Gegenwartsliteratur: Ich will Ich

Daniel Schreiber thematisiert in einem Essay die allgegenwärtige Ich-Perspektive in journalistischen und literarischen Texten. Die Beobachtungen sind interessant. Anders als Schreiber würde ich allerdings sagen, dass derzeit eine große Erzählung wieder die vielen kleinen Erzählungen einfängt, nämlich die von der universellen ökologischen Krise. 

Das erzählte Ich läuft außerdem der Haltung der Objektivität zuwider, mit der uns jahrzehntelang nüchtern, sachlich und manchmal etwas staatstragend die Entwicklungen in Politik, Kultur und Gesellschaft journalistisch auseinandergesetzt wurden. Es ist immer schwierig, Paradigmenwechsel zu diagnostizieren, wenn man sich inmitten eines solchen Paradigmenwechsels befindet. Doch zurzeit macht es den Eindruck, als wäre diese Perspektive des Über-den-Dingen-Stehens dabei, sich zu überleben, Geschichte zu werden, weil sie – im Gegensatz zum ausformulierten und ausformulierenden Ich – ihre eigene Geschichtenhaftigkeit leugnet.

All diesen historischen Zeugnissen ist gemeinsam, dass sie zu Zeiten signifikanter kultureller Umbrüche geschrieben wurden. In Zeiten, in denen Menschen das Gefühl hatten, dass die „großen Erzählungen“ ihrer Gemeinschaften bröckelten. Ich habe den Eindruck, dass wir heute etwas Ähnliches erleben, mit einer teils beängstigenden Intensität.

Die Idee vom „Ende der großen Erzählungen“ stammt vom französischen Philosophen Jean-François Lyotard. Er prägte ihn in seinem vieldiskutierten Buch Das postmoderne Wissen, das im selben Jahr wie Didions Das weiße Album erschien. Lyotard meinte damit keine literarischen Erzählformen, sondern beschrieb einen grundlegenden Glaubwürdigkeitsverlust in der Gesellschaft. Die „Erzählungen“, die er dabei im Auge hatte, waren die Politik und die Philosophie. Keiner dieser Bereiche, so Lyotard könne noch so etwas wie eine verbindliche „Rationalität“ für sich beanspruchen. Theodor W. Adorno und Max Horkheimer hatten bereits etwas Ähnliches angesprochen, als sie die „Selbstzerstörung der Aufklärung“ konstatierten.

Das Ende dieser großen Erzählungen, bei weitem nicht nur eine philosophische Denkfigur, lässt sich seit einigen Jahren in Echtzeit verfolgen. Es schlägt sich in Entwicklungen nieder, von denen einige begrüßenswert und andere bedrohlich sind: Das Ende von patriarchaler Selbstverständlichkeit und starren Auffassungen von Geschlecht. Das Ende der Idee, dass wir dem Klimawandel rational begegnen oder etwas gegen die wachsende soziale Ungleichheit ausrichten können. Das am Horizont auftauchende Ende des Glaubens an die Lösungs- und Krisenkompetenz der Demokratie.

Mehr: www.zeit.de.

Kommentare

  1. Früher warf man sich stolz in die Brust: Das Erreichte zählt!

    Und heute?

    Das Erzählte reicht.

    Recht amüsant dazu:
    http://www.pi-news.net/2019/09/kanadisches-gericht-bringt-klimalegende-zum-einsturz/

  2. Clemens Altenberg meint

    @ Schandor

    Schönes Wortspiel!

    Das postmoderne Denken war ja eine Kreation enttäuschter Marxisten, als sie – spät, aber doch – eingestehen mussten, dass ihre große Erzählung, wonach der Kommunismus zu einer besseren, moralischeren Gesellschaft führe, gescheitert ist.

    Heute ist das postmoderne Denken auch im anderen ideologischen Spektrum angekommen und etabliert, man denke nur an die Wortkreation „alternative facts“.

    Wenn man den aktuellen Stand der Klimaforschung oder die Tatsache des massiven Artensterbens als „große Erzählung“ sieht, die man je nach Gusto oder politischer Einstellung akzeptieren oder ablehnen kann, tritt man in Lyotards Fußstapfen. (Nicht dass die Wissenschaft unfehlbar und endgültig ist, aber dank Empirie ist sie mehr als eine bloß subjektive Geschichte).

    Der link zu Politically Incorrect News ist tatsächlich amüsant, und zugleich auch nicht. Von einer News-Seite, die ganz im Geiste einer Partei steht – sei es wie in diesem Fall die AfD, oder auch irgendeine andere – kann man sich keine Objektivität erwarten. Der Artikel zu dem kanadischen Gerichtsprozess ist nicht politically incorrect, sondern einfach incorrect.

    Erstens ist der Kläger Dr. Tim Ball gar kein Klimaforscher, sondern er war Professor der Geographie der in seinem Leben nur zu zwei kleine Studien mit Klimabezug gemacht hat, zweitens wird er von der Fossilindustrie für seine klimaleugnenden Vorträge bezahlt.

    Auch ist der Fall ganz anders abgelaufen und ausgegangen als in dem Artikel beschrieben. Ball hat selbst beantragt, das Verfahren zu beenden. Nachlesen kann man das z.B. hier:

    https://www.stern.de/politik/deutschland/klimawandel-als-betrug-entlarvt–warum-klimaleugner-zu-unrecht-jubeln-8911116.html

  3. @Clemens Altenberg
    Ich musste gerade buchstäblich laut auflachen, als Sie einerseits schimpften über die Seite PI und andererseits auf den Stern als Quelle hinwiesen. Das ist wahrlich goldiger Humor. In diesem Zusammenhang sei auf die Hitler-Tagebücher hingewiesen. Falls Sie nächstens den Spiegel heranziehen wollen, sei nur der Fall Relotius, der sich über viele Jahre erstrcckt hat, erwähnt.
    Das Aufkommen vieler zweifelhafter alternativer Medien (so auch PI) erkläre ich mir so, dass insbesondere die sogenannten „Qualitätsmedien“ nicht mehr ihrem eigentlichen Auftrag des Informierens nachkommen, sondern statt dessen lieber das Volk erziehen wollen mithilfe von psychologischen Framing-Strategien. Das geben Medienmacher wie Frau Reschke inzwischen unumwunden zu.
    Auch das Aufkommen der AfD ist dadurch nachvollziehbar, dass die politische Debattenkultur schon vor Jahren den Nullpunkt unterschritt und der zur Verfügung stehende Meinungskorridor noch enger als ohnehin schon wurde.
    Ganz nebenbei, mir ist in den vergangenen Jahre eine Sache aufgefallen, die mich tief beunruhigt: In dem Maße, in dem sich die Kirche (im weitesten Sinne) immer weiter säkularisierte, hat sich die politische Kultur immer weiter sakralisiert. Das ist ein besorgniserregender Zustand, der gewiß nicht tolerabel ist.

    Noch etwas wichtiges: Wenn aufmerksame Menschen wirklich ein Herz mit der „Klima-Heiligen“ Greta Thunberg hätten (leider haben das die wenigsten, sondern beuten dieses Kind schamlos für ihre politischen Interessen aus), dann würden sie erkennen, dass dort ein tief verstörter Teenager sitzt, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von jungen Jahren an mit schwarzer Pädagogik gefüttert worden ist. Insofern verstehe ich die Wut von Greta, als sie vor einigen Wochen vor der UN sprach. Allerdings adressiert sie ihre Wut an die falschen Leute, was ich ihr nicht zum Vorwurf mache. Meiner Ansicht nach hätte sie allen Grund wütend auf ihre Eltern und auf das schwedische Schulsystem zu sein, das diese Neurose noch weiter angefachte und bis heute nicht helfend eingeschritten ist.
    Aus einer vernünftigen Umweltbewegung ist binnen sehr kurzer Zeit ein quasi-religiöser Kult geworden. Sieht man sich die Demos und die Verlautbarungen an, dann kann man die „Klimabewegung“ als einen zivilreligiösen, gottlosen Kult mit einer ausgeprägten Endzeitfokussierung bezeichnen; eben eine Endzeitsekte. Das ist Götzendienst. Wie das mit einer christlichen Perspektive vereinbar sein soll, erschließt sich mir nicht. Es ist ein weiterer Götze im Arsenal der stramm politisch links stehenden Gruppierungen mit dem Ziel, die Gesellschaft nachhaltig zu dekonstruieren. Ein neues Glaubenssystem wird gerade aufgebaut, und wir sind Zeitzeugen davon.

  4. Clemens Altenberg meint

    Und welche Version halten Sie für die glaubwürdigere? Ich bin kein Stern-Leser, die Widerlegung ist keine Erfindung des Stern, dass ich diesen link gewählt habe ist Zufall, aber in und unter diesem Artikel finden sie die links zu den Quellen – dem Gerichtsprotokoll, wissenschaftlichen Studien… alles Fake-News? Hier ein anderer Beitrag dazu:

    https://correctiv.org/faktencheck/wirtschaft-und-umwelt/2019/09/20/nein-es-gibt-kein-gerichtsurteil-das-die-forschung-von-klimatologe-michael-mann-als-luege-entlarvt/

    So wie Sie Greta beschreiben habe ich sie in Interviews nie erlebt (wann hat sie sich als Heilige präsentiert? Bei der UN-Rede war sie zu Recht wütend und verstört, aber es gibt viele Interviews in denen sie gut aufgelegt ist und sogar über die Hater und Verschwörungstheorien gegen sie lachen kann. Ein psychologischer Missbrauch wäre es, ihr zu verbieten sich zu engagieren.)

    Waren Sie einmal bei einer Demo? Die sind keineswegs so wie Sie das befürchten. Ist es schon gottlos wenn man sich unabhängig von religiöser Zugehörigkeit und politischer Ideologie um unseren Planeten sorgt? Ein paar wenige ewiggestrige Linksideologen mit Marx-Schildern mischen sich drunter, aber das ist keineswegs der Hauptenor.

  5. Hauptsache: Jeder gegen jeden.
    Gewinner: Der Feind.
    Verlierer: Wir alle.
    Im Besitz der Wahrheit/Fakten: Niemand.
    Wir putzen bloß noch Silber auf der, naja.
    Der Feind hat es immer leicht. Es ist wie in der CyberSecurity: Da haben auch immer die Hacker die Nase vorn. Was kein Wunder ist, denn sie sind die Angreifer. Wer verteidigt, ist immer im Nachteil. Immer. So auch hier.
    Das Spiel ist aus.

  6. @Clemens Altenberg
    Es gibt gute Gründe, die eigene Sicht der Dinge nicht allein auf das Fundament von PI, Stern, Spiegel und Co. zu legen. Allerdings kann ich Ihnen die Frage nach einer „perfekten“ Nachrichtenquelle auch nicht beantworten. Vermutlich gibt es auch keine. Es bedarf meistens eines ganzen Potpourris verschiedener Quellen, um ein vernünftiges Bild zu erhalten. Vielmehr geht es mir um eine generell kritische Einstellung beim Konsum medialer Angebote. Diese kritische Haltung betrachte ich sogar als eine Auswirkung christlichen Glaubens.

    Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung in Deutschland hat sich von den öffentlich-rechtlichen Medien abgewendet und informiert sich entweder gar nicht mehr oder aber weicht auf alternative Medien aus. Diese sind natürlich zwangsläufig nicht besser oder schlechter als die etablierten Medien. Im Grunde betrachte ich auch diesen Blog hier TheoBlog als ein alternatives Medienangebot und bin sehr dankbar für dessen Existenz. Aber es gibt zweifellos manipulierende alternative Medien mit z.T. widerwärtigen Inhalten quer durch das gesamte politische und weltanschauliche Spektrum. Ein anderer Teil der Bevölkerung schluckt die Nachrichten der sogenannten Qualitätsmedien gedankenlos und kommt naiverweise gar nicht darauf, einer bewussten Lenkung der Meinung und einer gezielten Steuerung der Emotionen ausgesetzt zu sein.

