Nährboden des Terrors

Ich wurde schon mehrfach – auch innerhalb evangelikaler Kreise – dafür kritisiert, wenn ich vor eine schleichenden Islamisierung Europas gewarnt habe. Bis hin zu Aussagen: „Das mit der Islamisierung ist ein Mythos!“ Wenn ich mich zu dem Thema geäußert habe, dann immer mit Rückgriff auf die wichtige Unterscheidung zwischen Muslimen, die ihren Glauben friedlich leben möchten, und dem politischen Islam, der einen Machtanspruch stellt.

Inzwischen ist das Thema – zumindest in Frankreich – so präsent, dass man sich nicht mehr verstecken kann. Wegschauen hilft nicht. Susanne Schröter schrieb kürzlich in der FAZ:

Die unheilvolle Allianz zwischen ihnen und den Islamisten hat kürzlich der angesehene Islamwissenschaftler Bernard Rougier in seiner Monographie „Les territoires conquis de l’islamisme“ beschrieben. 150 Kommunen, so Rougier, seien bereits vollkommen in der Hand radikaler Islamisten. Dort gebe es keine Bildung mehr für Kinder, sondern nur noch islamistische Indoktrination, die Frauen seien aus der Öffentlichkeit verbannt, Repräsentanten des Staates gelten als Feinde. Diese Zustände sind nicht neu. Bereits in den neunziger Jahren gab es Aufstände in den Banlieues, die sich gleichermaßen gegen den französischen Staat und seine Symbole, aber auch gegen Muslime richteten, die säkular gesinnt waren. Schon damals schlossen sich junge Männer unter islamistischen Parolen zu Gruppen zusammen, um vermeintlich islamische Normen in ihren Wohnvierteln durchzusetzen, und terrorisierten dabei vor allem muslimische Mädchen. Sie wurden genötigt, sich zu verschleiern und nicht mehr ohne „Grund“ und ohne die Begleitung eines männlichen Verwandten aus dem Haus zu gehen. Wer sich dem widersetzte, wurde mit Gruppenvergewaltigungen bestraft.

Ich empfehle gern die Schrift Islam oder Islamismus? – Argumente zu seiner Beurteilung des Experten Eberhard Troeger: sonderdruck05.pdf.

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5 Kommentare
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Jutta

Wenn man Herrn Erdogan glauben darf, gibt es keinen politischen Islam und auch keinen Islamismus, sondern schlichtweg den Islam. Der sich die Welteroberung auf die Fahnen geschrieben hat. Bat Ye´Or, Der Untergang des orientalischen Christentums unter dem Islam. Ich frage mich, warum sich diese dritte Generation hier so leicht radikalisieren lässt? Sagt man doch immer, die erste Generation war ganz in Ordnung. Sie haben still ihren Glauben gelebt. Stimmt das denn? Sehen wir in die Familien hinein? Mit wieviel Hass die Kinder vielleicht gefüttert wurden? Ich werde nie das kleine Video vergessen, das ich vor Jahren gesehen habe, in dem türkische Jugendliche gefragt wurden, warum sie keinen Umgang mit Deutschen hätten … iiiihh …. das sind Schweinefleischfresser, das ekelt einen .. O-Ton, einhellig. Wer sich eventuell nur dem Gruppendruck gebeugt hat, kann man natürlich nicht sagen. Eine türkische Auszubildende an meinem ehemaligen Arbeitsplatz wurde einmal gefragt, ob sie einen deutschen Freund haben dürfte. Sie war modern, gekleidet wie alle jungen… Weiterlesen »

Last edited 26 Tage zuvor by Jutta
Helge Beck

Ich kann nur an sämtliche Fundamentalisten egal welcher religiöser oder säkularer Couleur appellieren den Ball flach zu halten und nicht weiter zu eskalieren. Leider bewahrheitet sich scheinbar tagtäglich dass Fundamentalismus der Glaube ist, dass die Offenbarung uns zwingt, dumm zu sein.

Matze

@Helge Beck

Dabei aber diejenigen nicht vergessen, die in ihrer Klugheit meinen extremer Fundamentalismus egal welcher Couleur ist nur ein Konstrukt oder eine unbedeutende Randerscheinung und kann so unter den Teppich zu gekehrt werden wie es gerade beim Islamismus geschieht.
Das Glauben an eine Offenbarung mit Dummheit gleichzusetzen ist schon sehr weit hergeholt und widerspricht jeglicher geschichtlichten und persönlichen Erfahrung. Beispiele will ich da keine bringen, weil sonst bin ich morgen noch nicht fertig

Chrissen

Daß Europa und vor allem Deutschland immer mehr islamisiert wird, kann man ganz gut im Werbefernsehen sehen – ob die Deutsche Telekom, About You, Amazon, always, Fairphone, Katjes oder andere: Kopftücher, Kopftücher, Kopftücher! Man meint gerade, man sei in der Türkei, in Ägypten oder im Iran. Schrecklich.

(Genau so verhält es sich auch mit Südländern/Schwarzen: Werbeclips, in denen mehrheitlich oder gänzlich nur noch Dunkelhäutige zu sehen sind. Ganz so, als wären wir nicht mehr im weißen Mitteleuropa, sondern in Nigeria, im Senegal oder in Tunesien …)