2011

Warum brauchen wir Jesus?

Michael Horton hat für CT die Frage beantwortet, warum wir Jesus brauchen:

Biblical faith emphasizes that we cannot ascend to God on our own; rather, the God of the Bible descends down to us. Our inner self is not the playground of „spirit,“ but the haunted plains on which we build our towers of Babel. In other words, our hearts are idol factories, in bondage to sin and spin. As Jeremiah declared, „The heart is deceitful above all things, and desperately sick; who can understand it?“ (17:9, ESV, used throughout). We look for a god we can manage rather than the God who is actually there.

In Romans 1 and 2, Paul affirms this. He says that everyone knows God exists and is a sovereign, righteous, and all-knowing judge. Jew and Gentile alike know God’s moral will and so „are without excuse,“ but „by their unrighteousness suppress the truth“ (1:18-23). Quoting the psalmist, Paul presents the universal indictment: „… all, both Jews and Greeks, are under sin, as it is written, ‚None is righteous, no, not one; no one understands; no one seeks for God. All have turned aside; together they have become worthless; no one does good, not even one‘?“ (Rom. 3:9-12).

Weter: www.christianitytoday.com.

Würde Jesus sich der Occupy-Bewegung anschließen?

Einige Fromme haben nichts anderes zu tun, als darüber zu diskutieren, ob Jesus sich den Protesten der Occupy-Bewegung anschließen würde. Natürlich gibt es auch schon christliche Trittbrettfahrer. Eine baptistische Gemeinde in Charlotte (USA) wirbt mit dem Wahlspruch „Occupy Church“ (Besetzt die Kirche).

Da fällt mir doch glatt der Occupy-Spruch des postmodernen Pop-Philosophen Slavoj Žižek ein (siehe hier):

Ah, dieser Hippie-Scheiß! Ist so öde. Lass uns lieber was essen gehen.

Mehr hier: www.idea.de.

Die Bekenntnisse von Augustinus gratis

bekenntnisse.jpgZur Zeit wird von Amazon eines der wichtigsten Bücher der abendländischen Zeitgeschichte gratis in einer digitalen Kindle Version angeboten.

Auch PC-Anwender oder iPad-Nutzer können das Buch erwerben, wenn sie die entsprechende Kindle-Anwendung installieren.

Zuschlagen!

 

Seminare bei der zweiten E21-Konferenz

Bei der zweiten Evangelium21-Konferenz werden neben den schon angekündigten Vorträgen auch einige Seminare angeboten. Diese werden am Montag, den 14. Mai ab 14:30 Uhr parallel stattfinden.

Folgende Seminare sind geplant:

  • Reformation in der Gemeinde (Referent: Wolfgang Wegert)
  • Seelsorglich predigen (Referent: Michael Martens)
  • ‚Liebe und tue, was du willst‘ – Der Christ und das Gesetz (Referent: Ron Kubsch)
  • Biblisch Frau sein gegen die Strömungen unserer Zeit (Referentin: Stephanie Göddes, dieses Seminar richtet sich speziell an Frauen)
  • ‚Correctly handling the word of truth‘ – the Christian and the Old Testament (Referent: Martin Reakes-Williams, dieses Seminar wird in Englisch abgehalten)

Der Anmeldevorgang für die Konferenz beginnt in einigen Tagen.

Quelle: www.evangelium21.net.

Ekelhaft symptomatisch

Um unerwünschte Schwangerschaften während der häufig alkoholseligen Festtage zwischen den Jahren zu vermeiden, erhalten britische Frauen auf Wunsch in den kommenden Wochen kostenlose Rationen mit einer „Pille danach“. Auf diese Weise sollen ungewollte Schwangerschaften zu den Feiertagen eingedämmt werden.

Das ist ekelhaft und zugleich symptomatisch für eine Gesellschaft, die die Wertschätzung des Lebens gegen rastlose Lustbefriedigung eingetauscht hat. Anstatt grenzenlose Selbstverwirklichung, bei der Kinder als Störfaktoren empfunden werden, kritisch unter die Lupe zu nehmen, gibt’s eine Abtreibungspille, staatlich subventioniert.

Hier die Meldung: www.welt.de.

Todd Billings: Gemeinschaft mit Christus

9780801039348.jpgMein persönliches Buch des Jahres 2011 heißt:

  • Todd Billings: Union with Christ: Reframing Theology and Ministry for the Church, Baker Books, 2011, 192 S.

Billings ist ein kenntnisreicher und eigenständiger Denker. Dieses Buch erörtert das Thema der Christusgemeinschaft nicht nur auf akademisch-theologischen Niveau, sondern aktualisiert es auf persönliche und faszinierende Weise für das kirchliche Leben.

Zum Buch schreibt der Verlag:

Accomplished theologian J. Todd Billings recovers the biblical theme of union with Christ for today’s church, making a fresh contribution to the theological discussion with important applications for theology and ministry. Drawing on Scripture and the thought of figures such as Augustine, Calvin, Bavinck, and Barth, Billings shows how a theology of union with Christ can change the way believers approach worship, justice, mission, and the Christian life. He illuminates how union with Christ can change the theological conversation about thorny topics such as total depravity and the mystery of God. Billings also provides a critique and alternative to the widely accepted paradigm of incarnational ministry and explores a gospel-centered approach to social justice. Throughout, he offers a unique and lively exploration of what is so amazing about being united to the living Christ.