    Die öffentlich-rechtlichen Medien räumen ein, gezielt psychologische Framing-Strategien einzusetzen. Dass bei diesen Medienvertretern keinerlei Schamgefühle erkennbar sind, spricht Bände. Allerdings räumen sie auch ein, nicht mehr Zugriff auf die unter 30-jährigen zu haben. Daher haben sie vor einigen Jahren die FUNK-Gruppe gegründet, die im Internet (u.a. auf Youtube) sehr aktiv ist. Auch die Correctiv Gruppe wird u.a. staatlich subventioniert, ist also kein freies unabhängiges Medium, sondern ist einer bestimmten Agenda verpflichtet. Meiner Ansicht nach ist das verbindende Hauptthema all dieser öffentlich-rechtlichen Medien der sogenannte „Kampf gegen rechts“. Damit ist jedoch nicht gemeint, die aggressiven und gewalttätigen „rechten Ränder“ zu bekämpfen, sondern alles, was vom vorherrschenden linken „Juste Milieu“ abweicht. Also auch Rechtsliberale, Konservative und zuletzt natürlich auch gläubige Christen; Gruppierungen also, die der Meinungsvorherrschaft der Etablierten gefährlich werden könnten. Das ist ein Diskursausschluß, den ich als totalitär und als linke Heuchelei betrachte; eine Form selektiver Moral. Um ins Visier der tapferen Kämpfer gegen rechts zu kommen, muss man mitnichten extremistisch oder gar von NS-Gedankengut angekränkelt sein. Es reicht schon, eine abweichende Meinung zu Themen wie Lebensschutz, Ehe & Familie, Bildungspolitik, Migrationspolitik oder der neuen Klimabewegung vorzutragen; auch eine Kritik an der zum Himmel schreienden Einseitigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien macht bereits hochverdächtig.

    Zu den Freitags-Kindern: Ich bin einige Male in diese Demos hineingelaufen. Ehrlich gesagt habe ich Mitleid mit diesen Jugendlichen. Es ist mehrfach bekannt geworden, dass ein ungeheurer Gruppendruck von Lehrern aber auch Mitschülern aufgebaut wird, damit auch jeder mit zur Demo kommt. Es kursiert diesbezüglich sogar der DDR-Begriff vom „freiwilligen Zwang“; ein zynischer Begriff, der aber ins Gesamtbild paßt. Das Problem sind sicherlich nicht ein paar Alt-Marxisten. Sieht man sich Extinction Rebellion (oder auch Ende Gelände) und deren Agenda an, darf man wohl von einem gepflegten Linksextremismus ausgehen. Das Ökothema wird als Vehikel instrumentalisiert, um ganze westliche Gesellschaften neosozialistisch zu Fall zu bringen mit allem, was dazu gehört: Feindbestimmungen, Enteignungen, sozialer Ausschluß etc. Vom medialen Mainstream werden diese Ökogruppierungen tendenziell hochgejubelt. Man könnte auch von einer Hofbereichterstattung sprechen.

    Es ist sicherlich nicht „gottlos“, wenn man sich „um den Planeten“ sorgt. Allerdings habe ich gut begründete Zweifel daran, dass es überhaupt darum geht. Klima-Aktivisten, die einerseits angeblich die Schöpfung bewahren wollen, andererseits aber in allem diametral Gottes Geboten widersprechen (siehe Themen wie Leben, Ehe, Familie, Bildung, Sexualität…), sind in meinen Augen nicht glaubwürdig. Die Klimabewegung betrachte ich als heidnisch, so wie es in Röm 1 beschrieben wird. Sie lieben die erschaffenen Dinge, verachten aber den Erschaffer.

  7. Der ganze Quatsch ist nur schwer zu ertragen.
    Nicht die einzelnen Positionen sind falsch.
    Sondern dass erörtert hat, wer recht hat.
    Denn wir können nicht wissen, ob nun der oder jener „recht“ hat.
    Wer die besseren Argumente hat, obsiegt.
    Oder die bessere Rhetorik.
    Oder sein Bibelwissen besser einsetzt.
    Oder weit genug „links“ ist. Oder „rechts“.
    Immer gibts was zu verbessern an der Meinung anderer.
    Immer.
    Und darum gibts nie Einheit.
    Und darum ist’s verloren, das Spiel.
    Und wer’s sagt, ist ein Trottel, der das Spiel nicht begriffen hat.

  8. Clemens Altenberg meint

    @ WoNe

    Ich bin nicht unkritisch beim Konsum der etablierten Medien, ich merke schon, dass viele davon in eine Richtung erziehen wollen und es Tabus gibt die zu breit gesteckt sind, aber wenn ich mir Alternativen anschaue wie Fox-News oder PI, dann empfinde ich den Willen zu Manipulation dort als noch offensiver und offensichtlicher.

    In Österreich schätze ich addendum und die Diskussionsrunden bei Servus TV, das Standard-Forum (die Zeitung selbst ist eine Mischung aus wirtschaftsfreundlich und gesellschaftspolitisch linksliberal, in etwa so wie die Partei NEOS, insgesamt etwas tendenziös, aber im Forum diskutieren viele gebildete Leute, überraschenderweise überwiegt oft gar nicht das linke Denken, aus der Diskussion kann man viel mehr lernen als aus den Artikeln selbst.). Ein Freund von mir ist ganz begeistert vom Forum der NZZ, hab ich mir noch nicht angeschaut.

    Dankbar bin ich natürlich auch für den Theoblog. Es ist nicht so, dass ich die Kritik am linken Denken, die hier gepflegt wird, nicht zu einem guten Teil nachvollziehen kann. Aber es ist doch nicht so, dass der christliche Glaube nur von links bedroht wird.

    Sorry für den nun folgenden whataboutism (aber da bin ich hier ja nicht der einzige):

    Wenn man Homosexualität als das unchristlichste und größte Übel unserer Zeit sehen will, was war dann mit dem Erfinder des Rechtspopulismus in Europa, Jörg Haider und seiner „Buberlpartie“? Oder was ist mit Alice Weidel?

    Wer Angst vor postmodernem Denken hat, was ist dann mit Sebastian Kurz? („Besser, schlechter – diese Worte gefallen mir nicht, es gibt nur anders“; Oder, dass jeder unter christlich-sozial verstehen kann was er will…)

    Wem die Relativierung und Verdrehung des Evangeliums ein Dorn im Auge ist – In Österreich haben Vertreter von ÖVP und FPÖ erklärt, mit dem Nächsten seien „unsere Leute“ gemeint – also diametral zum barmherzigen Samariter.

    Und warum Fridays for future per se antichristlich sein soll verstehe ich immer noch nicht. Weil F der sechste Buchstabe ist, FFF also 666 😉 ? Weil mit „die Erde untertan machen“ gemeint ist sie kaputtmachen zu dürfen? Weil Jesus erst wiederkommt, wenn die Welt ganz im Argen liegt und man daher nichts tun darf um das zu verlangsamen?
    Die Bewegung ist nicht insgesamt in Wahrheit sozialistisch (Greta sagt selber, dass niemandem etwas weggenommen oder verboten werden soll) oder atheistisch (siehe „Religions for future“).

    Ich wünsche mir für mein Land eine Regierung, die konservativ und progressiv zugleich ist (nicht aus postmoderner Negierung des Satzes vom Widerspruch, sondern im Sinne einer Arbeitsteilung). ÖVP und Grüne haben diese Chance. Best of both worlds konservieren, worst of both worlds hinter sich lassen. Der Versuch sich zu einigen statt den anderen von vornherein zu verteufeln. Das traue ich sowohl Kurz als auch Kogler zu. You may say I´m a dreamer…

  9. @Clemens Altenberg
    Weshalb ich die Klimabewegung für heidnisch halte, habe ich bereits oben erläutert. Die Protagonisten verehren nahezu kultisch die Schöpfung negieren aber notorisch den Schöpfer und sind den politischen Gruppierungen zuzuordnen, die sich grundsätzlich gegen die Gebote Gottes auflehnen (zB in den Feldern Ehe, Familie, Erziehung, „Abtreibung“). Auch das hatte ich bereits oben näher dargelegt. Die frömmelnde Naturverehrung war immer ein Aspekt vieler heidnischer Gesellschaften. Dem Christentum ist sie fremd, da Christen die Erde als ein anvertrautes Gut aufassen, welches sie zu verwalten haben. Dies inkludiert natürlich nicht die von Ihnen suggerierte Zerstörungswut der Natur gegenüber. Auch Zahlenspielereien wie „666“ oder Kombinationen wie „FFF“ müssen nicht herangezogen werden, um das heidnische Potential dieser Klimabewegung aufzuzeigen. Das wäre mir sowieso fremd, da ich jede Form von Esoterik ablehne.

    Da wir vermutlich ohnehin aneinander vorbeischreiben, schlage ich das gute alte Agree to Disagree vor und ziehe mich aus dieser Konversation heraus.
    Alles Gute Ihnen
    WoNe

  10. Clemens Altenberg meint

    @WoNE

    Ihre Beschreibung widerspricht einfach meiner Erfahrung. Sie projizieren wohl ein Feindbild in etwas wo es – zumindest so pauschal – nicht nötig ist.

    Ich will nicht behaupten, dass mein Bekanntenkreis repräsentativ sei, aber ich erzähl mal wie es bei befreundeten Lehrern aussieht:
    Diejenigen, denen die Klimakrise am meisten zu Herzen geht und die sich engagieren, sind Christinnen. Unter den Männern finden sich mehr Skeptiker. Ein Freund mit dem ich gerne über Greta streite ist Atheist , der sich nicht über Klimademos, sondern auch über Gay Pride und political correctness aufregt. Ein anderer, ein Esoteriker, wollte mir kürzlich einreden Greta sei eine Marionette der Atomlobby…
    Daher ziehe ich Ihre Trennlinie in Zweifel. Klimaaktivisten sind nicht automatisch Sozialisten oder Esoteriker oder Heiden, und Klimaleugnen ist keine Pflicht für gläubige Christen.

    Greta Thunberg hat nie behauptet, dass man die Erde nicht als Gottes Schöpfung sehen kann oder soll. Unsere Gesellschaft wäre ohne Greta weder christlicher noch unchristlicher, aber es wäre weniger Bewusstsein für den Zustand der Welt da, auch wenn diese theologisch gesprochen nur das Vorletzte ist.

  11. Markus Jesgarz meint

    @Clemens Altenberg
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage am Ende:
    Greta Thunberg hat nie behauptet, dass man die Erde nicht als Gottes Schöpfung sehen kann oder soll. Unsere Gesellschaft wäre ohne Greta weder christlicher noch unchristlicher, aber es wäre weniger Bewusstsein für den Zustand der Welt da, auch wenn diese theologisch gesprochen nur das Vorletzte ist.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Leider vertritt Frau Greta Thunberg vehement die Weltanschauung des Szientismus.
    Im Beitrag:
    Greta Thunberg in exclusive interview: ”The election of Trump was a turning point for the climate movement”
    https://www.dn.se/nyheter/varlden/greta-thunberg-in-exclusive-interview-the-election-of-trump-was-a-turning-point-for-the-climate-movement/
    am 15.10.2019 von Alexandra Urisman Otto steht:
    Don’t people ever come up and say anything negative? 
    – No. Never. It happened a few times during day 1,2 and 3 of the strike in Stockholm. Before I became famous. Then people would come up and scream that I should listen to ”real science”. Or they would say I should be in school. But then that stopped. 
    – And that just goes to show how few people think like that. They sit and hide behind a screen or a letter. They would never come out and say that to me because they are not directing it at me, they are writing to create an opinion. To make science into a political question. 
    During the year that photographer Roger Turesson and I have been following Greta Thunberg, almost everything has changed. 
    She has gone from a lonely, almost withdrawn 15-year-old with no voting rights – to an esteemed, extremely wellspoken young woman with power that is hard to oversee. 
    The world has gone from having often quiet media outlets, non-existent debates and parliamentary and presidential elections with no mention of the climate. To green elections and millions of people taking the streets of the world, with a common agenda. 
    But one thing stays the same, exactly like it did a year ago: What Greta Thunberg is saying. 
    Again and again, the same message. Listen to the scientists, listen to the scientists. Listen to the scientists! 
    – Either we listen and stand behind science or we don’t. Either we stand behind the IPCC and the Paris agreement or we don’t. You can’t stand behind the aspects of science that you like. Either we avoid setting off chain reactions beyond human control or we don’t, she says when we have taken our seats in the electric car. 
    In a way it’s easy to tell that the Americans’ view on research is different from the view in Sweden, according to Greta Thunberg. But at the same time the same phenomena can be seen there as here. 
    – It’s just stronger there. You can see it more clearly. More people say things like ”I don’t agree with Greta about everything”. Agree about what? They are making this into a political question but I never talk about politics, I am only saying that we need to listen to science. That we need to care about the future. 
    – I haven’t made a political standpoint at any time. I have never stood behind a political party or a political opinion.
    2.
    Leider vertritt Frau Greta Thunberg die Weltanschauung des Pantheismus.
    Im Beitrag:
    ‘Nature is angry,’ warns UN chief
    https://www.politico.eu/article/nature-is-angry-warns-un-chief/
    am 23.09.2019 von Kalina Oroschakoff steht am Ende:
    Guterres spoke ahead of teen climate icon Greta Thunberg, who blasted
    https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/sep/23/world-leaders-generation-climate-breakdown-greta-thunberg
    the assembly for squandering the future.
    „People are suffering, people are dying, entire ecosystems are collapsing … and all you can talk about is money and fairytales of eternal economic growth — how dare you,“ she said.
    3.
    Leider irrt Frau Greta Thunberg.

