Generationengerechtigkeit

Pensionen, Euro-Rettungspakete, Staatsverschuldung können nach Berechnungen des Verbands „Die Jungen Unternehmer“ im schlimmsten Fall 9,3 Billionen Euro kosten. lifeRP meldet:

Die finanziellen Belastungen für kommende Generationen belaufen sich auf 9,3 Billionen Euro. Verteilt auf die heute in Deutschland lebenden Kinder unter 15 Jahren sind das 866.915 Euro pro Kopf. Zu den größten Posten zählen die Lücke in den Sozialversicherungen mit 3,67 Billionen Euro, die Staatsverschuldung mit 2,07 Billionen Euro und die Pensionslasten von 1,36 Billionen Euro. Auch Energiewende und Eurorettung belasten kommende Generationen.

In dem „Positionspapier Generationengerechtigkeit“ der Jungunternehmer heißt es:

Angesichts der dramatisch hohen Belastungen und der demographischen Entwicklung fordern wir einen Belastungsstop. Politik und Gesellschaft müssen aufhören, immer noch mehr Lasten in die Zukunft zu schieben und sie damit den jüngeren Generationen aufzudrücken. Die finanzielle Nachhaltigkeit darf nicht länger ignoriert werden. Zudem muss der Abbau der bereits vorhandenen Lasten sofort angegangen werden. Beide Forderungen müssen Kernbestandteil eines neuen Generationenvertrages sein, der sich nicht mehr nur auf die Sozialversicherungen, sondern auf alle Gesellschaftsbereiche bezieht. Um Belastungsstop und Lastenabbau umzusetzen bedarf es Anstrengungen auf allen staatlichen Ebenen in allen Politikfeldern.

Wohl wahr!

VD: JS

Die Kunst des Schriftstudiums

Wilhelm Lütgert schrieb 1905 in einer Andacht für die Zeitschrift Die Studierstube:

Es gibt ein Studium der Schrift, durch das man nicht reicher wird. Man liest alte, längst bekannte Dinge und Gedanken und erfährt durch all sein Schriftstudium nichts Neues. Die Kunst des Schriftstudiums besteht darin, daß man liest, als läse man zum erstenmal. Man muß glauben, daß es hier etwas zu lernen gibt, was uns neu ist. Wir müssen unsere eigenen Gedanken beiseitesetzen und auf den Gedanken des Textes eingehen. Wer Gottes Gedanken fassen will, muß seine eigenen Gedanken preisgeben. Wer lernen will, muß verlernen können.

Wir müssen ferner mit Fragen an die Schrift herantreten. Wer nicht fragt, erhält auch keine Antwort. Fragen aber regt unser Leben täglich und reichlich in uns an. Gegen diese Fragen, die uns das Leben stellt, darf man sich nicht abstumpfen. Man muß sie hören. Hört das Fragen auf, so hört das Wachsen auf. Wenn das Fragen in uns erlischt, so ist das nicht minder schlimm, als wenn wir das Bitten verlernen und nichts mehr zu bitten haben. Der Reichtum Gottes wäre dann für uns umsonst da. So ist auch der Reichtum Gottes an Wahrheit für uns vergeblich da, wenn wir nicht mehr fragen, sondern uns einbilden, daß es für uns nichts mehr zu fragen und zu lernen gäbe.

Mit immer neuen Fragen an die Bibel heranzutreten, das ist der sicherste Schutz vor Verarmung. Daß es immer neue Fragen für uns gibt, dafür sorgt der Gang unseres Lebens reichlich. Doch gibt uns die Welt nur Fragen und nicht auch Antworten. Antworten, solche Antworten, die gewisse Erkenntnis geben, kann nur Gott geben. Mit dem Verlangen nach immer neuem Licht, immer reicherer Erkenntnis, immer mehr Wahrheit, müssen wir daher an die Schrift herantreten.

