Oktober 2011

Kinderköpfe brauchen Ruhe

David Gelernter warnt zurecht vor zu viel Technik im Kinderzimmer. Ich füge hinzu: In der Schule können die digitale Welten den Blick auf die wirkliche Welt ebenso versperren. Wohl dem Schüler, dessen Lehrer noch mit Tafel und Kreide umgeben kann.

Mit iSpielzeug spielen ist, als würde man ein Kinderlexikon durchblättern und sich nur die Bilder anschauen, ohne ein einziges Wort zu lesen. Das Lexikon hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Es ist langweilig. Das Kind sucht sich also etwas anderes. Modernes iSpielzeug erlaubt kein Abschweifen der Gedanken. Wenn Dante sein Fegefeuer heute neu schriebe, würden die Protagonisten mit iPhones herumlaufen, sie müssten mit Apps spielen und einander ständig anrufen, bis sie ihre Strafe verbüßt haben; sie werden nicht arbeiten, nicht ruhen, nichts schaffen, an das sie sich mit Freude oder Stolz erinnern.

Hier: www.faz.net.

Charles Spurgeon

Als Spurgeon im Alter von 15 in einer methodistischen Gemeinde in Colchester das Evangelium hörte, stellte das sein Leben auf den Kopf.

Hier eine ausgezeichnete Dokumentation über das Leben eines großen Predigers:


VD: OM

Gröhe: Notfalls verfolgte ägyptische Christen aufnehmen

Das Christentum ist die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft. Nach dem Tod von 26 Koppten in Ägypten nimmt CDU-General Größe die Regierungen in die Pflicht und bekennt sich dazu, dass seine Partei verfolgten Christen in besonderer Weise verbunden sein muss:

Die Union fühlt sich als Partei mit ‚C‘ im Namen bedrängten Christen weltweit in besonderer Weise verbunden, setzt sich aber ganz grundsätzlich für Religionsfreiheit ein. Wahr ist aber auch, dass wir in einem religionsentwöhnten Westeuropa leben, in dem das Bekenntnis zum Glauben zunehmend als Provokation empfunden wird. Gläubigen wird vorgeworfen, überhaupt eine religiöse Überzeugung zu haben. Aber es ist doch absurd, Verfolgten gewissermaßen eine Mitschuld an der eigenen Verfolgung zu geben! Wer das tut, verkennt, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen das öffentliche Bekenntnis und den Religionswechsel schützt.

Hier: www.welt.de.

Augustinus: Vom Ermutigen und ›Dämpfen‹

Aurelius Augustinus (De utilitate credendi, 24):

Es gibt … kaum jemanden, der seine Fähigkeiten richtig beurteilt. Wer sie unterschätzt, muss ermutigt, wer sie überschätzt, muss gedämpft werden, damit der erste nicht an der Hoffnungslosigkeit zerbricht, der zweite nicht tief stürzt durch seine Vermessenheit.

Christozentrisch Glauben

Die jüngere ›christuszentrierte Bewegung‹ in Nordamerika ist ungefähr zwanzig Jahre alt. J.D. Greear, Trevin Wax und Greg Gilbert haben, durchaus selbstkritisch, über den Ansatz diskutiert. Mir gefällt besonders folgende Beobachtung:

“We’re able to easily say, ‘Hey, there’s something wrong with that guy’s preaching,’ or ‘There’s something wrong in that book,’ or ‘This guy’s confusing Gospel and implications and whatnot,’ but it’s not the beauty of the Gospel and the God of the Gospel that’s actually captivating our hearts, our affections, our emotions.”

