J.G. Machen: Der gute Kampf des Glaubens

Am 10. März 1929 hielt Prof. J. Gresham Machen seine letzte Predigt vor den Studenten des Princeton Theological Seminary (USA). Machen hatte viele Jahre vergeblich gegen die neue liberale Neuausrichtung des Seminars gekämpft. Bevor er sich der Gründung des  Westminster Theological Seminary widmete, rief er in dieser Predigt die Studenten noch einmal dazu auf, den „Kampf des Glaubens“ zu kämpfen:

Wo werdet ihr in dem großen Kampf stehen, der gegenwärtig in der Gemeinde tobt? Werdet ihr euch bei der Welt anbiedern, indem ihr außen vor bleibt? Wollt ihr „konservative Liberale“ werden oder „liberale Konservative“ oder „Christen, die nicht an Kontroversen glauben“ oder irgendetwas anderes, das ebenso selbstwidersprüchlich und absurd ist? Wollt ihr Christen sein, aber nicht von der Sorte, die es mit dem Christsein übertreiben? Werdet ihr euch kalt distanzieren, während Gottes Volk im In- und Ausland gegen die Tyrannei über die Kirche kämpft? Werdet ihr euch herausreden, indem ihr mit Fingern auf die persönlichen Unzulänglichkeiten derer zeigt, die schon für den Glauben kämpfen? Habt ihr vor, in eurem Zeugnis nach außen Christus so lange untreu zu sein, bis ihr in eurer eigenen Seele alles in Ordnung gebracht habt? Seid versichert, dass ihr mit dieser Strategie dieses Ziel niemals erreichen werdet. Bezeugt mutig die Wahrheit, die ihr bereits verstanden habt, und euch wird mehr gegeben werden. Aber macht gemeinsame Sache mit denen, die das Evangelium Christi leugnen oder missachten, und der Feind wird für immer in eurem Leben wüten.

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2 Kommentare
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Theophil Isegrim

Würde er das heute so sagen, würden ihn die „geistlichen Größen“ im evangelikalen Bereich vorhalten, er trennt, anstatt zu verbinden. Wir wollen uns doch alle brüderlich (oder besser geschwister*lich) vereinigen. Gemeinsamkeiten suchen, Kompromisse schließen, bis hin zur Einigung mit den Katholiken, damit die Liebe ganz groß gemacht wird. Und vielleicht kommt es danach endlich zu einer Union mit Islam und Judentum …

Wird natürlich nicht passieren, denn: „Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen;“ (Matthäus 24,10)

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