Tim Keller

Wie ist das mit der Heiligung?

Wir lesen in 1Thess 4,7: „Denn Gott hat uns nicht zur Unlauterkeit berufen, sondern zu einem Leben in Heiligung.“ Was heißt das für den Glauben? John Piper und Tim Keller diskutieren in diesem Videomitschnitt über den Zusammenhang von Rechtfertigung und Heiligung.

T. Kellers neues Buch: Center Church

61YKVVeOaEL._AA115_.jpgNächste Woche erscheint Tim Kellers neues Buch:

Ich konnte bereits reinschauen und glaube, dass wir eine instruktive und wichtige Ressource für den Gemeindebau in Großstädten in die Hand bekommen. Selbst Leute – die wie ich – Keller kritisch lesen, sollten sich seine Ausführungen genauer anschauen.

Hier schon mal das Inhaltsverzeichnis mit einer Einleitung und das Kapitel 10 zum Thema Kontextualisierung. Keller stellt in einem kurzen Video das Buch vor:

 

Bad Religion

Douthat_book.jpegDas Buch Bad Religion: How We Became a Nation of Heretics des US-Publizisten Ross Douthat ist im Geiste von Chesterton geschrieben und hat in den USA eine heiße Debatte über Wesen und Auftrag der Kirche ausgelöst. Die New York Times hat ein Extrakt des Buches publiziert.

Tim Keller schreibt über Bad Religion:

Dieser Band ist ein nachhaltiger Beweis für Chestertons These, dass, wenn die Menschen sich von Gott abwenden, sie nicht an nichts, sondern an alles glauben.

Auch in Deutschland ist die Diskussion angekommen. ideaSpektrum schreibt:

Führen eine liberale Theologie und eine gesellschaftspolitische Ausrichtung der Kirchen zu ihrem Untergang? Über diese Frage ist eine Debatte in den USA entbrannt. Auslöser ist ein Artikel des Publizisten Ross Douthat in der New York Times (Ausgabe 14. Juli). Darin verweist er auf die Mitgliederverluste aller US-Traditionskirchen, etwa Anglikaner, Lutheraner, Reformierte, Methodisten, die sich einer liberalen Theologie verschrieben haben und Gesellschaftspolitik in den Vordergrund stellen.

Weiter heißt es dort:

Der evangelikale Bestsellerautor und Bonhoeffer-Biograf Eric Metaxas (New York) stimmt Douthats Analyse weitgehend zu. Er weist in der Internet-Zeitung Christian Post darauf hin, dass auch theologisch konservative Kirchen schrumpfen, etwa der Bund der Südlichen Baptisten – mit gut 16 Millionen Mitgliedern die größte protestantische Kirche in den USA. Aber nicht nur deshalb verbiete sich „klammheimliche Freude“ über den Niedergang der Traditionskirchen. Metaxas verweist auf einen Artikel des Theologen Timothy George, Vorsitzender der Colson-Zentrums in Lansdowne (Bundesstaat Virginia).

Wie er schreibt, seien auch die größten Kirchen in den USA – noch vor den Südlichen Baptisten die römisch-katholische Kirche mit 68,2 Millionen Mitgliedern – Versuchungen ausgesetzt, „das verblassende Ethos des liberalen Protestantismus nachzuahmen“. Oft würden evangelistische Gründe dafür angeführt: Man wolle „religiöse Kulturverächter“ durch eine Art „vager Neo-Spiritualität“ gewinnen. Die Absicht sei zwar ehrenhaft, aber die Folgen wahrscheinlich katastrophal: „ein soziales Evangelium, das allein sozial ist aber kein Evangelium“. Daraus entstehe ein Kirche, die nichts anderes mehr zu sagen habe, als das, was säkulare Eliten schon längst und meist besser gesagt hätten. George sieht die Gefahr eines „horizontalen Glaubens“, der das Zutrauen in Gottes erlösende Liebe verliere.