  12. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Ich kann in diesen Zitaten weder einen Szientismus noch einen Pantheismus erkennen.

    Szientismus bedeutet alle metaphysischen Fragen, alles was nicht messbar ist, als Unsinn abzutun. Wenn jemand sagt Gott, die Seele, der freie Wille sind empirisch nicht greifbar, ergo gibt es sie nicht, dann ist er Szientist.

    Aber der vom Menschen mitverursachte Klimawandel ist keine metaphysische Glaubensfrage sondern ein Konsens der auf Daten beruht. Gut, langfristige Prognosen beinhalten immer einen Rest an Spekulation, und wenn sich eines Tages herausstellen sollte, dass der Alarmismus übertrieben ist, dann umso besser. Dann haben wir hoffentlich wichtige Schritte aus der Abhängigkeit von den Fossilernergiekonzernen getan und die Verschmutzung reduziert, das wär ja auch nicht umsonst gewesen.

    Wenn Sie meinen Greta irre (bzw. der Konsens der Wissenschaft auf den sie sich beruft, sie selber hat ja nichts erfunden), wenn Sie den (oft eher selbsternannten) Klimawissenschaftlern glauben, die sich für ihre Vorträge von der Fossilindustrie bezahlen lassen, berufen Sie sich ja dabei auch auf Ergebnisse die sich als wissenschaftlich ausgeben, ohne deshalb Szientist zu sein.

    Auch kann ich in Ihrem Kommentar keinen Beleg für den angeblichen Pantheismus von Greta Thunberg finden. Guterres ist nicht Greta Thunberg, und wenn dieser sagt „nature ist angry“ ist das eine Allegorie, eine Personifikation als Stilmittel. Ich bin ja auch kein Pantheist wenn ich sage „Das Wetter ist unfreundlich“, noch ist der Römerbrief pantheistisch wenn dort steht die Schöpfung seufzt und liegt in Wehen.

  13. Markus Jesgarz meint

    @Markus Jesgarz
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Frau Greta Thunberg:
    I am only saying that we need to listen to science. That we need to care about the future. 
    – I haven’t made a political standpoint at any time. I have never stood behind a political party or a political opinion.
    Meine Meinung ist: 
    Die Aussage von Frau Greta Thunberg ist kontrafaktisch:
    I haven’t made a political standpoint at any time.
    Im Beitrag:
    ‚This Is Our Darkest Hour‘: With Declaration of Rebellion, New Group Vows Mass Civil Disobedience to Save Planet
    https://www.commondreams.org/news/2018/10/31/our-darkest-hour-declaration-rebellion-new-group-vows-mass-civil-disobedience-save
    „We have a right and duty to rebel in the face of this tyranny of idiocy—in the face of this planned collective suicide.“
    am 31.10.2018 von Andrea Germanos steht im 4. Absatz:
    Noted speakers at the action included Green Party MP Caroline Lucas, journalist George Monbiot, and 15-year-old Greta Thunberg, the Swedish schoolgirl „on strike“ from school over her own government’s climate inaction.  „We’re facing an immediate unprecedented crisis that has never been treated as a crisis and our leaders are all acting like children. We need to wake up and change everything,“ she stated.

  14. Clemens Altenberg meint

    Sie haben Recht, die Politik an ihre Verantwortung und ihre Versprechen zu erinnern ist natürlich ein genereller political standpoint. Was sie meint, ist dass sie nicht im Auftrag einer Partei agiert, einem nicht sagt wen man wählen soll, für welche Organisation man spenden soll, ob man sozialistisch, konservativ etc. zu sein hat… Klimaschutz und die Apelle der Wissenschaf ernst zu nehmen sollte ein überparteiliches Anliegen sein. Dabei wird von ihr kein weltanschaulicher Szientismus oder Pantheismus propagiert.

  15. Markus Jesgarz meint

    @Markus Jesgarz 
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage am Ende:
    „Wir sind mit einer beispiellosen Krise konfrontiert, die nie als Krise behandelt wurde, und unsere Führungskräfte handeln alle wie Kinder. Wir müssen aufwachen und alles ändern“, erklärte sie (Greta Thunberg).
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Die achtjährige Hobbywissenschaftlerin Greta Thunberg war eine Pseudowissenschaftlerin.
    Im Beitrag: 
    Warum wir alle mehr wie Greta sein müssen
    https://medium.com/nine-by-five-media/why-we-all-need-to-be-more-like-greta-ba36abec961
    „Wir sind hierher gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass eine Veränderung bevorsteht, ob es Ihnen gefällt oder nicht. Die wahre Macht liegt beim Volk.“
    am 30.12.2018 von Nigel Jones steht im 2. Absatz:
    Im November sprach sie (Greta Thunberg) auf der TEDx Stockholm,
    https://www.youtube.com/watch?v=EAmmUIEsN9A
    wo sie sagte, dass sie sich seit ihrem achten Lebensjahr gefragt hat, warum, wenn Menschen das gesamte Klima der Erde verändern, es nicht in den Schlagzeilen in jedem Fernsehkanal ist, warum es nicht ganz oben auf der Nachrichtenagenda steht, „Als ob es einen Weltkrieg gäbe.“
    2.
    Die fünfzehnjährige Greta Thunberg betrieb vehement Propaganda.

  16. Markus Jesgarz meint

    @Markus Jesgarz 
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage am Ende:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85587 
    „Wir sind mit einer beispiellosen Krise konfrontiert, die nie als Krise behandelt wurde, und unsere Führungskräfte handeln alle wie Kinder. Wir müssen aufwachen und alles ändern“, erklärte sie (Greta Thunberg).
    Meine Meinung ist: 
    1. 
    Die fünfzehnjährige Greta Thunberg konnte das Ausmaß der Klimaveränderung nicht exakt ermessen. 
    Im Beitrag von Wikipedia zu „List of Greta Thunberg speeches“ steht
    1.
    unter „Extinction Rebellion“:
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Greta_Thunberg_speeches#Extinction_Rebellion 
    Im Oktober 2018 sprach sie in London vor der „Declaration of Rebellion“, die von der Extinction Rebellion gegenüber den Houses of Parliament organisiert wurde. Sie sagte: „Wir befinden uns in einer unmittelbaren, beispiellosen Krise, die noch nie als Krise behandelt wurde, und unsere Führungskräfte verhalten sich alle wie Kinder. Wir müssen aufwachen und alles verändern“.
    2.
    unter „TEDxStockholm“:
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Greta_Thunberg_speeches#TEDxStockholm
    Am 24. November 2018 sprach sie bei TEDxStockholm. Sie sprach davon, als sie acht Jahre alt war, zu erkennen, dass es den Klimawandel gibt, und fragte sich, warum es nicht Schlagzeilen auf jedem Fernsehkanal gäbe, als ob ein Weltkrieg stattfände. Sie sagte, dass sie nicht zur Schule ging, um Klimawissenschaftlerin zu werden, wie einige vorschlugen, weil die Wissenschaft getan war und nur Leugnung, Unwissenheit und Untätigkeit blieben. Sie spekulierte, dass ihre Kinder und Enkelkinder sie fragen würden, warum sie 2018, als noch Zeit war, keine Maßnahmen ergriffen hätten, und schloss mit: „Wir können die Welt nicht verändern, indem wir nach den Regeln spielen, weil die Regeln geändert werden müssen“.
    2.
    Die Forderung der fünfzehnjährigen Greta Thunberg ist un­se­ri­ös: Wir müssen alles ändern.

  17. Markus Jesgarz meint

    @Markus Jesgarz 
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Alexandra Urisman Otto:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/#comment-85583
    Aber eine Sache bleibt die gleiche, genau wie vor einem Jahr: Was Greta Thunberg sagt.
    Immer wieder die gleiche Botschaft. Hören Sie auf die Wissenschaftler, hören Sie auf die Wissenschaftler. Hört auf die Wissenschaftler!
    – Entweder wir hören zu und stehen hinter der Wissenschaft oder wir tun es nicht. Entweder wir stehen hinter dem IPCC und dem Pariser Abkommen oder nicht. Du kannst nicht hinter den Aspekten der Wissenschaft stehen, die du magst.
    Meine Meinung ist: 
    1. 
    Leider ist die vorherrschende Weltanschauung in der westlichen Kultur der philosophische Naturalismus.
    Im Beitrag :
    Lernen Sie, wie Sie den Griff des Szientismus und Säkularismus überwinden können.
    http://www.jpmoreland.com/2018/09/03/scientismandsecularism/
    am 03.09.2018 von James Porter Moreland steht im letzten Absatz im 2. Satz:
    Aus der Betrachtung der europäischen Geschichte wird deutlich, dass ihr Weg zum liberalen Säkularismus vor allem unterstützt wurde durch die vorherrschende Weltanschauung in der westlichen Kultur – philosophischen Naturalismus – und durch den Szientismus, welcher die hauptsächliche Behauptung des Naturalismus auf Überlegenheit darstellt.
    2.
    Die Weltanschauung des philosophischen Naturalismus ist kontrafaktisch.
    Im Beitrag:
    Scientism and Secularism (Szientismus und Säkularismus)
    von James Porter Moreland steht auf der Seite 4 von 32 in der Anzeige ab dem 2. Absatz:
    Während Wissenschaftler, die nicht philosophisch orientiert sind immer schon dazu neigen Ansätze, die nicht streng empirisch sind, als überflüssig zu verspotten, so hat diese Tendenz in den letzten Jahren zugenommen. Bedeutende Persönlichkeiten der akademischen und populärwissenschaftlichen Forschung charakterisieren die Philosophie als einen Anachronismus, der aufgegeben werden muss, und nur experimentelle oder beobachtbare Daten sind es wert diskutiert zu werden. Moreland argumentiert fachkundig, dass solche Behauptungen nicht nur intern inkonsistent sind, sondern dass dieses zentrale Dogma des Szientismus das ernsthafte Streben nach Wissen untergräbt. Szientismus ist nicht nur schlechte Wissenschaft, sondern auch schlechtes Denken.
    Moreland hat einen hervorragend lesbaren Text verfasst, der deutlich zeigt, dass diese Art von unbeholfenem wissenschaftlichem Denken von allen Denkern vermieden werden sollte, die sich nicht dogmatisch der Anbetung am Altar des reduktiven Physikalismus verschrieben haben. Scientism and Secularism (Szientismus und Säkularismus) ist ein Buch, das von jedem ernsthaften Christen gelesen werden sollte, der motiviert ist, Wissenschaft, Philosophie und Glauben überzeugend und zusammenhängend zu integrieren.“
    Jeffrey M. Schwartz, Arzt, Koautor, The Mind and the Brain (Der Verstand und das Gehirn) und You Are Not Your Brain (Du bist nicht dein Gehirn).
    3.
    Leider ist die Weltanschauung bedeutender Persönlichkeiten der akademischen und populärwissenschaftlichen Forschung, der philosophische Naturalismus, die Weltanschauung für die Frau Greta Thunberg wirbt, kontrafaktisch.

