J.K. Rowling unter Druck

Auch wenn ich mich wiederhole und damit einige Leute langweile: Es ist bedrückend, mit welchen Methoden die neuen Toleranten Andersdenkende diffamieren und mitunter kriminalisieren. Dies lässt sich an den jüngsten Ereignissen rund um die Autorin Joanne K. Rowling zeigen. Die Frau, die Harry Potter erfunden hat, bricht ein Tabu, indem sie darauf besteht, dass es wirklich Frauen und Männer gibt. Sie pocht darauf, dass Frauen als Frauen bezeichnet werden, nicht als „Personen, die menstruieren“. All das passt der Transgender-Lobby überhaupt nicht. Nun gibt es sogar in ihrem Verlag Hachette Probleme.

Die FAZ berichtet:

Erst wenden sich die Schauspieler gegen Joanne K. Rowling, denen sie mit ihren „Harry Potter“-Büchern eine Weltkarriere ermöglicht hat, nun britische Mitarbeiter der Verlagsgruppe, der sie immer wieder ein kräftiges Umsatzplus beschert hat und in der ihr nächstes Kinderbuch „The Ickabog“ erscheinen soll: Bei Hachette, so berichtet die „Daily Mail“, weigern sich junge, politisch linksliberal und „woke“ eingestellte Angestellte, weiter an der Print-Publikation der von Rowling angekündigten, in Teilen als Pandemie-Trost schon online erschienenen Geschichte mitzuarbeiten – als Zeichen des Protests gegen die als vermeintlich transphob gebrandmarkten Äußerungen der Autorin.

Das hat alles mit Diskursen und dem Ringen um Wahrheit und den richtigen Weg nichts mehr zu tun. Dieser Aktivismus der „pressure groups“ treibt einen Keil zwischen die Menschen, die trotz ihrer unterschiedlichen Meinungen friedlich und ganz gut miteinander auskommen könnten.

Mehr: www.faz.net.

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Daniel
Daniel
1 Monat zuvor

Die Grenzen sind hier klar gezogen. Die neue „entgläubigte“ Generation braucht neue Glaubensinhalte, Rituale und will auf der richtigen Seite im (epischen) Kampf von Gut und Böse stehen.Ein guter Artikel zu dem pseudo-religiosen Kontext: […] we can better understand contemporary multiculturalist symbolism and outrage. As many have observed, a great deal of moral energy revolves around those who are deemed victims of discrimination. College students are attuned to hierarchies of oppression. Someone resides at the top of their hierarchy—a black lesbian, perhaps—and other students organize themselves around this ideal victim. The goal is to identify with “the marginalized.” On the surface, this identification is framed politically: One must support the cause of the victim. But the identification has emotional and even physical manifestations as well. […] This kind of behavior brings into view what can be theorized as the positive cult of a contemporary totemism. Here, the totem is the Virtuous ­Victim, an object of innocent purity. Quelle: https://www.firstthings.com/article/2019/08/woke-totemism Das… Weiterlesen »

FrL
FrL
1 Monat zuvor

Der Verlag hat sich klar hinter Rowling gestellt: Yesterday morning at publishing house Hachette, several of those involved in Miss Rowling’s new children’s book, The Ickabog, are said to have staged their own rebellion during a heated meeting. One source said: ‘Staff in the children’s department at Hachette announced they were no longer prepared to work on the book. […] Another insider said: ‘It was a handful of staff, and they are entitled to their views. If they were being asked to edit a book on domestic abuse, and they were a survivor of domestic abuse, of course they would never be forced to work on it. But this is a children’s fairy tale. It is not the end of the world. They will all be having chats with their managers.’ […] Last night Hachette issued a statement backing Miss Rowling’s right to express herself. It said: ‘We are proud to publish JK Rowling’s children’s fairy tale The Ickabog. Freedom… Weiterlesen »