Metaxas trifft Keller

In einem „Kamingespräch“ der „New Canaan Society“ sprach der bekannte amerikanische Pastor Timothy Keller mit dem Buchautoren Eric Metaxas über seinen Werdegang, brisante theologische Themen und seine geringe Medienpräsenz.

pro meldet:

Timothy Keller erlangte Bekanntheit als Pastor der vielbesuchten „Redeemer Presbyterien Church“ in Manhattan, die er 1989 gegründet hatte. Er ist außerdem Autor des vielverkauften Buches „Warum Gott?“. Das Gespräch fand im Rahmen des jährlichen „Einkehr“-Wochenendes der „New Canaan Society“, einer christlichen Gemeinschaft für Männer, Anfang März in Washington, D. C. statt. Eric Metaxas befragte Timothy Keller zunächst zu seinem Werdegang.

Auf die Frage, wann er seine Berufung zum Predigen erfahren habe, antwortete Keller, dass er sein Talent erst mit etwa 40 Jahren entdeckte, als er nach New York ging. Zuvor sei er fast zehn Jahre in einer kleinen Stadt in Virginia Pastor gewesen. In kleineren Gemeinden gewönne man das Vertrauen der Menschen nicht so sehr durch Predigten, sondern durch die Orientierung, die man als Pastor in praktischen Lebensfragen gebe, erklärte er dazu.

In einer größeren Stadt wie New York sei es umgekehrt: Halte man als Pastor gute Predigten, würden die Leute ihm auch in Lebensfragen vertrauen. „Der öffentliche Auftritt war der Auslöser für alles Weitere.“ So habe er erst dort sein Talent dafür entdeckt, Leute anzusprechen, die dem Glauben distanziert gegenüber stehen. Geplant habe er dies nicht. Als er nach New York gekommen sei, habe er in der neuen Stadt zunächst einfach nur überleben wollen.

Hier: www.pro-medienmagazin.de.

Evangelium als Zentrum

Keller_Carson.jpegD.A. Carson (Referent auf der E21-Konferenz im Mai 2012) und Tim Keller haben gemeinsam das Buch:

  • D. A. Carson, Timothy Keller (Hg.): The Gospel as Center: Renewing Our Faith and Reforming Our Ministry Practices, Crossway Books, 2012, 320 S., ca. 18 Euro

herausgegeben.

Das Buch enthält folgende Aufsätze:

  1. “Gospel-Centered Ministry,” D. A. Carson and Timothy Keller
  2. “Can We Know (and Tell) the Truth?,” Richard D. Phillips
  3. “The Gospel and Scripture: How to Read the Bible,” Mike Bullmore
  4. “Creation,” Andrew M. Davis
  5. “Sin and the Fall,” Reddit Andrews III
  6. “God’s Plan,” Bryan Chapell
  7. “What Is the Gospel?,” Bryan Chapell
  8. “Christ’s Redemption, Sandy Willson
  9. “Justification,” Philip Graham Ryken
  10. “The Holy Spirit,” Kevin DeYoung
  11. “The Kingdom of God,” Stephen Um
  12. “The Church: God’s New People,” Tim Savage
  13. “Baptism and the Lord’s Supper,” Thabiti Anyabwile and J. Ligon Duncan
  14. “The Restoration of All Things,” Sam Storms

Im einleitenden Kapitel von Carson und Keller heißt es:

Over the last few years there has been a major push to abandon expository preaching for what is loosely called “narrative” preaching. The diagnosis goes something like this:

These are postmodern times, marked by the collapse of confidence in the Enlightenment project and a rational certainty about “truth.” So now hearers are more intuitive than logical; they are reached more through images and stories than through propositions and principles. They are also allergic to authoritarian declarations. We must adapt to the less rational, nonauthoritarian, narrative-hungry sensibilities of our time.

In our understanding, it is a great mistake to jettison expository preaching in this way. But in some quarters, the response goes something like this: “Because postmodern people don’t like our kind of preaching, we are going to give them more of it than ever.” They are unwilling to admit that much conventional use of the expository method has tended to be pretty abstract, quite wooden, and not related to life. It is also true that many traditional expository preachers like the “neatness” of preaching through the Epistles instead of the vivid visions and narratives of the Old Testament. But most importantly, expository preaching fails if it does not tie every text, even the most discursive, into the great story of the gospel and mission of Jesus Christ.

Das Inhaltsverzeichnis kann zusammen mit dem ersten Kapitel hier heruntergeladen werden: the-gospel-as-center-download.pdf.