  18. Clemens Altenberg meint

    Ich verstehe nicht, warum Sie allseits bekannte Äußerungen von Greta Thunberg posten um darunter ihre apodiktischen Urteile zu fällen, ohne diese zu begründen oder auch nur ansatzweise auf meine Gegenargumente einzugehen.

    Keines der von Ihnen gewählten Zitate gibt das her, was Sie daraus ableiten wollen.

    Thunberg ist keine „Pseudowissenschaftlerin“, sie ist selbst gar keine Wissenschaftlerin und behauptet auch nicht eine zu sein, aber sie lässt all ihre Reden von mehreren Wissenschaftlern gegenchecken bevor sie sie hält. Wenn sie falsche Schlüsse aus den Daten der Wissenschaft gezogen oder falsche Daten gebracht hätte, gäbe es einen Aufschrei der Wissenschaftler. Da dies nicht der Fall ist frage ich mich wie Sie darauf kommen Thunberg grundsätzlich die Seriosität abzusprechen.

    Wenn Sie die Ergebnisse der Klimawissenschaft insgesamt als Pseudowissenschaft abtun, dann wohl, weil sie Ihnen nicht in den Kram passen, und nicht, weil Sie sie wissenschaftlich widerlegen können.

  19. Clemens Altenberg meint

    Ich bin selbst ein großer Kritiker der Naturalismus als Weltanschauung, aber es ist ein Unsinn um das zu benutzen um alle wissenschaftlichen Ergebnisse, die man nicht hören will, abzublocken. Auch ist es ein Unfug allen Wissenschaftlern oder Greta Thunberg Naturalismus bzw. Szientismus zu unterstellen. Sie unterliegen hier einem Kategorienfehler. Die Mahnung Ergebnisse der Wissenschaft ernst zu nehmen ist etwas anderes als die Verbreitung eines naturalisitschen Weltbildes. Außerdem widersprechen sich Ihre beiden Vorwürfe. Naturalismus schließt auch Pantheismus aus. Beides zugleich kann sie nicht sein (und sie hat sich niemals weder für das eine, noch für das andere ausgeprochen).

  20. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Clemens Altenberg im vorletzten Satz:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85596
    Naturalismus schließt auch Pantheismus aus.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Herr Albert Einstein vertrat die Weltanschauung des philosophischen Naturalismus.
    Im Beitrag:
    Philosophischer Naturalismus
    philosophie-beitmann.de/philosophischer-naturalismus
    Kosmologisches Weltbild (Philosophischer Naturalismus)
    von Bert Beitmann steht
    1.
    im 2. Absatz am Anfang:
    Einstein, Albert (1879 – 1955):
    Er schuf die Voraussetzungen für unser heutiges physikalisches Weltbild. Seine Erkenntnisse revolutionierten unser Naturverständnis.
    2.
    im 4. Absatz:
    Wie viele andere bedeutende Physiker beschäftigte sich Einstein auch mit philosophischen und religiösen Fragen. Er stand politisch einem Sozialismus nahe, in dem man die Rechte eines Individuums respektierte. Über Gott sagte er: „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe dies niemals geleugnet, …. Falls es in mir etwas gibt, was man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, soweit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann“.
    2.
    Herr Albert Einstein vertrat die Weltanschauung des Pantheismus.
    Im Beitrag:
    Pantheismus – Gott ist Natur
    https://weltreligion.net/pantheismus
    steht
    1.
    am Anfang:
    Pantheismus bezeichnet eine Religionsform, der berühmte Personen wie Albert Einstein angehörten. Sie bezeichnet die Auffassung, dass Gott eines mit dem Kosmos und der Natur ist und somit auch im Inneren der Menschen zu finden ist.
    2.
    am Ende:
    Pantheismus in der Gegenwart
    Bekannte Persönlichkeiten wie Arnold Toynbee oder Frank Lloyd Wright gehören dem Pantheismus an. Auch Albert Einstein war ein bekennender Pantheist. Seine Theorie von „Gott würfelt nicht“ war prägend für die Zeit im 20. Jahrhundert. Auch in Hinblick auf das wachsende Bewusstsein für die Umweltverschmutzung und die stärkere Forderung nach Umweltschutz ist der Pantheismus erstarkt und wurde für viele Menschen zu einer echten Alternative was das Christentum oder der Atheismus angeht. Richard Dawkins beschrieb zu Beginn des 21. Jahrhunderts, den Pantheismus dann als erfrischenden und peppigen Atheismus. Die Mitglieder und die Anhänger werden dabei immer jünger, denn vor allem die jungen Generationen, beginnen sich wieder Gedanken um die Umwelt und um ihre Zukunft zu machen.  In der heutigen Zeit stellt sich die Frage stärker denn je, was oder wer ist Gott, warum lässt er solche Taten zu? Doch jede Tat hat ihren Grund, geht es nach der Meinung der Pantheisten und da Gott überall ist und in allem steckt, sind alle bedeutenden Dinge Gottes Werk und Gottes Fügung.
    3.
    Viele junge Menschen vertreten die Weltanschauung des philosophischen Naturalismus und zugleich die Weltanschauung des Pantheismus.

  21. Markus Jesgarz meint

    @Clemens Altenberg
    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage im vorletzten Satz:
    Naturalismus schließt auch Pantheismus aus.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Herr Albert Einstein vertrat die Weltanschauung des philosophischen Naturalismus.
    Im Beitrag:
    Philosophischer Naturalismus
    philosophie-beitmann.de/philosophischer-naturalismus
    Kosmologisches Weltbild (Philosophischer Naturalismus)
    von Bert Beitmann steht
    1.
    im 2. Absatz am Anfang:
    Einstein, Albert (1879 – 1955):
    Er schuf die Voraussetzungen für unser heutiges physikalisches Weltbild. Seine Erkenntnisse revolutionierten unser Naturverständnis.
    2.
    im 4. Absatz:
    Wie viele andere bedeutende Physiker beschäftigte sich Einstein auch mit philosophischen und religiösen Fragen. Er stand politisch einem Sozialismus nahe, in dem man die Rechte eines Individuums respektierte. Über Gott sagte er: „Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und habe dies niemals geleugnet, …. Falls es in mir etwas gibt, was man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, soweit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann“.
    2.
    Herr Albert Einstein vertrat die Weltanschauung des Pantheismus.
    Im Beitrag:
    Pantheismus – Gott ist Natur
    https://weltreligion.net/pantheismus
    steht
    1.
    am Anfang:
    Pantheismus bezeichnet eine Religionsform, der berühmte Personen wie Albert Einstein angehörten. Sie bezeichnet die Auffassung, dass Gott eines mit dem Kosmos und der Natur ist und somit auch im Inneren der Menschen zu finden ist.
    2.
    am Ende:
    Pantheismus in der Gegenwart
    Bekannte Persönlichkeiten wie Arnold Toynbee oder Frank Lloyd Wright gehören dem Pantheismus an. Auch Albert Einstein war ein bekennender Pantheist. Seine Theorie von „Gott würfelt nicht“ war prägend für die Zeit im 20. Jahrhundert. Auch in Hinblick auf das wachsende Bewusstsein für die Umweltverschmutzung und die stärkere Forderung nach Umweltschutz ist der Pantheismus erstarkt und wurde für viele Menschen zu einer echten Alternative was das Christentum oder der Atheismus angeht. Richard Dawkins beschrieb zu Beginn des 21. Jahrhunderts, den Pantheismus dann als erfrischenden und peppigen Atheismus. Die Mitglieder und die Anhänger werden dabei immer jünger, denn vor allem die jungen Generationen, beginnen sich wieder Gedanken um die Umwelt und um ihre Zukunft zu machen.  In der heutigen Zeit stellt sich die Frage stärker denn je, was oder wer ist Gott, warum lässt er solche Taten zu? Doch jede Tat hat ihren Grund, geht es nach der Meinung der Pantheisten und da Gott überall ist und in allem steckt, sind alle bedeutenden Dinge Gottes Werk und Gottes Fügung.
    3.
    Viele junge Menschen vertreten die Weltanschauung des philosophischen Naturalismus und zugleich die Weltanschauung des Pantheismus.

  22. @Clemens: Der Naturalismus steht dem Pantheismus sehr nah. Das hat Feuerbach gut erkannt. Ein Monismus eben. Zum Klimawandel (ist aber nicht so wichtig): Stimmt es Dich nicht skeptisch, wenn 96 Prozent aller Klimaforscher mehr oder weniger einer Meinung sind? Das Klima ist ja ziemlich komplex, die Kalkulationen beruhen auf Rechnersimulationen. Gibt es auch sonst Wissenschaftsbereiche mit einem so starken Konsens?

    Liebe Grüße, Ron

  23. Inwiefern könnte das Konformitätsexperiment von Asch hier auch eine Rolle spielen? Ich bin da nicht wirklich bewandert, frage mich aber, ob dieser hohe Konsens bei den Klimaforschern nicht Ausdruck eines Konformitätsdrucks sein kann, was natürlich letztendlich spekulativ ist. Aber wundern würde es mich nicht.

  24. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Clemens Altenberg im 3. Absatz:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85595
    Thunberg ist keine „Pseudowissenschaftlerin“, sie ist selbst gar keine Wissenschaftlerin und behauptet auch nicht eine zu sein, aber sie lässt all ihre Reden von mehreren Wissenschaftlern gegenchecken bevor sie sie hält. Wenn sie falsche Schlüsse aus den Daten der Wissenschaft gezogen oder falsche Daten gebracht hätte, gäbe es einen Aufschrei der Wissenschaftler. Da dies nicht der Fall ist frage ich mich wie Sie darauf kommen Thunberg grundsätzlich die Seriosität abzusprechen.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Auf dem weiten Forschungsfeld „Ursachen für den Klimawandel“ wird aggressiv um Forschungsgelder und die Meinungshoheit gekämpft.
    1.
    Im Beitrag von Wikipedia zu „Nir Shaviv“ steht unter „Ablehnung des vom Menschen verursachten Klimawandels“ am Anfang:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Nir_Shaviv#Rejection_of_human-caused_climate_change
    Shaviv stimmt nicht mit dem wissenschaftlichen Konsens über den vom Menschen verursachten Klimawandel überein.
    https://www.desmogblog.com/nir-shaviv
    Er behauptet, dass die Veränderungen der Sonnenaktivität zu zwischen der Hälfte und zwei Dritteln der Erwärmung im Laufe des 20. Jahrhunderts beigetragen haben
    http://www.sciencebits.com/CO2orSolarHYPERLINK
    und dass die Klimasensitivität auf der niedrigen Seite von ΔTx2=1,3±0,4 °C liegen sollte im Vergleich zu dem IPCC-Bereich von ΔTx2=1,5 bis 4,5 °C pro CO2-Verdopplung.
    http://www.sciencebits.com/OnClimateSensitivity
    2.
    Im Beitrag:
    Der Mann, dem sie die Sonne übelnehmen
    https://www.achgut.com/artikel/der_mann_dem_sie_die_sonne_uebelnehmen
    am 11.10.2019 von Pierre Heumann steht
    1.
    unter „Trotz riesiger Summen keine neuen Erkenntnisse“ im letzten Absatz am Anfang:
    Seine Forschungsergebnisse seien für die meisten Experten unbequem, sagt Shaviv: „Wir wissen, dass es in der Vergangenheit sehr große Klimaveränderungen gab, ohne dass fossile Brennstoffe verbrannt wurden.“ Vor tausend Jahren, doziert er, war es auf der Erde gleich warm wie heute. Während der Kleinen Eiszeit, die vom 15. bis ins 19. Jahrhundert dauerte, war die Themse des Öfteren gefroren.
    2.
    im vorletzten Absatz:
    Seine Außenseiterrolle in der Klimadebatte hat Konsequenzen. Die akademische Welt behandle ihn wie einen Aussätzigen, mit dem jeder Kontakt zu vermeiden sei. Weil Anträge auf Publikationen oder Forschungsgelder jeweils einem Expertengremium vorzulegen seien, würde er regelmäßig Absagen erhalten. Dabei gäbe es noch so viel zu entdecken und zu erforschen, zum Beispiel die Wirkungskette zwischen kosmischer Strahlung und Klima. Weil sein Budget klein sei, beschränke er sich vor allem darauf, bestehende Daten auszuwerten.
    2.
    Frau Greta Thunberg muss sanftmütig die Grundlagenforschung von Herr Nir Shaviv unterstützen.

