Theologie

Foundations Issue No. 61

foundation-sample.pngDie neue Ausgabe des Journals Fundation ist erschienen. Neben Buchbesprechungen sind folgende Aufsätze sind enthalten:

  • Dan Strange: Not Ashamed! The Sufficiency of Scripture for Public Theology
  • John Legg: So Who Is My Neighbour?
  • Thorsten Prill: Evangelical Mission Organisations, Postmodern Controversies, and the New Heartbeat of Mission
  • Ralph Cunnington: Did Turretin Depart from Calvin’s View on the Concept of Error in the Scriptures?

Hier gibt es die Datei: affinity-foundations-61-autumn-2011.pdf.

Warum brauchen wir Jesus?

Michael Horton hat für CT die Frage beantwortet, warum wir Jesus brauchen:

Biblical faith emphasizes that we cannot ascend to God on our own; rather, the God of the Bible descends down to us. Our inner self is not the playground of „spirit,“ but the haunted plains on which we build our towers of Babel. In other words, our hearts are idol factories, in bondage to sin and spin. As Jeremiah declared, „The heart is deceitful above all things, and desperately sick; who can understand it?“ (17:9, ESV, used throughout). We look for a god we can manage rather than the God who is actually there.

In Romans 1 and 2, Paul affirms this. He says that everyone knows God exists and is a sovereign, righteous, and all-knowing judge. Jew and Gentile alike know God’s moral will and so „are without excuse,“ but „by their unrighteousness suppress the truth“ (1:18-23). Quoting the psalmist, Paul presents the universal indictment: „… all, both Jews and Greeks, are under sin, as it is written, ‚None is righteous, no, not one; no one understands; no one seeks for God. All have turned aside; together they have become worthless; no one does good, not even one‘?“ (Rom. 3:9-12).

Weter: www.christianitytoday.com.

Die theologische Methode von D.A. Carson

Die theologische Methode von D.A. Carson

Andrew David Naselli hat einen Artikel über einen Referenten der nächsten E21-Konferenz verfasst:

  • Andrew David Naselli: „D.A. Carson’s Theological Method“, Scottish Bulletin of Evangelical Theology 29 (2011), S. 245–74

Naselli schreibt:

Regarding Carson’s own spiritual experience and theology, he is both scholarly and devotional. He refuses to separate what God has joined together, namely, serious theological study and spirituality. ‘Academia has not mastered him—he has mastered academia.’

Hier der Aufsatz: 2011_Carson.pdf.

Auferstehung des Fleisches

Notger Slenczka, systematischer Theologe an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat kürzlich einen Vortrag zum Thema „Auferstehung des Fleisches“ gehalten. Der Vortrag fängt sehr verheißungsvoll an, deutet dann aber Verdammnis und ewiges Leben im Sinne von innserseelischen Vorgängen. Der Himmel ist demnach das Einsein mit sich selbst, also ein Gefühl. Schade!

Hier der DLF-Beitrag:

[podcast]http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2011/11/28/dlf_20111128_0944_69164242.mp3[/podcast]

Themelios Vol 36.3

Themelios36.3-229x300.pngDie neue Ausgabe der Zeitschrift Themelios ist vor einigen Tagen erschienen. Dabei ist diesmal u.a. ein Artikel von Jonathan Gibson über Jonathan Edwards. Er schreibt in: „Jonathan Edwards: A Missionary?“:

Jonathan Edwards (1703–1758) is remembered today as a saint, scholar, preacher, pastor, metaphysician, revival leader, theologian, Calvinist—the list goes on. However, ‚If there is one area of Edwards’s life that has been consistently overlooked and understated by contemporaries and scholars alike, it is his role as Indian missionary and advocate for Indian affairs.‘ It is indeed hard to imagine: a white British colonial Puritan, with powdered wig and Geneva bands, as a missionary to native American Indians. Of course, historically, the issue is not debated. In August 1751, following a three-month trial period in the spring of the same year, Jonathan Edwards moved to the frontier mission outpost of Stockbridge where he served for nearly seven years, just prior to his death in March 1758. His role at Stockbridge was two-fold: to pastor the English congregation and to serve as missionary to the Indians.

