E21-Regionalkonferenz 2019: Richtig zweifeln und glauben
Der Glaube an Gott schützt nicht vor Zweifeln, manchmal verschärft er sie sogar. Diese Ansicht vertrat Vaughan Roberts, Hauptpastor der anglikanischen Gemeinde St. Ebbe’s (Oxford), bei der Evangelium21-Regionalkonferenz Süd in der Freien Evangelischen Gemeinde München-Mitte. „Von Gläubigen wie Hiob oder Habakuk lernen wir, dass uns der Glaube in Krisenzeiten manchmal sehr in Not bringen kann“, sagte er vor rund 250 Konferenzteilnehmern. Während Nichtchristen viele Herausforderungen ihres Lebens schlicht hinnehmen müssten, stelle sich für Christen manchmal die Frage, wie sie ihre schweren Erfahrung mit der Vorstellung von einem liebenden und allmächtigen Gott in Einklang bringen könnten. Diese Feststellung verdeutlichte der Pastor am Beispiel des Propheten Habakuk. Dieser habe angesichts der Krise seines eigenen Volkes verzweifelt gerufen: „Gott, warum greifst du nicht ein?“ Roberts ermutigte die Zuhörer, angesichts von Leid und Schwierigkeiten solche Fragen zuzulassen und sie Gott ehrlich zu stellen. Gleichzeitig sei es wichtig, in der Krise nicht alle Überzeugungen über Bord zu werfen. Zweifler sollten sich immer wieder bewusst machen, was sie bereits über Gott wissen. „Offene Fragen stellen weder unsere Beziehung zu Gott, noch seine Allmacht und Liebe grundsätzlich in Frage“, sagte Roberts.
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Wie können und dürfen Christen in ihrem Beruf, in der Schule und in der Öffentlichkeit über ihren Glauben reden? Fragen wie diese beantwortet eine 60-seitige Orientierungshilfe unter dem Titel „Rede frei! Mit Recht über das Evangelium sprechen“. Herausgeber sind die Deutsche Evangelische Allianz, die Juristenvereinigung „Christ und Jurist“ sowie die christliche Menschenrechtsorganisation ADF International (Allianz zur Verteidigung der Freiheit). Vertreter dieser drei christlichen Verbände haben die 60-seitige Broschüre auf der Bundestagung von „Christ und Jurist“ am 24. Mai in Wiesbaden erstmals vorgestellt.