Es steht nicht gut um den Mann

Männer sind gegenüber den Frauen auf dem Rückzug, darin waren sich die Teilnehmer auf dem Männerkongress in Düsseldorf schnell einig. Die Fakten sprechen gegen die Testosteronwelt: Männer begehen häufiger Selbstmord, Frauen reichen öfter die Scheidung ein und dann ist da noch die Sache mit dem Fußball.

Jan Draeger berichtet für DIE WELT über den bereits erwähnten Männerkongress:

Der Baseler Männerforscher Walter Hollstein provoziert mit seinem Bild vom Abschied des starken Mannes am meisten und angenehmsten. Männer seien im Laufe der Geschichte um viele ihrer Fähigkeiten enteignet worden. In der feministischen Literatur wurden Männer mit Nazis gleichgesetzt, ja ihre Vernichtung ausgerufen.

Negative Bilder des Maskulinen seien in den Medien weit verbreitet, auch habe man sich fast schon daran gewöhnt, auf Kosten der Männer zu lachen. Soll sich der Mann heute statt in der Auseinandersetzung mit der Frau lieber allein auf die Suche nach dem Männlichen begeben? Doch die Abgrenzung, das zeigte eine Diskussion, ist nicht die Sache des modernen Mannes. Er mag es, so scheint es, eher kuschelig, ohne Reibung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass so viele Frauen da sind. Denn Männer, so gab mancher der anwesenden Therapeuten, zu bedenken, reden offener, wenn sie unter sich sind.

Der muntere Professor Hurrelmann bringt es mit diplomatischen Geschick auf den Punkt: »Der neue Mann kann nur so gut sein wie die die neue Frau.« Ohne Gegensätze anscheinend kein Miteinander. Der verlässliche, ebenbürtige, aber auch so andere Partner muss her.

Hier der vollständige Artikel: www.welt.de.

Nachtrag: Auch DER SPIEGEL berichtet: www.spiegel.de.

Kommentare

  1. Also liegt es an den Frauen?

  2. @Johannes: Ich vermute, es liegt an gewissen ideologischen Strömungen.
    Liebe Grüße, Ron

  3. So viel dazu: http://www.youtube.com/watch?v=GjGTEVhu8ZQ Wie kann man(n) sich denn dabei noch entfalten..? ;-)

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