Dan Wallace erörtert neu entdeckte NT-Manuskripte

D.B. Wallace nimmt in diesem kurzen Interview zu den neu entdeckten NT-Manuskripten Stellung (siehe auch hier). Wir dürfen wohl wirklich gespannt sein.

VD: evangelicaltextualcriticism.blogspot.de

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Peter
Gast
Peter

Ich will sie sehen – und wenn nicht live, dann zumindest online. Ansonsten hätte ich noch einige Fragen an die Umstände der Skripte: Wer hat sie wo und warum entdeckt? Wer hat jetzt Zugriff auf sie?

Peter

Schandor
Gast
Schandor

… und wer weiß? Vielleicht verbessert sich unser NT dann noch mehr? Vielleicht bekommen wir bald ein ganz neues, neues, neues, neues, neues [ich glaub, wir sind bei NA27] Greek New New Testament! *freu* Schön, dass der Heilige Geist im Laufe der Jahrhunderte endlich Stück für Stück verrät, was er der Kirchengeschichte 1800 Jahre lang vorenthalten hat! 🙂 ––– denn da sind wir uns ja wohl einig: der TR kann nicht die genaueste Wiedergabe des NT sein, denn das würde ja bedeuten, dass all die gottlosen Theologen, denen der Heilige Geist den Prozess der Schriftfindung übertragen hat (angefangen vom Homo… Weiterlesen »

schandor
Gast
schandor

Gewiss- hoffentlich jedenfalls nicht so w
enig, wie uns die textkritik immer weismachen will. ..:-)

Peter
Gast
Peter

@Schandor:
Ich hoffe auf eine große Überraschung: Dass die zuverlässige Überlieferung des NTs wieder einmal gezeigt wird 🙂

Peter

PS: Außerdem interessiert mich schon die Entstehungsgeschichte der Evangelien.

Schandor
Gast
Schandor

@Peter

Gut – und falls Dich neben der Entstehungsgeschichte auch noch die Fälschungsgeschichte interessiert, so kannst Du sie hier beim wahrscheinlich besten Kenner des NT und der KV nachlesen:
http://www.ccel.org/ccel/burgon/corruption.html

Aber Vorsicht: Es könnte sein, dass Dir bei der Lektüre schwindlig wird.

Liebe Grüße,
Schandor

Peter
Gast
Peter

@Schandor:
King James Version only? Luther 1546 only? Ich bin kein Freund des Textus Receptus. Trotz berechtigter Gegenargumente ist N27 eine gute Grundlage.
Und wenn es um ursprüngliche Übersetzungen geht: Ich habe Ulfila auf Gotisch hier 🙂 🙂

Gruß
Peter,
der nicht weiter über N27/TR reden will …

„The site is currently either experiencing heavy load or is down temporarily.“ Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt 😉

markus
Gast
markus

Ich verstehe nicht, was an *text*kritischer Arbeit falsch sein könnte? Wie lässt es sich den begründen, eine Textvariante, die es eben erst ein paar Jahrhunderte später gab (z.b. Textus receptus) für geistlicher zu halten, als einen rekronstruierten Grundtext?
Ein sehr folgenreiches Beispiel: der Markus-Schluss. Auch bei konservativen und evangelikalen Theologen (Schnabel, Lane, Metzger) ist begründeterweise nach Kap 16 Vers 8 Schluss.

Schandor
Gast
Schandor

@Ron „einfach aus der Vulgata ins Griechische“ – das ist insofern schon bedenklich, als die Vulgata des Hieronymos ja selbst schon verfälscht ist – schon Hieronymos schöpfte aus derselben (unsauberen) Quelle, aus der sich zwei der allerschlechtesten HSS überhaupt (›Alexandrinus‹ und ›Aleph‹) bedienten. ›Hören‹ wir, was Frederick Nolan (An Inquiry into the Integrity of the Greek Vulgate, or Received Text of the New Testament) über den paläographischen Kenner Erasmus sagt (und man lese genau!): „With respect to Manuscripts, it is indisputable that he was acquainted with every variety which is known to us; having distributed them into two principal classes,… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

@markus

Du musst Dich genauer mit der Thematik beschäftigen. Lies einmal das 16. Kapitel des Markus-Evangeliums und hör bei Vers 8 auf. Merkst Du was? Merkst Du was? Da merkst Du was sehr „Geistliches“:
http://www.ccel.org/ccel/burgon/mark

Schandor
Gast
Schandor

Eines eint die NA-Anhänger: Ein untrüglicher HASS auf den TR. Ja: HASS. Den hatten schon die Westcott und Hort, und nach ihnen auch die anderen unseligen Gestalten. Schande über diese Textverderber!
Aber es steht geschrieben, was ihnen blüht. Im 22. Kapitel der Offenbarung.