Bischof Voderholzer: EKD-Papier ist Abkehr von der Bibel

Verrückte Zeiten. Die Katholische Kirche ruft die Evangelische Kirche auf, zur Schrift zurückzukehren. Die Nachrichtenagentur kath.net meldet:

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (…) sieht in der Orientierungsschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands zu Fragen von Ehe und Familie einen Kurswechsel und eine Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau. In einer Predigt zum Auftakt der Wolfgangswoche in der Regensburger Sankt-Emmerams-Kirche am vergangenen Sonntag bittet er die „evangelischen Mitchristen“: „Kehrt bitte auf den Boden der Heiligen Schrift zurück. Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?“

Mehr: www.kath.net.

Bono lobt die Evangelikalen

Am Donnerstag wird Focus on the Family ein mit Spannung erwartetes Gespräch mit Bono von der Band U2 veröffentlichen. Bono dankt im Interview den Evangelikalen für ihren Einsatz gegen AIDS/HIV in Afrika. Bono:

Und ich möchte auch den Evangelikalen dafür danken, da dass ohne ihre Führungsverantwortung nicht passiert wäre. Sie haben wie ich George Bush und die Regierungsverwaltung zum Handeln gedrängt, sie verdienen tatsächlich Lob dafür, dass sie damit begonnen haben.

Mehr bei CTblog.christianitytoday.com.

Pfarrer fordern Erneuerung der Landeskirche

Eine grundlegende Erneuerung ihrer Landeskirche streben rund 30 badische Pfarrer an. Ihrer Ansicht nach sollten in Kirchengemeinden und Kirchenleitung nur solche Personen Verantwortung tragen, die „sich allein im Dienst Jesu sehen“ und sich dabei „allein an Schrift und Bekenntnis unserer Kirche gebunden“ wissen.

Die Nachrichtenagentur idea meldet:

Zur Erläuterung berichtete der Vorsitzende der Christus-Bewegung, Pfarrer Hermann Traub (Kraichtal), von „großen Sorgen“ innerhalb der Pfarrerschaft. Viele Geistliche bedauerten, dass die Kirche kaum missionarische Schwerpunkte setze, obwohl sie die Notwendigkeit in zahlreichen Erklärungen herausstelle. Die Botschaft, dass der gekreuzigte Jesus Christus Menschen mit Gott versöhne, bilde weithin nicht mehr die Mitte des Glaubens und der Verkündigung. Der Virus der Bibelkritik habe nahezu alle Ebenen angesteckt.

Hier: www.idea.de.

Warum ist Wayne Grudem am Phoenix Seminar gelandet?

Warum unterrichtet Wayne Grudem, Autor einer bekannten Systematischen Theologie (siehe hier), eigentlich am Phoenix Seminar? Als sich Grudem dort bewarb, hatte er in seiner persönlichen Bibliothek mehr Bücher als das gesamte theologische Seminar in ihrer.

Die Antwort, die übrigens etwas mit einem Buch namens „Gelbe Seiten“ zu tun hat, gibt es in diesem liebevoll gemachten Video:

Kein Kinderklima

Der familienpolitische Streit dreht sich vor allem um Modelle des Zusammenlebens. Weniger um die Frage, was für Geburt und Aufwachsen von Kindern nötig ist. Ein mutiger Kommentar von Reinhard Müller:

Natürlich ist es gut, wenn insbesondere Mütter sich möglichst wenig Sorgen um ihre Zukunft machen müssen, falls sie sich für ein Kind entscheiden. Diese Sorgen hat übrigens das „modernisierte“ Unterhaltsrecht nicht gerade verkleinert. Kaum Sorgen haben nur diejenigen, für die Kinder einfach zum Leben dazugehören. Es ist bezeichnend, wenn auch nicht wirklich überraschend, dass in einem Land mit viel Wohlstand, aber wenig Werten der Nachwuchs zum Statussymbol oder Rechenposten verkommt. Dabei ist auch die Geburtenrate kein Wert an sich. Der Staat kann und muss Anreize setzen, ein kinderfreundliches Klima schaffen – von der Ausbildung bis zur Arbeitswelt. Das muss nicht zwangsläufig teuer, es muss aber sozial sein. Warum soll eine gute Kinderbetreuung gänzlich kostenlos sein, gar für alle?

