Sören Kierkegaard als Medienkritiker

Ein wunderbarer DLF-Beitrag über die Medienkritik Sören Kierkegaards. Das Publikum lässt sich als Masse durch die Presse leiten. „Ein wahres Martyrium ist da, wo man mit der Menge zu tun hat.“ Oder: „Je stumpfer die Zeit, desto mächtiger die Presse.“

Edith Rachel Merritt Seville Schaeffer

Die New York Times hat einen kurzen Nachruf für Edith Schaeffer (1914–2013) veröffentlicht. Die Worten stammen von Deborah Middelmann-Schaeffer.

Mrs. Edith Rachel Merritt Seville Schaeffer, born in Wenchow, China on November 3, 1914, died in her home in Gryon, Switzerland, the night of Good Friday to Holy Saturday March 29/30, 2013. Contrary to erroneous reports she had lived in her lovely chalet built in 1683 in Gryon for 13 years, where she longed to live and die, surrounded with the beloved witnesses of her rich life: her Steinway baby grand Piano, her dozens of paintings by her son Frank, her gorgeous antiques and linen drapes.

All these precious things surrounded her as she so hoped, on the night she talked with her son-in-law and pastor Udo Middelmann about the resurrection with fresh flowers next to her, watched a concert on BBC Four TV with delight, fell asleep and never woke on Holy Saturday. She will, we know, be raised as God promised, from her burial place next to her husband Francis Schaeffer in Rochester MN.

Hier: www.legacy.com.

Das Gift macht uns hässlicher

Die Shitstorm-Mentalität ist längst kein Phänomen des Internets mehr. An bekannten Leuten tobt sich die Masse ziemlich ungehemmt aus. Ein Phänomen, dass sich unverhohlen auch in der christlichen Szene breitmacht. Als vor einigen Tagen bekannt wurde, dass sich der 27 Jahre alte Sohn von Rick Warren das Leben nahm, löste das ein unerträgliches Gebrüll aus. „Wer Kirche mit Mission liest, dem bleibt nichts anderes übrig, als sich das Leben zu nehmen“,  las ich irgendwo.

Malte Welding schreibt in der FAZ über die Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre explodierende Celebrity-Kultur. Der Hass, der sich in dem Phänomen zeigt, war schon im Römischen Reich bekannt und ein Zeichen des Niedergangs:

Der Hass auf Prominente ist ein gesellschaftliches Gift. Ende des achtzehnten Jahrhunderts schrieb der englische Historiker Edward Gibbon in seiner „History of the Decline and Fall of the Roman Empire“: „Die Entwicklung eines übermäßigen, obsessiven Interesses an Sport und Berühmtheiten war einer der Faktoren des Kollapses der größten Zivilisation, die die Menschheit je gekannt hat.“ Nichts mehr war übrig geblieben vom römischen Virtus, dem Vierklang aus Besonnenheit, Gerechtigkeit, Selbstkontrolle und Mut.

Mehr: www.faz.net.

VD: JS

Frostige Zeiten

Markus Prinz in schreibt in seiner empfehlenswerten Untersuchung zu Michael Frosts Ansatz einer „missionalen Gemeinde“ (JETh, 26. Jg., 2012, S. 163):

Bei aller Betonung der Missio Dei scheint in der Praxis doch die reflectio, missio oder actio hominis im Mittelpunkt zu stehen. Welche Last und Verantwortung ruht auf den Schultern des Menschen, wenn das Evangelium in seiner Kraft abhängig ist von meiner Identifikation, von meiner Liebe, von meiner Hingabe. Nicht, dass diese Dinge nicht wichtig sind, aber stehen wir nicht in der Gefahr, dass hier letztlich Gott und Mensch und deshalb auch Evangelium und Gesetz vertauscht werden?

Genau.

„Empörungsjournalismus“ gegen christliche Schulen

Vor einigen Tagen hat DIE WELT dem Verband evangelischer Bekenntnisschulen vorgeworfen, in den zugehörigen Schulen den Kreationismus als verbindlich erklärt zu haben. Schüler würden – so sagte Reinhold Leinfelder der Zeitung –,  „in grotesker Weise falsch über das Wesen der Wissenschaft unterrichtet“.

Wolfgang Stock meint dagegen: Die Diskussion um Kreationismus an Evangelischen Bekenntnisschulen wird von den Medien künstlich aufgebläht. Hier sein empfehlenswerter Kommentar:

Es ist natürlich alles Zufall: Hansjörg Hemminger von der „Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg schreibt einen tendenziösen Artikel gegen ein Diskussionspapier des Dachverbands der Evangelischen Bekenntnisschulen. Sein Artikel wird unmittelbar danach im atheistischen Internetportal „diesseits“ groß aufgegriffen. Kurz darauf greift Matthias Kamann, Redakteur der „Welt“, das Thema auf, findet ein Kultusministerium, dass „es“ schlimm findet, erwähnt aber immerhin, dass ein anderes Kultusministerium seine Aufregung nicht teilen kann.

