Du + Ich

41aOaZO2G+L 1 SX327 BO1 204 203 200Das Ehebuch von Francis und Lisa Chan ist in deutscher Sprache erschienen. Der Verlag LUQS schreibt über Du + Ich in Ewigkeit:

Wer eine gute Ehe führen will, darf sich nicht nur auf seine Ehe konzentrieren. Zuerst kommt Gott – und dann lange, lange nichts. Wie sich die eigene Ehe radikal zum Guten verändert, wenn wir Gott die uneingeschränkte Hauptrolle in unserem Leben geben, sagen Francis und Lisa Chan pointiert und unmissverständlich. Und auch wenn viele Ehebücher gute Tipps geben, wie man im Hier und Jetzt besser miteinander klarkommt: Darum geht es den Chans nicht. Es geht ihnen um nicht weniger als ein Eheleben aus der Perspektive der Ewigkeit. Mit großer Ernsthaftigkeit stellen sie eine Ehe in Aussicht, in der Christus im Zentrum und der Himmel im Herzen ist. Ihre Thesen holen uns vom gemütlichen Sofa: Eheprobleme sind im Kern meist Probleme in unserer Gottesbeziehung – und die ist sehr viel größer und wichtiger als die Beziehung zum Partner. Oder: Wer nur sein kurzfristiges irdisches Glück im Sinn hat, der verpasst die guten, aber unbequemen Entscheidungen, die ihn näher zu Gott und zum anderen bringen und die in Ewigkeit zählen. Ehe und Familie konsequent und mutig nach dem Vorbild Jesu und mit einer klaren Vision zu leben, dazu fordern Francis und Lisa Chan auf. Darin liegt der Schlüssel für viele Probleme – und ganz nebenbei gewinnt man sogar mehr Freude am Hier und Jetzt. – vom Autor des Bestsellers „Eine vollkommen verrückte Liebe“ – das Thema Ehe aus einer neuen Perspektive – mit praktischen Aufgaben und Fragen am Ende jedes Kapitels – mit einem Kapitel zur Kindererziehung und vielen persönlichen Beispielen

Hier eine Leseprobe: LP_DuUndIch_s.pdf.

Du + ich in Ewigkeit: Wie der Himmel unsere Ehe revolutioniert von Francis Chan, Lisa Chan

Preis: EUR 12,99

3 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 12,99

Kommentare

  1. Johannes Strehle meint:

    Nach dem, was der Verlag über das Buch schreibt, halte ich es für irreführend. Das klingt zwar sehr fromm, aber diese Gewichtung kann sich nach meinem Bibelverständnis nicht auf die Bibel stützen. Durch die ganze Bibel hindurch wie auch die Geschichte Israels, die Kirchengeschichte, die Menschheitsgeschichte, in der Politik und im Alltag kommt es immer auf die richtige Gewichtung an. Jesus sagt das im einen und anderen Zusammenhang ausdrücklich. Gott fordert Josua auf, als er Nachfolger von Mose wird, weder rechts noch links abzuweichen. Rechte Abweichungen beeindrucken zwar durch ihre „Frömmigkeit“, sind aber mindestens so irreführend wie linke Abweichungen. Jesus lehrt uns nicht, dass nach der Liebe/Beziehung zu Gott „lange, lange nichts“ kommt, dass sie sehr „sehr viel größer und wichtiger als die Beziehung zum Partner“ ist, sondern dass die Liebe/Beziehung zum Nächsten gleichgewichtig ist. Das wird in der Bibel immer wieder entfaltet. Die Gewichtung nach der Bibel findet sich zum Beispiel in Crabbs „Von innen nach außen“ (Pflichtlektüre im englischen L’abri, zumindest in der Vergangenheit.) Wer von seinem Partner erwartet, was nur Gott dem Menschen bieten kann, überfordert und zerstört die Partnerschaft. Das bedeutet aber nicht, dass nach der Gottesbeziehung „lange, lange nichts“ kommt.

  2. Vielleicht ist es auch gar nicht so sehr die Gewichtung, sondern eine „Ordnung“ im kausalen Sinn. Beides ist gut, aber was kommt zuerst? Folgt die gesunde Menschenbeziehung aus der gesunden Gottesbeziehung oder umgekehrt? Da schon mit Crabb argumentiert wurde: In seinem Buch „Soultalk“ macht er ziemlich deutlich, dass der Mensch in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen nur dann nach der Bestimmung Gottes lebt, wenn er vorher eine gesunde Beziehung zu Gott hat. Das wird allein schon daran deutlich, dass die erste Hälfte des Buches – in dem es um zwischenmenschliches Reden auf einer Seelenebene geht – nicht vom Reden, sondern vom Schweigen (denken, fühlen, reflektieren und sich verändern lassen in der Beziehung zu Gott) handelt.

  3. Bei Josia gibt es eine Rezension zum Buch:

    http://www.josiablog.de.

