeleiteten Propagandamanöver sprechen muß. Das Fazit der „Studie“ überrascht deshalb nicht. Es ist ebenso simpel wie durchsichtig: Gelder, die den Familien direkt zukommen zur eigenverantwortlichen Verwendung, werden im Bericht fast durchgängig als „unwirksam“ beurteilt, während die Subventionierung außerhäuslicher Betreuung positive Bewertung erfährt.

Dazu die Sprecherin der Initiative Familienschutz, Hedwig von Beverfoerde: „Das hat mit seriöser Evaluation nichts mehr zu tun.“

Hier die vollständige Pressemeldung: Pressemitteilung-Studie-Familienförderung.pdf.

Sexismus-Debatte: Adornos eiskalte Augen

Elisabeth Noelle-Neumann schreibt in ihren Erinnerungen (2006, S. 195) über Theodor W. Adorno:

Es gibt wenige Menschen, die ich so verabscheue, wie ich Adorno verabscheut habe. Er hatte eiskalte Augen, wie ich sie selten gesehen habe, und er hatte die Eigenschaft, sich bei Empfangen an mich heranzudrängen. Wenn man im Gedränge nicht leicht ausweichen konnte, drückte er sich an mich heran, umarmte mich sozusagen, ohne daß das in der Menge auffallen konnte und daß ich mich dagegen hatte wehren können. Es war widerwärtig.

Küstenmacher: Gottesbilder integrieren

Der evangelische Pfarrer und Autor „Tiki“ Küstenmacher fordert den Abschied von vertrauten Gottesbildern. „Ich habe keine persönliche Gottesvorstellung mehr“, sagte Küstenmacher, der auch zu den Autoren des Buches Gott 9.0 gehört (vgl. Gott 9.0 im O-Ton).

Verschiedene Gottesbilder, auch aus anderen Religionen, gelte es zu integrieren, sagte Küstenmacher. Alte Gottesvorstellungen müsse man loslassen, auch wenn Menschen dafür mit dem Tod drohen, sagte Küstenmacher. „Man muss Mohammed zeichnen!“ Die Zeit einer Sonderstellung der Kirchen sei vorbei. „Ich denke, wenn man den Geschmack der Freiheit gekostet hat, will man nicht wieder zurück“, sagte er.

Ich gehe mal davon aus, dass er Pfarrer bleiben wird.

Mehr: aktuell.evangelisch.de.

Gesellschaftstransformation 1724

Ein Zitat aus der ersten Ausgabe des Hamburger „Patrioten“ von 1724:

Es reicht nicht, ein guter Christ zu sein, man muß auch ein nützliches Glied der Gesellschaft sein.

Der 1724 in Hamburg gegründete Patriot war die bedeutendste deutsche moralische Wochenzeitschrift der Aufklärungsbewegung.

Der Kulturkampf um die Kindererziehung

Die Sozialstaatsutopien von Rot-Grün blühen, und so sollen die zukünftigen Steuerzahler vom ersten Lebensjahr an herangezogen werden – nicht von sorgenden Eltern, sondern vom bevormundenden Staat, der sich immer offensichtlicher zum „Volkserzieher“ entwickelt.

Ulf Poschardt hat für DIE WELT die sozialistische Wende in der Erziehungspolitik ungeschönt kommentiert:

Die Luft über den Kinderbetten ist wieder Kriegsgebiet. Vorbereitet wurde der Konflikt durch das Sturmgeschütz der Demokratie, den „Spiegel“. Der rechnete in einer zehnseitigen Titelgeschichte nicht nur mit der schwarz-gelben Familienpolitik ab, sondern redete (nicht sonderlich verklausuliert) einer rot-grünen Familienpolitikwende das Wort.

In der Kavallerie reiten rote und grüne Wahlkämpfer, die mit ihrem Kulturkampf um das Betreuungsgeld in beispielloser Art und Weise Würde und Ansehen jener Frauen (oder Väter) beschädigt haben, die, aufopferungsvoll und wie von Pädagogen und Psychologen empfohlen, für ihre Kinder da sind, wenn diese sie am dringendsten brauchen.

In dem Kulturkampf geht es nur vordergründig um eine Entwertung traditioneller Familienmodelle. Es geht vielmehr um einen alten sozialistischen Traum, der Erziehung vor allem als Aufgabe des Staates begreift.

Mehr: www.welt.de.