Kein Thema für die Familienpolitik ist weiterhin, wie der Staat sich zum werdenden Leben verhält. Dabei geht es auch hier um Vereinbarkeit, nämlich um die der Ansprüche des Staates mit seinem Handeln. Wer jedes Jahr hunderttausend Abtreibungen faktisch fördert, der sollte über fehlende Geburten nicht jammern.

Hier: www.faz.net.

Kuschel-Evangelium

Gute Nachricht für alle, die bislang vor einer kirchlichen Trauung zurückschreckten. Der Satz „Bis dass der Tod euch scheidet“ ist nicht mehr wirklich ernstgemeint. Die Selbstsäkularisierung der Protestanten strebt einem neuen Höhepunkt zu.

Jan Fleischhauer schreibt:

Auch die EKD denkt die Ehe jetzt von ihrem Ende her, also der Trennung. Deshalb empfiehlt sie auch allen, die sich binden wollen, genau zu bedenken, wie es danach weitergeht und sich beizeiten über den Stand des Scheidungsrechts zu informieren. Das gilt erst recht, wenn einer der beiden Ehepartner in der Karriere aussetzt, um Kinder groß zu ziehen. Oder wie es in der „Orientierungshilfe“ heißt: „Die neue Rechtslage sollte jungen Menschen klar sein, wenn sie sich für diese Lebensform mit traditioneller Arbeitsteilung entscheiden.“

Es wäre zu kurz gegriffen, den familienpolitischen Leitfaden als Kapitulation vor dem Wertewandel zu verstehen. Wir haben hier vielmehr das Dokument eines spektakulären Versuchs der Verweltlichung von Innen, wie ihn so noch keine der großen Religionen unternommen hat.

Die Evangelische Kirche will nicht mehr urteilen, sondern nur noch verstehen. „Fühl Dich wohl“, heißt die frohe Botschaft ihrer Vertreter. Alle sind ihr gleichermaßen lieb: Das treusorgende Paar ebenso wie der Ehebrecher oder die Geschiedene, die vier Kinder von fünf Männern hat. Selbst der Talib kann in dieser Stuhlkreis-Theologie noch auf Anteilnahme hoffen. Mit ein paar guten Worten beziehungsweise ein wenig mehr „Phantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen“, wird schließlich alles besser, wie es die unvergessene Margot Käßmann in heiliger Teestubeneinfalt schon vor Jahren verkündete.

Hier die Kolumne: www.spiegel.de.

John Piper: 14 Bücher gratis

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14 Bücher von John Piper können derzeit im PDF-, ePub oder Mobi-Format heruntergeladen werden (ePub ist Standard für eReader, Mobi für Kindle). Desiring God schreibt dazu:

Twenty percent of all the books sold last year were electronic, says the latest report from Bookstats. This simply means that ebooks are still on the rise. More and more users like to carry their libraries in their hands. And this matters for the mission of Desiring God.

Though it won’t replace good old-fashioned books, the upward trend of ebooks has created a new platform for us to spread our message — that God is most glorified in us when we are most satisfied in him.

Over the past year we’ve created 14 new titles exclusively released as ebooks, all free, available in three different file formats to fit whichever mobile device you use. They have included specially curated content from John Piper on particular topics, reformatted single messages, combined articles from leading pastors, and foundational teaching from Piper’s corpus, along with introductory sections written entirely new. The topics range from how to listen to sermons to advice on marriage to the influence of C.S. Lewis.

Also hier: www.desiringgod.org.

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