„Das Evangelium darf nicht verschwimmen“

Eine Initiativgruppe evangelikaler Theologen beklagen in einem Aufruf eine „fortschreitende Aushöhlung des Evangeliums“. Das Medienmagazin Pro meldet:

Selbst innerhalb ihrer eigenen evangelikalen Bewegung nehmen Theologen „eine Aushöhlung des Evangeliums“ wahr. Friedhelm Jung, Dozent am Bibelseminar Bonn, beobachtet dabei, dass es sowohl um dogmatische als auch um ethisch-moralische Ansichten gehe: „Sie haben lange gegolten, werden aber immer häufiger infrage gestellt“, betont er gegenüber PRO.

Mit ihrem Aufruf „Gemeinsam für das Evangelium“ wollen die sechs Initiatoren und 63 Erstunterzeichner verdeutlichen, dass es bei vielen Kontroversen nicht nur um eine Uneinigkeit in bestimmten Glaubensfragen oder ethischer Verantwortung gehe. Wenn die Bibel als Offenbarung Gottes infrage gestellt und biblische Maßstäbe an das gegenwärtige säkulare Denken angepasst werde, sei die Botschaft von der Rettung durch Jesus Christus selbst infrage gestellt und es werde ein anderes Evangelium verkündigt.

„Es gibt immer mehr Gemeinden und Christen, die die Jungfrauengeburt und den Sühnetod Jesu für verzichtbar halten“, erklärt Jung im Gespräch mit PRO. Auch im ethisch-moralischen Bereich gebe es viele Entwicklungen, die so nicht hinzunehmen seien. Vor allem Christen im Bereich der Coming-In-Bewegung würden praktizierte Homosexualität gar nicht mehr als Sünde sehen.

Mehr: www.pro-medienmagazin.de.

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6 Kommentare
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Matze
25 Tage zuvor

Wenn ich das alles in den Medien lese ( Münster Kreuzabnahme, Berlin Bibelversverhüllung, Lob der EKD für die Klimademonstranten u.v.a. mehr) verschwimmt da gerade schon sehr viel an Evangelium in unserem Land. Die Frage ist, ob da Stellungnahmen wie dieses Papier wirklich ausreichen Aus meiner Sicht braucht es da eine viel klarere Abgrenzung zu Ansichten auch innerhalb der Evangelikalen, die das Evangelium nicht in den Mittelpunkt stellen.

Alex aus Cloppenburg
25 Tage zuvor

@Matze:
Abgrenzung ist immer auch Ausgrenzung.
Wenn man ehrlich ist, muss man doch feststellen, dass die Frommen, egal ob man sie evangelikal nennt oder anders, so marginalisiert sind, dass weitere Abgrenzungen nur noch weiteren Bedeutungsverlust bedeuten.
In Deutschland kann man Christen hinsichtlich „Relevanz“ mit Leuten vergleichen, die an UFOs glauben.
Die entscheidende Frage ist, wie kann man für den Glauben an Jesus werben. Wenn Abgrenzung die Werbestrategie ist, dann wäre man mit einem „Nischenprodukt“ bestens bedient. Wenn’s blöd läuft, wird’s ein „Auslaufmodell“.

Matze
24 Tage zuvor

@Alex Warum brauchen Christen Bedeutung oder Relevanz? Bedeutung hat das, was Jesus gesagt hat und was wir glaubhaft leben und bezeugen. Wir können unsere Bedeutung doch nicht z.B. daran festmachen ob unsere Bewegung eine KdöR ist oder wir eine Vertretung bei der UN haben. Die Schrift ruft uns an verschiedenen Stellen zur Abgrenzung auf. Warum wohl? Das weiss sogar der Volksmund: wer schweigt stimmt zu. Wenn wir uns zu der theologischen Vielfalt in vielen Organisationen nicht abgrenzen und da Stopps setzen wird unser Zeugnis unglaubwürdig. Warum soll sich einer z. B.von uns zu Jesus führen lassen, wenn er in unserer Organisation am Tag zuvor gehört hat, dass Jesus nicht der alleinige Weg zum Vater ist. Mit Abgrenzung meine ich nicht den Gesprächsfaden abreissen zu lassen. Was aber leider gerade sehr oft geschieht ist, dass andere Ansichten gleich persönlich genommen werden und dünnhäutig reagiert wird, wenn man einen anderen Standpunkt in der Sache einnimmt. Jesus hat es übrigens auch so gemacht.… Weiterlesen »