VD: JT

Tim Keller: Die Schönheit Gottes

Tim Keller hat kürzlich in Berlin auf einer Konferenz gesprochen und am 23. Oktober über das Thema »Die Schönheit Gottes: Veränderung durch Gnade« (Psalm 27) im »Berlinprojekt« gepredigt.

Hier ein Mitschnitt der Predigt (leider ohne Übersetzung):

[podcast]http://www.berlinprojekt.com/downloads/2011-10-23_ps27_veraenderung_t-keller.mp3 [/podcast]

Keller, Horton, Chandler: Kirche und Kultur

Alle drei Diskutanten sprechen sich erfreulicherweise gegen eine politische Instrumentalisierung der Institution Kirche aus und kritisieren damit (mehr oder weniger direkt) die heute so populäre transformative Theologie, die den Kulturauftrag der Kirche besonders hervorhebt. Michael Horton unterscheidet in seiner ersten Stellungnahme sehr klar zwischen Schöpfung und Reich Gottes. Alle Menschen sind zur Teilhabe an der Schöpfung und zu ihrer Gestaltung berufen. Besonderer Auftrag der Kirche bleibt die Verkündigung des Evangeliums und das »zu Jüngern machen«.

Die drei Gesprächsteilnehmer verweisen zudem angemessen auf die sehr wohl wichtige individuelle Verantwortung eines jeden Christen innerhalb der Gesellschaft (also das weltliche Regiment).

Es ist nicht alles Gott, was glänzt

Gottwasglänzt.jpgUnsere Welt ist eine Götzenfabrik. Die Götzen verzaubern unsere Sinne und unseren Verstand. Wir dienen ihnen gern. Ergeben opfern wir ihnen unser Leben.

In seinem neuen Buch Es ist nicht alles Gott, was glänzt horcht der amerikanische Theologe und Pastor Tim Keller die Götzen aus. Er hört genau hin und erspürt, dass sich unsere Welt im Blick auf die Götzenverehrung nicht wesentlich von der Antike unterscheidet. Jede Zeit hat ihre eigenen Götzen. Im alten Griechenland wurden der Göttervater Zeus oder die Liebesgöttin Aphrodite verehrt. Heute heißen unsere Götter Schönheit, Macht, Geld oder Erfolg. In der Antike waren die Götzenwohnungen Tempel, heute sind es hochgeschossene Bankgebäude, Fitnesscenter oder Stadien.

Götzendienst ist für Keller kein überkommener Aberglaube. Wir müssen nicht alte Bücher lesen oder weite Reisen unternehmen, um Götzen zu finden. Die Heimat der Götzen ist unser Herz. Alles kann nämlich zum Götzen werden. Alles, was uns wichtiger ist als Gott, alles, von dem wir uns das versprechen, was allein er geben kann, ist ein Götze. Also können auch gute Dinge zum Götzen werden: erfüllte Sexualität, Reichtum, beruflicher Erfolg oder politische Macht erobern im menschlichen Herzen schnell den Platz, der nur Gott gehört.

Mächtiger als persönliche Götzen sind für Tim Keller solche, die unsere Kultur oder die Religion beherrschen. Kulturellen Götzen kommen wir nur schwer auf die Spur, weil sie fast unmerklich unser Denken und Empfinden systemisch prägen und positiv in die Gesellschaft integriert sind. In den westlichen Kulturen wird heute besonders die individuelle Freiheit angebetet, was zum Zerbruch der Familien, zu zügellosem Materialismus, Karrieresucht und der Verherrlichung von Sex, Schönheit und Profit führt (vgl. S. 168). Fast noch verführerischer sind religiöse Götzen, die sogar inmitten lebendiger Gemeinden beheimatet sein können. Geistliche Gaben oder Erfolg im Dienst werden gelegentlich mit Gott selbst verwechselt. Auch hinter geistlichem Perfektionismus oder Moralismus verbirgt sich ein religiöser Götzendienst. »Der Mensch neigt dazu, dass er immer versucht, Gott und andere durch sein untadeliges Verhalten und seine Perfektion zu beeindrucken und zu manipulieren … Wir mögen zwar mit Worten bekennen, dass Jesus unser Vorbild und unsere Inspiration sei, aber dennoch erwarten wir die Erlösung als Lohn für unser moralisch einwandfreies Leben« (S. 170).

