Deutschlands erster christlicher Sexshop

In Bielfeld haben es sich einige Leute vorgenommen, den Missionsbegriff zu erweitern. Es geht diesmal nicht um Umweltschutz oder soziale Gerechtigkeit, sondern um besseren Sex. Denn:

Sex sei nicht nur zum Kinderkriegen gemacht, erklären die vier die Philosophie, die sie antreibt. „Sex macht auch Spaß“, sagt Wellington Estevo: „Das Gefühl hat uns Gott mit der Schöpfung geschenkt. Gerade Christen müssen Vorreiter sein, wenn es um das Thema Sexualität geht.“ Es sei an der Zeit, offen über Lust und Liebe zu reden.

Dass beim 500. Reformationsjubiläum so einiges schief gelaufen ist, wissen wir.  Dass die Feier der Reformation den Anstoß dafür gab, einen christlichen Sexshop zu gründen, überrascht selbst mich. 

 Es bedürfe Zeit, mit den Tabus zu brechen, die die Kirche jahrhundertelang getragen habe. Die Idee der Shopgründung kam ihnen vor zwei Jahren beim 500. Reformationsjubiläum. „Morgens saßen wir mit Freunden zusammen und überlegten, dass wir etwas machen müssen“, erinnert sich Estevo: „Abends stand die Idee, das ging ganz schnell.“ Ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde. Als Jugendliche hätten doch alle erlebt, dass Sexualität stiefmütterlich tabuisiert wurde, so die vier.

Da sehen wir also die Früchte der neuen „Sex-Perspektive“. Das ist leider keine Satire. Hier glauben Christen, Vorreiter zu sein. Tatsächlich springen sie nur auf einen Zug, der schon lange unterwegs ist und zu einer plastikhaltigen Konsumkultur einlädt. Dabei gäbe es so viele echte Möglichkeiten, in Sachen Sexualität Zeichen zu setzen. 

Hier mehr: www.lz.de.

VD: AM

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11 Comments
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Stephan
Stephan
1 Jahr zuvor

Passenderweise planen die vier Jungens „aus freievanglischen Gemeinden“ auch einen Stand auf dem Kirchentag … Was bin ich froh, kein Berufssatiriker zu sein, ständig überholt einen die Realität: bin ich jetzt auf einem Kirchentag oder auf der Venus-Messe in Berlin?

Tim-Christian
Tim-Christian
1 Jahr zuvor

Das „Wort zum Sonntag“ stammte diese Woche auch von einem freievangelischen Pastor (BEFG):

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/wort-zum-sonntag/videos/spricht-christian-rommert-bochum-video-130.html

Wenn man sich dann noch die Broschüren vom Gemeindejugendwerk (GJW) zu Gemüte führt, dann merkt man, dass die Bezeichnung „freikirchlich“ längst kein konservatives Gütesiegel mehr ist:

https://www.gjw.de/fileadmin/edition_gjw/dokumente/Herrlich_2018_02_final_onlineversion.pdf

Und dann könnte es auch noch sein, dass im Herbst die katholische Deutsche Bischofskonferenz (DBK) einknickt:

https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bode-mussen-ernsthaft-uber-segnung-homosexueller-paare-nachdenken

Spannende Zeiten.

Stephan
Stephan
1 Jahr zuvor

Die Zeitschrift des GJW ist tatsächlich mal wieder „toll“ – letztes Jahr (?, oder 2017) gab es schon mal Kritik an der Zeitschrift zu Äußerungen bzgl des Themas Homosexualität. Und auch schon da hatte ich mich schon irgendwo in den Tiefen des Internet darüber mokiert, dass es bei dem Sponsoring (Bundesministerium für Frauen und Gedöns) nicht verwunderlich ist, wenn das Sprichwort zutrifft: Wes‘ Brot ich eß, des‘ Lied ich sing. Wenn man sich als Freikirche derart in die finanzielle Abhängigkeit staatlicher Institutionen gibt, dann verliert man leider seine Fähigkeit, bibeltreue Argumentation führen zu dürfen. Aber leider ist es ja in anderen Gemeindebünden nicht besser, hier am Beispiel einer großen FeG einer großen „bunten“ Stadt: heute ist „Kontemplation am Abend“ im Angebot, morgen „Bibel&Feminismus“ (Zitat: Wie kann man „feministische“ Ansichten vertreten/gut finden und gleichzeitig bestimmte Bibeltexte verstehen), zu Pfingstsamstag dann ein ökumenischer Gottesdienst in einer katholischen Kirche (Zitat auf der Webseite der FeG: „Darüber hinaus besteht eine herzliche Einladungen zu den… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
1 Jahr zuvor

