2011

Gesegnete Weihnachten

Ich wünsche allen TheoBlog-Lesern besinnliche Feiertage und Gottes Segen für das bald beginnende Jahr 2012.

Nichts, nichts hat dich getrieben
zu mir vom Himmelszelt,
als dein getreues Lieben,
damit du alle Welt
in ihren tausend Plagen
und großen Jammerlast,
die kein Mund kann aussagen,
so fest umfangen hast.

Das schreib dir in dein Herze,
du hochbetrübtes Heer,
bei denen Gram und Schmerze
sich häufet mehr und mehr.
Seid unverzagt, ihr habet
die Hilfe vor der Tür;
der eure Herzen labet
und tröstet, steht alliier.

Ihr dürft euch nicht bemühen,
noch sorgen Tag und Nacht,
wie ihr ihn wollet ziehen
mit eures Armes Macht.
Er kommt, er kommt mit Willen,
ist voller Lieb und Lust,
all Angst und Not zu stillen,
die ihm an euch bewusst.

Auch dürft ihr nicht erschrecken
vor eurer Sündenschuld;
nein, Jesus will sie decken
mit seiner Lieb und Huld.
Er kommt, er kommt den Sündern
zum Trost und wahren Heil,
schafft, dass bei Gottes Kindern
verbleib ihr Erb und Teil.

Anteil der Christen in Europa stark gesunken

WELT online schreib:

Das Christentum hat weiterhin die meisten Anhänger unter den Weltreligionen. 2,18 Milliarden der rund sieben Milliarden Menschen auf der Welt seien Christen, heißt es in einer Studie des US-amerikanischen Forschungsinstituts „Pew Research Center“. Allerdings hat die Christenheit in den vergangenen Jahrzehnten einen starken demographischen Wandel erfahren. Nur noch ein Viertel der Christen lebt der Studie zufolge in Europa. 37 Prozent der Christen leben in Nord-, Süd- und Mittelamerika, und rund ein Viertel in Afrika südlich der Sahara.

Mehr: www.welt.de.

Foundations Issue No. 61

foundation-sample.pngDie neue Ausgabe des Journals Fundation ist erschienen. Neben Buchbesprechungen sind folgende Aufsätze sind enthalten:

  • Dan Strange: Not Ashamed! The Sufficiency of Scripture for Public Theology
  • John Legg: So Who Is My Neighbour?
  • Thorsten Prill: Evangelical Mission Organisations, Postmodern Controversies, and the New Heartbeat of Mission
  • Ralph Cunnington: Did Turretin Depart from Calvin’s View on the Concept of Error in the Scriptures?

Hier gibt es die Datei: affinity-foundations-61-autumn-2011.pdf.

Gewinner der Weihnachtsaktion 2011

Ron2011 719.jpgDas Interesse an der Weihnachtsaktion war wieder beachtlich. Vielen Dank!

Unsere jüngste Tochter hat aus dem großen Korb das entscheidende Los gezogen. Das Buch Der Gottesstaat von Augustinus geht an P.G., der derzeit in einer traditionsreichen deutschen Stadt Theologie studiert.

Herzlichen Glückwunsch!

Nordkorea: Wenig Hoffnungen auf Besserung

NorthKorea.pngWie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) feststellt, hinterlässt der verstorbene Diktator Kim Jong-Il seinem Nachfolger eine niederschmetternde Eröffnungsbilanz: In dem stalinistisch regierten und hermetisch abgeschotteten Nordkorea leiden über 200.000 politische Gefangene in Zwangsarbeiterslagern. Durch die staatlich gelenkte Planwirtschaft ist Mangelversorgung an der Tagesordnung. Als Folge dieser Misswirtschaft verhungerten in Hungerkatastrophen in den letzten 15 Jahren weit über eine Million Nordkoreaner.

Aus Sicht der nordkoreanischen Führung ist das größte Verdienst des Verstorbenen, dass er die Volksrepublik 2006 zur Atommacht machen konnte und das Regime damit außenpolitisch absicherte. Offiziell befindet sich Nordkorea mit seinem „Erzfeind“, dem demokratischen Südkorea, noch immer im Kriegszustand.