  25. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Es ist ja nicht so, dass sich andere Wissenschaftler nicht mit den Thesen von Nir Shaviv auseinandersetzen würden. Sie werden nicht einfach deshalb abgelehnt, weil die Ergebnisse ihnen nicht ins Paradigma passen, sondern weil die Methodik mangelhaft ist. Auf der dem von Ihnen verlinkten Wikipedia-Artikel steht in Bezug auf das Buch „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“, an dem Shaviv mitgearbeitet hat: “Numerous scientists criticised the book and considered its underlying assumptions to be either outdated or highly speculative.”, belegt mit mehreren Quellenangaben, unter anderem mit dieser:

    https://www.spektrum.de/rezension/die-kalte-sonne/1145939

    Wie so oft wenn man einen Klimaleugner googelt, findet man schnell raus, dass es sich nicht um einen echten Klimaforscher handelt (Shaviv ist Astrophysiker) und dass er mit der Erdölindustrie verbandelt ist. Shaviv ist ein Speaker für das Heartland Institute, schauen Sie sich einmal an wer das finanziert… (in den 90ern haben die z.B. im Auftrag von Philip Morris beweisen wollen, dass Passivrauchen nicht schädlich sei – sicher sehr objektiv…)

    Zu Ihrer Vermengung von Weltanschauung und wissenschaftlichen Ergebnissen: Man kann ja nicht einfach sagen „Ich weigere mich Einsteins Relativitätstheorie zu akzeptieren weil er ein anderes Gottesbild als ich hat.“

    Wo sollen die ganzen jugendlichen Pantheisten sein? Ich habe durch meinen Beruf in den letzten Jahren mit hunderten jungen Menschen an Schulen und Hochschulen philosophiert, Pantheismus ist dort höchstens ein Minderheitenprogramm. Die meisten Schüler kennen das Konzept nicht einmal, und wenn ich es ihnen erkläre scheinen sie davon nicht besonders fasziniert zu sein.

    Ich selber bin ja nicht bei Fridays for Future involviert, aber ich habe heute bei einer Bekannten nachgefragt, die das ist. Ihr, selber Christin, ist dort keinerlei weltanschauliche Missionierung aufgefallen, sondern es geht um pragmatisches Handeln.

  26. Clemens Altenberg meint

    @ Ron

    Stimmt, ich hab mich ungenau ausgedrückt. Der Naturalismus hat sich aus Spinozas Monismus entwickelt, nach seinem deus sive natura verschwand Gott dann bald aus dem wissenschaftlichen Weltbild. In den Worten Philipp Bloms: „Spinoza hatte nichts weniger getan, als Gott völlig aus der Welt zu preisen. Wie seine Zeitgenossen sofort begriffen, war Spinozas Gott nichts weiter als eine bestimmte Art, über die Gesetzmäßigkeiten der physischen Welt zu sprechen, der einzig bestehenden Welt.“

    Du hast Recht, es gibt auch einen pantheistisch-metaphysischen Naturalismus, wie eben bei Spinoza. Ich hatte mich nur auf den Positivismus der heutigen naturwissenschaftlichen Methode bezogen. Ich hätte besser den Begriff Szientismus gebrauchen sollen.

    Für den Szientisten, der diese Methode zu seiner Weltanschauung macht, ist Deus sive natura eine sinnlose Aussage, da religiös bzw. metaphysisch. Daher kann er nicht zugleich Pantheist sein, wie Markus Jesgarz es Greta Thunberg unterstellt.

    Würdest du es eher angebracht finden das Klimathema als wichtig zu sehen wenn der Konsens in der Wissenschaft geringer wäre? Endgültige Sicherheit hat man bei Zukunftsprognosen nie, aber ich denke Hans Jonas´ „in dubio pro malo“ hat schon was für sich. Dies wird an einem einfachen Beispiel klar. Ein verantwortungsbewusster Autofahrer passt seine Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an, d.h. wenn er wegen Nebels nur 100 Meter weit sehen kann, darf er nur so schnell fahren, dass er innerhalb dieser 100 Meter rechtzeitig zum Stehen kommen kann. Er kann nicht wissen, ob nicht 102 Meter von ihm entfernt ein Mensch auf der Straße steht. Fährt er schneller, nimmt er das Risiko in Kauf, diesen Menschen zu töten.

    Selbst wenn nur 51 Prozent der Wissenschaftler zu dem Ergebnis des den vom Menschen mitverursachten Klimawandels kämen wäre dies nicht vernachlässigenswert, und es wäre doch verantwortungslos, so weiter zu machen wie bisher. Das Risiko und der Einsatz sind einfach zu hoch.

    Bei der großen Skepsis, die ich hier gegen die Ergebnisse der empirischen Wissenschaft vernehme, muss ich an deinen brillanten Text über Lyotard und das postmoderne Wissen denken und wundere mich.

    Darin siehst du es doch kritisch, dass die Wissenschaft von Postmodernisten nur als eine „Fabel“ unter anderen dargestellt wird, dass Postmodernisten Naturwissenschaftler als überheblich abtun, wenn diese behaupten Fakten und nicht Geschichten an den Tag zu bringen.

    In deinem Artikel zeigst du dich nicht erfreut darüber, dass Postmodernisten den Konsens der Experten nicht ernst nehmen wollen. Du schreibst: „Was Lyotard hier treibt, das ist die Delegitimierung der Wissenschaft.“ Große Leseempfehlung an die Diskutanten hier!

  27. @Clemems: Nein, bitte nicht falsch verstehen. Ich setze mich seit Anfang der 80er für Umweltschutz ein. Aus Überzeugung. Nur scheint mir die Debatte derzeit überhitzt. Ich bin der Meinung, dass in Europa in den letzten 30 Jahren vieles besser geworden ist.

    Liebe Grüße, Ron

  28. Clemens Altenberg meint

    @ Ron

    Gegen die Überhitzung der Debatte tritt auch der Klimaforscher Hans von Storch im aktuellen Spiegel ein (jetzt bekommt WoNe sicher wieder einen Lachkrampf 😉 ) . Interessantes Interview mit sachlicher Kritik an Greta Thunberg, leider online nur gegen Anmeldung.

    https://www.spiegel.de/plus/klimaforscher-warnt-vor-panik-frueher-war-ein-sturm-einfach-ein-sturm-a-00000000-0002-0001-0000-000166490227

  29. 👍

  30. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Interessant, dass Sie die Beschreibung von weltreligion.net, wonach der Pantheismus
    die Anschauung vertritt, dass „alle bedeutenden Dinge Gottes Werk und Gottes Fügung“ sind, als Kritik an diesem zitieren.

  31. Clemens Altenberg meint

    Eine (steile?) These: Der naturalistische Neurodeterminismus als säkularisierte, ins Extrem überspitzte Form der Prädestinationslehre.

  32. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Ron Kubsch im 2. Satz:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85608
    Ich setze mich seit Anfang der 80er für Umweltschutz ein.
    Meine Meinung ist:
    1.
    Der richtige Kohlenstoffdioxidgehalt in der Erdatmosphäre ist wichtig.
    Im Buch:
    WHY I AM A CHRISTIAN
    (WARUM ICH EIN CHRIST BIN) – Norman Geisler & Paul Hoffman
    https://www.academia.edu/35420898/WHY_I_AM_A_CHRISTIAN_-_Norman_Geisler_and_Paul_Hoffman
    steht im Beitrag „10. Warum ich glaube, dass die Bibel wissenschaftlich zuverlässig ist von Walter Bradley“ in der pdf-Download Version ab der Seite 179 von 304 in der Anzeige:
    Formation of the water cycle (Yom 2: Gen. 1:6–8 ). The formation of a perfectly balanced water cycle is crucial to life on planet Earth. If there were too much carbon dioxide and/or water in the atmosphere, then the temperature of the surface of the earth would rise monotonically, giving off more evaporation and causing a greater increase in temperature by trapping more heat and further increasing the temperature until the oceans were boiled dry. On the other hand, if the earth had insufficient greenhouse gases (e.g., water vapor and carbon dioxide), then the residual water might have condensed out of the atmosphere in the form of ice and snow. Since ice and snow have a high luminescence, the greater reflectivity of the radiant energy from the earth’s surface combined with the lower energy-trapping efficiency of the dry atmosphere would have caused all the water on the surface of the earth to be converted to ice and snow. Thus, the final product of an earth with just the right balance of water and carbon dioxide in the atmosphere and water in the oceans to maintain a moderate temperature over much of the earth (2°C–40°C) is quite remarkable.
    2.
    Der Einsatz für den Umweltschutz ist wichtig.

  33. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Markus Jesgarz am Ende:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85615
    Der Einsatz für den Umweltschutz ist wichtig.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Die Aktivistin Greta Thunberg hat sich bereichert. 
    Im Beitrag: 
    Greta Thunberg Höchste bezahlte Aktivistin der Welt
    https://en.mediamass.net/people/greta-thunberg/highest-paid.html
    am 25.10.2019 von Carol Kearney steht im vorletzten Absatz: 
    Die schwedische Aktivistin hat einen geschätzten Nettowert von 145 Millionen Dollar. Ihr Vermögen verdankt sie intelligenten Aktieninvestments, umfangreichen Immobilienbesitz, lukrativen Endorsementgeschäften mit CoverGirl Kosmetik. Sie besitzt auch mehrere Restaurants (die Kette „Fat Thunberg Burger“) in Stockholm, eine Fußballmannschaft (die „Stockholm Angels“), hat ihre eigene Wodka-Marke (Pure Wonderthunberg – Schweden) eingeführt und ist mit einem meistverkauften Parfüm (With Love from Greta) und einer Modekollektion namens „Greta Thunberg Seduction“ an den Juniorenmarkt angreifend.
    2.
    Die Aktivistin Greta Thunberg ist hypokritisch.

  34. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Ich hoffe sehr für Sie, dass es ihrerseits Satire ist, dass sie diesen Artikel nicht als Satire erkannt haben wollen. Andernfalls müsste ich auf eine erschreckend mangelhafte Medienkompetenz schließen. Sie hätten nur die Kommentare darunter lesen müssen, dann hätten Sie gesehen, dass es sich um einen Spaß handelt (was man ja auch am Artikel selbst schon erkennen müsste). Falls Sie das also wirklich brauchen, hier die Auflösung:

    https://www.snopes.com/fact-check/thunberg-highest-paid-activist/

    Noch eine Enthüllung über Greta

    https://www.youtube.com/watch?v=SAn2T8HH0ns&vl=de

    (Nur zur Sicherheit: ACHTUNG SATIRE!!!)