Meine Meinung ist: 1. Lust ist nicht der Sinn und Zweck der sexuellen Kräfte des Menschen. Im Beitrag: Die Bedeutung der sexuellen Kräfte https://www.dijg.de/sexualitaet/bedeutung-sexueller-kraefte/ von J. Budziszewski steht im 1. 18. Absatz: Was ist nun der natürliche Sinn und Zweck der sexuellen Kräfte? Einer ist Fortpflanzung; das Schaffen und Umsorgen neuen Lebens, die Gründung von Familien, in denen Kinder Vater und Mutter haben. Der andere ist Vereinigung; die gegenseitige und völlige Hingabe und die Annahme von zwei gegensätzlichen, sich ergänzenden Ichs in ihrer Gesamtheit von Leib und Seele. Diese beiden Bedeutungen sind so fest aufeinander bezogen, dass ganz gleich, wo wir beginnen, wir stets beim anderen landen. 2. 20. Absatz: Verallgemeinernd kann gesagt werden, dass, auch wenn wir Lust am Ausüben unserer sexuellen Kräfte haben, Lust nicht deren Sinn und Zweck ist; sie gibt uns lediglich einen Beweggrund und einen gefährlichen noch dazu, welcher sich zeitweise im Konflikt mit dem wahren Zweck befinden mag und uns in die falsche Richtung… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
1 Jahr zuvor

Dies ist ein Kommentar zu der Aussage aus: Vier Ostwestfalen eröffnen ersten christlichen Sexshop Deutschlands https://www.lz.de/ueberregional/owl/22453940_Vier-Ostwestfalen-eroeffnen-ersten-christlichen-Sexshop-Deutschlands.html am 12.05.2019 von Alexander Lange unter „Stand beim evangelischen Kirchentag“ im 2. Absatz am Anfang: Ob tatsächlich Christin oder nicht, das wissen sie nicht: „Wir machen ja keine Erhebungen. Uns ist auch egal wer am Ende bei uns kauft. Jung oder alt, Christ, Muslim oder Jude, homo oder hetero.“ Paarvibratoren seien der Renner, ebenso wie Love-Boxen für romantische Stunden zu zweit. Meine Meinung ist: 1. Der selbsternannte Bürgerrechtler Carsten Schulz vermutet: Die Politik in Deutschland hat sich für Gesetze eingesetzt, die der Sexindustrie gefallen. Im Beitrag: Die (ehemalige) Maschmeyer-Marionette, der Erz-Verschwörer Frank-Walter Steinmeier, spricht sich gegen Verschwörungstheorien aus !! https://buergerrechtler-carsten-schulz-999.blogspot.com/2019/05/die-maschmeyer-marionette-frank-walter.html am 19. Mai 2019 von Carsten Schulz steht im siebtletzten Absatz: Ferner ist 2002 auch mit entscheidender Hilfe von Steinmeier die Prostitution in Deutschland vollständig legalisiert worden, eine Gesetzesänderung, von der ausschließlich Frauenhändler und Zuhälter wie die Hells Angels und Frank Hanebuth profitiert haben… Weiterlesen »

Schandor
Schandor
1 Jahr zuvor

@Martin Jesgarz

„… Lust nicht deren Sinn und Zweck ist …“

Soweit, so gut. Sie aber an den Rand zu drängen, hieße, etwas anderes aus ihr gemacht zu haben. Der Mensch betätigt sich sexuell, um seine Triebqual zu eliminieren, allerdings ist er berufen, dies nicht generell unter Außerachtlassung bestimmter Zwecke an sich zu tun, etwa die Fortpflanzung als solche zu dispensieren. Dies kann aber nicht immer das Ziel bzw. der Zweck sein. Die Lust allein, das wäre für jeden Eingeweihten gerade das Ende der Lust. Hier muss man achtgeben, dass man schön in der Mitte bleibt, denke ich. Sonst kommt man sehr schnell zur ungesund-katholischen Einstellung, wonach das Sexuelle an sich etwas Erbsündbehaftetes sei, ganz und gar Produkt der concupiscientia.