    Liebe Grüße, Ron

  4. Johannes Strehle meint:

    Es ist Aufgabe von Gemeindeleitungen und Autoren, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, darauf aufmerksam zu machen und zu warnen.
    Ob das empfohlene Buch diese Aufgabe für die USA, das gelobte Land der deutschen Evangelikalen, erfüllt, kann ich nicht beurteilen, will es aber gerne hoffen.
    Es ist Aufgabe des Rezensenten der deutschen Ausgabe eines Buches, das für die Situation in den USA geschrieben wurde, zu beurteilen, ob und ggf. wie weit es auch die deutsche Situation trifft.
    Andernfalls ist das Buch nur von Interesse, um zu wissen, was in den USA läuft. Und möglicherweise ist auch in diesem Fall die Gegenwart in den USA die deutsche Zukunft.
    Für alle anderen Leser ist das Buch eine Ablenkung vom Kampf an der Front, wo die Schlacht hier aktuell stattfindet. (Im Sinne des von Francis Schaeffer gern zitierten Luther zugeschriebenen Wortes)
    Ich konnte bisher nicht feststellen, dass die Überbetonung der Grundsätze für Ehe und Familie in den letzten Kapiteln des Briefes von Paulus an die Epheser in Deutschland ein Problem ist. Ganz im Gegenteil stelle ich fest, dass diese Grundsätze den meisten Evangelikalen genauso peinlich sind wie alles, was in der Bibel „von gestern“ ist, das heißt nicht dem heutigen Zeitgeist konform ist. Aber vielleicht habe ich nicht den richtigen Überblick.
    In den USA scheint es auch das in Deutschland schon Generationen alte und nicht kritisierte Problem der isolierten geschlossenen Kleinfamilie zu geben. „Und wie’s da drinnen aussieht, geht niemand was an.“ Den Autoren geht es um den missionarischen Auftrag von Ehe und Familie. Ich denke, dieser Auftrag ist, Licht und Salz zu sein und das neue Liebesgebot Jesu optimal zu erfüllen. Denn „daran wird die Welt erkennen …“. Und schließlich apologetisch gerüstet zu sein. Diesen missionarischen Auftrag werden isolierte geschlossene Kleinfamilien nur mangelhaft bis ungenügend erfüllen (Noten 5 und 6).
    Im Übrigen sehe ich die missionarische Aufgabe von Ehe und Familie in Deutschland hauptsächlich dadurch bedroht, dass die Evangelikalen reihenweise auf den Zug des Zeitgeistes aufspringen und ihre Kleinkinder fragwürdigen Kollektiven anvertrauen und der vorgeschriebenen Vereinbarkeit von Familie und Karriere folgen. Wenn das Wunder geschähe, dass die meisten Evangelikalen diesen Zug ausnahmsweise ausließen, dann wären sie Licht und Salz. Wenn das Salz nicht mehr salzt …
    Eine Rezension der Eggers-Zeitschriften und ihres Einflusses wäre nützlich.
    Erfahrungsgemäß bleiben die meisten Evangelikalen solange in einem Zug des Zeitgeistes sitzen, bis er auf dem Abstellgleis steht. Dann hecheln sie dem nächsten hinterher.
    Den Autoren geht es um das Gleichgewicht der Bibel. Auf dieses Gleichgewicht kann man nicht oft genug hinweisen und Verschiebungen anprangern. Sie verstoßen allerdings selbst dagegen.
    „Denkt daran, dass die Bibel kein Buch über die Ehe ist. Die Bibel ist ein Buch über Gott.“ Die Bibel ist nicht nur ein Buch über Gott, sondern sozusagen über Gott und die Welt, auch wenn das besonders Frommen zu weltlich klingt.
    „Gott hat uns eine Mission gegeben und wir können uns selbst nicht erlauben, „in den Beschäftigungen des Lebens stecken zu bleiben“ (2. Timotheus 2, 3-4) Die Autoren betonen, dass die Brüder, die Frauen haben, sein sollen, als hätten sie keine (und die Weinenden wie nicht Weinende usw.) Paulus schreibt dann weiter an die Korinther in seinem ersten Brief (Kapitel 7): „Ich will aber dass ihr sorgenfrei seid. Der Unverheiratete sorgt sich um die Angelegenheiten des Herrn, wie er dem Herrn gefalle; aber der Verheiratete sorgt sich um die Angelegenheiten der Welt, wie er der Frau gefalle, und er ist zerteilt … die Verheiratete sorgt sich um die Angelegenheiten der Welt, wie sie dem Mann gefalle.“ Ich verstehe das in diesem Zusammenhang und im Zusammenhang der ganzen Bibel nicht als Kritik. Ein neues Ungleichgewicht und Druck für Ehe und Familie werden wie in der Vergangenheit Kinder in die Rebellion treiben.
    Aufgabe des Rezensenten ist es, solche Probleme anzusprechen. Er erwähnt auch nicht, dass es sich um das wichtigste Buch nach der Bibel handelt, wenn man bestimmte Aussagen ernst nimmt. (Und es gibt mit Sicherheit Leser, die sie ernst nehmen.)
    Ihr wisst, Jesus Christus hat euch gesagt: Das wichtigste Gebot ist, Gott mit deinem ganzen Herzen zu lieben. Genauso wichtig ist das Gebot, deinen Nächsten zu lieben wie dich selbst. Wir, die Autoren, aber sagen euch: „Zuerst kommt Gott – und dann lange, lange nichts.“ Und bitte nicht das ganze Herz, sondern „den besonderen, abgesonderten Platz in unserem Herzen, der Ihm zusteht“. Das ist doch gerade das Problem vieler Christen, dass sie Gott einen abgesonderten Platz in ihrem Herzen geben. Und das revolutionäre Gleichgewicht zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten hat die besonders Frommen schon immer genauso gestört wie diejenigen, die die Liebe zu Gott auf Nächstenliebe reduzieren. Gut, dass wir im Jahre 2015 nach Christi Geburt endlich erfahren, wie das wichtigste Gebot wirklich lautet.

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