Peter
Gast
Peter

@Schandor:
„Eines eint die NA-Anhänger: Ein untrüglicher HASS auf den TR.“
Sehr harte und lieblose Worte – schade. Ich bin auch Anhänger des NA, aber deswegen kein TR-Hasser. Wie sollte das bei einer so großen textlichen Übereinstimmung auch gehen?
Ach Mist – jetzt habe ich doch etwas über N27/TR gesagt. Ab jetzt nur noch schweigen.

Peter

Lutz
Gast
Lutz

Also ich begreife die ganze „Hassdebatte“ auch nicht ….

Es gibt die, die den TR „hassen“ – es gibt auch die, die den „NA“ hassen …

Gut, Peter, dass du die Wortgruppe „textliche Übereinstimmung“ hier reinbringst.
Manchmal denke ich nämlich, dass Experten einfach öffentlich diskutieren, was viele „Laien“ in den Ruin bringt und am Ende ist der Ruin noch nicht einmal „berechtigt“. …

Lutz

Alexander
Gast
Alexander

Schandor, ich halte Dich für einen Bruder und ich kann Deinen inneren Kampf sogar verstehen, mit dem Du am TR festhalten willst. Ich bin hier auch nicht die Blog-Polizei, aber ich fände es mindestens einen Akt der Höflichkeit, wenn Du hier nicht mehr jeden Post, bei dem es um historische Textkritik geht, zerschießen würdest. Und wenn Du unter die ‘TR-Hasser’ auch diejenigen Brüder subsumierst, die hier schreiben und kommentieren, und ihnen mit einem Verweis auf Offb 22 sogar das Gericht androhst, dann ist das eine geradezu bösartige Unterstellung, die Du hier ebenso öffentlich zurücknehmen und für die Du Dich entschuldigen… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

@Alexander Ihre Kritik ist berechtigt, was das „Zerschießen“ des Post betrifft, und ich bitte hiermit alle Leser höflich um Entschuldigung, dass mein Herz mit mir durchgegangen ist. Ich stehe zu meiner Meinung und zu meiner Emotion. Wenn man erst mal begriffen hat, worum es hier geht: um das inspirierte Wort Gottes nämlich, an dem meine ewige Seligkeit hängt, versteht man mich vielleicht besser. Ein Text, dessen fünf (!) HSS voneinander zigtausendmal abweichen, sollte der durch das Kollationieren der Westcott, Hort, Griesbach, Tregelles, Alford, Tischendorf, Aland und wie sie alle heißen, Inspirationscharakter bekommen? Sollen wir allen Ernstes das als Wort Gottes… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

Ach Schandor! „Im Übrigen höre ich das mitleidige “mit dem Sie am TR festhalten willst” ganz gut heraus“ Was sollen wir dann hören? „Wenn man erst mal begriffen hat, worum es hier geht: um das inspirierte Wort Gottes nämlich …“ Damit gehöre ich auch zu denen, die nicht begriffen haben, dass es um das inspirierte Wort Gottes geht. Wenn dein Eifer hier mit dir durchgeht, habe ich vollstes Verständnis für dic h: Es geht auch in meinen Augen um eine zentrale Frage: Hat Gott nicht nur das Wort inspiriert, sondern auch über die Jahrhunderte hinweg eine wortwörtliche Fassung bewahrt? Dein… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

Lieber Ron,
vielen Dank für deine ausgewogene und fundierte Stellungnahme – du sprichst mir in vielen Punkten aus dem Herzen. Interessiert lese ich immer wieder die Veröffentlichungen von TR-Befürwortern (die euch sicherlich bekannt sind, also nicht genannt werden müssen). Was ich am N27 mag, ist gerade seine wissenschaftliche Diskutierbarkeit. Ich muss mich ja den Entscheidungen von Münster nicht anschließen, kann aber mit den entsprechenden Apparaten aus dem Nestle-Aland, dem Textual Commentary … bzw. Textual Guide … und der Editio Critica Maior mir eine eigene und auch andere Meinung bilden.