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
1 Jahr zuvor

@Markus Jesgarz: Dies ist ein Kommentar zu der Aussage: Lust ist nicht der Sinn und Zweck der sexuellen Kräfte des Menschen. Meine Meinung ist: 1. Herr Daniel Cohn-Bendit ging zu weit mit dem Ausleben seiner sexuellen Lust. Im Kommentar von Markus Jesgarz steht am Ende: https://www.facebook.com/ideade/posts/2594720690556249?comment_id=2598021520226166&reply_comment_id=2604157322945919&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D 1. Im Beitrag: Die Akte „Daniel Cohn-Bendit“ https://www.kla.tv/index.php?a=showportal&keyword=rechtundunrecht&id=1123 steht in dem Text, der angezeigt wird durch das Klicken auf das Wort „Sendungstext“, am Anfang: Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter der Grünen, verdient besondere Beachtung: In seinem Memoiren-Band „Der große Basar“ schrieb er 1975 offen über seine sexuellen Kontakte mit Kindern: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.“ 2. Im Beitrag von Volker Beck: web.archive.org/web/20150611054949/http://www.spiegel.de/media/media-32292.pdf steht auf der Seite 13 im letzten Absatz am Anfang: Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich. 2. Herr Volker Beck ging mit seiner Forderung… Weiterlesen »

Markus Jesgarz
Markus Jesgarz
1 Jahr zuvor

@Markus Jesgarz: Dies ist ein Kommentar zu der Aussage vom 26. Mai 2019 um 21:43 Uhr: Ferner ist 2002 auch mit entscheidender Hilfe von Steinmeier die Prostitution in Deutschland vollständig legalisiert worden, eine Gesetzesänderung, von der ausschließlich Frauenhändler und Zuhälter wie die Hells Angels und Frank Hanebuth profitiert haben und keine einzige Frau. Inzwischen ist Deutschland durch diese absurde Maßnahme von Schröder, Steinmeier, Fischer, Trittin und Komplizen auch zur Sextourismus-Destination Nummer 1 in Europa degeneriert mit Flatrate-Puffs und allem was dazugehört. Meine Meinung ist: 1. Leider hatte Herr Jürgen Trittin Gesetze gefordert bei denen beim Ausleben der sexuellen Lust nicht auf eine Einbettung der sexuellen Lust in eine anständige Moral geachtet wurde. Im Beitrag: Göring-Eckardt nimmt Trittin in Pädophilie-Debatte in Schutz https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-goering-eckardt-nimmt-trittin-in-paedophilie-debatte-in-schutz-a-922463.html am 16.09.2013 steht ab dem 3. Absatz: Der Politikwissenschaftler Franz Walter, der im Auftrag der Grünen die Verstrickungen der Partei mit pädophilen Aktivisten Anfang der achtziger Jahre erforscht, hat am Montag in der Tageszeitung „taz“ beschrieben, http://taz.de/Gruenen-Politiker-und-Paedophilie-Affaere/!5059078/ dass… Weiterlesen »

anna Plutta
anna Plutta
1 Jahr zuvor

Wunderbar

Matthias
Matthias
11 Monate zuvor

Hallo miteinander,
nachdem ich jetzt in ein paar Gesprächen diesen Shop vorschnell verurteil habe, merkte ich, dass meine Aussagen ziemlich unbegründet waren.. Daher meine Frage: Was ist denn jetzt biblisch gesehen falsch an dem Ganzen?
Ich habe oft das Gefühl, dass wir solche Projekte direkt verurteilen, weil sie entweder gegen unsere „Traditionen“ sprechen, oder wir mit bestimmten Wörtern (wie eben Sexshop) automatisch nur schlechte Dinge verbinden oder weil wir denken, wir wüssten, was die Personen für sündige Gedanken über oder Ziele mit dem Thema haben… als wäre es wirklich ihr Ziel mit diesem Shop Ehen kaputt zu machen oder Sexualität zu missbrauchen oder was auch immer..
Aber was genau ist jetzt das Problem mit diesem „christlichen Sex Shop“?
Liebe Grüße und im Herrn verbunden
Matthias