Alex aus Cloppenburg
24 Tage zuvor

@ Matze: Wenn die Relevanz des Christentums in der Welt nicht von Bedeutung ist, dann ist das eine Prämisse, ok. Hätten die ersten Christen damals auch so gedacht, dann würden wir uns heute vielleicht immer noch über Odin und Freye auseinandersetzen. Jesus als den „Abgrenzer“ zu sehen ist auch wieder sone Prämisse. Soweit ich die Evangelien verstehe, hat er sich gegen die Frommen und Mächtigen abgegrenzt, nicht nur, aber vornehmlich. Man muss lernen, mit Spannungen zu leben und diese in den Gemeinden auszuhalten. Und vielleicht muss man „Unglauben“ und „Ungläubige“ in den eigenen Reihen aushalten und eben für sie „mitglauben“. Ich persönlich kann es aushalten, dass in der Pfingstgemeinde, in die ich gehe, „Wiedertaufen“ praktiziert werden und ich selber mit meiner Säuglingstaufe kein Mitglied sein kann. Ist schade, is aber so… Daher sollte es auch kein Problem sein, wenn in meiner Gemeinde Leute wären, die mit der Jungfrauengeburt oder der Unfehlbarkeit der Schrift so ihre Probleme haben. Oder wenn vielleicht… Weiterlesen »

Matze
24 Tage zuvor

Die ersten Christen waren überall in der jeweiligen Gesellschaft bedeutungslos und haben durch ihr kraftvolles Zeugnis Menschen zum Glauben geführt. Wo das Christentum versucht Bedeutung in einer Gesellschaft zu gewinnen und man sich nicht auf den Glauben als Kern fokussiert werden geistliche Unwuchten bis hin zu Waffen segnenden Pfarrern dabei herauskommen. Paulus hat immer wieder vor der Gefahr vor Irrlehren gewarnt, da er um die Gefahr von theologischen Irrtümern, die sich in Gemeinden breit machen können wusste. Du nennst einige Punkte die Du als kein Problem siehst. Bei Taufe gebe ich Dir Recht bei Jungfrauengeburt eben nicht. Wie soll der heilige sündlose Gott auf diese Erde kommen? Wie soll das Erlösungswerk Gottes in seiner Größe sonst funktionieren? Wie soll es zudem gehen Wie schon erlebt, dass die einen in der Gemeinde glauben dass Jesus die einzige Wahrheit ist und die anderen dass alle Religionen zum ewigen Leben führen. Oder es kann auch nicht funktionieren, dass die einen 2 Geschlechter für… Weiterlesen »

Alex aus Cloppenburg
24 Tage zuvor

@ Matze: Paulus hatte in der jeweiligen Situation seine Gründe, Abgrenzung zu fordern. Allerdings war er tatsächlich viel integrativer unterwegs als so manche Kirche heutzutage.
Mainstream kann Kirche allein schon deswegen nicht werden, weil sie den größten Teil der Bevölkerung nicht tangiert.
Sie kann sich – wie die Volkskirchen – marginalisieren oder sie kann, wie viele Freikirchen, es genau so machen wie der Rest der Gesellschaft und zwar die Polarisierung von Gruppen weiter voran treiben.
Die Denke der „Frommen“ ist der der „Weltmenschen“ viel ähnlicher als gemeinhin angenommen. Da muss man nicht zwingend einem Kaninchenzüchterverein nacheifern.

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