Götzendienst ist aus der Sicht der Zehn Gebote Sünde (vgl. 2Mose 20,4–5). Aber wir können diese Götzen nicht so einfach rauswerfen. Es genügt nicht, wenn wir uns von falschen Göttern trennen. Keller zeigt, und hier sehe ich eine Stärke des Buches, wie sich tiefer liegende Götzen schnell einen Weg bahnen, um dann unerfüllte Sehnsüchte zu stillen. »Appelle wie ›Ich will mich nicht mehr vom Geld beherrschen lassen‹, werden wenig bringen, wenn wir keine vollständige ›Herz-OP‹ bekommen. Und das ist möglich, wenn wir unser Vertrauen auf Gott setzen« (S. 99).

In einem Nachwort erklärt Keller auf der Grundlage von Römer 1,21–25, wie wir Götzen aufspüren und dem Glauben an den lebendigen Gott Raum geben können. Zurecht verweist er auf Martin Luther, der in seinem »Großen Katechismus« (1529) und in seiner Abhandlung »Von den Guten Werken« (1520) die Frage der Abgötterei sehr eingängig behandelt. Warum beginnen die Zehn Gebote mit einem Verbot des Götzendienstes? »Weil die grundsätzliche Ursache hinter jeder Sünde Götzendienst ist. Wann immer wir eines der Gebote brechen, haben wir zuvor schon das erste Gebot gebrochen« (S. 208). Wesentlich am Götzendienst ist, dass wir Gott nicht Gott sein lassen, also unser Herz für etwas mehr schlägt als für Gott. Deshalb schreibt Keller: »Paulus gibt uns zwei Empfehlungen, wie wir die Götzen loswerden können: ›Wir sollen uns nach oben orientieren‹ und: ›unser Leben ist mit Christus bei Gott verborgen‹ (Kolosser 3,1–3). Das heißt, wir sollen das, was Jesus für uns getan hat, wertschätzen, uns darüber freuen und darin ruhen. So entsteht fröhlicher Lobpreis, und wir nehmen die Gegenwart Gottes wahr, wenn wir beten« (S. 214).

Es ist nicht alles Gott, was glänzt, ist ein goldig gestaltetes und leicht zu lesendes Buch. Der Autor illustriert seine Botschaft immer wieder anhand von eingängigen Anekdoten oder greift auf biblische Geschichten zurück. Der theologisch versierte Leser wird an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Tiefgang erwarten. Aber das Buch ist nicht für Theologen geschrieben. Es wurde für verunsicherte Christen und suchende Menschen verfasst. Es ist ein seelsorgerliches Buch. Keller erreicht die Tiefenschichten des Herzens und macht auf einfühlsame Weise Mut, die löchernen Zisternen zu verlassen und zur Quelle des Lebens zu gehen (vgl. Jeremia 2,13).

  • Timothy Keller: Es ist nicht alles Gott, was glänzt: Was im Leben wirklich trägt, Asslar: Gerth Medien, 2011, ISBN: 3865915892, 14,99 €.

Keller: Was ist das wahre Wort von Jesus?

201103030521.jpgTim Keller hat für FOXNEWS über sein neues Buch:

  • Timothy Keller: King’s Cross: The Story of the World in the Life of Jesus, Dutton Adult, 2011, S. 256

gesprochen. Kein Wunder. Die Moderatorin kommt aus seiner Kirchengemeinde. Über das Buch schreibt der Verlag:

King’s Cross is Timothy Keller’s revelatory look at the life of Christ as told in the Gospel of Mark. There have been many biographies of Jesus, but few will be as anticipated as one by Keller, the man Newsweek calls »a C.S. Lewis for the twenty-first century.« In it, Keller shows how the story of Jesus is at once cosmic, historical, and personal, calling each of us to look anew at our relationship with God. Like Keller’s other books it has tremendous crossover appeal, but it is also ideal for the faithful, those who are looking for a closer connection to Jesus and Christianity.

Hier das Video: video.foxnews.com.

 

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