  35. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von „Carol Kearney“:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85619
    Die schwedische Aktivistin hat einen geschätzten Nettowert von 145 Millionen Dollar.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Das Narrativ von „Carol Kearney“ ist erfunden.
    https://de.mediamass.net/blog/mediamass-projekt
    2.
    Es gibt Indizien, dass die Familie der Aktivistin Greta Thunberg Zuwendungen erhielt.
    1.
    Im Beitrag: 
    Greta Thunberg und Fridays for Future: Wer steckt dahinter und wer bezahlt das alles?
    http://www.science-skeptical.de/klimawandel/greta-thunberg-und-fridays-for-future-wer-steckt-dahinter-und-wer-bezahlt-das-alles/0017666/
    am 19. März 2019 von Michael Krueger steht ab dem fünftletzten Absatz:
    Der schwedische Finanzmarkt-Jongleur Ingmar Rentzhog beschreibt in einem Interview, wie er Greta Thunberg „rein zufällig“ unter seine Fittiche nahm. Auch Rentzhog ist kein Unbekannter in der globalen Klima-Propaganda. 2017 gründete der langjährige Finanzunternehmer die dubiose Klimaschutz-Organisation „We don`t have Time“ als Aktiengesellschaft.
    Aus den Denkfabriken der globalen Agenda ist die Idee, Schüler mit großen Streiks während der Unterrichtszeit zu instrumentalisieren, geboren worden. Auf der Suche nach passenden Ikonen für die Schüler kamen seltsame Sonderfälle wie Greta Thunberg sehr gelegen. Greta stammt zudem aus einer wohlhabenden und berühmten Familie in Schweden und ist über sieben Ecken mit dem Klimaforscher und Nobelpreisträger Svante Arrhenius verwandt, der 1895 eine der ersten Theorien zum Treibhauseffekt vorstellte. Auch das kommt sehr gelegen.
    2.
    Im Beitrag: 
    Wer steckt hinter #Greta #Thunberg
    https://www.fischundfleisch.com/xaver-philipp-schlesinger/innenpolitik-wer-steckt-hinter-greta-thunberg-57625
    am 30.06.2019 von Xaver Philipp Schlesinger steht unter „Die Thunbergs und das Geld“ im 2. Absatz:
    Ihr Vater ist der Unternehmer, Schauspieler und Produzent Svante Thunberg. Svante Thunberg ist Vorsitzender der beiden Aktiengesellschaften Ernman Produktion AB und Northern Grace AB. Interessanterweise schießen die Aktienkurse der der beiden Unternehmen parallel zur Pro­mi­nenz von Greta Thunberg steil nach oben.
    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/klimaaktivistin-greta-thunberg-mit-16-jahren-schon-ein-phaenomen-16036155.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

  36. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Na geh, ich hab mich schon so auf den „Fat Thunberg Burger“ gefreut… 😉

    Der Artikel wollte ja nicht einmal den Anschein erwägen ernsthaft zu sein, aber wenn es einem Futter für die eigenen Vorurteile gibt, ist anscheinend die Versuchung groß auch die absurdesten Behauptungen unkritisch zu übernehmen.

    Natürlich schwebt auch die Klimabewegung nicht im luftleeren Raum, wir leben in einer kapitalistischen Welt in der ohne ein gewisses Kapital schwer etwas zu bewegen ist.

    Die antikapitalistische Kritik an der Klimabewegung vonseiten der Klimaleugner ist jedenfalls äußerst hypokritisch, denn dahinter stecken noch viel größere kapitalistische und rein kapitalistische Interessen. Informieren Sie sich über das Heartland Institute, Koch Industries…

    Erneuerbare Energie gegen Fossilindustrie ist immer noch ein Kampf David gegen Goliath, mit sehr ungleichen Mitteln. Ihre Kritik ist so wie David vorzuwerfen, dass er eine Steinschleuder hat.

    Wenn Sie Abgase lieben und meinen es gäbe eh zu viele Arten auf dieser Welt, dann setzen Sie sich weiter für ein „weiter wie bisher ein“.

    Wie sagte schon Augustinus: „Der Geist kann nur bewegt werden, wenn er auch bewegt werden will.“ Traurig aber leider wahr.

  37. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Clemens Altenberg im 3. Absatz:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85595
    Thunberg ist keine „Pseudowissenschaftlerin“, sie ist selbst gar keine Wissenschaftlerin und behauptet auch nicht eine zu sein, aber sie lässt all ihre Reden von mehreren Wissenschaftlern gegenchecken bevor sie sie hält. Wenn sie falsche Schlüsse aus den Daten der Wissenschaft gezogen oder falsche Daten gebracht hätte, gäbe es einen Aufschrei der Wissenschaftler. Da dies nicht der Fall ist frage ich mich wie Sie darauf kommen Thunberg grundsätzlich die Seriosität abzusprechen.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Die Ansicht von Frau Greta Thunberg ist kontrafaktisch.
    Im Beitrag: 
    Wer steckt hinter #Greta #Thunberg
    https://www.fischundfleisch.com/xaver-philipp-schlesinger/innenpolitik-wer-steckt-hinter-greta-thunberg-57625
    am 30.06.2019 von Xaver Philipp Schlesinger steht unter „Fazit“ ab dem 1. Absatz am Ende:
    Wie viel sie selbst über die naturwissenschaftlichen Hintergründe versteht kann man erkennen, wenn man ihr zuhört wie sie über das transparente und farblose Gas Kohlendioxid (CO2) spricht dass eine höhere Dichte als Luft hat.
    „Greta gehört zu den wenigen, die unsere Kohlendioxide mit bloßem Auge erkennen können. Sie sieht, wie die Treibhausgase aus unseren Schornsteinen strömen, mit dem Wind in den Himmel steigen und die Atmosphäre in eine gigantische unsichtbare Müllhalde verwandeln. Sie ist das Kind, wir sind der Kaiser. Und wir sind alle nackt.“
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/klimaaktivistin-greta-vorabdruck-aus-dem-buch-der-thunbergs-16160815.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
    2.
    Die Weltanschauung von Frau Greta Thunberg ist widersprüchlich.

  38. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Ein Grund für Ihre falschen Schlüsse könnte darin liegen, dass Sie es nicht erkennen, wenn eine Textpassage einen übertragenen oder ironischen Sinn beinhaltet.

    Selbstverständlich behauptet Greta Thunberg nicht ernsthaft, dass CO2 sichtbar sei.

    Viel Spaß Ihnen bei Ihrer weiteren Suche in einschlägigen Quellen nach einem stichhaltigen argumentum ad hominem gegen das junge Mädchen. Ist viel bequemer als die Konsequenzen unseres Ausmaßes an Verbrennung fossiler Energieträger ernst zu nehmen…

  39. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Herr Clemens Altenberg am Anfang:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85609
    Gegen die Überhitzung der Debatte tritt auch der Klimaforscher Hans von Storch im aktuellen Spiegel ein. Interessantes Interview mit sachlicher Kritik an Greta Thunberg.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Der betriebene Aktionismus von Frau Greta Thunberg ist gefährlich.
    1.
    Im Beitrag: 
    Greta Thunberg Schools Adults on Climate Change Inaction | NowThis
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=8&v=1NudgUlPnp8
    am 28.04.2019 von „NowThis News“ sagt Greta Thunberg ab dem Zeitpunkt 3:43 / 4:56 in der Tonspur:
    In der Minute, in der wir uns entscheiden, etwas zu verwirklichen, können wir alles tun. Und ich bin sicher, dass wir in dem Moment, in dem wir uns wie in einem Notfall verhalten, Klima- und Umweltkatastrophen vermeiden können. Der Mensch ist sehr anpassungsfähig: Wir können das immer noch beheben. Aber die Gelegenheit dazu wird nicht lange anhalten. Wir müssen heute anfangen. Wir haben keine Ausflüchte mehr. Wir Kinder opfern nicht unsere Bildung und unsere Kindheit, damit du uns sagst, was du für politisch möglich hältst in der Gesellschaft, die du geschaffen hast.
    2.
    Im Beitrag: 
    „Dumm Tüch!“ – Klimaforscher Hans von Storch kritisiert Greta Thunberg
    https://deutsch.rt.com/inland/93844-dumm-tuch-klimaforscher-hans-von-storch/
    Der Klimawandel sei real, sagt der Wissenschaftler Hans von Storch in einem Interview. Allerdings seien der um ihn betriebene Aktionismus und die Hysterie schädlich und gefährlich. Statt Verzicht brauche es neue Technologien, um der Änderung des Klimas zu begegnen.
    am 24.10.2019 steht im vorletzten Absatz:
    Als Mittel zum Aufhalten des Klimawandels sieht von Storch anders als die Bewegungen „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“ nicht den Verzicht, sondern die Innovation. Nur mit einer Vielzahl verschiedener Innovationen lasse sich die Erwärmung tatsächlich aufhalten. Der Wissenschaftler nennt das elektrische Kühlen und Heizen von Gebäuden mithilfe neuer Technologien, die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe und von Verfahren zum Herausfiltern und Endlagern von CO2. Man werde sich aber wohl in jedem Fall an ein deutlich wärmeres Klima anpassen müssen.
    2.
    Mit Innovationen muss dem Klimawandel begegnet werden.

  40. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage aus dem Buch „Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85636
    „Greta gehört zu den wenigen, die unsere Kohlendioxide mit bloßem Auge erkennen können. Sie sieht, wie die Treibhausgase aus unseren Schornsteinen strömen, mit dem Wind in den Himmel steigen und die Atmosphäre in eine gigantische unsichtbare Müllhalde verwandeln. Sie ist das Kind, wir sind der Kaiser. Und wir sind alle nackt.“
    Meine Meinung ist: 
    Frau Greta Thunberg argumentiert suggestiv.
    Im Beitrag: 
    Greta und die große Ver(w)irrung, 2. Offener Brief an Greta Thunberg
    https://quer-denken.tv/greta-und-die-grosse-verwirrung-2-offener-brief-an-greta-thunberg/
    am 6. Oktober 2019 von Prof. em. Dr. Claudia von Werlhof steht:
    2. Es ist ja gerade NICHT so, dass das CO2 die Erde bedroht. Ja, die Erde würde derzeit sogar mehr CO2 benötigen für ihre Pflanzen und das Leben allgemein, denn CO2 ist ein unsichtbares Pflanzengas und kein Dreck, der aus Schornsteinen kommt, wie dauernd suggeriert wird, über den selbst man aber gar nicht redet. CO2 ist auch insofern kein Treibhausgas, als die Erde zum Himmel offen und damit gerade kein Treibhaus ist. Der Treibhauseffekt kann also auf einem Planeten gar nicht eintreten. Ja, das CO2 sorgt dafür, dass wir Sauerstoff zum Atmen haben, denn die Pflanzen wandeln es in eben diesen um. Wenn ihr also dafür eintretet, dass das CO2 möglichst verschwindet, dann würden wir am Ende alle samt dem Leben auf dem Planeten eingehen, indem wir schließlich ersticken! Also ist an der ganzen Argumentation etwas grundfalsch. Sie steht auf tönernen Füßen!

  41. Clemens Altenberg meint

    Niemand mit naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen käme auf die Idee CO2 gänzlich aus der Welt schaffen zu wollen. Aber dass zu viele Emissionen zur Erderwärmung beitragen beruht ja nicht auf einem Wahn der jungen Schwedin. Ihr das als ihre verwirrte „Weltanschauung“ vorzuhalten ist Unsinn.

    Das Interview mit Hans von Storch empfand ich als wohltuend differenziert, auch wenn ich fürchte, dass er womöglich etwas zu gelassen und optimistisch ist. Aber vieles kann ich unterschreiben:

    „Was halten Sie von Greta Thunberg?“ – „Sie ist eine mutige junge Frau, die Beachtliches unter persönlichem Risiko geleistet hat. Leider wird sie als eine Heilsbringerin inszeniert.“

    „Sind Sie ein Greta-Skeptiker? – „Ein dämliches Wort. Mir geht es nur zu weit, dass Greta und ihre Anhänger den Eindruck erwecken, das Klimathema sei die alles beherrschende Schicksalsfrage, die größte Bedrohung aller Zeiten. Andere ebenso wichtige Themen wie die Bekämpfung von Armut, Krankheiten und Hunger erscheinen auf einmal zweitrangig.“

    Hans von Storch meint, ohne technische Erfindungen, mittels derer man CO2 aus der Atmosphäre holen kann, werden wir die Klimaziele nicht erreichen. Trotzdem ist es für ihn unstrittig, dass wir so schnell wie möglich von der Verbrennung fossiler Brennstoffe wegkommen müssen.

    Verzicht und Innovation ist ja keine Entweder/Oder Frage.

    Die Gefahr, dass plötzlich massenhaft radikale Verzichtsapostel die Wirtschaft zum Einbrechen bringen sehe ich nicht, auch nicht jene, dass die Politik zu schnelle und einschneidende Maßnahmen trifft (siehe nur Merkels Klimapaket).

    Wenn es u.a. Gretas Beitrag ist, wenn sich jetzt mehr Menschen fragen, ob ein Wochenendtripp mit dem Flieger in eine andere Stadt wirklich sein muss, ob ein weniger leistungsstarkes Auto nicht auch reicht, ob sie mehr Bahn fahren, oder ob sie wirklich fasst jeden Tag Fleisch essen müssen – dann hat sie schon viel erreicht.

