Stammen alle Menschen von einem Paar ab?

Die Zeitschrift DAILY MAIL berichtete online am 24. November 2018 von einer Studie, die ergeben habe, dass alle modernen Menschen von einem Paar abstammen. In dem Artikel heißt es:

Alle modernen Menschen stammten von einem einsamen Paar ab, das vor 100.000 bis 200.000 Jahren lebte, sagen Wissenschaftler.

Wissenschaftler untersuchten die genetischen „Strichcodes“ von fünf Millionen Tieren – einschließlich Menschen – von 100.000 verschiedenen Arten und folgerten, dass wir von einem einzigen Paar Erwachsener stammten, nachdem ein katastrophales Ereignis die Menschheit fast ausgelöscht hätte.

Diese Strichcodes oder DNA-Ausschnitte, die sich außerhalb der Kerne lebender Zellen befinden, deuten darauf hin, dass es nicht nur Menschen sind, die von einem einzigen Wesenspaar stammen, sondern auch neun von zehn Tierarten.

Stoeckle und Thaler, die Wissenschaftler, die die Studie leiteten, kamen zu dem Schluss, dass neunzig Prozent aller heute lebenden Tierarten von Eltern stammen, die alle etwa zur gleichen Zeit, vor weniger als 250.000 Jahren, mit der Geburt begannen und die Muster der menschlichen Evolution in Frage stellten.

Im Artikel wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass dieser Befund nicht im Sinne einer klassischen Schöpfungslehre interpretiert werden solle. Es dürfte viele Diskussionen geben.

Hier: www.dailymail.co.uk.

Kommentare

  1. Fragen/Ergänzungen:
    1.) Warum wird in einer Studie vor einer bestimmten Art von (theistischer) Interpretation gewarnt? Wir alle wissen natürlich warum 😉

    2.) Bei der Mitochondrialen DNA (durch die Mutter weitergegeben) wurde die „Eva“ (so wurde sie in der Studie wirklich genannt) auf vor ca. 10000 Jahre geschätzt. Siehe https://creation.com/topics/mitochondrial-eve

  2. Die verlinkte Zeitung ist ja nicht gerade der Burner. Die schlägt sogar Bild und Blick. Keine anständige Quelle verlinkt etc. Aber – die Studie findet man tatsächlich auf der Rockefeller Seite. http://phe.rockefeller.edu/docs/Stoeckle_Thaler%20Human%20Evo%20V33%202018%20final.pdf Nur – bevor so eine Studie nicht durch andere verifiziert ist, würde ich das ganze nicht ernst nehmen. Oft ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Warten wirs ab. Ich wäre vorsichtig.

  3. Konrad Kugler meint:

    In der WamS stand schon Mitte der 90er Jahre ein Artikel mit dem entscheidenden Satz: Alle Töchteer Evas haben den selben Großvater. Dazu gesagt wurde auch, daß diese These abgelehnt wird, weil sie genau auf Genesis hinausläuft.
    Ich selber verfolge das Thema Schöpfung seit 30 Jahren mit erhöhter Aufmerksamkeit. Meine Überzeugung: Genesis ist das wichtigste Sachbuch das wir haben.

  4. Schandor meint:

    @Konrad

    Das ist erhellend: „weil sie genau auf Genesis hinausläuft“.

    Heißt es nicht in einem Brief des heiligen Paulus an die Römer: Sie unterdrücken die Wahrheit, weil sie ungerecht sind?
    Also nicht aus Unwissenheit …

    Nun, es gibt noch mehr solche Aussagen:

    „Wie können anorganische Moleküle biologische Informationen bekommen und weitergeben, damit eine Urzelle entstehen kann? An und für sich ein unlösbares Problem.“
    Prof. Dr. Manfred Eigen (* 9. Mai 1927 in Bochum, Bio- bzw. Physikochemiker, 1967 Nobelpreis für Chemie)

    „Es ist absurd und absolut unsinnig zu glauben, dass eine lebendige Zelle von selbst entsteht, aber dennoch glaube ich es, denn ich kann es mir nicht anders vorstellen.“
    Ernest Kahane (17.11.1964, Biochemiker, Vortrag in Cern bei Genf)