 

Das komponierte „Ich“

Weil die tradierten gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen für eine feste Verortung der Menschen zunehmend wegbrechen, ist „Identität“ zu einem Dauerbrenner geworden. Wenn über ein Thema besonders oft und intensiv gesprochen wird, ist meist etwas aus dem Lot gekommen. „Identität wird nur in der Krise zum Problem“ (Kobena Mercer). „Man denkt an Identität, wann immer man nicht sicher ist …“ (Zymunt Bauman).

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts werden Umwälzprozesse wie Differenzierung, Individualisierung oder Pluralisierung mit den Etiketten „Postmoderne“, „Zweite Moderne“, „Spätmoderne“ oder „Risikogesellschaft“ versehen. Vertraute Bindungen von Familie, Klasse, Beruf oder Geschlecht verflüssigen sich. Diese Erosion identitätsstiftender Lebensformen hat Konsequenzen für die ‚Innenseite‘ des Subjekts. Menschen machen die Erfahrung der radikalen ‚Entbettung‘. Wie sehen die postmodernen Identitäterfahrungen aus? Und: Wie antworten Christen auf den heute verbreiteten Ansatz einer „dezentrierten Identität“?

Am kommenden Dienstag werde ich bei der SMD-Gruppe in Gießen zum Thema:

  • Das komponierte ‚Ich‘: Identitätsfindung in der Postmoderne

sprechen. Wer immer sich für das Thema interessiert, kann gern vorbeischauen. Wir treffen uns um 19:30 Uhr in der Georg-Schlosser-Str. 9 in der Pankratiusgemeinde (Gießen).

Die theologische Methode von D.A. Carson

Die theologische Methode von D.A. Carson

Andrew David Naselli hat einen Artikel über einen Referenten der nächsten E21-Konferenz verfasst:

  • Andrew David Naselli: „D.A. Carson’s Theological Method“, Scottish Bulletin of Evangelical Theology 29 (2011), S. 245–74

Naselli schreibt:

Regarding Carson’s own spiritual experience and theology, he is both scholarly and devotional. He refuses to separate what God has joined together, namely, serious theological study and spirituality. ‘Academia has not mastered him—he has mastered academia.’

Hier der Aufsatz: 2011_Carson.pdf.

Was haben Slavoj Žižek und Lady Gaga gemein?

Moritz von Uslar hat den Pop-Philosophen Slavoj Žižek getroffen:

Einige Basisdaten: Žižek, 1949 im slowenischen Ljubljana geboren, wohnhaft in der slowenischen Hauptstadt, in London, New York und den Flughafen-Lounges dieser Welt. Sein Beruf: Philosoph, Psychoanalytiker, Kulturkritiker. Dieser Žižek, so sagt man, verbinde Jacques Laxans Psychoanalyse mit Marx’und Hegels Geschichtsphilosophie. Der Filmfan Žižek liebt es, bei seinen theoretischen Exkursen mit Bezügen aus der Popkultur zu spielen: So findet Indiana Jones zu Karl Marx, Kung Fu Panda zu Jacques Lacan und Star-Wars-Lego zu Judith Butler: unterhaltsame Sache. Die Theorie, so sagt man weiter, habe Žižek aus dem Elfenbeinturm der Universitäten geholt. Neben dem Italiener Antonio Negrid und dem Franzosen Alain Badiou gilt er als wichtigster Denker einer neuen Linken und platterdings als bekanntester und einflussreichster Philosoph Europas.

Vorm Vielsprecher Slavoj Žižek wird gewarnt: Er rede alle in Grund und Boden – schlimmer noch, er spucke beim Reden. Diesem Žižek brauche niemand Fragen zu stellen, er beantworte trotzdem alle Fragen. Wir wollen dem Sprechautomaten Žižek bei seinem Besuch in Frankfurt einmal anders begegnen – ein Experiment: Was erfährt der, der dem Philosophen, der ein Pop-Phänomen ist, drei Tage lang nur zuschaut? Was versteht der, der das Pop-Philosophie-Mysterium sich frei entfalten und agieren lässt? Pop, das wissen wir, hat seine eigene, für sich sprechende Intelligenz, Wahrheit und Tiefgründigkeit: Spannung auf der Oberfläche.

Žižek: großer Verführer, Entertainer, Rockstar, ein Elvis der Kulturtheorie (Untertitel eines Filmporträts über Slavoj Žižek). Mit seinem heruntergekommenen Äußeren und den zahlreichen, in aller Öffentlichkeit zelebrierten Ticks – der vortragende Žižek fummelt sich ununterbrochen an Nase, Bart, Haaren und T-Shirt herum – erfüllt dieser Philosoph ein leicht konjugierbares Klischee: Dieser Denker sieht aus, wie Menschen, die begrenzt viel vom Denken verstehen, sich einen Denker vorstellen. Der »hoffnungslos überfüllte Hörsaal« gehört bei ihm genauso dazu wie die sagenhafte Geschichte, dass er bis vor zwei Jahren mit einem argentinischen Unterwäschemodel verheiratet war. Neueste Gerüchte lauten, von der New York Post lanciert, der New York Times weitergesponnen und vom deutschen Verlag weder bestätigt noch dementiert: Der Philosoph unterhalte ein loses, trotzdem ernsthaftes Verhältnis mit dem Popstar Lady Gaga.

Mehr hier: Kapitalismuskritik-Zizek.pdf.

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