    Unsere neue Regierung in Österreich – ganz gleich ob die Grünen dabei sein werden oder nicht – wird das Klimathema nicht mehr so ignorieren können wie zuvor. Sie werden in Gretas Augen – selbst wenn die Grünen mit dabei sein sollten – sicher immer noch zu wenig tun, aber sicher mehr als Türkis-Blau, die nichts getan haben.

    Das ist doch etwas Positives, und ich bin Greta dankbar, dass sie mitverantwortlich für diesen Zeitenwechsel ist. Dass die Welt zu schnell zu ökologisch werden soll, das sehe ich nicht kommen, dafür sind die alten Lobbys noch viel zu stark.

    Diese Woche habe ich mich mit einem befreundeten Physiker unterhalten. Er meint die synthetische Fleischherstellung werde uns retten, und die käme schon in den nächsten Jahren. Wenn die Viehzucht wegfällt, fällt ein großer Brocken an CO2 Produktion weg. Die Menschheit schaffe es immer gerade noch rechtzeitig einzulenken. Dank einer übertriebenen Panik wurde ja damals auch eine Lösung für den sauren Regen gefunden.

    Möge er Recht behalten!

  42. Clemens Altenberg meint

    Aber vielleicht ist er auch nur so hoffnungsfroh, damit er weiter ungetrübt mit seinem neuen sportlichen BMW (den er kürzlich gegen einen anderen, gar nicht alten, ausgetauscht hat) die Kurven ausreizen kann 😉

  43. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Zu der von Ihnen zitierten „CO2-Expertin“ Claudia von Werlhof (emeritierte Professorin für Frauenforschung mit Schwerpunkt „Patriarchatskritik“ und „alternative Zivilisationen“) – wenn sie von einem „Muttermord“ an der Erde spricht, klingt das für Sie nicht pantheismusverdächtig? Dass sie eine Rede am „Internationalen Godess-Kongress Politik und Spiritualität“ gehalten hat klingt stark danach 😉

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/08/15/die-planetare-bewegung-fur-mutter-erde/

  44. @Clemens

    BTW: Vielleicht sollten wir bei correctiv.org auch ein wenig Vorsicht walten lassen:
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/dushan-wegner-metaethics/correctiv-korrigieren/

  45. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Frau Greta Thunberg:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85642
    In der Minute, in der wir uns entscheiden, etwas zu verwirklichen, können wir alles tun.
    Meine Meinung ist: 
    Die Rede von Frau Greta Thunberg hat religiösen Charakter.
    1.
    Frau Greta Thunberg benennt die schuldigen Klimasünder:
    Now we probably don’t even have a future any more. Because that future was sold so that a small number of people could make unimaginable amounts of money. It was stolen from us every time you said that the sky was the limit, and that you only live once. You lied to us. You gave us false hope.
    2.
    Frau Greta Thunberg warnt vor den Folgen der Klimasünden, die Klimahölle:
    Those who will be affected the hardest are already suffering the consequences. But their voices are not heard. Around the year 2030, 10 years 252 days and 10 hours away from now, we will be in a position where we set off an irreversible chain reaction beyond human control, that will most likely lead to the end of our civilization as we know it.
    3.
    Frau Greta Thunberg fordert eine Glaubensentscheidung:
    The moment we decide to fulfill something, we can do anything. And I’m sure that the moment we start behaving as if we were in an emergency, we can avoid climate and ecological catastrophe. Humans are very adaptable: we can still fix this.
    4.
    Frau Greta Thunberg betont, dass die Glaubensentscheidung dringend ist:
    But the opportunity to do so will not last for long. We must start today.

  46. Clemens Altenberg meint

    @ Schandor

    Danke für den link. Kann schon sein, dass von correctiv diese AfD Politikerin zu hart angegriffen wurde. Dem ganzen Projekt deshalb die Berechtigung zu entziehen und es als „Drecksschleuder“ zu bezeichnen schießt aber über das Ziel hinaus.

    Aber persönliche Angriffe unter der Gürtellinie und Falschmeldungen sind „Tichys Einblick“ ja selbst nicht fremd, wie die Pathologisierung von „grün-linken Gutmenschen“ als „geistig psychisch krank“, oder die frei erfundene Meldung, wonach der Generalbundesanwalt gegen deutsche Seenothelfer-Organisationen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittle.

    Wichtig für alle Seiten ist, dass jemand der Behauptungen richtig stellt nicht gleich der „Feind“ sein muss. Bei der Ball vs. Mann Klimageschichte hat correctiv.org jedenfalls nachvollziehbar gute Arbeit geleistet und im Vergleich zu Politically Incorrect seine Quellen offengelegt.

    @ Markus Jesgarz

    Sie messen mit zweierlei Maß. Bei der von Ihnen als glaubwürdige Wissenschaftlerin eingeschätzten Esoterik-Feministin Claudia von Werlhof haben Sie nichts an ihrem tatsächlich vorhandenen spirituell-heidnischen Eifer auszusetzen, weil sie das schreibt was Sie hören wollen.

    Greta Thunbergs Botschaft ist unangenehm, deshalb unterstellen Sie ihr eine antichristliche Motivation um sie nicht ernstnehmen zu müssen.

    Sie haben anscheinend eine sehr weitgehende Definition der Begriffe „religiös“ und „Glauben“. Ihnen zufolge müsste jeder Mensch der ein innerweltliches Ziel verfolgt und dafür eine Bewegung initiiert „religiösen Charakter“ haben und die „Glaubensfrage“ stellen.

    Warum sollte die Klimabewegung in Antagonismus zum persönlichen christlichen Glauben eines Menschen stehen? Wenn ein junger Mensch Gott sucht wird ihn ein Einsatz fürs Klima nicht davon abhalten, und warum sollte Gott etwas dagegen haben, wenn man seine Schöpfung vor Zerstörung bewahren will?

    Und dass diese Zerstörung passiert und sich etwas daran ändern muss, das ist keine Frage des oder eines Glaubens.

  47. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85642
    Der Klimawandel sei real, sagt der Wissenschaftler Hans von Storch in einem Interview. Allerdings seien der um ihn betriebene Aktionismus und die Hysterie schädlich und gefährlich.
    Meine Meinung ist: 
    Die Eltern der Aktivistin Greta Thunberg, Svante Thunberg und Malena Ernmann, handeln moralisch verwerflich.
    Im Beitrag: 
    Die erstaunlichen Geschäfte der Greta Thunberg-Lobby
    https://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/greta-und-die-geschafte-ihrer-hintermanner/
    am 25.08.2019 von Wolfram Weimer steht ab dem viertletzten Absatz:
    Kommerzielles Ziel der Rentzhog-Kampagne ist es von Anfang an, über die Klima-Ikone Greta die Aktiengesellschaft „We don’t have time“ zu einer grünen Massen-Plattform auszubauen. Erste Investoren-Runden werden anberaumt und Finanzprospekte geschrieben, um Aktienkapital zeichnen zu lassen. In einem Börsenbriefing heißt es: „Unser Vorbild ist TripAdvisor.com, das mit seinen 390 Millionen Usern Unternehmen bewertet und beeinflusst.“ https://www.fundedbyme.com/en/campaign/8227/we-dont-have-time/#overview
    Ende November nimmt Greta Thunberg sogar offiziell einen Platz als Beraterin im Vorstand der Stiftung Rentzhogs ein. Beim Klimagipfel in Kattowitz im Dezember 2018 reist sie wie auf einer Road Show mit den „We don’t have time“-Managern an und stellt das Projekt vor. Nachdem erste Kritik an der geschäftlichen Konstruktion öffentlich wird, zieht sich Greta von dem Unternehmen plötzlich zurück und erklärt in einem Facebook-Post vom 11. Februar offiziell: „Ich habe keine Verbindungen mehr mit We don’t have time.“ Die Eltern von Greta behaupten in Interviews, Rentzhog habe den Namen Gretas für seine Geschäfte missbraucht und sich dafür entschuldigt.

  48. @Clemens

    Ja, ich stimme Dir zu. In unserer Lügenmatrix (manche sagen „Welt“ dazu) muss man höllisch aufpassen und alles hinterfragen. Quellenskeptizismus wäre zu viel verlangt.

    LG

  49. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Wolfram Weimer:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85665
    Ende November nimmt Greta Thunberg sogar offiziell einen Platz als Beraterin im Vorstand der Stiftung Rentzhogs ein. Beim Klimagipfel in Kattowitz im Dezember 2018 reist sie wie auf einer Road Show mit den „We don’t have time“-Managern an und stellt das Projekt vor.
    Meine Meinung ist: 
    Die Aktivistin Greta Thunberg täuscht.
    Im Beitrag: 
    Die Welt, wie sie ihr gefällt
    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/klimaaktivistin-greta-thunberg-mit-16-jahren-schon-ein-phaenomen-16036155.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
    am 12.02.2019 von Matthias Wyssuwa steht
    1.
    unter „Schwedischer Unternehmer warb mit Thunberg“
    1.
    ab dem 3. Satz:
    In dem Facebook-Text schreibt Thunberg, viele Menschen liebten es, Gerüchte zu verbreiten, dass Leute hinter ihr stünden, sie bezahlt oder benutzt werde. Es stehe aber niemand hinter ihr. Sie sei absolut unabhängig und repräsentiere nur sich selbst. Ihre Reden schreibe sie selbst.
    2.
    ab dem Ende:
    Rentzhogs Firma heißt „We don’t have time“ und will das weltgrößte Netzwerk von Klimaaktivisten werden, mit digitaler Werbung verdient sie ihr Geld. Rentzhog hielt nach dem Treffen den Kontakt zu Thunberg und lud sie später ein, Ratgeberin des Rats der Stiftung zu werden, die hinter der Firma steht. Sie willigte ein. Kurz darauf, so schreibt die Zeitung, versuchte die Firma mit der Ausgabe neuer Aktien Geld von Investoren einzusammeln. In dem 120 Seiten langen Prospekt, der die Investoren überzeugen soll, warb sie demnach mehrmals mit Thunbergs Namen als Beweis dafür, wie stark und erfolgreich sie sei.
    Thunberg besteht auf Unabhängigkeit
    In dem Prospekt werde auch behauptet, die Firma hätte Thunberg entdeckt. Mit Facebook oder Youtube-Filmen habe die Firma eine zentrale Rolle dabei gespielt, ihrem Protest nationale und internationale Aufmerksamkeit zu bescheren. Rentzhog sagte der Zeitung, er habe Thunberg viel unterstützt.
    2.
    unter „Thunberg besteht auf Unabhängigkeit“ im 2. Absatz im 4. Satz:
    Freilich erzählte er (Svante Thunberg) aber auch, dass sie hin und wieder mit Klimaorganisationen kooperiere, dass ein Klimaaktivist und Medienstratege ihr bei den Pressekontakten helfe und auch Pressemitteilungen geschrieben habe.

  50. Clemens Altenberg meint

    @ Schandor

    Wenn man allen Medien, denen schon Fehler passiert sind, komplett die Glaubwürdigkeit abspricht, dann kann man irgendwann gar nichts mehr lesen, auch nicht seine eigenen Gedanken 😉

    Mein Versuch aufzupassen besteht darin, dass ich Medien unterschiedlicher Ausrichtungen konsumiere, oder Medien, die versuchen eine gewisse Objektivität und Vielfalt zu wahren, indem sie pro- und kontra Kolumnen zu einem Thema nebeneinanderstellen und auch Gastautoren Raum bieten die nicht der Blattlinie entsprechen.

    Ich fand es z.B. löblich, dass die Schweizer Weltwoche, die eine massive Anti-Greta Kampagne fährt, gleich hinter der klimaleugnenden Titelgeschichte einen Professor für Klimaphysik der ETH Zürich als Gegenstimme zu Wort kommen ließ:

    https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-23/artikel/vernebelungstaktik-beim-klimawandel-die-weltwoche-ausgabe-23-2019.html

    @ Markus Jesgarz

    Oh mein Gott, Greta Thunberg ist nicht ganz auf sich alleine gestellt! Na wenn ich das gewusst hätte… Und sie und ihr Umfeld haben noch dazu eine Strategie! Also das geht wirklich gar nicht. Skandal! Nieder mit der Öko-Weltverschwörung!