Hier geht’s zum Journal, das auch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann: thegospelcoalition.org.

Erweckung, allein zur Ehre Gottes

Der große Martyn Lloyd-Jones predigt über das Thema »Erweckung«. Worum geht es bei »Erweckung«? Geht es darum, endlich wieder volle Kirchen zu haben? Nein! Erweckung ist keine Erweckung, wenn es nicht um die Ehre Gottes geht.

Hier die Predigt:

[podcast]http://berbc.org/onlinesermons/Dr%20Martyn%20Lloyd%20Jones/gggLJ04_ShouldPray.mp3[/podcast]

Vom Nutzen der »Transformativen Theologie«

863.936_evangelium.jpgGreg Gilbert setzt sich in seinem Buch Was ist das Evangelium? – der Titel lässt es vermuten –, mit der guten Nachricht von Jesus Christus auseinander. Geschrieben hat er darüber, weil unter Christen oft nicht ganz klar ist, worum es beim Evangelium geht. Einerseits fühlen sich viele überfordert, wenn sie zustimmend sagen sollen, was sie unter »Evangelium« verstehen. Andererseits gibt es heute allerlei Leute, die das Evangelium – meist sendungsbewusst auftretend – neu deuten. Für D.A. Carson ist diese Entwicklung »alarmierend, weil es um ein grundlegend wichtiges Thema geht. Wenn Evangelikale derart unvereinbare Ansichten darüber haben, »was das ›Evangelium‹ eigentlich ist, muss man die Schlussfolgerung ziehen, dass die evangelikale Bewegung ein facettenreiches Phänomen ist, ohne übereinstimmendes Evangelium«, schreibt er in seinem Vorwort.

Im hinteren Teil seines Buch befasst sich Gilbert mit einigen problematischen Interpretationen des Evangeliums. Er spricht dabei auch das Konzept der »Gesellschaftlichen Transformation« an, das sich heute großer Beliebtheit erfreut.

Mir selbst waren besonders Anfang der 90er Jahre, inspiriert von Abraham Kuyper, »Kulturrelevanz« und »Gesellschaftstransformation« sehr wichtig. Ich hatte große Bauchschmerzen im Blick auf die unter Evangelikalen verbreitete Rückzugsmentalität. Es erschien mir als unverantwortliche Verkürzung, Evangelium auf die Frage des Heils zu reduzieren. Und ich bedauerte die Neigung, alles »Nichtfromme« anderen zu überlassen.

Viel Verständnis habe ich damals (in Deutschland) nicht geerntet. Derzeit läge ich allerdings ganz im Trend, »Gesellschaftstransformation« ist der große Renner. Obwohl ich meine Position nicht grundsätzlich geändert habe, trete ich im Blick auf eine anzustrebende Transformation der Gesellschaft heute deutlich bescheidener auf als vor 20 Jahren. Oft ist die »Transformative Theologie« auf ein naïves Kulturkonzept und eine gute Portion Populismus angewiesen (siehe auch das Interview mit J.D. Hunter). Und: Ich habe in den vergangenen 20 Jahren etliche Christen, Familien und Gemeinden »von Innen« kennenlernen dürfen (mich selbst eingeschlossen). Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob wir der Welt viel schenken können. Vor den Evangelikalen braucht man keine Angst haben, zuviel erwarten sollte die Welt von ihnen aber auch nicht. Kurz: Mir ist inzwischen das Christuszeugnis wichtiger geworden. Das, was wir der Welt zu geben haben, bleibt – sagen wir – übersichtlich. Deshalb sollten Christen der Welt nicht zu viel versprechen, sondern Zeugnis ablegen von einem andern: »Denn nicht uns selbst verkündigen wir, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns selbst aber als eure Knechte, um Jesu willen« (2Kor 4,5).