Dass Hemminger den Ursprungstext ebenso wie dann, „diesseits“ und Kamann „einseitig und auch nachweislich falsch dargestellt und interpretiert“ haben, wie Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz kritisiert, interessiert in diesem Empörungsjournalismus nicht.

Schnell ist der angebliche Skandal in den Agenturen und in den öffentlich-rechtlichen Medien. Dass es in den zum VEBS gehörigen Schulen keinerlei Festlegung auf den Kreationismus gibt, wird unterschlagen. Und zudem wird ausgeblendet, bewusst oder unbewusst, dass Bekenntnisschulen durch das geltende Recht dazu aufgefordert sind, ihr eigenes christliches Bekenntnis zu schärfen.

Hier: www.pro-medienmagazin.de.

Vorträge der E21-Konferenz 2013

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Die Vorträge der E21-Konferenz 2013 stehen online:

  • Was ist Biblische Theologie? / What Is Biblical Theology? (Michael Lawrence)
  • Gottes Plan – kein Zufall! (Teil 1) / God’s Big Picture I (Vaughan Roberts)
  • Gottes Plan – kein Zufall! (Teil 2) / God’s Big Picture II (Vaughan Roberts)
  • Ausgetrocknete Seelen auf dem Weg der Verheißung? – 4. Mose 11 (Michael Martens)
  • Die Geschichte der Liebe Gottes / The Story of Love (Michael Lawrence)
  • Die reine Gemeinde – 1.Kor 5,1-13 (Christian Wegert)
  • Werzeuge der Biblischen Theologie / Tools for Biblical Theology (Michael Lawrence)
  • Daniel 1 (Vaughan Roberts)

Hier: www.evangelium21.net.

„Kinder kann man nicht erzwingen“

Die Reproduktionsmedizin suggeriert absolute Machbarkeit. Das ist falsch, sagt Medizinethiker Giovanni Maio. Manchmal ist es besser, Kinderlosigkeit zu akzeptieren. 

Giovanni Maio:

Die Reproduktionsmedizin eröffnet theoretisch jedem Paar die Chance, Kinder zu bekommen. Das heißt aber gleichzeitig auch: Wer kein Kind bekommt, hat etwas falsch gemacht. Paare müssen sich plötzlich rechtfertigen, wenn sie ungewollt kinderlos bleiben. Ihre Bekannten fragen dann: „Warum habt ihr es nicht mal medizinisch versucht? Mit der künstlichen Befruchtung?“

Den Paaren wird auf diese Weise immer mehr vermittelt, dass sie eigentlich ja selbst Schuld sind, wenn sie keine Kinder haben, weil es ja die Technik gibt. Hinzu kommt, dass wir in einer Ära der Optimierung leben. Heute darf es nicht sein, dass etwas einfach so gelassen wird wie es ist. Heute muss immer alles optimiert werden. Erst wir selbst, dann die Partnerschaft und am Ende das Kind.

Mehr: www.zeit.de.

J.G. Machen: Der Christusglaube

John Gresham Machen (1881–1937):

An Christus zu glauben heißt, die Versuche aufzugeben, Gottes Gunst durch den eigenen Charakter zu gewinnen. Der Mensch, der an Christus glaubt, akzeptiert schlichtweg das Opfer, das Jesus auf Golgatha dargebracht hat. Das Resultat eines solchen Glaubens ist ein neues Leben, inklusive aller guten Werke; doch die Erlösung selbst ist ein absolut freies Geschenk von Gott. 

Kultur des Todes (1): Kindesmord legalisieren?

Eltern soll es erlaubt werden, ihr Baby umbringen zu lassen – dafür plädieren zwei Wissenschaftler. Ihre Begründung: Kindesmord sei auch nichts anderes als eine Abtreibung. FOCUS online schreibt:

Babys seien noch keine „wirklichen Personen“, sondern nur „mögliche Personen“, argumentieren Alberto Giubilini und Francesca Minerva im Fachmagazin „Journal of Medical Ethics“. Mütter und Väter sollen deshalb das Recht haben, ihren wenige Tage alten Säugling töten zu lassen, finden die Forscher. Mit ihren Thesen lösen die Wissenschaftler weltweit große Empörung aus. „Folgen wir dieser Argumentation, dann ist es uns in Zukunft auch egal, wenn eine Mutter ihr Kind mit eine Decke erstickt“, sagt Trevor Stammers, Direktor am St. Mary´s University College in London.

 Mehr: www.focus.de.

VD: BH 

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