Gegner der kommunistischen Einparteien-Diktatur werden für so genannte „politische Verbrechen“ in Zwangsarbeitslagern gefangen gehalten – das bekannteste ist Yodok in der Region Süd-Hamkyong mit über 50.000 Gefangenen. In diesen Lagern herrschen so katastrophale Zustände, dass die Gefangenen nach Angaben von Überläufern und Flüchtlingen oft nur wenige Jahre überleben. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Arbeitslager in den letzten Jahren systematisch ausgebaut wurden.

Nach Einschätzung der IGFM ist das kommunistische Reich der Kim-Familie weltweit das Land, in dem Christen am härtesten verfolgt werden. Als Christen erkannte Nordkoreaner würden gezielt in Lager eingewiesen werden und dort als Sklavenarbeiter ausgebeutet. Christliche Mission werde mit Folter und gezielter Ermordung drakonisch verfolgt. Experten gehen von bis zu 70.000 inhaftierten Christen aus.

Die IGFM sieht in dem Herrscherwechsel wenig Chancen auf eine baldige Besserung für die Bevölkerung Nordkoreas: „Der Schlüssel des Menschenrechtsproblems in Nordkorea liegt in Peking. Mit schnellen positiven Veränderungen kann leider nicht gerechnet werden.“, erläutert Martin Lessenthin, der Vorstandssprecher der IGFM.

In einem Kommuniqué zum Tod Kim Jong-Ils verlangten das Zentralkomitee der Arbeiterpartei, die beiden Militärkommissionen und Nordkoreas so genanntes Parlament, dass sich alle „loyal zur Führung des verehrten Genossen Kim Jong-un verhalten“ der auch den Vorsitz des Trauerkomitees übernommen hat, dem 200 der höchsten Repräsentanten aus Armee und Regierung angehören. Kim Jong-uns ältere Brüder wurden übergangen. Die den Nordkoreanern verordneten zehn Tage Staatstrauer vom 19. bis 29. Dezember und das zwei Tage währende Schweigen über den Tod des geliebten Führers haben den totalitären Regierungsstil erneut dokumentiert. Während der zehntägigen Trauer verfügt Kim Jong-un bereits alleine über die absolute staatliche Gewalt.

Nach Angabe der Vereinten Nationen fliehen daher trotz des enormen Risikos immer mehr Menschen aus der Volksrepublik. Thailand ist eines der wenigen Länder der Region, das nordkoreanische Flüchtlinge vorbehaltlos aufnimmt. Ganz anders agiert die Führung der Kommunistischen Partei Chinas. Gemäß einem 1968 geschlossenen Abkommen zwischen Peking und Pjöngjang werden nordkoreanische Flüchtlinge von China nach Nordkorea abgeschoben. Dort erwarten sie langjährige Haftstrafen, Zwangsarbeit, Folter oder sogar die Todesstrafe.

Der Gesundheitswahn ist die neue Religion

Viele Menschen verpassen ihr Leben, weil sie nur noch damit beschäftigt sind, gesund zu bleiben. Das zumindest behauptet Manfred Lütz, der WELT Online gesteckt hat:

Die WHO hat einmal definiert, Gesundheit sei völliges körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden. Nach dieser inzwischen revidierten Definition ist tatsächlich niemand gesund. Ich halte es da lieber mit Nietzsche. Der hat einmal gesagt: Gesundheit ist dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen. Heute herrscht jedoch ein geradezu utopischer Gesundheitsbegriff, der von dauerndem Wohlbefinden ausgeht. Die viel diskutierte Burn-out-Welle hängt damit zusammen, dass viele denken, man muss stets ausgeglichen und bestens gelaunt sein, immer gut schlafen und hochbelastbar sein. Und weil niemand offen über diese Dinge redet, denkt jeder für sich, er sei der Einzige, bei dem das nicht richtig funktioniere. Doch jeder Mensch hat irgendwelche Macken und Defizite, aber krank ist man deshalb noch lange nicht. Im Zweifel ist der Mensch gesund – auch wenn er vielleicht merkwürdig ist, wie Sie und ich. Das permanente Beobachten jedes Wehwehchens fördert nicht gerade die Lust am Leben. Wer sich immer nur um die Rahmenbedingungen des Lebens kümmert, der verpasst das Leben.

Mehr: www.welt.de.

Magnus Hirschfeld – das richtige Idol?

