Die Sünden sind erlassen

Martin Luther:

„Die Sünden sind erlassen, wenn du glaubst, dass sie erlassen sind, weil die Zusage des Retters Christus gewiss ist.“

Kommentare

  1. Das kann leider so nicht stimmen.
    Jesus hat selbst gesagt, dass eher ein Kamel 0der Schiffstau durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Reicher in dem Sinn Arme übervorteilt zu haben, was ja heutzutage als normales Verhalten angesehen wird. So weit hat sich die Gesellschaft von christlichem Verhalten entfernt.

  2. Schlotti meint:

    @Rudolf Drabek

    Entschuldigung, aber ich habe keinen Schimmer, was ihr Kommentar nun mit der Aussage Luthers über die Vergebung zu tun hat. Oder meinen sie, reiche Menschen könnten grundsätzlich keine Vergebung erfahren? Dann würde ich ihnen dringend raten, den Kontext ihres eigenen Zitats von Jesus genau zu lesen. Sagt er da nicht etwas wie „Bei Menschen ist es tatsächlich unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich“ (Mt 19,16.30).

    Liebe Grüße
    Schlotti

  3. Christian meint:

    Diese Erkenntnis Luthers hat befreiende Konsequenzen, wie etwa am Beispiel von Johnny Cash deutlich wird:
    „Cash sagte gern, der einzige Grund, warum er wegen seiner Fehler nicht schwer mit Schuldgefühlen beladen sei, sei der, dass er denke, wenn Gott ihm vergeben habe, sei es das Mindeste, dass er sich selbst vergebe.“
    (Steve Turner in: Ein Mann namens Cash)

  4. Stephan meint:

    Jesus fordert uns auch auf, uns Schätze im Himmel zu schaffen und nicht auf der Erde, wo sie von Rost und Motten zerfressen werden (Mt 6,20). Nun, welcher Reiche ist jetzt gemeint, der nicht in den Himmel kommt – der mit den vielen Schätzen im Himmel oder der mit den irdischen Schätzen? (yepp, das ist wohl etwas sarkastisch).
    Nun hilft uns Jesu Aussage: denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. (Mt 6,21)

    Und damit bekommen wir die Kurve mit dem Kamel, dem Nadelöhr und dem Reichen: gemeint ist der Mensch, der auf der Erde vermeintliche Schätze gesammelt hat und sich damit für reich hält. Denn die Jünger erkennen in Matt 19,25, dass niemand (also wirklich gar kein Mensch) in den Himmel eingehen kann, denn der natürliche Mensch hat immer irgendetwas, was aus seiner Sicht ein Schatz oder etwas Besonderes ist. Und sei es sein eigenes Leben. Oder seine Frau, oder Kinder, oder … Und wenn daran sein Herz hängt, dann ist das sein Schatz, der ihn vermeintlich reich macht.
    Und damit greift die von Schlotti zitierte Bibelstelle: bei Gott ist nichts unmöglich, er kann den Menschen ändern, und er bietet in Jesus Errettung an. Und dann hängt unser Herz an Jesus, und ich kann fröhlich mit Luther sagen:
    „Die Sünden sind erlassen, wenn du glaubst, dass sie erlassen sind, weil die Zusage des Retters Christus gewiss ist.“

    Entgegen weitläufiger Meinung ist die Bibel kein Sozialevangelium, Paulus schreibt oft genug, dass jeder an seiner Stelle bleiben soll, der Sklave ein Sklave, der Herr ein Herr, … Und es gibt Reiche, von denen ich meine, dass sie anhand ihrer Früchte wohl als errettet angesehen werden könnten (Deichmann-Schuhe wäre mal ein plakatives Beispiel).

  5. Schandor meint:

    Der Sklave soll kein Sklave bleiben.

    Aber in Amerika war der mißverstandene Paulus auch weitverbreitet: Als Spurgeon, der sein Predigerseminar durch Spenden finanzierte, die zusammenkamen, als man die Predigten nach Amerika kabelte, als dieser Spurgeon sich gegen die Sklaverei wandte, war es mit den Geldern augenblicklich vorbei. Da mag sich jeder sein Teil denken.

    Wer heute predigt, der Sklave solle Sklave bleiben, gehört ins 19. Jh, und zwar in die Südstaaten.

    Die Sklaverei ist heute schlimmer als eh und je: Sag mal einer Sexsklavin, sie solle „in ihrem Stand bleiben“ — das ist einfach nur mehr grotesk.

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