    IRONIE off.

    Klar, dass Greta Thunberg für Geschäftsmänner ein Lotto 6er ist, aber sie lässt sich letztlich für nichts vereinnahmen was nichts mit ihrem Herzensthema zu tun hat. Daher auch die Distanzierung von Rentzhog.

    Ich sehe es nicht generell als bedenklich, wenn Klimaschützer versuchen mittels Social Networking, Investments, Marketing und Publicity-Aktionen etwas zu erreichen. Wenn sie das nicht täten, wären sie unfähig, was Ihnen wohl lieber wäre als ein geschickter „Gegner“.

    Wären Klimaschützer für Sie nur dann glaubwürdig und authentisch, wenn sie sich auf Steinzeitmethoden beschränken würden?

    Ich habe Greta Thunberg zweimal in Wien erlebt. So tritt keine leidende Marionette manipulierender Grünkapitalisten auf, sie ist ein selbstbewusster, integrer, aus sich selbst heraus entschlossener junger Mensch der sein Ding durchzieht und dabei auflebt. Als Realistin weiß sie, dass das nicht ohne Hilfe geht. Sie hat ihre Beziehungen nicht verschwiegen und auf diesbezügliche Fragen immer geantwortet. Sie selber hat erzählt, dass die ursprüngliche Idee für den Schulstreik nicht von ihr, sondern von einem Aktivisten kam der sie kontaktiert hat.

    Aber der ursprüngliche Auslöser für ihre große Sorge um das Klima war ihr Schulunterricht, und der beruht nicht auf einer grünroten Verschwörung, sondern auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Berichten über die bisher bereits eingetretenen Folgen unseres Umgangs mit dem Planeten.

    Sie weiß, dass sie anders ist und dass ihre Fokussierung nicht normal ist, nur sieht sie das in dieser Frage angesichts der Dringlichkeit als Vorteil. Ja, es macht ihr zu schaffen, dass sie sich das, was sie versteht, so zu Herzen nimmt und unfähig ist zu verdrängen wie wir „normalen“ Menschen.

    Es wäre schon problematisch, wenn wir alle so wie sie werden würden … aber wenn viele von ihr ein Stück weit bewegt werden ist schon viel gewonnen.

    Weder Greta Thunberg noch irgendwelche hinterlistigen Einflüsterer haben die Krise erfunden. Geben Sie nicht Greta Thunberg, sondern dem Zustand der Welt die Schuld für die Proteste.

    Angesichts der Tatsachen ist es müßig über die Person Greta Thunberg und „ihre Weltanschauung“ zu diskutieren. Sie war nicht die erste und wird nicht die letzte sein, die der Status quo nicht kalt lässt.

    https://www.derstandard.at/story/2000110413949/taifun-ueberlebende-konzerne-muessen-fuer-klimakrise-verantwortlich-gemacht-werden

    Wenn Sie die Wirtschaft und Politik so wie sind weiterhaben wollen, weil Sie von den Konsequenzen noch nicht betroffen sind, während der Unmut weltweit immer größer wird, dann nutzen Sie weiterhin Ihre Energie um sich auf dieses Mädchen einzuschießen. Aber bitte schieben Sie dabei keine christlichen oder hypermoralistischen Motive vor. Nur wenn sie sich selber als Heilige verstehen würde, könnte man sie durch einzelne Kritikpunkte – die man bei jedem Menschen immer finden kann – entzaubern.

  51. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85642
    Als Mittel zum Aufhalten des Klimawandels sieht von Storch anders als die Bewegungen „Fridays for Future“ oder „Extinction Rebellion“ nicht den Verzicht, sondern die Innovation. Nur mit einer Vielzahl verschiedener Innovationen lasse sich die Erwärmung tatsächlich aufhalten. Der Wissenschaftler nennt das elektrische Kühlen und Heizen von Gebäuden mithilfe neuer Technologien, die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe und von Verfahren zum Herausfiltern und Endlagern von CO2.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Der Klimaforscher Hans von Storch vertritt die Sichtweise der „hellgrünen“ Umweltschützer.
    Im Beitrag: 
    Wenn Kinder protestieren, sollten Erwachsene ihnen die Wahrheit sagen
    https://quillette.com/2019/03/21/when-children-protest-adults-should-tell-them-the-truth/
    am 21. März 2019 von Kathrine Jebsen Moore steht im 7. Absatz am Anfang:
    Was würde das in der Praxis bedeuten? Thunberg lässt sich nicht durch Details aufhalten. Culturico erklärt,
    https://culturico.com/2019/01/30/greta-thunbergs-speech-explained/
    dass sie die „dunkelgrünen“ Umweltschützer vertritt, die eine Kombination aus Überbevölkerung und Technologie für unsere sich verändernde Umwelt verantwortlich machen. Die „hellgrüne“ Sichtweise ist hingegen, dass Überbevölkerung an sich kein Problem ist und dass Technologie die Antwort auf den Klimawandel sein wird, nicht „die Notbremse ziehen“, indem die CO2-Emissionen gestoppt werden. Thunberg räumt ein, dass ihre bevorzugte Lösung nicht „politisch möglich“ ist, aber dies hat sie nur von der Notwendigkeit überzeugt, „das System zu ändern“.
    2.
    Der Wissenschaftler Hans von Storch argumentiert konstruktiv.

  52. Clemens Altenberg meint

    @ Markus Jesgarz

    Ich teile Ihre Meinung, dass Hans von Storch konstruktiv argumentiert. Für ihn ist CO2 Reduktion / technische Innovation kein Entweder/Oder, sondern ein Sowohl als auch.

    Es ist auf jeden Fall besser auf ihn zu hören, als auf jene für eine nachhaltige Zukunft hinderlichen und gefährlichen Leute, die leugnen, dass der Mensch und manche seiner Technologien für die Erderwärmung mitverantwortlich sind, und dafür fürstlich von der Fossilindustrie entlohnt werden.

    Es ist doch bezeichnend, dass die Erdöllobby – eine der mächtigsten, finanzstärksten und einflussreichsten der Welt – es trotz immensen Aufwandes nicht schafft, einen Wissenschaftler zu finden, der überzeugend darlegen könnte, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe ökologisch unbedenklich sei. Manchmal ist Wissen stärker als Macht.

  53. Clemens Altenberg meint

    In diesem Artikel finden sich ein paar Beispiele dafür, was hinter so manchen „Experten“ steckt, die gegen Klimaschutzmaßnahmen argumentieren:

    https://www.watson.ch/schweiz/wissen/423041529-klimawandel-die-autoren-im-lehrmittel-der-weltwoche-im-check

  54. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85687
    Die „hellgrüne“ Sichtweise ist, dass Technologie die Antwort auf den Klimawandel sein wird.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Deutschland muss in Technologien investieren.
    Im Kommentar von Markus Jesgarz steht am Ende:
    https://www.facebook.com/cduwaechtersbach/posts/2443173222623658?comment_id=2447302382210742&reply_comment_id=2447329745541339
    Im Beitrag:
    Deutsche strömen nach Israel, um Technologien zu suchen
    https://en.globes.co.il/en/article-germans-flock-to-israel-seeking-technology-1001296949
    am 12.08.2019 von Uri Berkovitz steht am Anfang:
    „Man muss nicht in die USA gehen, um Leute und Unternehmen zu finden, mit denen man zusammenarbeiten kann. Für mich ist Israel das Silicon Valley in Europa, deshalb habe ich beschlossen, diese Reise zu starten“, sagt Kristina Sinemus, Ministerin für digitale Strategie und Entwicklung im deutschen Bundesland Hessen. Sie sprach während einer Reise, bei dem sie eine Gruppe von Politikern, Akademikern und Geschäftsleuten leitete.
    2.
    Deutschland muss mit Israel kooperieren.
    1.
    Im Kommentar von Markus Jesgarz steht:
    1.
    https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/sicherheit/2018/01/31/klein-aber-oho/#comment-3735557555
    In dem Beitrag:
    „Deutschland wird immer stärker als Forschungsnation“
    https://www.deutschlandfunk.de/forschungstrends-2018-deutschland-wird-immer-staerker-als.676.de.html?dram:article_id=409464
    Otmar Wiestler im Gespräch mit Ulrich Blumenthal
    steht unter „Israel mit Abstand die erfolgreichste Forschungsnation der Welt“:
    Blumenthal: Bei der jüngeren Generation von Datenexperten, da schauen Sie – für mich etwas überraschend – auf Israel.
    Warum wollen Sie gerade in Israel diese internationalen Köpfe, diese Datenexperten rekrutieren? Was zeichnet Israel für Sie aus?
    Wiestler: Für mich ist Israel mit Abstand die erfolgreichste Forschungsnation der Welt. Das ist eine echte Startup-Nation. Ich bin immer wieder fasziniert, welche Innovationskraft in diesem Land steckt, wie Israel es schafft, junge Menschen frühzeitig dazu zu bringen, dass sie die richtigen Fragen stellen, dass sie mutig vorwärts marschieren. Ich glaube, da gibt es viele Impulse, von denen wir lernen können. Wir werden im Oktober ein Büro in Israel eröffnen. Das wird hoffentlich dem Ganzen auch noch mal mehr Schub geben.
    2.
    https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/tourismus/eine-boomende-stadt/#comment-3796207343
    In dem Beitrag von „Neue Zürcher Zeitung“:
    Die sittsamen Verbrecher im «Silicon Wadi»
    https://www.nzz.ch/international/die-sittsamen-verbrecher-im-silicon-wadi-ld.1364365
    Der Cyber-Tech-Sektor in Israel boomt und bringt dem Land Milliarden und Ansehen.
    am 9.3.2018 von Ulrich Schmid steht unter „Cyber-Stadt in der Wüste“:
    1.
    Nirgendwo in Israel ist die Begeisterung über High Tech und Cyber Tech grösser als in dieser eigenartigen, faszinierenden Wüstenstadt.
    2.
    Netanyahu will, dass Beer Sheva zum Magneten für Firmen aus Israel und der ganzen Welt wird. Wer kommt, erhält Steuererleichterungen.
    3.
    Das Militär hat seine grössten und prestigeträchtigsten Anlagen hierhergebracht, ganz in die Nähe der Ben-Gurion-Universität. Dell EMC, Lockheed Martin, Paypal und die Deutsche Telekom sind in Beer Sheva, und selbstverständlich auch das Israeli National Cyber Bureau.

  55. Markus Jesgarz meint

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage von Markus Jesgarz:
    https://theoblog.de/gegenwartsliteratur-ich-will-ich/34061/comment-page-1/#comment-85597
    Herr Albert Einstein vertrat die Weltanschauung des Pantheismus.
    Meine Meinung ist: 
    1.
    Die Weltanschauung des Pantheismus ist kontrafaktisch.
    Im Beitrag: 
    Dr. Norman Geisler-World Views
    https://www.youtube.com/watch?v=Y5spZc9g1Jc&list=RDY5spZc9g1Jc&t=1987
    vom 18.06.2013 sagt Dr. Norman Geisler ab 33:07 / 41:45: (siehe die Folien)
    1.
    1. A Biblical Response
    Gen. 1:1: „In the beginning God created the heavens and the earth.“
    1.Kings 8:27: „The heavens, even the highest heaven, cannot contain you. How much less this temple I have built!“
    Job 11:7: „Can you probe the limit of the Almighty? They are higher than heavens – what can you do?“
    Psa. 8:1: „O LORD our Lord, how majestic is your name in all the earth! You have set your glory above the heavens.“
    Psa. 57:5: „Be exalted, O God, above the heavens; let your glory be over all the earth.“
    Psa. 97:9: „For you, O LORD, are the Most High over all the earth; you are exalted far above all gods.“
    2.
    2. A Rational Response
    1) I am not God because I change, and God does not. There is more, e.g. me.
    2) I learn, and God cannot; He knows all. Hence, God is not all; he is not me.
    3) Error is real since pantheism believes non-pantheisms are really false. Hence God (truth) is not all.
    4) They cannot deny sense knowledge which tells us the world is real, otherwise no one could hear or read (see) about their view.
    2.
    Herr Albert Einstein irrte.

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