Viele Grüße Peter

PS: Ich lese auch Schlachter 🙂

Schandor
Gast
Schandor

@Ron Ich interpretiere Deinen Kommentar als Hinweis, meine eigene Kommentarreihe an dieser Stelle zu beenden und entspreche diesem Hinweis hiermit auch gerne. Eine letzte Anmerkung sei mir noch erlaubt. Zunächst dies: „Ca. 95% des NT-Textes sind stabil“ – Diese Aussage habe ich nicht verstanden. Das ist für mich so, als müsste ich von einem Detektiv erfahren: Ihre Frau ist Ihnen zu 95% treu. Und mein Architekt sagt mir: Das Haus, das ich Ihnen verkauft habe, ist zu 95% stabil. Da bleibt mir buchstäblich die Luft weg. Manchen Leser beruhigte eine solch „ausgewogene und fundierte Stellungnahme“. Mich nicht. Ich hab mir… Weiterlesen »

Alexander
Gast
Alexander

Um nochmal einen sachlichen Beitrag zu liefern: 1) Keine der Handschriften, die wir haben, sind Autographen (eigenständig vom Verf. eines Textes geschrieben) oder Archetypen (ursprünglische Handschriften, von denen alle anderen abhängen). Die ältesten Codizes, die uns den Text des NT (fast) vollständig überliefern, stammen aus dem 4. Jh., d.h. zwischen allen Handschriften, die wir haben und den Urschriften müssen wir mehrere Abschriften als Zwischenstufen annehmen. Es ist angesichts dessen m.E. (und ich habe, wenn ich das sagen darf, hauptberuflich mit antiken Texten zu tun, auch wenn ich mir damit keine Amtsautorität anmaßen will) völlig unvorstellbar, dass uns irgendeine der Handschriften… Weiterlesen »

Alexander
Gast
Alexander

Sorry, ich sehe die vorhergehenden beiden Kommentare jetzt erst. Schandor, ich möchte auch nur noch einmal unterstreichen, dass mein erster Beitrag in diesem Faden nicht ‚von oben herab‘ gemeint war. Ich verstehe Deine inneren Kämpfe tatsächlich.

Peter
Gast
Peter

Mein Schlusswort:

„The „Majority Text“ is a statistical construct that does not correspond exactly to any known manuscript.“
(Michael D. Marlowe)
Entschuldigt bitte auch, dass ich den TR mit dem MT gleichgesetzt habe, so ist es ja nicht.

@Schandor
Ich freue mich, dass dir das Wort Gottes so wichtig ist. Du kannst da sicherlich ein Vorbild für viele Christen sein.
Ansonsten:
SDG

Peter

Schandor
Gast
Schandor

@Ron In dieser Sache kommen wir inhaltlich nicht auf einen Nenner – aber das wird uns nicht an konstruktivem Weitermachen hindern 😉 „Dass der TR nicht perfekt war“ – das ist ein Truismus. Im Vergleich zu den stets neuen Zusammenstellungen des NA glänzt er wie der Morgenstern. Aber gut, da steht jetzt eben Aussage gegen Aussage. Wie gesagt: In dieser Sache kommen wir auf keinen Nenner 😉 @Alexander Vielem kann ich voll und ganz zustimmen. Manchem gar nicht. Ja, der Umgangston macht die Musik, aber man muss auch dann das Sachliche erkennen können, wenn der Umgangston grad nicht so nach… Weiterlesen »

Alexander
Gast
Alexander

Schandor, ich weiß zwischen Ton und Inhalt zu unterscheiden, keine Sorge. Ich hatte hier nur den Eindruck, Du überschreitest Grenzen, wenn Du Brüder als „TR-Hasser“ bezeichnest. Dass Du dies nicht gemeint hast, hast Du ja mittlerweile dankenswerterweise geklärt. Wir führen die Diskussion ja nicht zum ersten Mal. Mittlerweile dürfte jedem, der hier eine Weile mitliest, klar sein, wo Du stehst, und wir haben ja auch schon mehrfach vernommen, dass für Dich eine Menge Herzblut an der Sache hängt. Ich habe hier, meine ich, auch schon mehrfach das Buch von Timothy Ward, Words of Life, empfohlen, das die (meinem persönlichen Eindruck… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

@Alexander

Ja, warten wir einfach mal ab 🙂

Liebe Grüße, Schandor

Schandor
Gast
Schandor

Herr, wie lange?

