Verhaltenskodex »Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt«

201107191016.jpg»Mission gehört zutiefst zum Wesen der Kirche.« Mit diesen Worten beginnt das Dokument, das kürzlich in Genf am Sitz des Weltkirchenrates in einer feierlichen Stunde der Öffentlichkeit übergeben wurde. Mehr als fünf Jahre lang hatten Repräsentanten der genannten kirchlichen Organisationen in einer Reihe von größeren und kleineren Konferenzen daran gearbeitet, was es heißt, den christlichen Glauben im 21. Jahrhundert in einer multireligösen Welt zu bezeugen und weiterzugeben. Entstanden ist ein Dokument mit klassischen Grundlagen für das christliche Zeugnis, gefolgt von Prinzipien und Empfehlungen.

Thomas Schirrmacher, Chefunterhändler für die Weltweite Evangelische Allianz, machte deutlich, dass es sich bei dem vorgelegten Dokument keineswegs um ein Kompromisspapier handele (siehe hier). Im Laufe der Jahre habe es aus dem Umfeld verschiedener Seiten immer wieder auch sehr skeptische Stimmen gegeben, die ein inhaltlich substanzielles Dokument zum Thema Religionsfreiheit und Mission nicht für möglich gehalten hätten. Am Ende stünden nun klare Empfehlungen, die einerseits den Auftrag Jesu an seine Kirche deutlich bezeugten, andererseits aber auch die Grenzen einer an der biblischen Botschaft ausgerichteten Mission aufzeigten.

Hier ein Beitrag des DLF zum Verhaltenskodex:

 

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Armin
Armin
8 Jahre zuvor

Ich weiß nicht, was ich von dem Dokument halten soll. Beim ersten durchlesen scheint alles ganz prima. Aber irgendwie fehlt mir die Betonung der Exklusivität Jesu und der Bibel, als einzig wahr. Dagegen ließt man die ganze Zeit „interreligiöser Dialog“. Kann den Begriff mal jemand definieren, und zwar so, wie er in dem Dokument gemeint ist. Im Anhang ließt man dann: „Beispiele für diese Zusammenarbeit sind Studien zu interreligiöser Ehe (1994-1997), interreligiösem Gebet (1997-1998) und afrikanischer Religiosität (seit 2000). Das vorliegende Dokument ist ein Ergebnis ihrer gemeinsamen Arbeit. “ Link: http://www.oikoumene.org/de/dokumentation/documents/oerk-programme/interreligious-dialogue-and-cooperation/christian-identity-in-pluralistic-societies/das-christliche-zeugnis-in-einer-multireligioesen-welt.html Was bitte soll ich unter „interreligiösem Gebet“ verstehen? Ich… Weiterlesen »

Jonas
8 Jahre zuvor

Mir geht es ähnlich wie Armin. Ich habe in den letzten Tagen das Dokument immer wieder überdacht und es ist tatsächlich so, dass es sich beim ersten Mal durchlesen alles wunderbar anhört. Es wird alles in biblische Worte eingekleidet und sehr vieles gesagt, was tatsächlich so ist. Ich habe dennoch ein etwas ungutes Gefühl bei dem Ganzen. Ich habe mal drei Anfragen ausformuliert und in meinem Blog eingestellt: http://jonaserne.blogspot.com/2011/07/kein-kompromissdokument.html Im großen Ganzen ist und bleibt unklar, was das Dokument genau bezwecken möchte (ob es ein Verhaltens-Kodex oder eine „Ermutigung, die Praxis zu reflektieren“ sein soll). Weiter werden viele Begriffe verwendet,… Weiterlesen »

Joschie
Joschie
8 Jahre zuvor

In diesem Dokument ist für mich die Diplomatensprache offensichtlich, auch, wen sie mit biblischen Worten umhüllt wurde, ist es nicht zu überlesen. Ich verstehe auch nicht, warum ist eigentlich so viel Zeit und Mühe für das Erstellen dieses Dokumentes aufgebracht worden, da ja doch nur Empfehlungen dabei rausgekommen sind. Dieses Dokuments hinterlässt bei mir einen sehr schalen Nachgeschmack und der wird stärker je öfter ich es lese. Die größte Gefahr sehe ich darin, dass hier ein großer Graben entsteht zwischen Leuten die wahr genommen werden als Vertreter eines rein intellektuelles Christentum/christlicher Organisationen und auf der anderen Seite die bibeltreuen Geschwister… Weiterlesen »

Joschie
Joschie
8 Jahre zuvor

Ich korrigiere mich der Graben entsteht nicht erst, sondern er wird durch solche Dokumente noch vertieft und zementiert.Beim Betrachten älterer Bücher von Th.Schirrmacher wie „Die Apokryphen“ eine evangelische Kritik und „Der Ablass“ eine evangelische Kritik und dieses Dokuments ist die Aufgabe zu einem klaren Bekenntnis zum reformatorischen Glauben nicht wegzudiskutieren.

trackback

[…] hat heute bei einem Vortrag in Düsseldorf seine Interpretation des hier schon diskutierten Verhaltenskodex »Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt« offengelegt. Der Vortrag enthält einen bemerkenswerten Schlenker. Zuerst ist ein Bekenntnis zur […]

arne
arne
8 Jahre zuvor

[…]Andere Weltanschauungen werden fair dargestellt, nicht das Beste der eigenen mit dem schlechtesten einer anderen Religion verglichen. Das würde den Prinzipien Jesu fundamental widersprechen und auch nicht zu echten Bekehrungen führen.[…] Was sagt der Herr Jesus Christus über die Religionen und ihre Götter ? Ist Jesus Christus den Religionen mit Wertschätzung begegnet ? Nein, er war kein Diplomat und er hat dem Menschen die Wahrheit vor Augen gemalt – schaut, ihr seid Sünder und ihr seid verloren … ICH BIN die Tür, ICH bin das Leben – und alle anderen Wege sind falsch und ein Weg ins Verderben – ganz… Weiterlesen »

Arne
Arne
8 Jahre zuvor

Der Punkt 12 unter Prinzipien ist sicher nicht im Sinne einer anzustrebenden Religionsvermischung zu verstehen.

Das ist ein Kukuksei u. nichts anderes als „Vermischung“

Danke Armin für dein Kommentar, ich wünschte es gäbe mehr davon.

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