Säkularisierung: Ein Lob auf die Vielehe

Olaleye Akintola aus Nigeria schreibt für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und fragt sich, weshalb in Deutschland die Leute so verklemmt sind. Gibt es nicht Dinge, die wir von seiner Heimat lernen können? So etwa die Polygamie, die sich in seinem Herkunftsland durchgesetzt hat:

Ich lebe nun nicht mehr in Nigeria, doch die Erinnerung bleibt. Und ich frage mich, warum man hier in Deutschland beim Thema Liebe so wenig Abwechslung pflegt. In Nigeria haben viele Männer das Bild vor Augen, neben zwei schönen Frauen zu stehen, die zufrieden lächeln. Viele sagen dort spaßeshalber, man sei zu bequem, wenn man immer das gleiche Mahl verspeist, ohne Beilage oder Mischung. Das ist chauvinistisch, und die meisten sagen es in scherzhaftem Ton. Doch es steckt mehr Wahres darin, als viele zugeben.

In Deutschland habe ich Eheleute beobachtet, die glücklich wirkten, aber auch solche, bei denen irgendwann die Luft raus war. Auffällig ist, wie viele Ehen in diesem Land wieder geschieden werden und diese Trennungen Geld auf die Konten von Scheidungsanwälten spülen. Ein reichlich drastischer Schritt.

Warum sich nicht mal Pausen gönnen? Warum nicht mal Abwechslung? Man möge mir meine Worte verzeihen, stamme ich doch aus einer Familie, in der Vielehe ganz normal war. In Nigeria hat sich Polygamie vor langer Zeit etabliert. Es ist einseitig, ein Privileg der Männer. In Teilen des Landes bestimmt das Einkommen eines Mannes die Anzahl der Ehefrauen, die er sich leisten kann. Väter stacheln dann ihre Söhne an, sie mögen die eigene Leistung einmal überbieten.

Das säkularisierte Europa und manche evangelischen Kirchen werden solche Anregungen dankbar aufnehmen, und dem Heidentum mit fröhlichem Herzen frönen.

Mehr: www.sueddeutsche.de.

VD: WH

Kommentare

  1. //Das säkularisierte Europa und manche evangelischen Kirchen, werden solche Anregungen dankbar aufnehmen, und dem Heidentum mit fröhlichem Herzen frönen.//

    Man verzeihe meinen Sarkasmus, aber ich sehe Katrin Göring-Eckardt schon vor meinem inneren Auge, wie sie versucht, all die Kenntnisse ihres abgebrochenen Theologiestudiums zusammenzuraffen, um die Vielehe als ein christlich-evangelisches Projekt zur Bereicherung der tristen westlichen Kultur zu begründen.

    Hier ein paar Zitate der Politikerin für den Fall, dass man sie noch nicht kennt:
    https://de.wikiquote.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt

    Ich denke mir: (Pred 1:9 [Menge])
    Was gewesen ist, dasselbe wird wieder sein, und was geschehen ist, dasselbe wird wieder geschehen; es gibt nichts Neues unter der Sonne.

    Ergänzt um:
    (Ps 2:1-3 [Menge])
    Was soll das Toben der Völker und das eitle Sinnen der Völkerschaften?
    Die Könige der Erde rotten sich zusammen, und die Fürsten halten Rat miteinander gegen den HERRN und den von ihm Gesalbten:
    „Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Fesseln!“

  2. Da ist die SZ auf einmal ganz frei solchen Chauvinismus zu bringen? Interessant, wo Heribert Prantl doch sonst so auf Ausgewogenheit bedacht ist 😉

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