Bibelfundi
Gast

Was meinst Du mit deinem „Gebet“

Bibelfundi
Gast

Zitat:

Im Vergleich zu den stets neuen Zusammenstellungen des NA glänzt er wie der Morgenstern

Ich würde sagen: wie der kalte Mond, wenn man die genaue Entstehung des TR kennt.!

Alexander
Gast
Alexander

Ende dieses Jahres erscheint übrigens NA28: amazon.de. [Schandor hält bestimmt schon mehrere Eimer voll heißem Pech bereit, die er von den byzantinischen Festungsmauern schütten wird. 😉 ] Wenn dann nächstes Jahr die sieben neuen NT-Papyri publiziert sind, kann man übernächstes Jahr mit der Arbeit an NA29 beginnen …

Peter
Gast
Peter

@Alexander: *grins*
Eher nein – ich habe hier verschiedene Nestle(-Aland)-Versionen. Der Text selbst hat m. E. überraschend wenig Änderungen seit den 60er Jahren erfahren. Es ist hauptsächlich der kritische Apparat, der immer wieder überarbeitet und Texte neu bewertet werden (ganz extrem: Vergleich zw. NA26 und NA27).

Gruß
Peter

Schandor
Gast
Schandor

@Alexander & Peter: *grins* Peter, Du hast recht: eher nein. Die Rechnung ist eigentlich – einmal abseits von textkritisch-wissenschaftlichen Betrachtungen – relativ einfach: Die Nestle-Aländer (sorry, ich nenn sie der Einfachheit halber einfach mal so) legen uns mit immer neuen Editionen immer „verbesserte“ Ausgaben des Griechisch-Stuttgarterischen neuen, neuen, neuen, neuen, … Neuen Testaments vor. Soweit, sogut. Das darf für Wort Gottes halten, wer will; ich tue es nicht. Was ich an dieser Sache so höchst lächerlich finde, ist der immer wieder erhobene Einwand der NA-Befürworter, Erasmus habe blablabla. Dabei sehen sie nicht, dass das Verhältnis dessen, was Erasmus da (angeblich!!!)… Weiterlesen »

Alexander
Gast
Alexander

Na da wird ja schon die erste Ladung heruntergegossen.
Wo wir gerade bei Handschriften sind: Der Codex Sinaiticus ist jetzt als XML unter Creative Commons Lizenz verfügbar: http://www.ub.uni-leipzig.de/allgemein/nachrichten/article/164.html.

Bibelfundi
Gast

Lieber Schandor,
esgibt keinen 100% igen Text, denn wir haben keinen „Urtext“. Und die Handschriften, aus denen der Biblische Text genommen wird, ist allemal besser als das „Erasmische Handschriftenchaos.
Siehe dazu den Bericht:

http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10410355_00015.html?zoom=0.5&numScans=2

Schandor
Gast
Schandor

@bibelfundi Mein lieber Bibelfundi, nicht ich bin es, der sich in diese Materie einlesen muss, sondern Du selbst. Denn dass die Autografe nicht erhalten sind, das lernt man im ersten Lehrjahr dieses Studiums. Deine Links sind hilfreich zur Ergänzung des Studiums, aber wenn Du wirklich meinst, sie bewiesen irgendetwas, dann bist Du eher zu bedauern, und zwar aus einem einfachen Grund: Wenn Du nur ein Zehntel der Gründlichkeit eines Erasmus hättest, so hütetest Du Dich, derlei Links wahllos zu setzen, nur um Deine geliebte Position eines verstümmelten Neutextes (denn nichts anderes ist das, was NA produziert) zu stützen. Wenn Du… Weiterlesen »

Bibelfundi
Gast

Hallo Schandor,
ich lese seit vielen Jahren das griech.NT nach dem Codex Sinaitcus, der als einzige Handschrift vollständig ist.
Auf diesem Codex heraus sind auch viele meiner Ausarbeitungen.

Ich denke, einem Delitzsch ist zu glauben, da er, so glaube ich, ein Fachmann war.
Hast Du schon mal darüber nachgedacht, wie der TR tatsächlich entstanden oder glaubst Du das sind Märchen?

Kennst Du die diverse Fachliteratur über die Handschriften z.B. von Aland?

Bitte bleibe einfach sachlich in deinen Antworten.