Gelungene Vorlesung zum Thema „Gemeindebau“

IMG_0617Am 2. Februar hielt Matthias Lohmann im MBS Studienzentrum München eine wertvolle Vorlesung zum Thema Gemeindebau. Zunächst untersuchte Lohmann den biblischen Befund zum Thema „Gemeinde“. In einem kirchengeschichtlichen Überblick wurden anschließend die Hörer mit heterogenen „Gemeindeverständnissen“ vertraut gemacht. Ausführlicher erörterte er den Kirchenbegriff der Reformation, dem gemäß Gemeinde dort zu finden ist, wo das Wort Gottes gepredigt und Taufe und Abendmahl exerziert werden. Das Augsburger Bekenntnis spricht im VII. Artikel deshalb davon, dass die Versammlung aller Gläubigen dort ist, wo „das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden. Denn das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass das Evangelium einträchtig im reinen Verständnis gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden.“

Später ging es um „Gemeindephilosophien“ der Gegenwart, darunter um die traditionelle Kirchengemeinde, den zielgruppenorientierten Ansatz, die Gemeindewachstumsbewegung sowie die „Emerging Church“. Stärken und Schwächen wurden jeweils offen diskutiert.

Nachmittags stand der evangeliumszentrierte Gemeindebau im Vordergrund. Die Ausführungen von Pastor Lohmann, der auch 1. Vorsitzender des Netzwerkes Evangelium21 ist, waren sehr erfrischend, da deutlich wurde, dass das Evangelium von der Gnade Gottes alle Bereiche des Gemeindelebens erfassen kann. Eindringlich zeigte er, wie wichtig die auslegende Predigt ist: „Von elementarer Bedeutung für die Gemeinde ist, dass Gottes Wort im Zentrum steht. Die gilt vor allem im Bezug auf die Predigt, die das Herzstück des wichtigsten wöchentlichen Treffens der Gemeinde (des Gottesdienstes) sein sollte.“ In einem Exkurs zur „Biblischen Theologie“ demonstrierte Lohmann anhand einiger Beispieltexte, dass jeder Bibelabschnitt einen Bezug zum Evangelium hat und es Aufgabe des Predigers ist, der Gemeinde diesen anschaulich zu machen. „Predigen wir einfach die Zehn Gebote, ohne zu zeigen, dass das Gesetz ein Zuchtmeister auf Christus hin ist“, verkürzen wir die Botschaft der Schrift auf moralische Appelle (vgl. Gal 3,24).“ Wichtig sei es, herauszustellen, dass wir erst vom Evangelium her das Gesetz richtig verstehen können.

Ein gelungener Vorlesungstag, der bereichert wurde durch anregende Gespräche der Teilnehmer, besonders während der Mittagspause. Am 9. März 2013 wird es in München wieder um Gemeindebau gehen. Dann spricht der Referent über heiße Eisen wie z.B. Gemeindereformation, Mitgliedschaft oder Gemeindezucht. Wer sich für die Themen interessiert, kann sich als Gast zur Vorlesung anmelden. Genauere Informationen sind unter www.bucer.eu/muenchen zu finden.

Hirndoping boomt an Universitäten

Jeder fünfte deutsche Student nutzt künstliche Mittel zur Leistungsförderung. Das zeigt die bisher größte und aussagekräftigste Studie von Mainzer Wissenschaftlern und Medizinern.

Joachim Müller-Jung schreibt für die FAZ:

Hirndoping ist an Universitäten offenbar viel weiter verbreitet als gedacht. Im Schnitt nimmt jeder fünfte Student zumindest phasenweise Pillen, die dafür sorgen sollen, dass er sich besser konzentrieren kann oder beim Lernen nachts länger durchhält. Dazu gehören Koffein-Tabletten zum Aufputschen, aber prinzipiell auch harte verschreibungspflichtige Mittel – beispielsweise Stimmungsaufheller und Arzneien zur Behandlung seelischer Leiden wie Ritalin gegen das ADHS-Hyperaktivitätssyndrom, Modafinil gegen Schläfrigkeit, Alzheimer-Medikamente sowie Amphetamine wie Mephedron oder illegale Drogen.

In der Fachzeitschrift „Pharmacotherapy“ (Bd.33, S.44) präsentieren Mainzer Wissenschaftler die Ergebnisse der bisher umfangreichsten und aussagekräftigsten Hochschulstudie zum Thema Leistungssteigerung durch „Neuro-Enhancement“.

Mehr: www.faz.net.

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