Iran: Hinrichtung von Pastor Nadarkhani vorerst abgewendet

Internationale Proteste und Gebete zeigen offenbar im Iran Wirkung: Die unmittelbare Gefahr einer Hinrichtung des wegen seines christlichen Glaubens zum Tode verurteilten Pastors Youcef Nadarkhani ist vorerst abgewendet. Das bestätigte der Vorstandssprecher der Internationen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Martin Lessenthin (Frankfurt am Main), am 12. Oktober auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Dem 35-jährigen ehemaligen Muslim – Leiter einer 400 Mitglieder zählenden christlichen Untergrundgemeinde – droht der Tod durch den Strang als Strafe für die „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und den „Abfall vom islamischen Glauben“. Gegen das bestätigte Urteil des Obersten Gerichtshofs und die bevorstehende Hinrichtung erhob sich eine Welle internationaler Proteste; unter anderem kamen sie vom Europäischen Rat, der Bundesregierung, dem britischen Außenminister William Hague, CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und dem geistlichen Oberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Rowan Williams (London). Die IGFM hatte binnen kurzer Zeit 11.000 Unterschriften für Nadarkhanis Freilassung gesammelt. Jetzt soll sein Fall nach Informationen der Iranischen Studentischen Nachrichtenagentur ISNA vor einem untergeordneten Gericht neu aufgerollt werden. Es seien Bedenken im Blick auf die ursprünglichen Ermittlungen aufgetaucht, berichtet der US-Nachrichtensender Fox News. Lessenthin bestätigte, dass der höchste religiöse Führer und Rechtsgelehrte Irans, Ayatollah Khamenei, im Fall Nadarkhani angerufen werden solle. Damit sei das Todesurteil zwar nicht aufgehoben, aber zumindest die Vollstreckung des Urteils verschoben. Lessenthin führt dies auch auf die „starken Proteste“ zurück.

Hier mehr: www.idea.de.

Barth über die »Institutio«

Karl Barth hat anlässlich eines Jubiläums einen kurzen Text über Calvin und seine Institutio geschrieben, den die NZZ im Jahre 2009 wieder abgedruckt hat. Der Schweizer schreibt:

Calvin war – anders als Luther – kein Genie, dafür ein gewissenhafter Ausleger, ein strenger und gediegener Denker und zugleich ein unermüdlich um die Praxis des christlichen und kirchlichen Lebens in der Nähe und in der Ferne bemühter Theologe. Ihn in seiner Menschlichkeit und als Schriftsteller zu lieben, ist nicht eben leicht. Dafür kann man als sein Leser dankbar und respektvoll bei ihm in die Schule gehen. Er zwingt – ein guter Lehrer, wie es in der Kirche nur wenige gegeben hat – den verständigen Leser nicht, die Resultate seines Studiums zu übernehmen, wohl aber sein Studium aufzunehmen, in seiner Spur neuen Resultaten entgegen [sic!], fortzusetzen. Ein «Calvinist» kann nur ein Christ und Theologe sein, der in Calvins «Institution» gelernt hat, der Wahrheit, um die es diesem ging, unter Gebrauch seiner eigenen Augen und Ohren nachzugehen.

Das Bekenntnis: »Ihn in seiner Menschlichkeit und als Schriftsteller zu lieben, ist nicht eben leicht. Dafür kann man als sein Leser dankbar und respektvoll bei ihm in die Schule gehen.«, beschreibt übrigens trefflich mein Verhältnis zu Karl Barth.

Hier der vollständige Text: www.nzz.ch.

Kindle eReader

kindel1.jpgDer neue Kindle eReader mit deutscher Benutzeroberfläche ist inzwischen vorrätig. Amazon schreibt über das Lesegerät für 99 Euro:

Der Kindle eReader von Amazon ist ein tragbares, drahtloses Lesegerät, mit dem Sie ganz einfach Bücher, Zeitschriften und Zeitungen herunterladen und sofort lesen können.

Kindle ist zum Lesen gemacht. Das E Ink-Display des Kindle nutzt echte Tinte, sodass Sie Texte gestochen scharf und natürlich wie auf echtem Papier lesen können. Im Gegensatz zu einem Computer-Bildschirm können Sie damit selbst im hellen Sonnenlicht hervorragend und ganz ohne störende Blendeffekte lesen.

Kindle ist mit Absicht so gestaltet worden, dass er in Ihrer Hand »verschwindet« – sodass Sie sich ganz auf Ihre Lektüre konzentrieren und in die Welt des Autors eintauchen können. Der eReader ist leichter als ein Taschenbuch und dünner als eine Zeitschrift. Sie können bis zu 1.400 Bücher auf dem Kindle speichern, so haben Sie Ihre gesamte Büchersammlung immer dabei. Und mit einem vollgeladenen Akku können Sie bis zu einem Monat ohne erneutes Aufladen lesen.

Haben Sie das Buch zu Ende gelesen? Laden Sie doch gleich das nächste herunter. Mit Kindes integriertem Wi-Fi können Sie Bücher in nur 60 Sekunden herunterladen – direkt vom Gerät. Die Bedienung des eReaders ist kinderleicht: Sie können ihn nach dem Auspacken sofort in Betrieb nehmen. Kein Setup, keine Software, kein Computer notwendig.

Mit der Möglichkeit Ihren Lesestoff herunterzulassen, wann Sie wollen und wonach Ihnen der Sinn steht, haben Sie zu jeder Zeit und für jede Stimmung das richtige Lesefutter.

 

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