Liebe Grüße
Bibelfundi

Schandor
Gast
Schandor

Lieber Bibelfundi, Ich schreibe das fast in jedem Kommentar und kann nicht müde werden, es zu wiederholen: es ist eine Frage des Glaubens und des Nachdenkens, des „Unterscheidens“. Ist es Dir nie komisch vorgekommen, wo v.Tischendorf den Aleph gefunden hat? Die Mönche dort haben den Text ganz sicher nicht grundlos in die Rundablage gelegt, denn genau dorthin gehörte er auch. Glaubst Du eigentlich an die Inspiration der Heiligen Schrift? Und wenn ja, was hältst Du für inspiriert? Haben wir nur mehr fehlerbehaftete Kopien? Wenn ja, was soll dann die unsinnige Rede von „Inspiration“? Da spotten Nichtchristen zurecht. Es ist, als… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

Also ist der Nestle-Aland bis zur 16. Auflage wohl eher in deinem Sinne, denn bis dahin basiert er auf dem Mehrheitstext. Zu denken geben sollte wohl auch der Umstand, dass es keine deutsche Übersetzung gibt, die dem Mehrheitstext folgt. Ansonsten halte ich es wie M. Arhelger: „Das Ergebnis der Untersuchung von Textus Receptus, Mehrheitstext und den wissenschaftlichen Ausgaben ist zunächst ernüchternd: Ihnen allen kann kein uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht werden.“ Was für mich heißt, ich suche einen Text, über den ich mit wissenschaftlichen Kriterien diskutieren kann. D. h. nicht, dass ich ihn ungeprüft übernehme. Aber definitiv extrem unsicher halte ich einen… Weiterlesen »

Schandor
Gast
Schandor

@Peter Ich suche einen Text, der nicht erst dann als Wort Gottes gilt, nachdem er ungezählten „wissenschaftlichen Kriterien“ genügt. Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Niemand „befürwortet“ einen „Urtext“, aber wirklich niemand, nicht mal die militanten KJ-Onlyists. Was also soll die seltsame Bemerkung? Liebe Mitchristen, bei all den Handschriften, über die wir hier sprechen, haben wir die deutlichste Handschrift noch nicht einmal erwähnt – nämlich die des Teufels, des Durcheinanderwerfers. Was soll man sagen? Mit NA ist es ihm hervorragend gelungen. Er hat den Zweifel erfolgreich ausgesät. Ich kann nämlich Dir gegenüber nicht länger behaupten, es stehe geschrieben: „Aber diese… Weiterlesen »

Bibelfundi
Gast

Lieber Schandor,

meinst Du Tischendorf war ein Idiot? Ich denke, dass Du und alle anderen TR Verfechter ihm nicht einmal ein Glas Wasser reichen könnt, bzw., feststellen, ob ein Text echt oder unecht ist.

Soll ich Dir sagen warum die Mönche den Sinaiticus im Papierkorb hatten?

Weil sie keinen Funken Heiligen Geist hatten und noch weniger Sachverstand.

Das einzige was sie hatten, war Haß und Streit untereinander und Tischendorf sagte darüber:
Sie hatten soviel Streit miteinander, dass man sie am liebsten zur Mauer hinunter gestürzt hätte.

Und solche Personen nimmst Du als „Zeugen“.

Ich beende die Diskussion mit Dir.

Liebe Grüße
Bibelfundi
ch beende

Ich

Schandor
Gast
Schandor

@Bibelfundi

Dass die Sache eine solche Wendung nimmt, wollte ich nicht, aber ich akzeptiere Deine Entscheidung selbstverständlich!

Danke für Deine Beiträge. Ich weiß wohl, dass die Befürworter des überlieferten Textes auf verlorenem Posten stehen. Gegen diese große Wolke an Zeugen kommt man freilich nicht an.

Trotzdem werde ich die Bibel nicht gegen das Verstümmelungspatchwork aus der NA-Schmiede eintauschen, denn gekürzte Ausgaben habe ich noch nie leiden mögen 🙂

Liebe Grüße, Schandor

Peter
Gast
Peter

Lieber Schandor!
„Dass die Sache eine solche Wendung nimmt, wollte ich nicht …“
Liest du eigentlich deine Kommentare vor dem Abschicken? Du hast in deinem Kommentar vom 4. Juni, 2012 um 20:07 praktisch alle Christen, die den NA aktzeptieren, als vom Teufel bezeichnet. Welche Reaktionen erwartest du darauf? Aus meiner Sicht ist dieser Kommentar von dir „unterste Schublade“!!!