Gilberts Erörterung der Transformativen Theologie finde ich fair und angemessen. Hier der entscheidende Abschnitt (136–138):

Der Gedanke, die Gesellschaft müsse durch die Arbeit von Christen sichtbar verändert werden, scheint in letzter Zeit von vielen Evangelikalen Besitz ergriffen zu haben. Ich halte das für ein lobenswertes Ziel und ich glaube auch, dass die Bemühung, sich dem – persönlichen oder system-immanenten – Bösen in der Gesellschaft entgegenzustellen, biblisch ist. Paulus sagt uns, wir sollen allen Menschen Gutes tun, »besonders aber … den Hausgenossen des Glaubens« (Gal 6,10). Jesus trägt uns auf, für unseren Nächsten zu sorgen, wozu auch Außenstehende gehören (s. Lk 10,25–37). Und er sagt ebenfalls: »So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen« (Mt 5,16).

Viele »Transformationalisten«‚ gehen aber noch weiter und behaupten, der Auftrag, »die Gesellschaft zu erlösen«, sei tief in die Aussagen der Bibel eingewoben. Wenn Gott tatsächlich die Welt neu erschaffen will, argumentieren sie, dann liegt es in unserer Verantwortung, uns an dieser Arbeit zu beteiligen. Wir sollten »Baumaterial« für das Königreich sammeln und deutliche Schritte auf die Aufrichtung von Gottes Herrschaft in unserer Nachbarschaft, in unseren Städten und Ländern und in unserer Welt hin tun. »Wir müssen tun, was wir Gott tun sehen«, sagen sie.

Darf ich ganz offen sagen, was ich darüber denke? Ich habe ernste biblische und theologische Vorbehalte gegenüber dem Transformations-Paradigma. Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Heilige Schrift den Bemühungen um gesellschaftliche Veränderung den gleichen Stellenwert beimisst, den viele »Transformationalisten« fordern. Das hat mehrere Gründe. Einerseits denke ich nicht, dass das kulturell-gesellschaftliche Mandat im Buch Genesis dem Volk Gottes als solches gegeben ist; ich meine, es ist der ganzen Menschheit gegeben. Zweitens denke ich nicht, dass die menschliche Gesellschaft – weder in der Bibel noch in der Geschichte – sich generell auf Gott zubewegt. Ich bin vielmehr der Ansicht, die menschliche Kultur bzw. Gesellschaft als Ganzes (wenn auch nicht in jedem Einzelfall) bewegt sich auf das Gericht zu (s. Offb 17–19). Daher halte ich den Optimismus vieler »Transformationalisten«, sie könnten »die Welt verändern«, für irreführend und somit letztendlich entmutigend.

Hinter all dem steckt allerdings eine enorme biblisch-theologische Diskussion, die hier nicht mein Hauptanliegen ist. Ich bin der Ansicht, es ist möglich, ein engagierter »Transformationalist« zu sein und trotzdem gleichzeitig das Kreuz von Jesus im Mittelpunkt der biblischen Geschichte und der guten Nachricht zu halten. Schließlich ist es das schuldbefreite und erlöste Volk Gottes, das er zur Schaffung dieser Veränderung einsetzt, und Vergebung und Erlösung kommen nur durch das Kreuz zustande.

Ich kann das Buch sehr empfehlen. Hier eine Leseprobe: Leseprobe_evangelium.pdf.

 

Christozentrisch Glauben

Die jüngere ›christuszentrierte Bewegung‹ in Nordamerika ist ungefähr zwanzig Jahre alt. J.D. Greear, Trevin Wax und Greg Gilbert haben, durchaus selbstkritisch, über den Ansatz diskutiert. Mir gefällt besonders folgende Beobachtung:

“We’re able to easily say, ‘Hey, there’s something wrong with that guy’s preaching,’ or ‘There’s something wrong in that book,’ or ‘This guy’s confusing Gospel and implications and whatnot,’ but it’s not the beauty of the Gospel and the God of the Gospel that’s actually captivating our hearts, our affections, our emotions.”

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