Zur Errichtung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (übrigens mit zehn Millionen Euro Einlagen) erklärt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Die Stiftung kann jetzt ihre Arbeit aufnehmen. Das Forschungs- und Bildungsprogramm der neuen Stiftung wird einen wichtigen Beitrag für die Offenheit der Gesellschaft leisten. In einer offenen Gesellschaft darf es keine Diskriminierung von Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen geben. Auf dem Weg des Abbaus von Diskriminierungen bis zur gleichberechtigten Teilhabe von gleichgeschlechtlichen Lebensentwürfen setzt die Bundesregierung auch auf die jetzt konkret beginnende Arbeit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.“

Aber ist Magnus Hirschfeld der geeignete Namensgeber?

Magnus Hirschfeld war leider auch Anhänger der Eugenik, die mit den Schlagworten Rassenhygiene und Blutreinheit Eingang in die nationalsozialistische Ideologie fand. Er glaubte an die biologische Höherzüchtung des Menschen. Als Mitbegründer der Weltliga für Sexualreform formulierte er als einen der 10 Programmpunkte: „die Verbesserung des Menschengeschlechts nach eugenischen Gesichtspunkten.“ Im Vorwort zu seinem 1933 publizierten Buch „Die Weltreise eines Sexualforschers“ schrieb er: „Die Eugenik bezweckt durch die Hervorbringung besserer und glücklicherer Menschen die Entstehung einer besseren und glücklicheren Menschheit.“

Hirschfeld war auch Mitglied in der 1905 von Alfred Ploetz gegründeten Gesellschaft für Rassenhygiene. Ploetz war Antisemit und Anhänger des Ariertums. Die Gesellschaft für Rassenhygiene bahnte u.a. den Nazis den Weg für Gesetze wie das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Mit dem Argument, die Volksgesundheit sei nur durch Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zu erhalten, rechtfertigte man unter dem Begriff „Euthanasie“ Massenmorde an Kranken und Behinderten, Zwangssterilisierungen u. ä. Der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch kritisiert in seinem SPIEGEL-Artikel Hirschfelds aufklärerische Haltung und bezieht ihn hier mit ein: „Die deutschen Gelehrten, die lange vor dem Hitlerfaschismus wissenschaftlich und ethisch begründeten, warum bestimmte Menschen und Rassen Unkraut seien, minderwertig und lebensunwert, waren von hohen Idealen durchdrungen.“

Hier mehr: sex-needs-culture.blogspot.com.

Fremde

Es lohnt sich, Zeugnis von Jesus Christus abzulegen. Warum?

Zum Beispiel darum:


VD: NK

Christopher Hitchens (1949–2011)

Der kämpferische Atheist Christopher Hitchens ist seinem Krebsleiden erlegen. Der Standard schreibt:

CHitchens.jpgDer britische Autor und Journalist Christopher Hitchens ist am Donnerstag im Alter von 62 Jahren in Houston gestorben. Todesursache sei eine Lungenentzündung, berichtete das Magazin „Vanity Fair“. Hitchens litt demnach an Speiseröhrenkrebs.

Der bekennende Atheist hat für viel Aufsehen gesorgt. So ließ er gemeinsam mit dem Evolutionsbiologen Richard Dawkins prüfen, ob Papst Benedikt XVI. wegen des Missbrauchsskandals in der britischen katholischen Kirche verhaftet werden könne.

1994 erhob er schwere Vorwürfe gegen die Mutter Teresa. Die Friedensnobelpreisträgerin und katholische Ordensschwester, die sich in den Häusern ihres Ordens „Missionarinnen der Liebe“ vor allem in Kalkutta um Kranke und Sterbende kümmerte, sei eine „Demagogin, eine Feindin der Aufklärung und eine Dienerin weltlicher Mächte“, meinte Hitchens. Er warf ihr Missionierungsbestreben und eine Verherrlichung des Leids vor.

Hitchens prägte mit Büchern wie Der Herr ist kein Hirte die öffentliche Wahrnehmung des christlichen Glaubens als „Religion der Gewalt“. Viele Christen haben in den letzten Monaten für seine Genesung gebetet. Die Gebete sind nicht erhört worden. Peter Hitchens, hat den Atheismus seines Bruders überwunden und ist inzwischen bekennender Christ. Mit vielen Argumenten von Christopher hat er sich in dem Buch The Rage Against God: How Atheism Led Me to Faith beschäftigt (siehe hier).

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