Peter

PS: Bist du noch die Antwort auf die Frage nach einer deutschen Übersetzung des M schuldig geblieben?

Schandor
Gast
Schandor

@Peter

Da hast natürlich recht.

Was für ein Idiot bin ich eigentlich? Diskutiere ich Trotte-Österreicher glatt mit Bildungsdeutschen, denen statt Blut Korrekturtinte durch die Adern rinnt. Was für ein Alpentrottel bin ich doch!

Es wird Zeit, dass auch Du die Diskussion mit mir einstellst!

LGS.

Schandor
Gast
Schandor

Wahrlich, es wird Zeit, mich aus der ernsthaften, ernst gemeinten Diskussion zurückzuziehen!

Gott zum Gruß – das tue ich hiermit!

Bye.

Bibelfundi
Gast

Lieber Schandor, obwohl ich eingentlich nicht mehr schreiben wollte, muß ich doch auf dieses „Verstümmelungspatchwork“ eingehen: Das ist es nicht, sondern eine „patchworkdecke“ in der auf tausenden Handschriften geforscht wird, damit man zu einem höchstmöglichsten Prozentsatz dem vermtl. Original nahe kommt. Im übrigen kann ich es nicht verstehen, dass Du das Anliegen des NA nicht verstehen kannst. Unsere gängigen Übersetzungen – die ernstzunehmenden – haben sich alle nicht nur am NA orientiert, sondern auch, wenn Textlücken waren am TR. Aber den TR als d e n Text hinzustellen ist nicht objektiv und ich wiederhole mich: Ein Text dessen Grundlage Handschriften… Weiterlesen »

Lutz
Gast
Lutz

Weil ich gerade mal noch hier bin: „Fanatismus“ ist ein sehr inflationär gehandhabter Begriff. Dient als „Totschlagargument“ ebenso wie als „Stigmata“ … Negative Bewertung automatisch inbegriffen … So wie ich Schandor verstanden habe, thematisiert er aber ein Problem, das durchaus nicht einfach wegzudrücken ist. Der einfache Gläubige hat jetzt „vermutliches Wort Gottes“ oder „Wort Gottes“? Darauf möchte ich wenigstens noch einmal aufmerksam machen: den einfachen Gläubigen kann man nicht einfach mit „1000 Seiten Expertenmaterial“ und mit einem „sieh zu wie damit zurecht kommst“ abspeisen. Das ist unverantwortlich. Zumindest sehe ich es so. Also, was wird verkündigt unter der Prämisse einer… Weiterlesen »

Bibelfundi
Gast

Lieber Lutz,

in dem Buch: Der Text des Neuen Testaments von Aland wären Deinen Fragen bzg. Material beantwortet.
Gerne leihe ich Dir das Buch!

Liebe Grüße
Manfred

Lutz
Gast
Lutz

Lieber Manfred,

danke für dein freundliches Angebot – Auflage 2007 besitze ich bereits selbst.

Liebe Grüße Lutz

Peter
Gast
Peter

Hallo Lutz!
Kannst du bitte dies ISBN hier schreiben? Mir ist nur „Der Text des neuen Testaments“ von Barbara und Kurt Aland (ISBN: 978-3-438-06025-9, Deutsche Bibelgesellschaft) bekannt. Da erschien meines Wissens die letzte Auflage 1989. Vielen Dank1

Peter

Lutz
Gast
Lutz

Hallo Peter,

hier mal einen Überblick über die Auflagen:
http://www.bibelwissenschaft.de/start/wiss-bibelausgaben/griechisches-nt/nestle-aland/

Es handelt sich bei meiner Ausgabe um die 27. Auflage und innerhalb dieser (so verstehe ich das Ganze) um die 5. korrigierte Auflage 2007:
Nestle-Aland
Das Neue Testament
Griechisch und Deutsch

Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart
ISBN: 978-3-438-05406-7
Katholische Bibelanstalt GmbH Stuttgart
ISBN: 978-3-438-920609-32-4

Lutz

Peter
Gast
Peter

Hallo Lutz,
ich glaube, das war jetzt ein Missverständnis. Ich dachte, du schreibst von dem von mir genanntem Buch und nicht von den NA bis 27. Auflage.