    „Die Evolutionstheorie ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar.“
    Sir Dr. Arthur B. Keith (schottischer Anatom und Anthropologe in „The Antiquity of Man“ – London 1925)

    „Wir schlagen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offenkundigen Absurdität mancher ihrer Konstrukte … denn wir können einen göttlichen Fuß in der Tür nicht zulassen.“
    Prof. Dr. Richard C. Lewontin (09.01.1997, Evolutionsbiologe, The New York Review)

    „Die Evolutionstheorie ist eine weltweit anerkannte Theorie, nicht, weil sie bewiesen werden könnte, sondern, weil sie die einzige Alternative zur Schöpfung ist, an welche wir nicht glauben wollen.“
    Prof. Dr. James Dewey Watson (* 6. April 1928 in Chicago, Biochemiker, 1962 Nobelpreis für Medizin)

  5. Das Thema ist wirklich nicht neu (aber trotzdem interessant, daher Dank an Ron für den Hinweis), ich hatte vor ein paar Jahren schon einmal dergleichen gelesen. Auch dort wurde von einer Cäsur berichtet, also eine größere Katastrophe, wo unsereins gleich an die Sintflut denkt.
    Von daher: wenn es sich um zwei voneinander unabhängige Artikel handelt, ist damit eigentlich die Verifikation erledigt. Ebenso wird kein seriöser Wissenschaftler derartige Artikel veröffentlichen, wenn es nicht schon ein Peer-Review gab (oder er sich sicher ist, dieses bestehen zu können).
    Was mich noch stört, sind die langen Zeiträume. Das gilt für diese Forschung genauso wie für die Kontinentaldrift. Noch müssen wohl die Wissenschaften von linearen und konstanten Abläufen ausgehen, denn mit irgendwas müssen sie ja rechnen. Wenn aber der Peleg der Bibel zu der Zeit lebte, als die Erde zerteilt wurden, dann könnte man durchaus davon ausgehen, dass das damals ein gewaltiges und wahrnehmbares Ereignis war mit einer deutlich höheren Anfangsgeschwindigkeit der Kontinentaldrift.
    Letztens las ich noch irgendwo (war es sogar hier im Blog?), dass die Forschung der Evolutionstheorie in einer Sackgasse steckt, je mehr man forscht, desto größer werden die Fragen. Letztendlich ist es toll zu sehen, wie Gott immer wieder anklopft, auch in der Wissenschaft, die versucht, ihre Theorien unter Ausblendung eines Schöpfergottes zu gestalten.

  6. Hallo Schandor,
    Zitate pro Schöpfung von Evolutionisten würde ich grundsätzlich mit äußerster Skepsis verwenden. Für das Zitat von Sir Dr. Arthur B. Keith habe ich gut drei Jahre lang geforscht, gefragt … und keine einzige verifizierbare Quelle dafür gefunden.

  7. PS:
    Hier kann man übrigen das Werk von A. Keith (Ausgabe 1925) lesen. An keiner einzigen Stelle kommt das Wort „god“ vor.
    Band 1:
    https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.101458/page/n1
    Band 2:
    https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.173480/page/n1

  8. Roderich meint:

    @PeterG,
    siehe hier:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Keith#Spurious_quotation

    (Wikipedia ist noch nicht beweiskräftig, aber wie es scheint, stammt das Zitat aus der Zeitschrift „The Nineteenth Century“ aus dem Jahr 1947 aus einem Artikel über Keith, nicht von ihm.)

  9. @Roderich
    „scheint“ – genau. Versuche doch mal, diesen Artikel zu bekommen. Vol 141-142 stammt aus dem Jahr 1947, die Journal hieß da aber bereits seit fast einem halben Jahrhundert nicht mehr „The Nineteenth Century“, sondern „The Nineteenth Century and after“. Das sind auch zwei Bände, aber nicht zwei in einem. Kurz: Die Literaturangabe in wikipedia ist zweifelhaft.

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