Gruß
Peter

Jörg
Gast
Jörg

@schandor lieber Bruder, ich finde deinen Gedankengang in sich unschlüssig und von den Prämissen her problematisch. Schon als wir das Thema schon mal hatten, konnte ich deine Position gedanklich nicht nachvollziehen und auch jetzt ist das einzige, was ich angesichts deiner Prämissen verstehe, deine Emotionalität. Ich würde aber gerne deine Gedanken nach-denken können, weil mich das Thema interessiert. Alles was du als Kritikpunkte an NA aufführst, trifft mit nur graduellem Unterschied ebenso auf TR zu. Die Kirchengeschichte musste 1500 Jahre auf ihn warten, er existiert in mehreren sich unterscheidenden Auflagen, und zumindest der erste in der Reihe derer, denen der… Weiterlesen »

Lutz
Gast
Lutz

Hallo Peter, ja, da haben wir uns sehr missverstanden. Bibelfundi sprach wahrscheinlich von „deinem Buch“, ich habe mit NA27 geantwortet. Das Buch von dem du sprichst, habe ich in der Tat nicht (eine weitere Auflage ist auch mir nicht bekannt). Was mich jetzt aber interessieren würde: Geht das Buch ausführlich auf die Arbeitsmethode mit „historischen Dokumenten“ ein? Dabei denke ich an eine solche Transparenz wie bspw. bei Eta Linnemanns Büchern über die „wissenschaftliche Theologie“. Eine Bewertung braucht es nicht, eine Einführung in Fragen wie: Woran wird eine „ursprüngliche Lesart“ erkannt? würde reichen. Mich interessieren vor allem die Grundannahmen der Arbeitsmethoden… Weiterlesen »

Peter
Gast
Peter

@Lutz: M. E. geht das Buch (es ist auch ein Lehrbuch für das Theologiestudium) auf die Arbeitsmethoden ausführlich genug ein. Das Inhaltsverzeichnis habe ich für dich hier hinterlegt:
http://www.file-upload.net/download-4447963/3-438-06011-6.pdf.html
(auf grünes Kästchem mit weißem Pfeil klicken). Vielleicht ist es ja eine Hilfe für dich. Ich denke, es ist eines der Bücher, die man gelesen haben muss – aber nicht unbedingt zustimmen muss 😉

Gruß
Peter

Lutz
Gast
Lutz

@Peter:
jetzt bin ich so überrascht von deinem Engagement, dass ich dir denn doch noch dieses Feedback geben möchte:
Das Inhaltsverzeichnis ist so, dass ich das Buch lesen möchte. Mit anderen Worten: dann werde ich es mir zulegen …

Nochmals ein großes Danke an dich!

Gruß Lutz

tape
Gast
tape

@ Jörg (15. Juni, 2012 um 16:43) Da ich fürchte, dass dein ausfühlicher und sehr guter Kommentar in der Flut neuerer Beiträge untergegangen sein könnte, erlaube ich mir, eine hier schon öfter gelesene Antwort zu zitieren (und damit das Thema noch einmal nach oben zu holen): Gut gebrüllt, Löwe! Einige m. E. lesenswerte Texte zum Thema (möglich, dass einige Links von hier sind; in dem Fall gilt: doppelt hält besser): Die Textgrundlage des Neuen Testaments Teil 1 (von 15) http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=2363 Besonders gelungen finde ich Teil 6, Inhalt Gibt es DEN Mehrheitstext? Unterschiede zum Textus Receptus Thesen der Vertreter des Mehrheitstextes… Weiterlesen »

Jörg
Gast
Jörg

Zu Alands „Text“ noch eine Kurzrezension des Altphilologen Ulrich Victor: Einerseits handelt es sich um ein vorzügliches Handbuch, das über fast alle Fragen, die mit der Textkritik des NT zusammenhängen, ausführliche Auskunft gibt, also über die Ausgaben des NT in Geschichte und Gegenwart, die Handschriften (mit Katalogen sämtlicher Hss., untergliedert in Papyri, Majuskeln und Minuskeln), die alten Übersetzungen; es führt ein in die Benutzung der modernen Ausgaben und Synopsen, nennt viele Hilfsmittel (Konkordanzen, Wörterbücher, Grammatiken etc.) und leitet anhand ausgewählter Beispiele zur Praxis der Textkritik an. Besonders wertvoll ist die reiche Bebilderung des Buches, da die wenigsten Studenten und Wissenschaftler… Weiterlesen »